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Posaune

Jerusalem für seinen König vorbereiten

Mit der praktischen Hilfe von Studenten des Herbert W. Armstrong Colleges wurden 3000 Jahre begrabener Geschichte in Jerusalem lebendig. Gott bereitet jetzt sogar die eigentliche Stelle vor, von der Jesus Christus die Welt während des Millenniums regieren wird

Als Teil seiner andauernden Intifada gegen Israel, kämpft der radikale Islam auch heftig an der intellektuellen Kampflinie – besonders in Hinblick auf Israels historische Beziehung zu Jerusalem.

Nach einem neuen Buch von Dore Gold, dem ehemaligen israelischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, behauptete Yasser Arafat törichterweise beim Camp David Gipfeltreffen 2000, dass Salomos Tempel nicht in Jerusalem war (The Fight for Jerusalem). Zwei Jahre später erweiterte Arafat in einem Zeitungsinterview den Mythos und behauptete, dass Salomos Tempel nicht einmal in Palästina war.
Laut Gold wurde die Tempelleugnung „schnell zu einem neuen palästinensischen Dogma, das mit der festesten Überzeugung von den im Westen ausgebildeten palästinensischen Beamten, die eifrig von den internationalen Medien umworben werden, sogar wiederholt wurde“ (ibid., durchweg meine Betonung).

In einem Artikel unter dem Titel „Reclaiming Biblical Jerusalem“, schrieb Rachel Ginsberg über die territorialen Gewinne, die der palästinensische Propagandafeldzug auch im Bereich der akademischen Welt gemacht hat. „Für eine wachsende Anzahl von Akademikern und Intellektuellen ist König David und sein vereinigtes Königreich von Juda und Israel, das 3.000 Jahre lang als ein integrales Symbol der jüdischen Nation gedient hat, einfach erfundene Geschichte. Die biblische Schilderung der Geschichte ist als unzuverlässig von einem Kader von Gelehrten abgewiesen worden, von denen einige offenkundig eine politische Agenda haben und argumentieren, dass die traditionelle Darstellung von den Zionisten wieder ausgegraben wurde, um die Enteignung palästinensischer Araber zu rechtfertigen“ (Aish.com, 6. Nov 2005). 

Diese revisionistische Geschichte ist sogar von bestimmten israelischen Gelehrten angenommen worden, bekannte Ginsberg: „Israel Finkelstein, Vorsitzender der archäologischen Abteilung der Universität von Tel Aviv, begann vor mehren Jahren eine Theorie zu verfechten, dass die biblischen Berichte über Jerusalem als Sitz einer mächtigen vereinten Monarchie unter der Herrschaft von David und Salomo, im Wesentlichen falsch sind. … Er kam zu dem Entschluss, dass David und Salomo, wenn sie überhaupt existierten, nur ‚Hügelland-Stammesführer’ waren und Jerusalem ein armes kleines Stammesdorf war. Er behauptet, dass der Mythos von König David die Erfindung von einem Kult von Priestern war, die versuchten, für sich eine glorreiche Geschichte zu schaffen“. 

Dieser Trend zum historischen Revisionismus ist, was die neuesten Ausgrabungen von Dr. Eilat Mazar so umstritten macht. Seit 2005 hat sie und ihr Team von Archäologen eine massive Stein-Struktur des ursprünglichen Jerusalems ausgegraben, die in der Bibel die Stadt Davids genannt wird (besuchen Sie Trumpet.com und lesen Sie in unserer Ausgabe vom März 2006 „König Davids Palast gefunden?“). Mazar glaubt, dass sie die Stelle von König Davids Wohnsitz gefunden hat – den königlichen Palast. Wegen ihrer Entdeckung, schrieb Gold in seinem Buch: „Die ‚Minimalisten’ hatten noch einen weiteren Schlag erlitten. Jerusalem unter der vereinten Monarchie von David und Salomo konnte jetzt nicht mehr glaubwürdig als ein unbedeutendes Dorf charakterisiert werden (op.cit.).

Seit Oktober letzten Jahres hatte das Herbert W. Armstrong College die Ehre, gemeinsam mit Dr. Mazar’s Gruppe an den Ausgrabungen in Jerusalem teilzunehmen. Drei von unseren freiwilligen Studenten kehrten im März von der Fundstätte zurück. Wir beabsichtigen unsere Beteiligung in Jerusalem den Sommer über zu verstärken. 

