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GETTY IMAGES/GARY DORNING/TRUMPET

Kann sich die Weltwirtschaft jemals wieder erholen?

Wie viele Todesopfer es am Ende auch immer sein werden, es ist jetzt schon klar, dass der volkswirtschaftliche Schaden immens sein wird.

Konfrontiert mit einem hochansteckenden Virus mit einer alarmierenden Todesrate begannen die lokalen und nationalen Regierungen, die ganze Welt stillzulegen. Sie ordneten an, dass Millionen von Menschen zu Hause bleiben mussten. Beinahe über Nacht wurde der Verkehr vollkommen eingestellt. Orte der öffentlichen Zusammenkunft wie Restaurants, Kinos, Freizeitparks und sogar Kirchen wurden geschlossen. Der Einzelhandelsverkauf ging praktisch auf null zurück. Plötzlich sahen sich viele Firmen überall auf der Welt dem Risiko ausgesetzt, in Konkurs zu gehen. Millionen Menschen drohte die Arbeitslosigkeit.

Da sie die Krise im Wesentlichen selbst verursacht hatten, boten die Regierungen nun an, auch dafür zu bezahlen. Alle Regierungen der größeren Länder veröffentlichten enorme Ausgabenpläne. Die Regierung der Vereinigten Staaten zimmerte ein Ausgabenpacket von 2 Billionen Dollar zusammen. Großbritannien stellte einen 413 Milliarden Dollar-Plan vor. Das sind über 40 Prozent der normalen jährlichen Ausgaben – alles nur für eine einzige Krise.

Diese Maßnahmen milderten zweifellos das unmittelbare wirtschaftliche Leid, das der Virus ausgelöst hatte. Aber sie könnten den Volkswirtschaften dieser Länder großen Schaden zufügen und den Weg zu einem zukünftigen Zusammenbruch ebnen.

Staat, hilf uns!

In der Vergangenheit verließen sich die Leute bei Krisen auf ihre eigenen Mittel. Vor hundert Jahren wären weder die Briten noch die Amerikanern überhaupt auf die Idee gekommen, die Regierung darum zu bitten, sie zu retten.

Aber jetzt sind wir schon daran gewöhnt, dass der Staat für uns sorgt. Er bezahlt, wenn wir arbeitslos sind, kümmert sich um unsere medizinische Versorgung und rettet unsere Banken, um die Wirtschaft über Wasser zu halten.

Im Gegenzug bezahlen wir kräftig Steuern. In den USA entfallen über 30 Prozent des nationalen Einkommens auf Steuern. In Großbritannien sind es sogar 40 Prozent. Mit all diesen Steuern fällt es schwer, etwas für schwere Zeiten zurückzulegen. Das gibt uns das Gefühl, dass wir von staatlichen Leistungen abhängig sind, wenn unser Lebensunterhalt bedroht ist.

Das Problem ist, dass der Staat – trotz seiner kolossalen Einnahmen – sich diese finanzielle Unterstützung eigentlich gar nicht leisten kann.

Um die Finanzkrise von 2008 zu überleben, haben sich die Regierungen der USA, Großbritanniens und vieler anderer Länder viel Geld geliehen. Vor dieser Krise machte Amerikas Staatsverschuldung 65 Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung aus. Bis 2011 war sie auf 95 Prozent gestiegen. Um seine Wirtschaft aufrecht zu erhalten, musste Amerika mehr Kredite aufnehmen als jemals zuvor seit dem zweiten Weltkrieg. Seitdem hat sich Amerika, anstatt diese Kredite zurückzuzahlen, immer mehr Geld geliehen. Die Staatsschulden sind inzwischen auf etwa 105 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gestiegen.

Die Wirtschaftsprofessoren bei Harvard Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff sind zu dem Schluss gekommen, dass Schulden über 90 Prozent des jährlichen Wirtschaftsleistung gefährlich sind.

Die beispiellose Reaktion auf die Krise 2008 hat mehr ruiniert als nur den Etat. Es wurde auch mit einem wichtigen Tabu gebrochen. Man rechnete nun bei jeder Wirtschaftskrise mit großzügigen Staatshilfen. Stellen Sie sich den allgemeinen Aufschrei vor, wenn sich die Regierung geweigert hätte, beim Ausbruch des Coronavirus Finanzhilfe zu leisten: Es werden Billionen von Dollar ausgegeben, um die Banken zu retten – und was wird aus dem Durchschnittsamerikaner? Den reichen Bankern helft ihr, aber uns nicht?! Mit ihrer aufwendigen Hilfe 2008 war die Regierung praktisch die Verpflichtung eingegangen, in allen kommenden Notsituationen ähnliche Hilfen zu leisten.

