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Ihr großartiger Taufbund

Melissa Barreiro/die posaune

Ihr großartiger Taufbund

Die Liebe des Vaters (Kapitel 1)

Fortgesetzt von Der Kummer eines Vaters, die Freude eines Vaters

Wir begreifen die Liebe Gottes, des Vaters, nicht tief genug!

Wenn wir die Leidenschaft, die Er für Seine aus dem Heiligen Geist gezeugten Söhne – und für die Menschen in dieser Welt – empfindet, wirklich erkennen würden, würde uns dies in demütiger Dankbarkeit auf die Knie zwingen. Es würde in uns noch mehr Liebe und Hingabe wecken, Ihm zu dienen.

Diese Liebe erkennen Sie im Taufbund.

Die Taufe ist der wichtigste und bedeutungsvollste Zeremonie im Leben. Es ist ein herrlicher, inspirierender Bund zwischen einem Menschen und dem allmächtigen Gott!

Wenn wir getauft werden, erhalten wir von Gott eine ganze Reihe von Verheißungen und Segnungen. Es ist schwer, die Investition, die Gott in diesem Moment in uns tätigt, vollständig zu begreifen.

Gott nimmt dies nicht auf die leichte Schulter. Von diesem Moment an setzt Er Sich auf intensive und persönliche Weise für unseren ewigen geistlichen Erfolg ein! 

Und es schmerzt Ihn zutiefst, wenn eines Seiner gezeugten Kinder diesen Bund mit Ihm bricht.

Vom Vater geheiligt

Gott der Vater ist es, der uns ruft. In Johannes 6, 44 heißt es: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat …“ Der Vater muss uns zu sich ziehen, bevor wir Ihn und Jesus Christus wirklich kennenlernen können.

Ist Ihnen bewusst, wie wählerisch Gott bei der Berufung eines Menschen ist? Wie viel Mühe gibt Er sich bei der Entscheidung, wen Er zu Sich ziehen will?

Der erste Vers im Brief von Judas gibt uns Einblick in diesen Vorgang. Dieser Brief ist gerichtet an die durch Gott, den Vater, Geheiligten und in Jesus Christus Bewahrten, die Berufenen. Das Wort berufen liest man hier besser als eingeladen. Dieses Wort unterscheidet sich deutlich von der Verwendung in Matthäus 22, 14, wo Christus sagt, dass „viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“ Hier lädt Gott jemanden persönlich dazu ein, Teil Seiner Familie zu werden. Und dieser Vers zeigt, dass Gott, der Vater, bevor Er einen Menschen beruft, ihn heiligt.

Der Vater wählt sorgfältig aus und sondert diese Person ab. Anschließend überträgt Er Jesus Christus die Aufgabe, diesen Menschen zu bewahren. Der Mensch muss vor dem Teufel und seinen Dämonen geschützt werden, die darauf aus sind, ihn zu vernichten.

Während dieser Zeit prüft Gott, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Person erfolgreich in Seine Familie gelangt. Sicherlich beobachtet Er, wie er oder sie auf Seine Wahrheit, auf Seine Zurechtweisung oder auf eine Herausforderung oder Prüfung reagiert, die Er zulässt oder sendet.

Erst nachdem diese Person eine solche Prüfung bestanden hat, spricht Gott diese Einladung aus – die großartigste Einladung, die Gott jemals für alle Ewigkeit aussprechen wird! Dies bedeutet zweifellos, dass viele, die geheiligt sind, nicht eingeladen sind.

Wenn Sie begreifen, wie besonders und erhaben diese Berufung ist – und wenn Sie sich der ewigen Tragweite bewusst werden –, dann erscheint es völlig einleuchtend, dass der Vater so umsichtig und wählerisch vorgeht.

Jeder Mensch, mit dem Gott zusammenarbeitet, ist für Ihn etwas ganz Besonderes! Er kennt diesen Menschen sehr gut und liebt ihn von ganzem Herzen.

Und wenn dieser Mensch in Seine Familie getauft wird und einen Bund mit Gott eingeht, steigert dies seine oder ihre geistliche Reife enorm!

Vom Vater gezeugt

Nach der Taufe legt ein Prediger Gottes dem Betreffenden die Hände auf und betet für ihn. Mit diesem Gebet erhält der Mensch das größte Geschenk im Universum. Gott schenkt einen kleinen Teil Seiner geistlichen Kraft, den Heiligen Geist.

Das ist es, was einen Menschen zum Christen macht: die Innewohnung des Heiligen Geistes (Römer 8, 9).

In diesem Augenblick zeugt der Vater diesen Menschen als Seinen eigenen Sohn! Dieser Geist gleicht einer Samenzelle, die eine Eizelle befruchtet: Er ist der Beginn eines neuen geistlichen Lebens!

Nur der Vater zeugt uns – nicht einmal Christus tut dies. Wie erstaunlich ist es, gezeugt zu werden von Gott dem Vater!

Können Sie nachvollziehen, wie wichtig dies für Gott ist? Wenn der Vater einen Sohn zeugt, bedeutet das für Ihn alles! Das ist der Kern Seines großen Plans. Aus diesem Grund hat Er den Menschen erschaffen! Der Vater bildet Sich selbst in den Menschen nach und schafft so weitere göttliche Wesen nach dem Ebenbild Seines eigenen geistlichen Charakters.

Deshalb hat Er das größte Opfer gebracht – Er hat Seinen Sohn auf die Erde gesandt und zugelassen, dass dieser starb –, um Ihnen die Möglichkeit zu bieten, in Seine ewige Familie hineingeboren zu werden!