Hier wollen wir die Stadt Davids betrachten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – und Ihnen zeigen, wie das Armstrong College in einer sehr praktischen, aktiven Weise mithilft, Jerusalem für die Rückkehr von Jesus Christus auf diese Erde vorzubereiten!

Die Stadt Davids.

Bevor König David Israels Hauptstadt in Jerusalem errichtete, war die Stadt eine Hochburg der Jebusiter (Josua 15,8). Als David im 10. Jahrhundert v.Chr. König wurde, hasste er den Gedanken an eine feindliche Festung, die ihren Standort direkt in der Mitte von Israels Territorium behauptete. Und so, nach sieben Jahren des Regierens von Hebron aus, griff Davids Armee die Stadt der Jebusiter an.
Die Jebusiter waren so sicher, dass sie sich gegen Davids Angriff verteidigen konnten, dass sie den jungen König verspotteten – sie sagten, sogar die Blinden und Lahmen könnten die Stadt verteidigen (2. Samuel 5,6). David forderte seine Generäle heraus und sagte, wer immer die Festung eroberte, dem würde er das Kommando über die Armeen im Feld geben. So führte Joab einen heimlichen Angriff durch, indem er durch einen Wasserschacht in die befestigte Stadt kletterte, was zu ihrer Eroberung führte (Verse 7-8). „So wohnte David auf der Burg und nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsumher, vom Millo an nach innen zu. Und Davids Macht nahm immer mehr zu, und der Herr, der Gott Zebaoth, war mit ihm“ (Vers 9-10).

Und so wurde das Königreich Israel unter Davids Herrschaft, gemäß der Bibel, ein weltregierendes Imperium. Aber revisionistische Historiker behaupten, dass dieser Bericht die Bedeutung von Davids Herrschaft überbewertet. Für manche ist die biblische Version nicht viel mehr als eine Fabel.

Die Bibel sagt, der König von Tyrus baute David einen Palast, nachdem er die Jebusiter-Festung erobert und sie zur Stadt Davids – bzw. Jerusalem – umgewandelt hatte (Vers 11). „Und als die Philister hörten, dass man David zum König über Israel gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hörte es und zog in die Bergfeste hinab“ (Vers 17 – Elberfelder Bibel). Dieser Vers hatte eine tief greifende Wirkung auf Eilat Mazar’s Gedanken, während sie sich auf die Ausgrabungen vorbereitete.
„Die Bibel sagt, David hörte es und ‚zog in die Bergfeste hinab’“, schrieb Ginsberg in ihrem Artikel, „was andeutet, dass er von seinem Palast, der höher auf dem Berg als die Zitadelle/Stadt lag, hinabging.“ Sie zitiert dann Dr. Mazar: „Ich fragte mich immer: Hinab, von wo? Es musste von seinem Palast oben auf dem Hügel gewesen sein, außerhalb der ursprünglichen Jebusiter Stadt“. Viele Archäologen hatten angenommen, dass Davids Palast sich innerhalb der von Mauern umgebenen Stadt befunden haben musste. Aber warum sollte der König von Israel seinen königlichen Palast innerhalb der räumlich beengten Stadtmauern der alten Jebusiter Festung bauen, fragte sich Mazar?“ Die alte Stadt hatte ein Flächenmaß von nur etwa 36.500 m². Wenn man sich auf die Geschichte der Bibel verlässt, die in 2. Samuel 5,17 aufgezeichnet ist, macht es jedoch Sinn. Sobald David vom Herannahen der Philister hörte, verließ er seinen Palast oben auf dem Berg Zion und „zog hinab“ in die Bergfeste – mit anderen Worten, er betrat die von den Mauern umgebene Stadt.
So begann Mazar unverzüglich mit den Grabarbeiten nördlich von der Stadt Davids, direkt auf dem Gipfel des Berges Zion. Und nur nach einer Ausgrabungs-Phase entdeckte sie eine massive, von Osten nach Westen verlaufende Mauer, mit einer Breite von bis zu 3,5 Metern an manchen Stellen und einer Länge von 35 Metern. 