Und genau das tut sie als Antwort auf das Coronavirus. Amerikas Rettungspaket von 2 Billionen Dollar muss durch die Aufnahme von weiteren Krediten finanziert werden – das allein wird die Staatsschulden um fünf Prozent vergrößern. Wenn diese Krise einmal endet, wird Amerika einen gewaltigen Schritt in Richtung auf das höchste jemals erreichte Schuldenniveau getan haben: 121,7 Prozent, die nur während des zweiten Weltkriegs erreicht wurden.

Die Vereinigten Staaten planen, jedem Erwachsenen 1200 Dollar zu geben (oder weniger, abhängig vom Einkommen) und jedem Kind 500 Dollar. In Japan denkt man an eine monatliche Zuteilung an jeden Bürger von 150 Dollar.

Aber Anleihen reichen nicht aus, um mit dieser Krise fertig zu werden. Wenn Amerika sich zu viel Geld leiht, könnten die Gläubiger nervös werden, weil Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Regierung aufkommen würden. Diese Befürchtungen könnten die Wirtschaft ruinieren. Also wird die Regierung nach anderen Geldquellen suchen: Die Druckerpresse.

Zur Rettung drucken

Mit der Finanzkrise 2008 begann ein großes Experiment mit einem neuen Instrument der Zentralbanken: die sogenannte quantitative Lockerung. Mit diesem Hilfsmittel beschaffen die Zentralbanken Geld aus dem Nichts.

Es besteht zu Recht ein riesiges Tabu dagegen, dass die Regierung Geld drucken lässt, das sie dann ausgibt. Dieses Verfahren kann in einer Katastrophe enden, denn es führt zur Hyperinflation, wodurch die Währung praktisch wertlos wird.

Daher gehen die Zentralbanken bei diesem Experiment der quantitativen Lockerung überaus vorsichtig vor. Sie geben das frisch gedruckte Geld nicht direkt an den Staat weiter. Stattdessen kaufen sie damit Staatsanleihen oder andere Vermögenswerte von Banken. Und sie geloben, das Gelddrucken in Zukunft zu reduzieren: Sie verkaufen der Regierung Schuldverschreibungen und vernichten dann so viel Geld, wie sie neu gedruckt haben.

Zwölf Jahre später sah es so aus, als würde das Experiment mit der quantitativen Lockerung funktionieren. Das zusätzliche Geld hielt die Wirtschaft am Laufen. Die Zentralbanken kauften die Schuldverschreibungen der Regierung wieder zurück und sorgten so für einen rekordverdächtig niedrigen Zinssatz dieser Papiere, so dass die Regierung in der Lage war, riesige, ebenfalls rekordverdächtige Geldbeträge auszugeben. Allerdings haben die Zentralbanken dann nur einen Teil des neu gedruckten Geldes wieder vernichtet. Trotzdem ist dadurch kein größeres Unglück entstanden. Man muss jetzt nicht eine Schubkarre voll Geld mitbringen, um einen Laib Brot zu kaufen. Also drucken die Notenbanken als Antwort auf das Coronavirus jetzt mehr Geld als jemals zuvor.

Die US-Notenbank kündigte am 23. März die unbeschränkte quantitative Lockerung an. Nach der Krise 2008 hatte die Notenbank nie mehr so etwas getan. Stattdessen verkündete sie eine quantitative Lockerung innerhalb sehr hoch angesetzter, wenn auch genau festgelegter Grenzen. In der ersten Runde von Dezember 2008 bis März 2010 wurde eine Obergrenze von 1,5 Billionen Dollar festgelegt.

Vorher hatte die Notenbank angekündigt, sie würde 1,5 Billionen Dollar in den Repo-Markt einzahlen – im Wesentlichen ist das ein Markt, von dem die anderen Banken ihr Bargeld beziehen. „Sie übernehmen die Garantie für US-Bundesanleihen und ‚drucken‘ Geld für direkte finanzpolitische Maßnahmen“, schrieb Ambrose Evans-Pritchard für den Telegraph (am 18. März). Die Bank von England gab ebenfalls eine quantitative Lockerung von 236 Milliarden bekannt.

Die Zentralbanken könnten eventuell auch noch viele andere Beschränkungen, die 2008 für die quantitative Lockerung festgesetzt wurden, wieder aufheben. Diese Leute denken so: Es hat funktioniert; wir sind damit durchgekommen. Also brauchen wir dieses Mal nicht ganz so vorsichtig zu sein.

