Netanjahus Besuch bei Trump bringt keine endgültigen Ergebnisse
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu besuchte gestern US-Präsident Trump in Washington, D.C., um sich für die Sicherheit Israels einzusetzen, während Trump die Atomverhandlungen mit dem Iran fortsetzt. Trump sagte, bei dem Treffen sei „nichts Endgültiges“ erreicht worden und er habe „darauf bestanden, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden, um zu sehen, ob ein Abkommen zustande kommen kann oder nicht.“ Netanjahu war ein entschiedener Gegner der US-Verhandlungen mit dem Iran unter Barack Obama und Joe Biden. Präsident Trump scheint die israelische Sicherheit auf die gleiche Weise zu behandeln. Doch angesichts der Tatsache, dass möglicherweise eine zweite US-Flugzeugträgerkampfgruppe in den Nahen Osten entsandt wird und eine Eskalation der Beschlagnahmung iranischer Öltanker bevorsteht, glauben einige, dass der öffentliche Streit ein ähnliches Ablenkungsmanöver sein könnte, wie es den direkten israelischen und US-amerikanischen Schlägen gegen das iranische Atomprogramm im vergangenen Juli vorausging. Die Spannungen im Nahen Osten – und zwischen diesen unruhigen Verbündeten – sind nach wie vor hoch. Präsident Trumps nächster Schritt könnte die Region entweder sicherer machen oder sie näher an einen großen Krieg heranführen.