Erhalten Sie jeden Wochentag einen kostenlosen Nachrichtenüberblick in Ihrem Posteingang – die Posaune Kurzmitteilung.

Cpzlko8k7 file

VAHID REZA ALAEI/AFP/Getty Images

Ist das der 3. Welt-krieg?

Fünf Gründe, warum der Kampf zwischen Israel und der Hisbollah wesentlich ernster ist, als man sich vorstellen kann

Was macht diesen Konflikt so bedeutsam? Auf der einen Seite steht eine winzige Nation – in Größe und Anzahl der Bevölkerung etwas kleiner als das kleine El Salvador in Mittelamerika. Auf der anderen Seite eine kleine Terrororganisation, die etwa ein Viertel eines Landes kontrolliert, welches nur halb so groß ist. Denkt man an die Kriege, die im Irak, in Afghanistan, Somalia, im Kongo und zwei Dutzend anderen Nationen weltweit stattfinden, warum ist die Aufmerksamkeit der Welt so auf Israel und den Libanon fixiert? Sicherlich könnte es als eine Übertreibung erscheinen, diesbezüglich von „Weltkrieg“ zu sprechen.

Aber dieser Konflikt ist aus vielerlei Gründen so bedeutsam – nicht zuletzt wegen des Bodens, auf dem er ausgetragen wird.

Das Schlachtfeld, das gegenwärtig das Blut von Israelis, Arabern und Persern aufsaugt, war nicht nur die Wiege der Zivilisation, der Hintergrund des Beginns des menschlichen Zeitalters – es ist auch das primäre Umfeld und der Drehpunkt für das sich entfaltende Drama der Endzeit-Bibelprophezeiung.

In zumindest fünf speziellen Punkten hat dieser Krieg unseren Planeten der Erfüllung jener Prophezeiungen viel näher gebracht – Prophezeiungen, die unerbittlich in einem unvergleichbaren Weltkrieg eskalieren werden.

Der Iran startete einen Krieg

Der Entschluss, am 12. Juli einen Krieg zu entzünden, war kalkuliert. An diesem Tag begann die Hisbollah, unangekündigt und grundlos, ihre Operation Truthful Promise – sie überfiel Israel, entführte zwei Soldaten und tötete andere, beschoss Israel mit Granaten von Stellungen hinter der libanesischen Grenze.

In den darauffolgenden Tagen – nachdem Israel Vergeltung übte und auf gut verteidigte Hisbollah-Bunker in Südlibanon stieß, zusammen mit riesigen Mengen an versteckten fortschrittlichen Waffen, und fortwährend unter unerbittlichen Raketenangriffen litt, einschließlich jener auf Haifa, seiner drittgrößten Stadt – wurde schnell die Tatsache klar, dass die Hisbollah sich auf diesen Krieg Jahrelang vorbereitet hatte.

Aber diese Terrorgruppe bekam jede Menge an Hilfe – vor allem von der islamitischen Nation, innerhalb welcher ihre geistigen Wurzeln liegen: Iran. Die islamische Republik hat diese Terrorgruppe von ihrem Anfang an genährt und finanziert. Das Gründungs-Dokument der Hisbollah legitimiert Ayatollah Khomeini, der 1979 die iranische Revolution führte, als den „befehlshabenden Rechtsgelehrten“ der Gruppe, dessen Anordnungen die Hisbollah befolgen muss. Gemeinsam mit Syrien hat der Iran die ideologische Motivation, die Finanzen, die Ausbildung, die Bewaffnung und die logistische Unterstützung geliefert, wodurch die Hisbollah zu jener wirkungsvollen terroristischen Macht wurde, die sie heute ist.