Inzwischen sprechen selbst rechtsgerichtete Wirtschaftswissenschaftler über das sogenannte „Helikoptergeld“. „Wir werden bestimmt bald eine Art von ,Helikoptergeld‘ zu sehen bekommen, ein Mechanismus, mit dem der Staat über die Notenbank einfach Geld drucken lässt und es an die Leute verteilt“, schrieb der Finanz- Journalist Matthew Lynn im Spectator (am 17. März).

Gemäß dem Telegraph sagte Neil Mac-Kinnon von vtb Capital, der „nächste logische Schritt in der Kette der zwanglosen Geldpolitik ist das Helikoptergeld und das ist eine direkte Liquiditätszuführung in die Kassen der Realwirtschaft“ (am 18. März).

Das sind nur zwei von sehr vielen ähnlichen Statements. Helikoptergeld zu benutzen, ist eine Schnapsidee – etwas, wovon nur Verrückte oder Sozialisten sprechen. Inzwischen könnte Ihr frischgedrucktes Geld sie noch vor dieser Ausgabe der Posaune erreicht haben.

Der Sozialismus rückt näher

Die Reaktion auf das Coronavirus hat sogar eigentlich rechtsstehende Leute für den Sozialismus eingenommen. „Boris muss sich unverzüglich dem Sozialismus annähern, um den liberalen freien Markt zu retten“, lautete eine Schlagzeile des für gewöhnlich eher rechtsgerichteten Telegraph. „Die panischen Hamsterkäufe wegen des Coronavirus verwandeln Konservative in Sozialisten“, verkündete der Spectator.

Am 20. März gab die britische Regierung ein radikales neues Programm bekannt, dass die Mehrzahl der Briten in Staatsangestellte verwandelt. Wenn die Leute wegen des Coronavirus nicht arbeiten können, wird der Staat ihnen 80 Prozent ihres Gehalts weiterzahlen – bis zu einer Obergrenze von 2500 Pfund pro Monat.

Als er das fest zusagte, räumte der Schatzkanzler Rishi Sunak allerdings ein, er wisse nicht, wie viel das wohl kosten würde. „Das ist die stärkste Intervention in die Wirtschaft, die eine Regierung, die angeblich für die freie Marktwirtschaft eintritt, irgendwo auf der Welt je unternahm“, schrieb der Spectator. „Wir werden wirklich bald alle für die Regierung arbeiten“ (am 20. März).

Dieser enorme Anstieg der Ausgaben auf der ganzen Welt bewirkt, dass sich alle Länder dem Sozialismus annähern. Unternehmen aller Größen klopfen an die Tür der US-Regierung und bitten um Rettung aus der Not. Staatsgelder könnten bald in mehr Sektoren der US Wirtschaft fließen als je zuvor.

Das Problem ist, dass es überaus schwierig ist, diese Entwicklung zum Sozialismus wieder rückgängig zu machen. Bei jeder Intervention der Regierung erwarten die Wähler mehr. Wenn sie einmal Unterstützung bekommen haben, erwarten sie, sie immer weiter zu kassieren. Jeder, der dann versucht, die Uhr wieder zurückzudrehen, nimmt ihnen etwas weg. Und sobald sich der Staat etwas angeeignet hat, geben Politiker und Bürokraten es nur noch sehr widerwillig wieder zurück.

„Als sich die Wirtschaft Großbritanniens 1939 das letzte Mal auf dem Kriegsfuß befand, konnten wir das bis zu den Reformen der Premierministerin Thatcher in den 1980er Jahren nicht wirklich wieder abschütteln“, schrieb der Spectator. „Und dieses Mal könnte es wieder genauso lange dauern. Es ist ein gigantisches Glücksspiel und es wird leichter sein, diese Rettungsaktion anzufangen als nachher wieder damit aufzuhören.“ (ebd.)

Selbst wenn wir es schaffen, wieder einen Schritt weg vom Sozialismus zu tun, was wird dann bei der nächsten Notsituation passieren? Die Krise 2008 brach gewisse Tabus, aber 2020 hat alle Tabus irreparabel zerstört. Es wird wieder einmal gewaltig Geld geliehen. Die Druckerpressen werden wieder hochgefahren – mit noch weniger Regeln als vorher. Wie lange wird es noch dauern, bis die Staatsfinanzen, die Währung und das gesamte Wirtschaftssystem ganz zusammenbrechen werden?