Dieses Szenario macht sogar Sinn, wenn man Jerusalem heute betrachtet. Nur etwas nördlich vom Berg Zion ist der Berg Moria, wo Salomo, Davids Sohn, den ersten Tempel baute, der sich dort befand, wo heute der bekannte Tempelberg ist. Als David die Jebusiter Festung eroberte und zur Hauptstadt Israels machte, erweiterte er später die Stadt nach Norden und baute seinen eigenen Palast angrenzend an die von Mauern umgebene Stadt oben auf dem Gipfel des Berges Zion. Dann, auf dem Berg unmittelbar nördlich davon, baute Salomo ein prächtiges Haus für Gott. Und ungefähr so blieb Jerusalem für die nächsten vier Jahrhunderte bestehen.
Während der ersten Ausgrabungsphase im Jahre 2005 fand Dr. Mazar eine Bulla bzw. Lehmscheibe, die benutzt wurde, um Schriftrollen zu besiegeln, mit der Inschrift „Yehuchal“ darauf. Dies ist der Name des jüdischen Prinzen, der in Jeremia 37,3 erwähnt wird (Juchal), was darauf hinweist, dass die jüdischen Könige von dem Palast, den David baute, über vier Jahrhunderte regierten – bis hin zur babylonischen Eroberung von Jerusalem 585 v.Chr.

„Diese Bulla zu finden war für mich gigantisch“, erklärte Mazar. „Yehuchal war nicht mehr irgendein Name in einem biblischen Bericht, von dem ich nicht einmal sicher sein konnte, dass er wahr ist. Er war eine wirkliche Person. Wir haben jetzt seine Visitenkarte. Der Bericht ist ein wahrer Bericht. Es ist sehr selten, solche genauen Beweise für eine Darstellung in der Bibel zu finden. … Heute ist die wissenschaftliche Einstellung zum Tanach (die Bibel), dass es nicht wahr ist, es sei denn, Sie können beweisen, dass es wahr ist. Vielleicht sollten wir das ein wenig umdrehen. Warum sagen wir nicht, es ist wahr, es sei denn, wir können es anders beweisen?“
Wie wohltuend – eine Wissenschaftlerin, die mit der Annahme arbeitet, dass das, was die Bibel sagt, tatsächlich wahr ist.
Jerusalem in „Steinhaufen“.

Im alten Israel hatte Gott seinen Namen auf Jerusalem gelegt (2. Könige 21,1-4). Aber nachdem üble Könige alle Arten von abscheulichen Praktiken innerhalb des Tempels einführten, versprach Gott, diese Stadt und den Tempel zu verwerfen (2. Könige 23,27). Und natürlich ist genau das geschehen. Etwa 130 Jahre nach Israels Gefangenschaft durch die Hände der Assyrer, veranlasste Gott, dass auch die Juden aus ihrem Land in die Gefangenschaft und Sklaverei getrieben wurden. 

Gott prophezeite durch seinen Diener Jeremia: „Und ich will Jerusalem zu Steinhaufen und zur Wohnung der Schakale machen und will die Städte Judas zur Wüste machen, dass niemand darin wohnen soll (Jeremia 9,10). Das hebräische Wort für „Steinhaufen“ bedeutet in diesem Vers Steinhaufen um Steinhaufen von Ruinen – oder Wellen von Ruinen. Die Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier war so gründlich, dass sehr wenig von der alten Stadt übrig blieb (siehe auch Jeremia 26,18 und Micha 3,12).

Siebzig Jahre nachdem Jerusalem zerstört worden war, kehrten etwa 50.000 Juden zurück, um die verwüstete Stadt wieder aufzubauen. Diese Geschichte ist in den Büchern von Ezra und Nehemia aufgezeichnet. Dieses Mal waren die Stadt Jerusalem und der zweite Tempel nicht annähernd so beeindruckend wie das erste Mal. Trotzdem blieb diese wieder aufgebaute Stadt für etwa 300 Jahre intakt – bis zum 2. Jahrhundert v.Chr. während des Makkabäer Aufstands.

Während dieser Zeit hatten die Syrer die Kontrolle über einen Großteil von Judäa gewonnen – und die Juden, geführt von Simon, einem der Makkabäer Brüder, beabsichtigten die Syrer ganz aus der Region zu entfernen. Laut des jüdischen Historikers Josephus, war die letzte syrische Festung, die während der Makkabäer Kriege fiel, die Stadtburg oben auf dem Berg Zion. Simon schnitt die Versorgungslinien zur Stadt ab, um die Einwohner durch Hunger zur Unterwerfung zu zwingen. 