In Sacharja 9, 11 ist von „des Blutes deines Bundes“ die Rede. Aus dem hebräischen Text geht hervor, dass es sich hierbei um einen „Blutbund“ handelt. Christus, der Gott in Menschengestalt war, gab sein eigenes Blut, um diesen Bund zu ermöglichen! Wir müssen uns bewusst machen, welcher blutige Preis gezahlt wurde, um uns diese Chance zu ermöglichen, und erkennen, wie dies Gottes beispiellose Liebe und Hingabe verdeutlicht. (Lesen Sie dazu in Kapitel 7 meiner kostenlosen Broschüre Sacharja – Das Zeichen der bevorstehenden Wiederkunft Christi [bald verfügbar].)

In Gottes Familie gibt es keine „zufälligen“ Söhne – so wie es auch keine „zufällige“ Schwangerschaft gibt. Gott plant alles bis ins kleinste Detail!

Der Vater empfindet eine sehnsüchtige Liebe für jeden Einzelnen, in den Er Seinen Heiligen Geist gelegt hat. Wir sind Seine Familie, und wenn wir Ihm treu sind, sorgt Er für uns. Er wird nicht zulassen, dass Seine Söhne vernachlässigt oder misshandelt werden. Welche Liebe hat der Vater doch für uns!

Gott lässt Prüfungen in unserem Leben zu, aber auch sie sind Segnungen: „Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben“ (Jakobus 1, 12). Der Vater möchte Ihnen eine Krone des Lebens schenken! Dies steht in krassem Gegensatz zu der welkenden Blume dieses Lebens (Verse 10–11). Wenn Sie Ihn lieben – was bedeutet, dass Sie Sein Gesetz und die Regierung, die es lehrt, lieben –, dann kann niemand Gottes Verheißung des ewigen göttlichen Lebens für Sie zunichtemachen!

Lieben Sie Gott so, wie Er Sie liebt? Beweisen Sie diese Liebe jeden Tag? Wir können es uns nicht leisten, diese Fragen leichtfertig zu beantworten.

Unsere Begräbniszeremonie bei der Taufe

Der Apostel Paulus wusste, dass wir alle Sünder sind (Römer 3, 23). Er wusste, dass wir aus eigener Kraft nichts tun konnten, um diese Todesstrafe aufzuheben. Wir alle brauchen einen Erlöser. Durch Gottes Gnade hebt Er, nachdem wir bereut haben, die Strafe für unsere Sünden gegen Gottes Gesetz auf.

Paulus machte zudem deutlich, dass wir, nachdem wir Jesus Christus als unseren Erlöser angenommen haben, nach Gottes Gesetz leben müssen. Auch dafür bedarf es eines Wunders.

Nachdem Paulus in Römer 5 über die Gnade und das Opfer Jesu Christi gesprochen hat, sagt er: „Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben?“ (Römer 6, 1–2). Wird das Gesetz aufgrund der Gnade außer Kraft gesetzt? Paul antwortet mit einem entschiedenen Nein!

Anschließend erläutert er die inspirierende Symbolik der Taufzeremonie. Wir müssen diese Symbolik verstehen, um zu begreifen, warum wir den Heiligen Geist brauchen und warum Christus heute in uns leben muss.

„Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?“ (Vers 3). Paulus sagt, wir seien in den Tod Christi getauft worden. Im vorangegangenen Kapitel wies er darauf hin, dass wir durch den Tod Christi gerechtfertigt und durch Sein Leben gerettet werden (Römer 5, 9–10).

Bei der Taufe werden wir vollständig unter Wasser getaucht, was ein symbolisches Begräbnis darstellt (z. B. Matthäus 3, 16; Apostelgeschichte 8, 36–38). Der alte, fleischliche Mensch stirbt mit Jesus Christus. Paulus erläutert weiter: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Römer 6, 4).

Nun beginnen wir zu erkennen, wie wichtig der Heilige Geist ist und warum es das Leben Christi ist, das uns rettet! So wie Christus auferstanden oder von den Toten auferweckt worden ist, steigen wir aus diesem Wassergrab auf und wandeln durch die Kraft von Gottes Heiligem Geist in einem neuen Leben.

Wir erklären uns bereit, das alte Ich zu begraben, und wenn wir getauft werden, stirbt dieses alte Ich. Paulus macht dies deutlich: „Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein“ (Vers 5). Die Taufe symbolisiert sowohl den Tod als auch die Auferstehung. Bei der Taufe sterben wir, wie Jesus Christus gestorben ist, und wenn wir aus diesem Wassergrab auftauchen, leben wir, wie Er lebt – nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes Gottes!

Unsere Sünden sind uns vergeben worden. Aber entschuldigt unsere Taufe die Sünde? Gilt dies auch für zukünftige Sünden? Paulus fährt fort: „Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen“ (Vers 6). Die Taufe symbolisiert einen vollständigen Bruch. Es ist eine Grenze zwischen Tod und Leben, zwischen Sünde und Gerechtigkeit! 

Damit wir „in der Neuheit des Lebens wandeln“ und „nicht der Sünde dienen“, schenkt uns Gott unmittelbar nach der Reue und der Taufe durch die Handauflegung die Gabe Seines Heiligen Geistes. In einem „neuen Leben“ zu wandeln bedeutet, dass wir nun ein Leben führen, das vom Geist Gottes geleitet wird (Römer 6, 4; Römer 8, 14).

Der Heilige Geist, durch den Gott uns nach der Taufe als Seine Söhne zeugt, ist dieselbe Kraft, durch die wir beginnen, die Sünde zu überwinden und tatsächlich die göttliche Natur Gottes selbst anzunehmen. Es ist dieselbe Kraft, durch die der auferstandene Jesus Christus in uns lebt!