Vorbereitungen für den Weltuntergang

Großbritannien, Amerika und unser ganzes Finanzsystem befinden sich in einer schwierigen Lage. Wenn man sich weigert, diese Art von Maßnahmen zu ergreifen, hätte das sehr viel Leid für sehr viele Leute zur Folge. Aber auch wenn wir die Rettungsaktionen jetzt umsetzen, wird dieses Leid nur in die Zukunft verschoben – und es wird mit Sicherheit noch viel schlimmer werden, wenn es dann zu einer Krise kommt.

Das Problem ist nicht die Rettungsaktion. Es geht nicht darum, dass wegen einer einzigen Entscheidung alles zu Bruch geht. Es geht darum, dass unser gesamtes Wirtschaftssystem nur noch auf Schulden basiert. Der Staat organisiert die Wirtschaft, indem er die Leute ermutigt, sich Geld zu leihen. Wenn es zu einer Krise kommt, werden die Zinssätze gesenkt, damit die Leute sich noch mehr Geld leihen und es ausgeben. Mit sehr geringen Ersparnissen sind die Leute nicht in der Lage, in Krisenzeiten für sich selbst zu sorgen und müssen sich auf den Staat verlassen. Aber der Staat kann ihnen nicht helfen, ohne sich immer mehr Geld zu leihen.

Dieser Zyklus häuft immer mehr Schulden an. Auf die Dauer ist das einfach unhaltbar. Schritt für Schritt und von einer Entscheidung zur nächsten schaffen wir die Zustände, die mit absoluter Sicherheit zu einem beispiellosen, die Welt verändernden Zusammenbruch führen müssen.

Vor diesem Zusammenbruch haben wir bereits jahrzehntelang gewarnt. Herbert W. Armstrong schrieb 1984, dass ein Bankenzusammenbruch in den Vereinigten Staaten auch im Ausland, genau wie zu Hause, erhebliche Folgen haben würde. Er „könnte sogar plötzlich bewirken, dass sich die europäischen Länder zu einer neuen Weltmacht zusammenschließen, die mächtiger als sowohl die Sowjetunion als auch die USA werden könnte“, schrieb er (Brief an die Mitarbeiter vom 22. Juli 1984).

Das biblische Buch der Offenbarung prophezeit eine plötzliche Wiederbelebung einer Macht in Europa, die den USA gegenüber feindlich gesinnt ist. Offenbarung 18 beschreibt den immensen Reichtum, den Kaufleute sich aneignen, indem sie das globale Handelssystem übernehmen. Der Zusammenbruch des amerikanischen Finanzsystems könnte leicht diese wirtschaftliche Revolution einleiten.

Die Bibel bestätigt auch, dass unsere finanziellen Praktiken untragbar sind. Psalm 37, 21 lautet: „Der Gottlose muss borgen und bezahlt nicht, aber der Gerechte ist barmherzig und kann geben“. Sich auf diese Weise Geld zu leihen, ist „gottloses“ Verhalten und das nimmt nie ein gutes Ende.

Die Bibel sagt auch die wirkliche Lösung voraus. Die genialsten Köpfe der Finanzwelt waren nicht in der Lage, eine funktionierende Lösung innerhalb unseres Finanzsystems zu entwickeln. Das braucht mehr als nur die Zinssätze ein wenig zu justieren oder eine andere Methode des Gelddruckens zu erfinden – man braucht etwas vollkommen Neues. Und die Bibel zeigt, dass wir genau das bekommen werden.

Ein neues System

3. Johannes 2 lautet: „Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Dingen gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.“ Gott will, dass es der Welt gut geht und Er hat einen Plan, um das zu erreichen. Schon bald wird Er ein faires, stabiles und blühendes Finanzsystem auf der ganzen Welt etablieren.

Micha 4, 4 prophezeit uns diese Zukunft: „Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat‘s geredet.“ Es wird ein universelles Wohneigentum geben – weder Kommunismus noch verschuldete Zahler von Hypotheken. Gott spricht von einem Boden, der so viel Getreide hervorbringt, dass man es gar nicht schnell genug ernten kann (Amos 9, 13). Jeremia 31, 12 beschreibt ein Bild dieses Gedeihens: „Sie werden kommen und auf der Höhe des Zion jauchzen und sich freuen über die Gaben des Herrn, über Getreide, Wein, Öl und junge Schafe und Rinder, dass ihre Seele sein wird wie ein wasserreicher Garten und sie nicht mehr bekümmert sein sollen.“

Die kommende Finanzkrise wird uns helfen, an den Punkt zu gelangen, an dem wir gewillt sind zu beherzigen, was Gott über Finanzen und noch vieles andere zu sagen hat – wenn wir endlich bereit sein werden, den Weg zu wählen, der zum Wohlstand führt!

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