„Er [Simon] nahm auch die Zitadelle von Jerusalem durch Belagerung ein”, berichtete Josephus, „und machte sie dem Erdboden gleich, dass sie nie wieder ein Platz der Zuflucht für ihre Feinde sein könnte, wenn sie diese eroberten, um ihnen Schaden zuzufügen, sowie es bisher gewesen war. Und als er dies getan hatte, dachte er, dass es ihr bester Weg und zu ihrem größten Vorteil wäre, den Berg selbst, auf der die Zitadelle gestanden war, einzuebnen, so dass der Tempel dadurch höher sein würde als sie“. Simon überzeugte die Juden von der Notwendigkeit des Projekts und das Volk ging an die Arbeit. „So machten sie sich alle an die Arbeit und ebneten den Berg ein und verbrachten mit dieser Arbeit sowohl Tag als auch Nacht ohne Unterbrechung, was ihnen drei Jahre kostete, bevor er entfernt war und brachten ihn auf das ganz gleiche Niveau wie die Fläche der restlichen Stadt. Danach war der Tempel das höchste von allen Gebäuden, jetzt, wo die Zitadelle als auch der Berg worauf sie stand, abgetragen waren“ (Antiquities of the Jews XIII, VI, 7).

Und so scheint es bis zum heutigen Tag nur einen Berg zu geben – wo der Tempelberg sich befindet (Berg Moria) – und die Topographie verläuft von dort nach unten in südliche Richtung. Diese von Josephus berichtete Geschichte ist wichtig aus mehreren Gründen. Erstens, nachdem der Berg Zion eingeebnet wurde, war er im Grunde genommen für mehrere Generationen desolat geblieben, während der Aufbau und die Erweiterung Jerusalems sich nördlich und westlich ausbreitete. Wie Herbert W. Armstrong schrieb: „Es ist von Bedeutung, dass jetzt nur wenige Gebäude auf dem Gebiet von mehreren tausend Quadratmetern des ursprünglichen Jerusalems stehen, das jetzt ausgegraben wird“ – auf eine Ausgrabung dieses Areals hinweisend, an der seine Organisation 1969 Anteil hatte (Plain Truth, April 1969). Zweitens, durch das Beseitigen des Gipfels des Berges Zion, verbrachten Simon und die Juden im Wesentlichen drei ganze Jahre, die Steinhaufen wegzuschaffen, die Gott prophezeit hatte, über die alte Stadt zu bringen.

  Mit diesen Gedanken im Kopf, überlegen Sie diesen Kommentar von Ginsberg: „Was Mazar am meisten erstaunte, war, wie nahe das Bauwerk an der Oberfläche liegt – nur 1 bis 2 Meter unter der Erde. Die Zyniker sagten fortwährend, da werden so viele Schichten sein, so viele Reste von anderen Kulturen, dass es sich nicht lohnt zu graben, es liegt zu weit unten. Ich war verblüfft, wie leicht es war, es freizulegen und wie gut erhalten es war, als ob es einfach 3000 Jahre darauf wartete, dass wir es finden“, sagte Mazar, 


Dr. Mazar erweckte in mir das gleiche Erstaunen, als ich letztes Jahr mit ihr in Jerusalem sprach. „Wir gruben nur einige Meter nach unten“, sagte sie, „und wir gingen 3000 Jahre zurück in der Zeit!“

Projekt-Verzögerungen

Ginsberg schrieb auch über die Schwierigkeiten, die Dr. Mazar hatte, dieses Projekt in Gang zu bringen und fortzusetzen. „Vor mehr als 10 Jahren unterbreitete Mazar eine stichhaltige These bezüglich des Standortes des Palastes, und begründete ihre Position in einem in der Biblical Archaelogical Review veröffentlichten Beitrag. … Trotz ihrer soliden Hypothese und tadellosen Referenzen, konnte sie keine finanziellen Sponsoren finden, als ob niemand in der akademischen Welt Davids Palast wirklich finden wollte. Es würde einfach politisch zu kompliziert sein. Es ist kein Wunder, wenn sogar konventionelle Archäologen dazu tendieren, Funde herunterzuspielen, die als zu sehr geladen mit biblischer oder historischer Richtigkeit erachtet werden könnten. …