Vom Heiligen Geist geleitet

Viele von Ihnen, die dies lesen, haben diesen Taufbund wahrscheinlich aufgrund der Lehren des verstorbenen Herbert W. Armstrong geschlossen. Denken Sie daran, was er dazu gesagt hat.

Das Unterpfand des Geistes Gottes vermittelt die Gesinnung Gottes. Herr Armstrong erklärte in einer Predigt vom Juli 1983, dass dies bedeute, dass Gott „Sein Leben [und] auch Seine Gesinnung, auch Seinen Charakter, auch Seine Haltung der Liebe, der Zusammenarbeit, des Gebens und der Sorge um andere ebenso wie um sich selbst“ in uns einfließen lasse. „Selbstlosigkeit statt Egoismus.“

Wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen, bringt dies in unserem Leben geistliche Früchte hervor, die direkt von Gott stammen – Seine Liebe, Freude, Glaube und andere Tugenden (Galater 5, 22–23). Dieser Geist schenkt uns auch geistliches Verständnis (1. Korinther 2, 9–14). Was für ein unvergleichliches Geschenk!

1. Johannes 4, 2 zeigt, dass Jesus Christus durch den Heiligen Geist „im Fleisch gekommen ist“. Die Zeitform des griechischen Verbs, das mit „ist gekommen“ übersetzt wird, bedeutet „kommt“. Es könnte heißen: „ist gekommen und kommt fortwährend“, oder „kommt jetzt“. Christus Selbst wohnt durch den Geist in uns! Und wenn Christus in uns lebt, haben wir das Leben (1. Johannes 5, 12). Das ist eine bahnbrechende Wahrheit.

„Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:“ (Philipper 2, 5). Die Gesinnung Gottes selbst kommt durch den Geist. Wir müssen zulassen, dass Sein Denken in uns wirksam ist. Er wird es nicht erzwingen.

„Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“ (Römer 8, 14). Was für eine tiefgründige Aussage! Wenn wir als Gottes Söhne geboren werden sollen, reicht es nicht aus, einfach Gottes Geist zu haben: Wir müssen von diesem Geist geleitet werden!

Dies ist ein wichtiger Grund dafür, warum es in Gottes „kleine Herde“ (Lukas 12, 32), Seiner wahren Kirche, nur so wenige gibt. Gott überlässt es Ihnen.

Wenn wir der Führung des Geistes Gottes nicht folgen, dämpfen wir den Geist (1. Thessalonicher 5, 19) – und laufen Gefahr, ihn zu verlieren!

Der Vater möchte Seine Söhne führen. Er möchte, dass wir Ihm so nachfolgen, wie es Sein Sohn Jesus Christus tut. Christus sagte: „Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt“ (Johannes 8, 29). Dies ist eine meiner Lieblingsstellen in der Heiligen Schrift, wenn nicht sogar meine allerliebste. Was für eine wunderbare Haltung Christus doch hatte! Kein Wunder, dass der Vater Jesus als „mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“ bezeichnete! (Matthäus 3, 17; 17, 5).

Wenn wir unseren Vater lieben, werden wir mit Hilfe Seines Geistes Seine Gebote bereitwillig und freudig befolgen (1. Johannes 5, 3). Auf diese Weise zeigen wir Ihm, dass wir Ihn lieben.

Wenn wir uns vom in uns wohnenden Geist Gottes leiten lassen und stets danach streben, unserem Vater zu gefallen, dann wird Er alles für uns tun! „[U]nd was wir bitten, empfangen wir von ihm; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist“ (1. Johannes 3, 22). Stellen Sie sich vor, Sie würden alles erhalten, was Sie von Gott erbitten! Doch um dies zu erreichen, müssen Sie mehr tun, als Ihrem himmlischen Vater nur aus Pflichtgefühl zu gehorchen. Der Apostel Johannes spricht von einer Einstellung, alles zu tun, um Ihrem Vater in jeder Hinsicht zu gefallen! Mit dieser Einstellung werden Ihre Gebete erhört! Selbstverständlich werden Sie um Dinge bitten, die Gott gefallen.

Es liegt auf der Hand, dass Gott uns nur das geben wird, was gut für uns ist. Dieser Vers zeigt jedoch, dass wir dem, was Gott uns geben könnte, keine Grenzen setzen sollten – solange wir gehorsam sind und Ihn mit der richtigen Einstellung darum bitten. Das ist das Erfolgsrezept, dem Christus folgte.

Würde ein Vater ein Kind mit einer solchen Einstellung allein lassen? Nein – er würde ein ganzes Bataillon Soldaten vernichten, um diesen Sohn zu retten! Nehmen Sie diese Einstellung an, und Ihr himmlischer Vater wird in Ihr Leben eingreifen und Großartiges für Sie bewirken.

Das ist die liebevolle familiäre Beziehung, die Gott uns eröffnet, wenn wir diesen Taufbund mit Ihm schließen!

Bereuen und glauben

Der Vater möchte diese herrlichen Gaben großzügig schenken, doch es gibt Bedingungen, die wir zunächst erfüllen müssen.

Als die neutestamentliche Kirche an Pfingsten im Jahr 31 n. Chr. begann, sagte der Apostel Petrus: „[Bereut], und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte 2, 38). Die Reue ist eine Voraussetzung dafür, getauft zu werden und Gottes Geist zu empfangen. Und es muss angemerkt werden, dass anhaltende Reue entscheidend dafür ist, dass wir Gottes Geist bewahren können (z. B. Psalm 51, insbesondere Vers 11).

Vor der Taufe führt Gott uns dazu, unsere bisherige Lebensweise zu bereuen – ein Leben, das im Widerspruch zu Seinem Gesetz steht (Römer 2, 4). Wir bereuen nicht nur das, was wir getan haben, sondern auch das, was wir sind.