Westliche Geheimdienstquellen behaupten, dass der Iran schon seit geraumer Zeit die Hisbollah darauf vorbereitet hat, einen Krieg gegen Israel zu beginnen. Die islamische Revolutionsgarde, eine iranische Militärorganisation, sendet regelmäßig Teams in den Südlibanon, um die Hisbollah zu trainieren, fördert Übungen im Waffengebrauch und in der Terrortaktik; sie half auch, Raketen- und Geschoßarsenale in der Bekaa-Ebene und in Syrien vorzubereiten, zumindest während des Großteils des Jahres 2006. Offensichtlich zur Vorbereitung der gegenwärtigen Offensive erhielt die Hisbollah, so berichten Geheimdienstquellen, im März 2006 eine größere Waffenlieferung aus dem Iran. Die Lieferung, die, wie berichtet, 12.000 Katjuscha Raketen und auch andere Geschosse enthielt, war mittels Flugzeugen nach Syrien und dann in einem Militär-Konvoi zu den Hisbollah-Basen in den Südlibanon transportiert worden. Am 11. Juli, einen Tag bevor der Krieg begann, haben an einem in Damaskus stattfindenden Gipfel neben anderen auch ein Spitzenfunktionär der Hisbollah, sowie der Leiter des syrischen Militärgeheimdienstes und der nationale Sicherheitsberater des Iran teilgenommen.

„Zur selben Zeit, als die Raketensendung auf dem Weg in den Libanon war, erklärte ein ungenannter iranischer Spitzenbeamter, dass sein Land den Vereinigten Staaten und seinen Verbündeten ‚Leid und Schmerz’ zufügen würde, und gelobte, ‚sämtliche Mittel anzuwenden’, um ‚jeglichem Druck und allen Bedrohungen zu widerstehen’, die darauf abzielten, das Atomprogramm des Irans zu bremsen. Die Rhetorik war nicht inhaltslos“ (Spectator, 22. Juli). Ausgerechnet dann, als die Weltmächte drohten, den Iran vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen, weil er deren Ersuchen um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über sein Atomprogramm unbeantwortet ließ, griff die Hisbollah Israel an.

Die zeitliche Koordinierung des Krieges wurde vom Iran mit Syriens Mitwirkung orchestriert und mit Präzision ausgeführt. Gemeinsam entschieden sie über die Art der Kriegsführung und wann der Krieg zu beginnen sei. Als Ergebnis dessen befindet sich Israel jetzt im Kampf gegen eine Macht, die, laut dem Nachrichtenunternehmen Stratfor, „die robusteste und bestmotivierte Oppositionskraft in seiner Geschichte“ sein könnte.

Ohne Frage, dies ist mehr als nur ein Kampf mit einer Terroristengruppe – obwohl Israel den Kampf so führte, als wäre dies der Fall. Dies ist ein Krieg mit der bedrohlichsten Nation des Nahen Ostens.

Seit 12 Jahren weist die Posaune darauf hin, dass der Iran die durch den Propheten Daniel prophezeite Rolle vom „König des Südens“ erfüllt, was ihn in den Vordergrund der Feindseligkeiten stellte, die aus dem Nahen Osten hervorgehen – zuerst gegen Israel gerichtet und, letztendlich, gegen andere globale Mächte – jetzt, in diesen Zeiten; der gegenwärtige Krieg passt fehlerlos in diese Form. (Wir empfehlen Ihnen, ein Gratisexemplar unserer Broschüre The King of the South zur Erklärung dieser Bibelprophezeiung anzufordern).

Es gibt Berichte darüber, dass die Truppen-Anzahl der islamischen Revolutionsgarden im Libanon nach Kriegsbeginn zunahm, und dass Iraner beim Abschießen von Raketen nach Israel involviert sind. Die Rakete, die am 14. Juli ein Raketenboot der israelischen Marine vor der Küste des Libanon traf und vier Israelis tötete, wurde direkt von Iranern bedient (New York Sun, 19. Juli). „Dies war eine klare Botschaft an die Israelis, dass es sich hier um einen Kampf gegen die Iraner handelt“, erklärte eine arabisch diplomatische Quelle. Ein Bericht, herausgegeben von einer in Israel stationierten Forschungsgruppe, dem Nachrichten und Terrorismusinformationszentrum, bestätigte, dass die im Libanon stationierten Revolutionsgarden des Iran „militärische Führung und Unterstützung für Terroristenangriffe gegen Israel bereitstellen“.

