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STEFANO GUIDI/GETTY IMAGES

Italien folgt Frankreich bei der Ausweitung von Impfpässen

Die italienische Regierung hat am Freitag, dem 6. August den „Grünen Pass“ eingeführt. Das COVID-Zertifikat ermöglicht die Teilnahme an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Innerhalb der ersten drei Tage wurde die App 20 Millionen Mal heruntergeladen. Ab dem 1. September will Italien sein Impfpasssystem auch auf öffentliche Verkehrsmittel und die Arbeit an Schulen ausweiten.

Seit der Einführung des Impfpasses in der vergangenen Woche verlangen verschiedene Veranstaltungsorte, Fitnessstudios und Restaurants einen Impfnachweis, um Zutritt zu erhalten. Doch die Regierung geht jetzt noch einen Schritt weiter. Wenn Sie als Lehrer in Italien Bedenken gegen die Impfung haben und sich dagegen entschieden haben, stehen Sie jetzt vor einer schwierigen Entscheidung. Entweder Sie lassen sich impfen und erhalten das entsprechende Zertifikat, oder Sie verlieren Ihren Job. Des Weitern werden sich viele von Fernreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln verabschieden müssen, wenn sie nicht geimpft werden.

Die Gesetze kommen nicht ohne Widerstand. Zehntausende haben gezielt gegen den Pass protestiert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zitierte Giorgia Meloni, den Parteivorsitzenden der "Brüder Italiens", der die Entwicklung als „schauderhaft“ und als „letzten Schritt zur Verwirklichung einer Gesellschaft nach George Orwell“ beschrieben hat. Es sei ein „verfassungswidriger Wahnsinn.“ „Für uns ist individuelle Freiheit heilig und unangreifbar“, sagte Meloni.

Die Impfbemühungen werden in Italien von ganz oben gebilligt – nicht nur von Rom, sondern auch vom Vatikan. Papst Franziskus ließ sich im Januar impfen und beantragte seinen „Grünen Pass“, sobald er eingeführt wurde. „Das Oberhaupt der katholischen Kirche unterstützt damit ausdrücklich und öffentlichkeitswirksam die Impfkampagne der italienischen Regierung“, schrieb Welt am 10. August.

Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist (3G), kann den grünen Pass nutzen. Einrichtungen, die sich nicht an die Gesetze halten, können mit Geldstrafen belegt werden. In Frankreich patrouilliert die Polizei auf den Straßen, um sicherzustellen, dass sich die Menschen in Straßencafés an die Regeln halten.

Die Menschen gewöhnen sich an autoritäre Herrschaft, Polizeikontrolle und Einschüchterungstaktiken. Offenbarung 13 prophezeit eine Welt der totalen Kontrolle über das Leben der Bürger in Europa und der ganzen Welt. Was die Bibel beschreibt, wird immer mehr zur Realität. Derzeit machen sich Millionen von Menschen keine Sorgen darüber, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, weil sie geimpft sind. Doch ob geimpft oder nicht, dieser Trend ist besorgniserregend, denn er legt den Grundstein für weitere autoritäre Maßnahmen. Im Juni stellte Posaune Redakteur Richard Palmer fest, dass eine Regierung, wenn sie erst einmal ein System aufgebaut hat, mit dem sie ihre Bürger kontrollieren kann, „dieselbe Infrastruktur“ auch benutzen kann, „um Menschen aus allen möglichen Gründen zu verfolgen, zu kontrollieren und auszuschließen.“

Vielleicht wird die Regierung morgen beschließen Straftäter zu überwachen, und übermorgen vielleicht Regierungskritiker. Wir können den ganzen Tag darüber spekulieren, wohin dieser Trend führen wird, aber die Bibel gibt eine eindeutige Antwort und Hoffnung. Ich empfehle Ihnen den Artikel „Wohin führen Impfpässe?“ von Richard Palmer zu lesen, um herauszufinden, was die Bibel über die Zeiten, in die wir eintreten, zu sagen hat.

Hören Sie sich auch meinen Podcast „Katholischer Priester in Westfrankreich ermordet“ an.