Herr Armstrong schrieb, dass Reue „eine vollständige Wandlung des Geistes, des Herzens und der Lebensausrichtung sei. Es handelt sich um eine Umstellung auf eine neue Lebensweise. Es ist eine Abkehr von dem ich-zentrischen Weg der Eitelkeit, des Egoismus, der Gier, der Feindseligkeit gegenüber Autoritäten, des Neids, der Eifersucht und der Gleichgültigkeit gegenüber dem Wohl und Wohlergehen anderer zu dem gottzentrierten Weg des Gehorsams, der Unterwerfung unter die Autorität, der Liebe zu Gott mehr als die Liebe zu sich selbst und der Liebe und Fürsorge für andere Menschen im gleichen Maß wie für sich selbst“ (Was bedeutet das … Bekehrung?).

Viele verstehen „Reue“ fälschlicherweise als Traurigkeit. Reue bedeutet jedoch eigentlich Veränderung. Merriam-Webster definiert „bereuen“ als „sich von der Sünde abzuwenden …“ Sich von der Sünde abzuwenden – also die bisherige Lebensweise zu ändern – bedeutet, sich dem Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz zuzuwenden.

Neben der Reue müssen wir „glauben“ – wissen und anerkennen, dass Jesus Christus für uns gestorben ist (z. B. Markus 16, 15–16; Apostelgeschichte 8, 12, 36–38; 16, 30–31). Das bedeutet, dass Er die Todesstrafe für unsere vergangenen Sünden auf Sich genommen hat (Römer 6, 23). Dieser Glaube – oder das Vertrauen darauf, dass das vergossene Blut Jesu Christi die Sühne für unsere Sünden darstellt – kommt äußerlich durch die Taufe zum Ausdruck.

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 8). Wir müssen an dieses Blut glauben und daran, dass Er die Strafe für die Sünden, „die früher begangen wurden“ (Römer 3, 25) auf Sich genommen hat.

Während der Taufzeremonie wird der Prediger Gottes dem angehenden Mitglied der Familie Gottes folgende Frage stellen: „Haben Sie Ihre Sünden bereut und Jesus Christus als Ihren persönlichen Erlöser angenommen?“ Nachdem die betreffende Person mit „Ja“ geantwortet hat, wird sie getauft.

Uneingeschränktes Engagement

Die Taufe ist lediglich der Ausgangspunkt einer lebenslangen Bekehrung, in deren Verlauf man danach strebt, Gott immer ähnlicher zu werden. Es ist eine Verpflichtung, Gott zu gehorchen und unsere fleischlichen Gedanken, Gefühle und Wünsche durch die Gedanken Gottes Selbst zu ersetzen! Wir müssen wie Gott denken! Das ist sehr schwer zu bewerkstelligen. Wir müssen in unserer Bekehrung ständig weiterwachsen. Und wir müssen bis zum Ende durchhalten. All dies ist Teil unserer Taufverpflichtung.

Jesus Christus sagte: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht [oder liebt im Vergleich weniger] seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lukas 14, 26–27).

Sind Sie sich der Tragweite der Verpflichtung bewusst, die Sie eingehen, wenn Sie diesen Bund mit Gott schließen? Sie versprechen, dass Sie jede Last, die Er Ihnen auferlegt, tragen und Gott folgen werden, ganz gleich, welchen Preis dies auch kosten möge. Sie müssen bereit sein, für diese Sache alles aufzugeben, einschließlich der nächsten Familienangehörigen. Vielleicht müssen Sie sogar dafür sterben!

Gott muss wissen, dass wir niemals zulassen werden, dass irgendjemand oder irgendetwas Vorrang vor Ihm hat. „So auch jeder unter euch: Wer sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein“ (Vers 33). Bei der Taufe sagen wir zu Gott, dass wir, wenn es nötig ist, alles aufgeben, alles tun und überall hingehen werden, um Ihm zu gehorchen und Ihn in unserem Leben an die erste Stelle zu setzen! 

Diesen Bund darf man nicht leichtfertig eingehen. Bevor Sie sich taufen lassen, müssen Sie die Konsequenzen abwägen.

Gottes Teil des Bundes ist gewiss. In Epheser 4, 30 heißt es, dass Sie bis zum „Tag der Erlösung“ versiegelt sind. Bei der Taufe „versiegelt“ Gott Sie. Er wird Seine Berufung nicht zurücknehmen. Wenn Sie sich richtig vom Heiligen Geist leiten lassen, gelten Sie so gut wie gerettet – so sieht es Gott. Gott „ruft das, was nicht ist, dass es sei“ (Römer 4, 17).

Bei der Taufe sind wir „versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist“ (Epheser 1, 13). Es ist ein „Versprechen“, denn Gottes Teil davon ist sicher! Wir können dieses Siegel jedoch durch unser Handeln brechen. Nichts ist garantiert, bis wir als Söhne geboren sind – nicht nur gezeugt.

Bünde können von Menschen gebrochen werden. Doch Gottes Wort kann nicht gebrochen werden. Dies ist der Charakter, den wir entwickeln müssen, um Mitglieder der Familie Gottes zu werden. Wir müssen unseren Teil des Taufbündnisses einhalten!

Unser Vater setzt sich für unseren Erfolg ein. Er hätte uns nicht ausgewählt, wenn Er nicht daran geglaubt hätte, dass wir es schaffen könnten. Er sehnt sich danach, diesen Bund mit uns zu vollziehen – und das kann Er nur tun, wenn wir unseren Teil der Vereinbarung treu erfüllen.