Es gibt keinen Zweifel, dass mit der iranischen Unterstützung und Führung, die Hisbollah beabsichtigt, Israels Offensive in den Libanon so kostspielig wie möglich zu machen – Israel wesentliche Verluste zuzufügen, sich sogar für einen langfristigen Aufstand nach irakischem Muster einzugraben. Diese Methode hat sich sogar als Test bis an die Grenzen des starken US-Militärs erwiesen.

Der Iran benützt diesen Krieg, um das moslemische Lager zu sammeln.

Der Iran und die Hisbollah haben bereits einen psychologischen Sieg allein dadurch errungen, dass sie sich mit Israel anlegen. In der islamischen Welt machen Geschichten über das Töten und Entführen israelischer Soldaten und über das Abschießen von Raketen auf israelische Städte, Helden aus den Hisbollah-Terroristen. Das Ansehen von Israels militärischer Stärke wurde geschwächt. Die Hisbollah hat an Glaubwürdigkeit gewonnen. Der radikale Islam lebt wieder auf. Israels Offensive schüchtert dieses islamische Volk nicht ein. Vielmehr das Gegenteil, es schweißt sie zusammen.

Obwohl die regierenden Regimes einiger arabischer Länder – wie Saudiarabien und Ägypten – über den zunehmenden Einfluss der Iran-Syrien-Hisbollah Achse alles andere als begeistert sind aufgrund der Bedrohung, die ein dominierender Iran für sie darstellt, stellt sich die Bevölkerung dieser Länder größtenteils hinter die Hisbollah. Dies konfrontiert diese arabischen Staaten mit einem anderen Problem: Der Hamas-Hisbollah Angriff auf Israel hat das Potential, radikale Islamisten in diesen Ländern zu ermutigen – sogar bis zu dem Punkt, ihre säkularen, autoritären Regierungen zu vertreiben.

Mit ausbrechenden Protesten gegen Israel in Städten der arabischen Welt – in Ägypten, Jordanien, Jemen – wurde die Lage für arabische Regime mehr eingeschränkt, Irans Einfluss hingegen ausgeprägter. Arabische Staaten können es sich nicht leisten, dabei ertappt zu werden, dass sie Israel verteidigen, aber eine Eskalation der Demonstrationen zu erlauben, birgt ein politisches Risiko. „Der Iran wird diese Demonstrationen aggressiv unterstützen in dem Bemühen, arabische Regierungen an den Rand zu drängen; diese Regierungen werden damit zu kämpfen haben, dass sie Demonstranten erlauben, ihrem Ärger Luft zu machen, während sie Irans regionalen Aufstieg kontrollieren und die Israelis in Schach halten müssen“ (Stratfor, 21. Juli).

Weite Teile der islamischen Welt freuen sich über die Aktionen und Anstrengungen der Hisbollah. Die Begeisterung und Motivation von hunderttausenden Moslems in aller Welt nimmt durch diesen Krieg immer mehr zu. Es gibt eine zunehmende Gewaltbereitwilligkeit unter den Moslems. „Eine neue Realität liegt in der Luft“, schrieb Douglas Davis für den Spectator. „Der Angriff der Hisbollah letzte Woche stellt das einleitende Vorgeplänkel im Krieg des Iran gegen den Westen dar – und gegen jeden anderen, der im Wege steht“ (22. Juli).

Bei diesem Krieg geht es nicht nur um Territorien oder um Reichtümer – es ist vielmehr ein religiöser und ideologischer Krieg, der keine Grenzen kennt. Die Leidenschaften, die den Krieg aufheizen, setzen sich in den Gesinnungen von Moslems rund um den Globus fest. Weil dies der Fall ist, werden wir wahrscheinlich externe Auswirkungen erleben. Wenn Sie die mächtige globale Reichweite der milliardenstarken moslemischen Gemeinschaft und den bedeutsamen Prozentsatz betrachten, der mit der Sache der Jihadisten im Südlibanon sympathisiert, wird die Vorstellung davon, dass dieser Konflikt einen Weltkrieg ankündet, plausibler. Wie lange noch, bis diese radikale islamische Denkweise auch in Berlin, Paris, London oder Washington in Gewalttätigkeit explodiert?  

