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Meloni und Trump liefern sich einen verbalen Schlagabtausch

GETTY IMAGES (2), KASSANDRA VERBOUT/DIE POSAUNE

Meloni und Trump liefern sich einen verbalen Schlagabtausch

Die Beziehung zwischen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und US-Präsident Donald Trump galt einst als Hoffnungsschimmer inmitten der sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und Europa. Sie war die einzige europäische Staats- oder Regierungschefin, die an Trumps Amtseinführung teilnahm. Nun streiten sich die beiden Staatschefs jedoch öffentlich über einen angeblichen Fototermin.

Dieser kindische Streit ist ein Symptom tiefer liegender, weitaus folgenschwererer Feindseligkeiten.

  • „Meloni hat mich während des G-7-Gipfels in der vergangenen Woche regelrecht angefleht, ein Foto mit ihr zu machen“, erklärte Trump am Freitag gegenüber dem italienischen Fernsehsender La7 TV. Er behauptete, er habe Mitleid mit ihr gehabt. Er gab ihrem Wunsch statt.

  • „Die Geschichte ist ‚völlig aus der Luft gegriffen‘“, antwortete Meloni noch am selben Tag in einem Video, in dem sie Italienisch sprach. Sie fügte hinzu:

Ich weiß nicht, warum sich der Präsident der Vereinigten Staaten gegenüber seinen Verbündeten so verhält – es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass dies geschieht. Ich kann nur sagen, dass es bedauerlich ist, dass er gegenüber den Feinden des Westens und der Vereinigten Staaten nicht dieselbe Entschlossenheit an den Tag legt – gegenüber Führungen, denen er tatsächlich weitaus mehr entgegenkommt.

Der Streit zog sich über das Wochenende hin: 

  • „Sie möchte wieder mit mir befreundet sein, um ihre ‚Zahlen in die Höhe zu treiben‘. Nein, danke!“, schrieb Trump am Samstagmorgen auf Truth Social.

  • „Diese ständigen, unprovozierten Angriffe sind sinnlos“, schrieb Meloni nur wenige Minuten später auf Instagram. „Was meine Beliebtheit angeht, so hat es mir sicherlich nicht geholfen, mit Ihnen befreundet zu sein, und sie hängt auch nicht von meiner Beziehung zu Ihnen ab.“

Die Beziehungen zwischen den beiden verschlechterten sich im April, nachdem sich Meloni in einem Streit mit Trump über den Iran-Krieg auf die Seite des Papstes gestellt hatte.

Man könnte diesen Austausch zwar leicht als einen weiteren Tag in einem zunehmend verwirrenden Nachrichtenzyklus abtun, doch die biblischen Prophezeiungen verdeutlichen die Tragweite der Beziehungen zwischen den USA und Europa. Der peinliche Dialog zwischen unseren Staats- und Regierungschefs wird sich bald in eine Realität von lebenswichtiger Bedeutung verwandeln, die jeden amerikanischen Haushalt betreffen wird. Verbale Angriffe werden bald zu wirtschaftlicher und militärischer Kriegsführung eskalieren.