Könige und Priester

Auch in Epheser 1, 13 wird das, was wir bei der Taufe empfangen, als „Heiligen Geist, der verheißen ist“, bezeichnet. Es ist eine Verheißung von Gott für etwas noch Größeres.

In Vers 14 wird es als „das Unterpfand [d. h. Pfand oder Anzahlung] unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit“ bezeichnet. Dieses kleine Maß an Geist, das Gott bei der Taufe in uns einpflanzt, ist eine Anzahlung auf unser zukünftiges Erbe – Gott wird uns das volle Maß Seines Heiligen Geistes geben, wenn wir zu geistlichen Wesen werden – zu geborenen Söhnen Gottes!

Gott schenkt Seinen Söhnen Seinen Geist, um uns zu befähigen, zu überwinden und zu wachsen. Doch dieses Geschenk steht für noch viel mehr. Unser Vater hat großartige Pläne für Seine Söhne! Wenn Er bei der Taufe diesen Bund mit uns schließt, verpflichtet Er sich damit, uns in die höchsten Ämter in Seinem ewigen Reich einzusetzen!

In 1. Johannes 2, 20 heißt es: „Doch ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und habt alle das Wissen.“ In der New King James-Übersetzung wird „unction“ mit „Salbung“ wiedergegeben. Den Heiligen Geist zu empfangen bedeutet, dass Sie eine Salbung vom Heiligen, von Gott selbst, haben!

Im Alten Testament wurden Priester und Könige mit Öl gesalbt, wenn Gott sie in dieses Amt berief (z. B. 2. Mose 30, 30; 1. Samuel 16, 13). Wenn Sie getauft werden und den Heiligen Geist empfangen – der durch das Öl in diesen Ordinationszeremonien versinnbildlicht wird –, salbt Gott Sie als König und Priester im Keim!

Johannes sagt: „Ihr habt eine Salbung“, Gegenwartsform – nicht „Ihr werdet eine Salbung empfangen“. Gott sieht es so, als ob es vollständig wäre.

Deshalb verwenden Offenbarung 1, 6 und 5, 10 die Perfektform, wenn sie sagen, dass Gott „uns zu einem Königreich gemacht hat, zu Priestern vor Gott und seinem Vater …“ Wenn wir getauft sind, werden wir sogleich in die höchsten Ämter in der Welt von morgen geweiht! In Seinen Augen sind wir bereits Könige und Priester, auch wenn wir diese Ämter erst noch antreten müssen. Nach der Taufe werden wir geschult und darauf vorbereitet, über diese Welt zu herrschen.

Was für eine Ehre! Bei der Taufe sind wir wie geistliche Embryonen im Mutterleib, die gerade erst den Prozess der Bekehrung beginnen. Wie großartig und inspirierend ist es doch, dass Gott uns selbst in diesem Augenblick in dieses königliche Priesteramt einsetzt! Dann formt und prägt Er uns weiterhin liebevoll zu Königspriestern.

Gott begegnet Seinen Söhnen auf eine so positive, von Hoffnung erfüllte Weise. Wenn wir treu bleiben, ist uns unsere ewige Doppelkrone als Königspriester sicher!

Auch dies zeigt Ihnen, wie sehr Gott sich jedem vom Heiligen Geist gezeugten Gläubigen verschrieben hat. Denken Sie an die Gefühle des Vaters, als Er jeden Einzelnen von uns persönlich als Mitglied der königlichen, priesterlichen Familie auserwählt hat, die gemeinsam mit Ihm im bald kommenden Reich Gottes über die Welt herrschen wird. Das ist eine Gelegenheit, wie sie sich nur einmal unter einer Million bietet, die Er nicht leichtfertig gewährt.

Jesus Christus sagte zu seinen Jüngern: „In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen [oder Ämter]: Wäre es nicht so, hätte ich es euch gesagt.“ Ich gehe hin, um einen Platz für Sie vorzubereiten. „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin“ (Johannes 14, 2–3). Gott hat in Seinem zukünftigen Tempel in Jerusalem viele Ämter zu besetzen, und Er bereitet diese Ämter gerade jetzt für Seine Erstlinge vor! Genau diese Königspriester werden später Ämter im neuen Jerusalem bekleiden! In Offenbarung 3, 12 wird versprochen, dass diejenigen, die dem Philadelphia-Maßstab treu bleiben, „nicht mehr hinausgehen“ werden. Wir werden für immer vom Haus des Vaters aus wirken!

Dieses Schicksal sollte uns weitaus mehr bewegen als alles andere in unserem Leben! Die Belohnung, die diesen Säulenpriestern – den höchsten Ämtern im Reich Gottes – zuteilwird, ist unbeschreiblich großartig! Und dies beginnt mit der geistlichen Salbung, die wir bei der Taufe empfangen.

Man mag es kaum glauben, doch der Taufbund birgt noch einen weitaus beeindruckenderen und inspirierenderen Aspekt.

Ein Ehebund

Nur wenige begreifen diese Wahrheit, doch der Alte Bund war ein Ehebund. Der Gott des Alten Testaments war das Wesen, das später zu Jesus Christus wurde. (Ich erläutere diese Lehre in Kapitel 1 meines kostenlosen Buches Der Ewige hat Jerusalem erwählt.) Der Bund, den Gott mit dem alten Israel auf dem Berg Sinai in 2. Mose 19 und 24 schloss, war ein Ehevertrag. Lesen Sie Hesekiel 16, wo Gottes Ehe mit Israel beschrieben wird. In Vers 8 heißt es: „… ich schwor dir’s und schloss mit dir einen Bund, spricht Gott der Herr, und du wurdest mein.“

Leider hat Israel sozusagen sein „Hochzeitsgelübde“ gebrochen. Wie es in Vers 32 heißt, wurde es „Ehebrecherin! Fremde nimmt sie statt ihres Mannes!“ In den Versen 38–39 wird Israel mit „Ehebrecherinnen“ verglichen. In Jeremia 3, 14 fleht Gott: „Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder … denn ich bin euer Herr …“ Diese Geschichte zeigt, wie Menschen Gott enttäuschen können, selbst wenn Er ihnen eine so besondere und herrliche Gelegenheit bietet.