Und denken Sie daran, ihre Art des Kriegführens bedeutet, dass es nur einiger weniger überzeugter Fanatiker bedarf, um viele Hunderte oder Tausende oder Hunderttausende auszulöschen. Selbst eine Handvoll von ergebenen islamischen Selbstmordbombern könnte eine größere Verwüstung anrichten, als Armeen von westlichen Soldaten unter dem Befehl von willensschwachen zivilen Führern.

Niemand in der Welt stellt sich dem Iran entgegen.

Die Tatsache, dass der Iran diesen Krieg anfing, ist gigantisch – es markiert einen historischen Moment, einen Wendepunkt. Aber noch erschüttender ist die Tatsache, dass er damit durchkommt.

Die USA und Israel haben beide einige ziemlich scharfe Worte an den Iran gerichtet wegen seiner Rolle im gegenwärtigen Konflikt. Aber das ist, wie weit sie gehen werden. Gerissen benutzte der Iran die Hisbollah als eine Frontgruppe um den Krieg zu beginnen, was der übrigen Welt die Möglichkeit bietet, so zu tun, als ob der Iran es nicht getan hätte. Wie es scheint akzeptiert die Welt diese Möglichkeit.

Warum? Der Hauptgrund ist die mögliche Eskalation zu einem Weltkrieg.

Es sind nicht nur jene in der islamischen Welt, die sich in letzter Zeit auf die Seite des Irans stellen. Sowohl Russland als auch China haben sich ebenso als loyale Verbündete erwiesen. Nicht nur, dass sie ihre Macht innerhalb der G-8 und im UN-Sicherheitsrat ausspielen, um die internationale Kritik gegen den Iran und Syrien zu entschärfen, leisten Russland und China diesen Ländern darüber hinaus auch praktische und materielle Unterstützung in Form von Kriegsausrüstung. Die aus dem Libanon abgefeuerte Rakete, die vier israelische Seeleute tötete, war zum Beispiel eine radargelenkte C-802 Rakete, die der Iran aus China erworben hatte. Russland hat gut etablierte militärische und wirtschaftliche Beziehungen mit beiden Ländern. Es liefert Waffen nach Syrien und baut einen Atomreaktor im Iran. Russland unterhält auch freundschaftliche Beziehungen zur Hamas und Hisbollah, und betrachtet keine der beiden als Terrororganisation.

Es spielt keine Rolle, dass Russland und China kommunistische Länder sind, sie teilen ein gemeinsames Ziel mit dem Islam: die Vereinigten Staaten – zusammen mit ihren westlichen Verbündeten – von ihrem Supermachtsitz zu verdrängen. Die treibende Ambition all dieser antiwestlichen Länder ist, das globale Kräftegleichgewicht neu zu ordnen, und an oberster Stelle der Tagesordnung steht der Sturz Amerikas. So wie Russlands und Chinas Einfluss auf der Weltszene zunimmt, wird die Bedeutung ihrer Unterstützung dieser islamischen Nationen und Gruppierungen zunehmen.

Daher könnte das Provozieren eines Streites mit dem Iran schnell einen größeren globalen Konflikt heraufbeschwören.

Es gibt noch einen weiteren Grund dafür, dass die USA so darauf achten, nicht zu hart mit dem Iran umzugehen: Es hängt zu diesem Zeitpunkt ganz offen gesagt vom Iran ab, dass er dabei hilft, im Irak eine Eskalation zu einer noch tödlicheren Situation zu verhindern. Wie die Posaune wiederholt berichtet hat, haben die USA durch informelle Kanäle die Unterstützung des Iran sichergestellt, die irakischen Schiiten unter Kontrolle zu halten, auf die er beträchtlichen Einfluss durch Führer wie Ayatollah Ali al-Sistani und Muqtada al-Sadr hat.

