Ihr kostenloser Newsletter

Kampf um Grönland geht weiter

GETTY IMAGES

Kampf um Grönland geht weiter

Die Trump-Administration verhandelt weiterhin mit Dänemark über einen erweiterten militärischen Zugang zu Grönland, berichtete die New York Times gestern unter Berufung auf Kommentare von General Gregory M. Guillot, der das North American Aerospace Defense Command leitet.

  • Die Kontrolle über die geographisch strategische Insel ist für die nordamerikanische Verteidigung notwendig.

  • Während des Kalten Krieges unterhielten die Vereinigten Staaten mindestens 13 Stützpunkte auf Grönland.

  • Sie betreibt derzeit eine Basis in Grönland: Die Raumfahrtbasis Pituffik.

  • Die Verhandlungen über den Zugang der USA zu drei weiteren Verteidigungsgebieten für Flugplätze, Häfen und andere Operationen sind im Gange.

Grönland ist zu einem wichtigen Streitpunkt zwischen den USA und Dänemark im Besonderen und Europa im Allgemeinen geworden.

  • Obwohl die USA und Dänemark seit 1951 ein Verteidigungsabkommen haben, ist Präsident Trump der Ansicht, dass dieses nicht ausreicht, dass man sich auf Dänemark und andere europäische und NATO-Nationen nicht verlassen kann und dass die USA einen erweiterten Zugang (mindestens) und vorzugsweise die volle Souveränität über die Insel benötigen.

Präsident Trumps Beharren auf der Annexion Grönlands – zusammen mit seinen wiederholten Äußerungen, dass die europäischen NATO-Verbündeten ihren Teil nicht zahlen und man sich nicht auf sie verlassen könne – führte zu einer internationalen Krise, die im Januar ihren Höhepunkt erreichte.

  • Im Jahr 2025 erklärten die USA, dass sie ihre militärische Abdeckung Grönlands über Pituffik hinaus ausweiten wollen.

  • Dänemark und Grönland wehrten sich gegen die Expansion.

  • Präsident Trump erneuerte seine Kritik an den NATO-Partnern, drohte mit Zöllen gegen europäische Länder und sagte, die USA könnten Grönland annektieren, vielleicht mit Gewalt.

  • Dänemark, Frankreich, Deutschland und Schweden schickten kurzzeitig eine kleine Gruppe von Truppen auf die Insel als symbolische Abschreckung gegen eine amerikanische Übernahme. Berichten zufolge haben sie auch einen Notfallplan für die Zerstörung der Infrastruktur vorbereitet, um eine mögliche US-Invasion zu erschweren.

  • Einige europäische Staats- und Regierungschefs drohten damit, Amerika vollständig vom Handel mit dem europäischen Markt auszuschließen.

Der Streit um Grönland zeigt, dass die beiden Seiten der NATO einander nicht vertrauen. 

Die Posaune und ihre Vorgängerin, die Klar&Wahr, warnen davor schon seit Jahrzehnten:

Die Vereinigten Staaten richteten den Marshallplan ein, um Westeuropa und insbesondere Deutschland wieder aufzubauen, und die Organisation des Nordatlantikvertrags wurde ins Leben gerufen, um Europa und Nordamerika in einem Militärbündnis zu vereinen. Die biblische Prophezeiung zeigt, dass diese Vereinigung von Anfang an dazu bestimmt war, im Verderben zu enden. Die Ausfransung der transatlantischen Beziehungen, die wir heute sehen, ist das Voranschreiten dieses unvermeidlichen Ruins.