Hesekiel 16 beschreibt zwar die Ehe des Alten Bundes mit dem alten Israel, doch handelt es sich dabei vor allem um eine Prophezeiung über die Ehe des Neuen Bundes mit der heutigen Kirche Gottes. Das ist der Schwerpunkt.

In Vers 8 ist der Ausdruck „meinen Mantel über dich breiten“ ein Zeichen der Ehe. Gott sagt: Du bist mein geworden – du bist meine Frau geworden. Wann geschieht das? Auf der individuellen Ebene geschieht es im Augenblick der Taufe.

Dies ist vielleicht der mitreißendste Aspekt des Taufbundes. Bei der Taufe schließen die Erstlinge einen Ehebund mit dem Versprechen, Gott zu gehorchen und als Braut Christi wiedergeboren zu werden. Wir erklären, dass wir Christus heiraten und alle Bedingungen des Bundes erfüllen werden.

Nur den Erstlingen – jenen, die vor der Wiederkunft Christi berufen werden – wird dieser edle Lohn zuteil! Dies ist die erhabenste Belohnung, die jemals einem Menschen zu irgendeinem Zeitpunkt angeboten wurde! Es wird den Menschen, die im Tausendjährigen Reich und danach getauft wurden, nicht angeboten werden.

In Vers 9 heißt es: „Und ich badete dich mit Wasser und wusch dich rein von deinem Blut und salbte dich mit Öl.“ Wasser und Öl sind Symbole für Gottes Heiligen Geist, der im Rahmen des alten Bundes, der mit dem alten Israel geschlossen wurde, niemals angeboten wurde. Hier werden Gottes Erstlingsfrüchte in der heutigen Zeit beschrieben.

In Vers 10 sagt Gott: „… Ich gab dir einen Kopfbund aus kostbarem Leinen …“ Aus 2. Mose 39, 27 geht hervor, dass Aaron und seine Söhne, die ranghöchsten Priester in der Stiftshütte, diejenigen waren, die feines Leinen trugen. In Offenbarung 19, 8 heißt es, dass die Braut Christi „in Seide“ gekleidet ist, was „das gerechte Tun der Heiligen“ symbolisiert. Gott kleidet Seine Braut mit dem feinen Leinen der Gerechtigkeit.

Auch wenn wir erst bei Seiner Wiederkunft offiziell mit Jesus Christus vermählt sein werden, betrachtet Gott die Kirche bereits heute als Seine Braut. Im Gegensatz zum Alten Bund müssen wir, die wir unter dem Neuen Bund stehen, uns vor der Eheschließung bewähren. Dennoch sagt Offenbarung 19, 7, dass Christi Braut „sich bereitet“ hat. Der Zeitrahmen hier ist in der Vorbereitungsphase, vor unserer Ehe – aber der Begriff zukünftige Braut oder Verlobte wird nicht verwendet. Christus sieht diese herrliche Ehe bereits als vollzogen an! Diese Dame war Seine Ehefrau, während sie sich auf die Hochzeit vorbereitete. So lautet Gottes Wort.

Um Seine Familie zu vergrößern, wird der Vater Seinem Sohn zunächst eine Gehilfin zur Seite stellen, die Ihm dabei helfen kann, den Rest der Familie großzuziehen – jene, die während des Millenniums und darüber hinaus eingeladen werden. Diese Einladung wird nur an eine winzige Minderheit gerichtet – die exklusivste Einladung aller Zeiten!

Das ist das Beste und Wertvollste, was der Vater uns jemals schenken konnte. Wir müssen dankbar sein: Wir sind eingeladen worden, für immer die einzige Braut Christi zu sein! Die ewige Herrlichkeit erwartet uns! Wir sind die Geringsten dieser Welt, doch wir sind die Elite Gottes – wir werden für alle Ewigkeit eine unvergleichliche Stellung einnehmen! Wir sollen für immer mit dem Sohn des Vaters verheiratet sein – ohne Scheidung – die erhabenste Ehe, die es je gab!

Je eingehender Sie über all diese spannenden Wahrheiten nachdenken, die in der Bibel klar und deutlich dargelegt sind, desto deutlicher erkennen Sie, welch großartigen Bund Gott bei der Taufe mit jedem Einzelnen schließt!

Denken Sie einmal darüber nach! In diesem Augenblick macht Er Sie zu Seinem eigenen Sohn. Er gibt Ihnen ein Unterpfand Seiner geistlichen Kraft, Seines Wesens, Seines Denkens und Seines Lebens. Er salbt Sie als König und Priester im Keim. Und Er führt Sie in einen Ehebund mit Seinem Sohn Jesus Christus!

Gott liegt unser Wohl sehr am Herzen! Er betrachtet uns als die Braut Christi, und wenn wir tun, was Er sagt, ist dies unsere Bestimmung. Sein Teil des Bundes ist absolut gesichert, denn Er ist Gott (z. B. 4. Mose 23, 19; Psalm 119, 89–90).

Die Lektion, die Gott uns vermitteln möchte, lautet: Ein Bund ist ein Versprechen, sein Wort zu halten. Unser Wort sollte niemals gebrochen werden. Und wenn wir Gottes Charakter zum Ausdruck bringen, dann wird sich unser Wort erfüllen!