Ein Zeichen dafür, wie weit die USA davon entfernt sind, den Iran tatsächlich zu bestrafen, kam am 18. Juli, als der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, erklärte, dass der Iran und Syrien „ihren Einfluss gebrauchen müssen, um die Hisbollah zum Einstellen ihrer Raketenangriffe und zur Rückgabe der [israelischen] Soldaten zu bewegen.“ Nicht nur, dass dies eine eindeutige Anerkennung dafür war, dass der Iran ein entscheidender Faktor in der Nahostkrise ist, es läuft auf die Bitte hinaus, dass der Iran sich mehr engagieren sollte. Stratfor schrieb, dass dieses Ersuchen mit der Strategie des Irans in Einklang fiel – „Zugang zu einer Auseinandersetzung zu gewinnen, die Israel einbezieht, um seine Legitimation als Führer der Moslems im Nahen Osten zu verstärken. … die von der Hisbollah verursachte Krise gibt den Iranern die Gelegenheit, dies zu tun, und sie hoffen, dass sie ihren Einfluss in Syrien und im Libanon geltend machen können, um mitzuhelfen, die Situation zu entschärfen, und so ihre Position als Mitwirkende in der Region zu festigen“ (18. Juli). Infolgedessen würden die USA (und Israel) tatsächlich dem Iran gegenüber verpflichtet sein und eine Situation schaffen, nicht unähnlich jener, worin der Irak involviert ist.

Denken Sie nach über diese Situation! Monatelang, sogar jahrelang, hat der Iran die Großtuerei der Welt bekrittelt – öffentlich den Terrorismus unterstützt, den islamistischen Radikalismus entflammt, internationalem Druck, sein Nuklearprogramm aufzugeben, die Stirn geboten. Die Welt hat sich als völlig unwirksam erwiesen, diesem Tun Einhalt zu gebieten. Jetzt hat der Iran einen Krieg begonnen – und dennoch, keine Nation in der ganzen weiten Welt zeigt sich bereit, das zu stoppen!

Jeder objektive Beobachter muss sich eingestehen, dass der Iran einen bewundernswerten Fortschritt macht in Richtung seines Ziels, nämlich, seine Position als einflussreichste Nation im Nahen Osten zu festigen. Jeder Beobachter mit einem Verständnis biblischer Prophezeiung sollte sich Gedanken machen über die Schnelligkeit des ungehinderten Aufstiegs dieser ausschlaggebenden Endzeitmacht.

Die Vereinigten Staaten werden zu einer Randmacht.

Die Vereinigten Staaten sind Israels stärkster und zuverlässigster Verbündeter. Aber mit ihren im Irak und in Afghanistan so stark gebundenen Ressourcen zögern sie, allzu stark in einen dritten Konflikt zu investieren. Die israelische Situation ist lediglich die letzte in einer Serie von ernsthaften Bedrohungen – einschließlich jener herausragenden, in denen der Iran und Nordkorea involviert sind – wo die USA ihre Verantwortlichkeiten so weit wie möglich an andere Parteien übertragen.

Das ist ebenfalls eine monumentale prophetische Entwicklung. Der schwindende amerikanische Einfluss und der folglich zunehmende Einfluss anderer Mächte, sind wahrscheinlich die umfassendsten Entwicklungen unserer Tage, die prophezeit sind.

Amerika befindet sich unter verschiedenen westlichen Nationen, die Deutschland darum gebeten haben, einzuschreiten und in dieser Situation zu helfen. Laut Deutschlands wöchentlichem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, bat US-Präsident George Busch bei seinem Deutschland-Besuch im Juli 2006 die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, mit Israel zu sprechen. Sie und der deutsche Außenminister, Frank Walter Steinmeier, akzeptierten das Angebot und sprachen nicht nur mit dem israelischen Premierminister, sondern auch mit mehreren arabischen Nachbarländern.

