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Ist der Iran der große Gewinner dieses Krieges?
Der iranische Verhandlungsführer, Mohammad Bagher Ghalibaf, bezeichnete am Mittwoch die Absichtserklärung der USA als „Niederlagenerklärung der USA“. Auch wenn dies übertrieben sein mag, betrachtet der Iran das Kriegsende als eine Zeit neuer Chancen.
In der Außenpolitik scheint die Tatsache, dass es dem Iran gelingt, der Weltmacht erfolgreich die Stirn zu bieten, dem Land neuen Einfluss zu verschaffen:
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Pakistan ist von einer Situation, in der es beinahe zum Krieg mit dem Iran gekommen wäre, dazu, zum wichtigsten Vermittler zu werden, der die Interessen des Iran wahrt.
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Trotz der von Katar gemachten Gesten der Nichtangriffspolitik griff der Iran den Golfstaat an, was einen Gegenangriff zur Folge hatte. Doch ebenso wie Pakistan hat sich auch Katar zu einem Vermittler entwickelt, der Indizien darauf hindeuten, seinen Einfluss nutzt, um die Haltung der USA gegenüber dem Iran zu mildern.
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Ghalibaf wird in Kürze nach China reisen, das nun gemäß den Bestimmungen des Memorandums wieder iranische Ölexporte beziehen darf.
Auch in Bezug auf sein Atomprogramm scheint der Iran einen Erfolg erzielt zu haben. Obwohl die USA und die Internationale Atomenergie-Organisation das Gegenteil behaupten, hat der Iran erklärt, es gebe keine Pläne, internationale Atominspektoren ins Land zu lassen.
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Die Atomfrage ist der größte Knackpunkt für Präsident Donald Trump. Er drohte Anfang dieser Woche damit, die Bombardierungen wieder aufzunehmen, sollte der Iran den internationalen Inspektoren keinen Zugang gewähren. Bislang hat er sich jedoch geweigert, seine Drohung in die Tat umzusetzen – wie schon bei den meisten seiner Drohungen seit Beginn der Friedensgespräche.
Trumps ständig wechselnde Standpunkte sind wohl der größte PR-Erfolg des Iran. Präsident Trump trat mit maximalistischen Forderungen, darunter ein Regimewechsel, in den Krieg ein. Er hat sich nun damit abgefunden, dass der Iran die Verhandlungsbedingungen festlegt, und passt seine Haltung ständig an die jeweiligen Schritte der Iraner an.
Der Iran ist schwer angeschlagen. Doch wie ein Phönix, der aus der Asche emporsteigt, wittert die derzeitige Führung eine Chance. Es ist schwer, Ghalibaf zu widersprechen: Amerika hat den Krieg gegen den Iran verloren.