Ist es angesichts der Größe des Lohns, den Gott uns anbietet, nicht gerechtfertigt, dass Er von uns uneingeschränkte und bedingungslose Hingabe erwartet? Man muss wohl sagen, dass Gott uns das beste Angebot macht, das wir uns überhaupt vorstellen können!

Ewiges Leben oder ewiger Tod

Gottes Teil des Bundes ist gewiss – doch wir müssen uns zunächst einer Prüfung unterziehen. Tatsächlich ist es durchaus möglich, dass wir scheitern und niemals an dieser Hochzeit teilnehmen werden!

Wir müssen begreifen, dass, sobald Gott uns Seinen Heiligen Geist schenkt, unser ewiges Leben auf dem Spiel steht. Gott verpflichtet uns, das Versprechen einzuhalten, das wir Ihm gegeben haben. Er zieht uns zur Rechenschaft dafür, was wir mit Seinem Geist tun und ob wir unserer Berufung gerecht werden.

Den meisten Menschen ist dies nicht bewusst, doch die Bibel macht deutlich, dass diese Welt heute nicht gerichtet wird. Gott bereitet sich darauf vor, ihnen nach der Wiederkunft Jesu Christi das Heil anzubieten, und Sein Volk wird sie unterweisen. Dann werden alle Menschen gerichtet werden.

Doch Gott richtet bereits jetzt Sein aus dem Geist geborenes Volk! „Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt bei dem Hause Gottes. Wenn aber zuerst bei uns, was wird es für ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelium Gottes nicht glauben?“ (1. Petrus 4, 17). Sobald wir getauft sind, stehen wir bei allem, was wir tun, unter Gottes Beobachtung! Das ewige Leben steht auf dem Spiel. Deshalb ist Gott so zutiefst besorgt.

„Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen [Geist] und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen“ (Hebräer 6, 4–6).

Welche unvergleichlich erhabenen geistlichen Segnungen erhält Gottes Volk doch! Wir sind erleuchtet worden. Wir haben von der himmlischen Gabe gekostet und das gute Wort Gottes gekostet und die Kräfte der kommenden Welt! Wir haben Anteil an dem Geist und der Kraft Gottes! Sobald Sie diese Dinge erlebt haben, zieht Gott Sie zur Rechenschaft.

Ist es nicht gerechtfertigt, dass Er dies tut? Sie können sich nicht einfach von diesen herrlichen Gaben abwenden, ohne dass dies schreckliche Folgen nach sich zieht!

Ihr Taufbund ist eine Entscheidung über Leben und Tod – eine Entscheidung für die Ewigkeit!

Gott versucht, Sich selbst in Ihnen zu reproduzieren – und Er hält jedes Wort jeder Verheißung ein. Das ist es, was Er von uns braucht. Wie könnte Er uns das ewige Leben schenken, wenn Er sich nicht darauf verlassen könnte, dass wir unser Wort halten?

Wenn Sie darüber nachdenken, was Gott der Vater alles in diese Beziehung investiert hat, was Er jedem Seiner Söhne geschenkt hat und was Er uns alles anbietet – dann können Sie sicherlich nachvollziehen, warum Er so hohe Erwartungen an Seine Erstlinge hat! Sicherlich können Sie nachvollziehen, warum Er von Ihnen uneingeschränkte Hingabe – vollkommene Treue – erwartet, so wie es ein Vater von seinen eigenen Kindern erwartet oder ein Ehemann von seiner einzigen Ehefrau.

Und sicherlich können Sie nachvollziehen, warum der Vater emotional so erschüttert ist, wenn einer Seiner vom Heiligen Geist gezeugten Söhne seine Berufung auf die leichte Schulter nimmt, seine Beziehung zu seinem Vater vernachlässigt oder sich von Ihm abwendet!

Doch wie Ihnen dieses Buch zeigen wird, leben wir in einer Zeit, in der die große Mehrheit des Volkes Gottes genau das getan hat.

Der Vater ruft LAUT

Die Kapitel 2 und 3 des Buches der Offenbarung enthalten eine Prophezeiung über sieben Epochen der wahren Kirche Gottes, beginnend mit ihrer Gründung durch Jesus Christus im ersten Jahrhundert bis hin zu Seiner Wiederkunft, die unmittelbar bevorsteht. Wir leben in der siebten und letzten Epoche, unmittelbar vor der Wiederkunft Christi, die als das Laodizäer-Zeitalter bezeichnet wird.

Lesen Sie in Offenbarung 3, 14–22 die von Herzen kommende Botschaft Jesu Christi an Sein geliebtes Volk in dieser Zeit. Es ist eine herzzerreißende Nachricht. Dies ist eine Zeit schrecklicher geistlicher Tragödie – eine Zeit, in der die überwiegende Mehrheit von Gottes eigenem Volk, Seine durch den Heiligen Geist gezeugten Söhne, geistlich lauwarm geworden ist.

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde“ (Verse 15–16). Das sind harte Worte! Christus würde so etwas nur zu jenen von uns sagen, die es eigentlich besser wissen sollten und die unser Versprechen Ihm gegenüber einhalten sollten.

Spricht Christus zu Ihnen?

In Vers 17 beschreibt Er, wie diese Menschen fleischlich gesinnt geworden sind, ihren Sinn auf irdische Dinge richten und weltlich und selbstzufrieden sind – und geistlich, ohne es zu erkennen, „elend und jämmerlich, arm, blind und bloß“! Was für eine Katastrophe!

Leider trifft dies auf fast das gesamte Volk Gottes in dieser Zeit der Lauheit zu. Geistlich ist dies die größte Krise auf der Erde!