Die Posaune hat vorhergesagt, dass die USA letzten Endes ihre Legitimation als Vermittler im Nahen Osten verlieren werden und die Juden werden sich gezwungen fühlen, Hilfe von Deutschland zu erbitten. Dass die USA einen Teil der Verantwortung für die Situation abzugeben versucht, und dass Deutschland anscheinend so erpicht ist, seinen Status als Friedensvermittler zu verstärken, sind interessante Entwicklungen – wovon beide enormes Potential haben, offenkundiger zu werden so wie die gegenwärtige Krise voranschreitet.

Israel sucht andernorts Hilfe.

Obwohl Israel mit Sicherheit die stärkste Militärmacht in der Region ist, könnte diese Krise leicht über seine Kontrolle hinaus eskalieren. Eines der wichtigsten Dinge, worauf zu achten ist, sind Anhaltspunkte, an wen der jüdische Staat sich um Hilfe wenden wird. Es zeigt bereits eine gewisse Bestätigung von Washingtons begrenzter Hilfsbereitschaft und der Notwendigkeit, andere Optionen zu suchen.

Am 23. Juli 2006 kündigte Israel zum ersten Mal in seiner Geschichte an, dass es die Anwesenheit einer internationalen Militärmacht erwägen würde, um seine Sicherheit zu verstärken. Nachdem der israelische Premierminister sich mit Außenminister Steinmeier traf, kündigte er, nach den Worten der Jerusalem Post, an, „dass Israel den Einsatz einer EU-bemannten internationalen Streitmacht im Libanon in Betracht ziehen würde …“ (23. Juli; durchaus meine Betonung). Der israelische Verteidigungsminister sagte nach einem Gespräch mit Steinmeier, dass Israel die NATO willkommen heißen würde – fast alle ihrer Mitglieder stammen aus Europa – um die Aufgabe zu erledigen. Er forderte „die Stationierung einer multinationalen Macht im Süden [des Libanon] mit weitreichender Autorität.“ Gemäß der Post wird Deutschland als eine wichtige Quelle für Truppen für die Streitmacht betrachtet.

Michael Oren, ein israelischer Historiker und leitender Partner an einer Jerusalemer Forschungsorganisation namens Shalem Center, antwortete: „In gewisser Weise spielen wir ein altes PLO-Spiel, um eine regionale Instabilität herbeizuführen und dann zu versuchen, eine internationale Intervention hereinzubringen. Wir kämpften in der Vergangenheit dagegen, aber Israel erkennt nun, dass es Dinge nicht allein machen kann. Und Israel fühlt hier, dass es in Amerika einen Freund hat und so manch größeres Verständnis in Europa“ (New York Times, 23. Juli).

Deutschland ist vorbereitet, eine zentrale Rolle bei Friedensverhandlungen zwischen Israel und dem Libanon zu spielen. Berichte zeigen auch einen wachsenden Verantwortungssinn in Hinblick auf die Krise unter Deutschlands europäischen Amtskollegen. Vor kurzem rief der Außenbeauftragte der EU, Javier Solana, „die [EU] Mitgliedsstaaten auf, für eine Teilnahme an Operationen im Nahen Osten bereit zu sein“ (EUpolitix.com, 17. Juli).

Die Vereinten Nationen haben sich selbst als vollkommen unfähig erwiesen, solche Krisen zu lösen. Ihre Resolution vor zwei Jahren, die die Entwaffnung der Hisbollah forderte, erreichte nichts. Es gibt eine breite Skepsis innerhalb Israels und in Europa über irgendeine Möglichkeit eines langfristigen Erfolgs einer UN-Friedensmission in diesem Gebiet.

Stattdessen können wir erwarten, dass es – wahrscheinlich nicht sofort, aber zu einem bestimmten Zeitpunkt – die „Friedenssicherungstruppen“ einer von Deutschland geführten europäischen Armee sein werden, die aufgefordert werden, sich wirklich um diese Krise zu kümmern, die vom Iran und seinen islamischen Handlangern herbeigeführt wurde. Die Tatsache, dass Deutschland und der Rest Europas ein besonderes Interesse am gegenwärtigen Krieg haben, zeigt die Anfangsphasen eines Trends, der sich, wie wir erwarten sollten, intensivieren wird.

