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Merz strebt eine „neue stabile Handelsordnung“ mit Asien an

Kay Nietfeld/picture alliance via Getty Images, Emma McKoy/die posaune

Merz strebt eine „neue stabile Handelsordnung“ mit Asien an

Am Montag forderte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz in Singapur eine engere wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Europa und asiatischen „Mittelmächten“ wie Japan und Südkorea, um der zerfallenden Weltordnung entgegenzuwirken. Singapur war die erste Station seiner fünftägigen Reise, die ihn auch nach Japan und Südkorea führen wird.

Merz schlug eine engere Partnerschaft zwischen der EU und dem Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommen über die Transpazifische Partnerschaft vor.

  • Dieses Handelsabkommen wurde im Jahr 2016 von Brunei, Japan, Malaysia, Singapur und Vietnam in Asien sowie von Australien, Kanada, Chile, Mexiko, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Die USA zogen sich im folgenden Jahr zurück, doch die anderen Staaten haben ihre Bemühungen fortgesetzt.

  • Sollte die Europäische Union beitreten, könnte das Abkommen bis zu einem Drittel des weltweiten Handels umfassen.

Merz erklärte, das langfristige Ziel Deutschlands sei ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem aus zehn Staaten bestehenden Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN).

  • Für Merz geht es bei einem Handelsbündnis mit Asien um das Überleben Deutschlands. „Unsere Freiheit, unsere Souveränität, unsere Sicherheit und unser Wohlstand stehen auf dem Spiel“, erklärte er.

Merz vertritt die Ansicht, dass europäische und asiatische Staaten eine „neue, stabile Handelsordnung“ schaffen können, die besser in der Lage ist, „koordiniert auf Verstöße gegen den freien und fairen Handel zu reagieren“ – eine Kritik sowohl an der jüngsten amerikanischen Handelspolitik als auch an den seit langem bestehenden chinesischen Handelspraktiken.

  • Merz ist der Ansicht, dass die EU, Japan und Südkorea, sollten sie zusammenarbeiten, in Bezug auf „Wissen, Kapazitäten und Fähigkeiten“ mit den USA gleichziehen könnten.

  • Dies ist eine antiamerikanische Partnerschaft.

Deutschland möchte zudem Geschäftsbeziehungen mit der größten Volkswirtschaft Asiens und möglicherweise der Welt aufbauen.

  • Auch der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befindet sich derzeit auf Besuch in China und hat die deutschen Unternehmen dazu aufgerufen, ihr Vertrauen in China zu bewahren.

  • Während seines Aufenthalts in Singapur erklärte Merz, dass eine „Abkopplung“ von China ein „großer Fehler“ wäre.

In Jesaja 23 wird davor gewarnt, dass sich eine von Deutschland angeführte europäische Supermacht vorübergehend einem gigantischen Handelsbündnis mit wichtigen asiatischen Mächten anschließen wird, um die Vereinigten Staaten und das Britische Commonwealth wirtschaftlich zu belagern. Gerald Flurry, Chefredakteur der Posaune schrieb über die prophetischen Implikationen dieser Beziehung:

[W]ir glauben, dass es zu einem kurzzeitigen Bündnis zwischen dem von Deutschland angeführten Heiligen Römischen Reich und bestimmten asiatischen Mächten (Russland, China, Japan – die Könige des Ostens) kommen könnte. Sollte Europa, das wiederauferstandene Heilige Römische Reich, einen Weg finden, sich – und sei es nur für einen Augenblick – die wichtigsten Ressourcen und strategischen Besitztümer Chinas, Russlands und Japans zunutze zu machen, würde es über mehr als genug Macht verfügen, um die angelsächsischen Nationen zu belagern und sie zu versklaven.

Solche Äußerungen eines deutschen Bundeskanzlers sind ein Zeichen dafür, dass sich dieses gewaltige Bündnis derzeit bildet.