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70th Annual General Assembly Debate by United Nations Photo is licensed under CC BY-NC-ND 2.0

Lukaschenko offenbart die Schwäche der EU

Migranten aus Belarus stürmen in die Europäische Union. Polen und Litauen sind überfordert und die Krise droht sogar militärisch zu eskalieren. Polen stockt seinen Grenzschutz mit Tausenden von Soldaten auf, um zu verhindern, dass die EU-Außengrenze überrannt wird. Auf der anderen Seite steht das belarussische Militär bereit zum Kampf. Die Krise ist gewollt und entlarvt Europas Führungsschwäche.

Faz.net erklärt, was vor sich geht: „Der direkte Weg vom Nahen Osten nach Europa führt nicht über das isolierte osteuropäische Land, bis vor Kurzem war ein Transit durch Lukaschenkos Polizeistaat nur schwer möglich. Jetzt lässt er die Migranten als‚Touristen‘ aus dem Irak, aus Syrien oder Iran einfliegen. Er will die EU unter Druck setzen, weil sie Sanktionen gegen ihn verhängt hat, und wahrscheinlich verdient er sogar noch Geld mit seiner staatlich organisierten Schleuserei.“

Der Autor schlägt vor: „Lukaschenkos übles Spiel mit den Migranten darf nicht Schule machen. Die EU muss hart bleiben und weitere Sanktionen verhängen.”

Der Tagesspiegel hingegen dringt tiefer zum Kern des Problems vor: „Da zeigt sich, was Lukaschenko so ganz nebenbei erreicht: Er verunsichert die Bürgerinnen und Bürger und spaltet so die europäischen Zivilgesellschaften. Denn es ist gar nicht so leicht, auseinander zu sortieren, was Recht und Moral gebieten. Und es scheint, dass die jahrelangen öffentlichen Debatten seit der Massenmigration im Sommer 2015 mehr Verwirrung als Klärung gebracht haben. Wann darf man Menschen an der Grenze zurückweisen, wann nicht?“

Es gibt zwei Möglichkeiten: „Entweder schaffen sie den gewaltsamen Durchbruch, dann sieht die EU schwach aus. Oder die EU-Grenzer verhindern dies, im Zweifel ebenfalls mit Gewalt. Dann steht die EU als Heuchlerin da, die Werte predigt, aber Brutalität zeigt. Lukaschenko spielt mit unseren Gefühlen und unserem Gewissen“, schlussfolgert der Tagesspiegel in seinem Artikel mit dem Titel „So leicht haben es Schurken mit einem verwirrten Europa.“

Der Diktator Lukaschenko beschuldigte die EU, einen „hybriden Krieg“ zu führen und verwies auf die Sanktionen gegen ihn. An die EU-Staats- und Regierungschefs gewandt, sagte er: „Und ihr, ihr Bastarde, ihr Verrückten wollt, dass ich euch vor Migranten beschütze.“ Hier beschuldigte Lukaschenko die EU der Heuchelei. Er enthüllte auch, dass die wahre Macht hinter seinen jüngsten Taten Russland sei – „eine Atommacht“, die sich im Falle einer militärischen Eskalation einmischen würde.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel galt einst als eine der wenigen, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf Augenhöhe begegnen und sich sogar ohne Übersetzer verständigen konnte. Doch die jüngste Krise hat gezeigt, wie machtlos sie ist, Europa vor einer realen Bedrohung zu schützen. Außerdem sind ihre Tage als stärkste europäische Führungspersönlichkeit gezählt, und es gibt niemanden, der ihr auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Aber in diesem entscheidenden Moment braucht Deutschland und damit ganz Europa eine stärkere Führungspersönlichkeit als Frau Merkel.

Wir sehen vor unseren Augen, wie sich zwei prophezeite Trends entfalten. Der Aufstieg von Präsident Wladimir Putin (Hesekiel 38), der den Westen bedroht und einschüchtert, wie Herr Gerald Flurry in Der Prophezeite „Fürst von Russland“ erklärt, und Europas Sehnsucht nach einem starken Mann, dessen Aufstieg in Daniel 8 prophezeit wird, wie in Ein starker deutscher Anführer steht unmittelbar bevor erklärt wird. Unsere gesamte Literatur ist kostenlos und verweist Sie auf Ihre eigene Bibel, um die Antworten auf die Krisen von heute zu finden.

Hören Sie sich auch meinen Podcast „10 Jahre danach der Nationalsozialistische Untergrund blüht mehr denn je“ an.