„Trotz der scheinbaren Interesselosigkeit aus der akademischen Welt fand Mazar’s Vorschlag schließlich einen Sponsoren im Shalem Center, einem akademischen Zentrum in Jerusalem, das vor kurzem ein Institut für archäologische Studien einrichtete und von Roger Hertog, einem amerikanisch-jüdischen Investmentbanker finanziert wurde, der der New York Times mitteilte, dass er sich hinter die Ausgrabungen stellte, weil er die wissenschaftliche Unterstützung für die Bibel als eine Reflektion der jüdischen Geschichte ermutigen wollte“. 

Somit war Dr. Mazar durchaus bereit 1995 mit dem Projekt zu beginnen, musste aber 10 Jahre warten, bis sie jemand finden konnte um das Projekt zu finanzieren. Die alten Ruinen von Davids Imperium warteten unter nur einigen Metern von Schutt. Vielleicht hat Gott das Projekt nur lang genug verzögert, damit das Armstrong College sich beteiligen kann.

Als ich Dr. Mazar im letzten August zum ersten Mal traf, um herauszufinden, ob sie an einer Verwendung unserer Volontäre interessiert wäre, teilte sie uns mit, dass geplant sei, die zweite Ausgrabungsphase im September zu beginnen, sagte aber, dass es bereits zahlreiche Verzögerungen gegeben hätte. Als ich zwei Tage später anrief, war sie ziemlich aufgeregt. Anscheinend gingen die Pläne mit dem Beginn von Phase zwei plötzlich rasant voran.

Während ich im Januar unsere drei Volontäre bei der Arbeit in Jerusalem besuchte, traf ich Dr. Mazar wieder. Diesmal sagte sie, dass, nachdem Phase 2 im März abgeschlossen wird, bald danach eine dritte Phase ohne Verzögerung beginnen würde. Dieser Sommerzeitplan für die Ausgrabungen passt perfekt für unsere erweitere Beteiligung, da in dieser Zeit kein Unterricht am Armstrong College stattfindet.
Dies ist eine unglaubliche Gelegenheit für das Armstrong College – aber nicht nur wegen der Geschichte, die aufgedeckt wird. Der wichtigste Aspekt dieses archäologischen Projekts hat mit der Zukunft dieser Stadt zu tun.
Gott wird Jerusalem wieder erwählen

Wir haben schon bestimmte Prophezeiungen erwähnt, wo Gott sagte, dass er Jerusalem zu „Steinhaufen“ machen würde – was er auch getan hat. Aber Gott hat auch prophezeit „Jerusalem wieder zu erwählen“ (Sacharja 2,16, siehe auch Sacharja 1,17).
Beachten Sie, was Herr Armstrong 1968 an die Mitarbeiter schrieb, als er Studenten des Ambassador Colleges als freiwillige Helfer für Ausgrabungen am Tempelberg in Jerusalem entsandte, die unter der Leitung von Benjamin Mazar, Eilats Großvater, standen. Er sagte, dass Gott seine Leute beauftragt hatte, „den Schmutz und die Trümmer in diesem Areal, welches das ursprüngliche Jerusalem und die Stadt Davids war, zu beseitigen (eigentlich mehrere tausend Quadratmeter Land – das ist eine wichtige Arbeit bei den Ausgrabungen)“ (10. Dez. 1968).

Und warum ist dies wichtig, fragte Herr Armstrong. „Weil Christus gesagt hat, dass er Jerusalem wieder erwählen und es zur Hauptstadt der ganzen Welt von Morgen machen wird! Jesus kommt in all der übernatürlichen Macht und Herrlichkeit, um die Welt zu regieren. Sein Thron wird dort sein. Meinen Sie nicht, dass er genau an derselben Stelle sein wird, die er für Davids Thron wählte? Jesus wird auf Davids Thron sitzen! Wo war Davids Thron? Er war genau an dieser Stelle, wo wir jetzt aufräumen und die Ansammlung von Schutt von mehreren Jahrhunderten wegschaffen! Und sogar David wird wieder auferstehen! Dies ist die Stelle, die wir aufräumen. Es gibt also eine physische, als auch eine geistige Vorbereitung, um den Weg für das Kommen des Messias’ vorzubereiten! Außerdem sagt Gott, dass wir den Städten Juda’s mit verstärkter Kraft die frohe Botschaft vom bald kommenden Messias verkünden müssen. Dies gibt uns die Gelegenheit, das zu tun (Jesaja 40,1-11)“.