Die Posaune hat lange vorhergesagt, dass sich die Juden letzten Endes gezwungen fühlen werden, Deutschland um Hilfe zu bitten. Dieses in der Bibel prophezeite Ereignis ist von enormer Bedeutung, weil es verheißt, dass es der Untergang des jüdischen Staates sein wird, weil er durch ein heimtückisches Doppelspiel seitens seiner alten ausgleichenden Gerechtigkeit, bestraft wird. Es ist unerlässlich, dass die Leser weiterhin diese Situation auf aktuelle Entwicklungen beobachten.

Ist dies der 3. Weltkrieg?

Als wir mit der englischsprachigen Ausgabe in Druck gingen, lag das kurzfristige Ergebnis dieses Krieges eingehüllt in den Rauchfahnen, die von den Raketenangriffen der Hisbollah und den israelischen Luftangriffen aufstiegen. Vielleicht wird die Hitze des Krieges noch einmal zurückweichen in den erträglicheren, aufreibenden täglichen Konflikt, an dem diese Region die letzten sechs Jahre gelitten hat. Vielleicht.

Aber die tatsächlichen Gegebenheiten, die diesen Krieg entzündeten, und die prophetisch bedeutsamen Trends, die dieser Krieg verschlimmert und vor unserem prüfenden Blick bloßgelegt hat, werden nicht verschwinden. Diese Welt, die der Erfüllung der biblischen Prophezeiungen von Endzeitereignissen messbar näher getaumelt ist, kann nun nicht mehr rückwärts torkeln. Die Macht des Irans wird nicht schwinden. Die islamitische Glut innerhalb des Nahen Ostens und weltweit wird nicht gezähmt werden. Die Welt wird nicht plötzlich den Willen finden, Irans Ambitionen zu brechen. Die Vereinigten Staaten werden nicht aufs Neue als ein starker internationaler friedenserhaltender oder militärischer Partner auftreten. Und die Juden werden nicht plötzlich entscheiden, dass sie Europas Hilfe nicht mehr brauchen.

Alle gegenwärtigen Trends werden sich nur verstärken. Und während dies geschieht, werden sie die Welt dem 3. Weltkrieg sogar noch näher bringen.

Der Israel-Hisbollah Konflikt ist nur ein Gefecht in einem viel größeren, globalen Krieg. Es ist ein ausgedehnter und aufbauender Krieg zwischen zwei massiven, losen Bündnissen. Auf der einen Seite stehen Israel, Amerika, Großbritannien und andere westliche Staaten. Auf der anderen die Hisbollah, Syrien, der Iran, Russland, China und andere antiamerikanische, antiwestliche Staaten. Diese zweite Gruppe wird unaufhörlich dreister. In der Mitte steht eine von Deutschland dominierte Europäische Union, die versucht, den Vermittler zu spielen – um seine eigenen Bestrebungen zum Weltmacht-Status voranzutreiben.

Gott prophezeit, dass die heutige Gewalt im Libanon bald explodieren wird, um viele Nationen zu stürzen! „Denn der Frevel, den du am Libanon begangen, wird über dich kommen, und die vernichteten Tiere werden dich schrecken um des Menschenblutes willen und um des Frevels willen, begangen am Lande und an der Stadt und an allen, die darin wohnen.“ (Habakuk 2,17). Andere Prophezeiungen zeigen, dass dieser Krieg über Raketen und Luftangriffe hinausgehen  und einen Atomkrieg einschließen wird. Jedermann auf Erden wird von diesem Weltbrand erfasst werden.

Achten Sie auf diese Trends, wie sie auf diese Zukunft hinweisen – und setzen Sie Ihr Vertrauen auf den wahren Gott, der Ihnen eine Warnung gibt durch diese Prophezeiungen, der allein Sie schützen kann, wenn es geschieht. 

Kos De