Herr Armstrong sagte, dass sie „genau die Stelle“ aufräumten, wo sich Davids Thron befand, aber in Wirklichkeit taten sie es nicht – sie waren etwas nördlich von dieser Stelle, auf dem Berg Moria (dem Tempelberg). Er hatte den Wunsch durchblicken lassen, dass die Volontäre ihren Weg nach unten vorarbeiten würden, zur Stadt Davids hin, aber sie haben es nie so weit geschafft.
Gott überließ es uns, das zu tun.

Und wie Herr Armstrong in diesem Brief andeutete, führt das alles zur wunderbaren Welt von Morgen, wenn Christus die Welt (Jeremia 3,16-17) vom Thron Davids regieren wird: „Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben“ (Lukas 1,32-33).
Herr Armstrong schrieb: „Wie bemerkenswert, dass diese biblische Vorhersage deutlich sagt, dass der messianische zukünftige Weltherrscher – der schon lange, lange, von vielen, wenn nicht von den meisten Juden erwartet wird – auf dem Thron Davids regieren wird“ (Plain Truth, op.cit.)!

Stadt auf dem Hügel

Diese Zeitschrift hat oft auf das nächste prophezeite Ereignis hingewiesen, das in Jerusalem geschehen wird – die Aufteilung der Stadt zwischen Juden und Arabern, was in Sacharja 14,1-2 erwähnt ist, und wie dieses Ereignis direkt zur Wiederkehr Jesu Christi auf diese Erde führen wird. „Dann wird der Herr ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen“ (Vers 3-4 – Elberfelder Bibel). Der Ölberg ist gegenüber dem Tal Joschafat, unmittelbar östlich vom Tempelberg und dem Berg Zion.

Vers 5 (Elberfelder Bibel) fährt fort: „Und ihr werdet in das Tal [durch das Tal] meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azal reichen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Usijas, des Königs von Juda. Dann wird der Herr, mein Gott, kommen und alle Heiligen mit ihm“. Das Jamieson, Fausset und Brown Commentary sagt, die Berge, die hier erwähnt werden, könnten sich auf die zwei Berge beziehen – auf den Berg Moria und den Berg Zion.

Beachten Sie Vers 10: „Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene, von Geba bis nach Rimmon im Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte bleiben, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs Kelter“. Lesen Sie hier, wie Langes Commentary diesen Vers erklärt: „Das ganze Land wird zu einer Ebene gleichgemacht werden, so dass Jerusalem erhöht wird, und dann wird die heilige Stadt wieder zu ihrer früheren Herrlichkeit hergestellt werden. … Aufgrund dieser Niederung des gesamten umliegenden Landes wird Jerusalem erhöht.

Mit anderen Worten, die Ausgrabungen in Jerusalem werden direkt bis ins Millennium weitergehen. „Die Hauptstadt, die auf ihren Hügeln liegt, scheint unübersehbar als die einzige Erhöhung in einer sehr großen Region“, sagt Lange. Jerusalem wird im buchstäblichen Sinne eine Stadt sein, die auf einem Hügel liegt (Matthäus 5,14).

„Und es wird geschehen am Ende der Tage“, schrieb der Prophet Jesaja, „da wird der Berg des Hauses des Herrn fest stehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen“ (Jesaja 2,2 – Elberfelder Bibel).
Wie wunderbar sind die Prophezeiungen von Gott! Ja es gibt da eine große geistige Ausgrabung, die in Vorbereitung für Christi Rückkehr weitergeht (siehe Amos 9,11-12). Aber wie Herr Armstrong 1968 in seinem Brief hervorbrachte, gibt es auch ein physisches Vorbereiten für die Erscheinung des Messias’.

„Wenn die Stelle vom ursprünglichen Thron Davids tatsächlich der zukünftige Sitz der Weltregierung sein wird, dann muss all der angehäufte Schutt von vielen Jahrhunderten weggeräumt werden, bevor dieses Ereignis stattfinden kann! Überwältigend?“ fragte Herr Armstrong (Plain Truth, op.cit). „Es ist in Worten nicht zu fassen!“