Haben Sie Gott vernachlässigt? Haben Sie zugelassen, dass die Krankheit der geistlichen Nachlässigkeit in Ihr Leben Einzug gehalten hat? Wie wir im nächsten Kapitel sehen werden, neigen wir alle dazu, uns selbst zu täuschen. Wir müssen Christus aufmerksam zuhören und jede Zurechtweisung, die Er uns erteilt, annehmen.

Sie können sich wieder Gott zuwenden – selbst am allerletzten Ende Ihres Lebens – und Ihren Lebensweg erfolgreich zu Ende gehen. Lesen Sie den Rest des Abschnitts, und Sie sehen erneut die Tiefe von Gottes Liebe, selbst wenn Sein Volk vom Weg abkommt! Dies sind die ernsten Worte unseres Bräutigams, der Sich an Seine Braut wendet! Er beschränkt sich nicht darauf, Kritik zu üben und zu verurteilen. Er ruft uns zu, um uns an unsere Verpflichtung Ihm gegenüber zu erinnern – um uns zu zeigen, wie wir wieder auf den richtigen Weg zurückfinden können – um uns Seine Zuneigung zu bekunden – und um jedem Einzelnen, der zuhört und darauf achtet, wundervolle Verheißungen zu geben!

„Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest“ (Vers 18). Gott möchte, dass wir geistlich reich sind! Er möchte, dass wir mit Gerechtigkeit bekleidet sind und uns auf diese großartige Hochzeit vorbereiten. Er möchte, dass wir erkennen, wo wir Reue empfinden und uns ändern müssen, und dass wir unsere Augen für die Tragweite unserer Berufung öffnen. Er möchte uns eine strahlende geistliche Vision schenken!

Jeder von uns muss auf den Ruf unseres Vaters an Seine verirrten Söhne hören und ihm Beachtung schenken.

Der Vater weist in Liebe zurecht

„Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!“ (Offenbarung 3, 19).

Ja, Gott weist diejenigen zurecht, die Er liebt. Unser Vater züchtigt uns, weil Er uns liebt. Selbst die Große Trübsal – das schlimmste Leid der Geschichte, das bald über die ganze Welt hereinbrechen wird – ist eine liebevolle Züchtigung Gottes. Diese und andere Stellen machen deutlich, dass der Großteil des Volkes Gottes während der Trübsal keinen Schutz genießen wird.

Doch Gottes „Zurechtweisung“ steht nun bevor – noch vor der Großen Trübsal! Gott liebt Sein Volk und ruft es derzeit zur Reue auf. Wer heute eifrig ist und bereut, wird die Züchtigung der Trübsal nicht benötigen – Gott wird ihn davor bewahren!

Denken Sie gründlich über Ihren Taufbund nach. Betrachten Sie es aus der Perspektive Gottes, des Vaters. Machen Sie sich bewusst, wie wichtig Ihm jeder vom Heiligen Geist gezeugte Sohn ist und wie entschlossen Er ist, jedem einzelnen von uns dabei zu helfen, in Seine Familie aufgenommen zu werden.

Erinnern Sie sich an den Vater in Lukas 15, der seinem Sohn erlaubte, fortzugehen und einige falsche Entscheidungen zu treffen – der jedoch stets den Horizont nach Anzeichen für dessen Rückkehr absuchte, begierig darauf, ihn mit einem Festmahl und Jubel wieder willkommen zu heißen!

Eingelöste Versprechen

Die liebevolle Botschaft Christi an die Laodizäer lautet weiter: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Offenbarung 3, 20). Er ist draußen und fleht sie an, Ihn in ihr Leben zu lassen! Sie werfen die schönste Beziehung weg, die ein Mensch jemals haben kann!

Christus möchte nicht, dass irgendjemand die Trübsal durchleben muss. Doch die Laodizäer müssen „Seine Stimme hören“. Er wendet sich durch Seinen menschlichen Boten an sie. Was kann Christus noch tun? Was können Sie tun, wenn beispielsweise Ihr älterer Teenager auf die schiefe Bahn gerät?

Gott wird niemals zulassen, dass Sie in eine geistlich verhängnisvolle Situation geraten, solange Sie auf Seinen Geist hören.

„Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron“ (Vers 21). Was für ein unglaubliches Versprechen!

Gott gibt Seiner geliebten Familie so viele Verheißungen.

Unser Taufbund besteht aus einer Reihe von Verheißungen. Gott schenkt uns den Heiligen Geist der Verheißung, das Unterpfand eines großartigen Erbes. Wir können „darin guter Zuversicht [sein], dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu“ (Philipper 1, 6). Gott vollendet, was Er beginnt. Selbst wenn wir Ihn enttäuschen, gibt Er uns nicht auf. Er weist uns zurecht und züchtigt uns, wenn es nötig ist – in einem intensiven Bemühen, uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Gott sei Dank für diese Züchtigung! Er hat gesagt: „Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen“ (Hebräer 13, 5).

Gott hält Seine Verheißungen ein. Die Frage ist: Werden Sie es tun?

Jeder von uns muss sich an das Versprechen erinnern, das wir Gott gegeben haben, als wir bei der Taufe einen Bund mit Ihm geschlossen haben. Jeder von uns muss den Geist Gottes nutzen, um sich selbst zu prüfen und sich selbst ehrlich zu betrachten.

Denken Sie eingehend über die tiefe, leidenschaftliche Liebe Gottes, unseres Vaters, und Jesu Christi, unseres Bräutigams, nach – und über alles, was sie getan haben, um Ihnen diese Liebe zu beweisen. „Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt“ (1. Johannes 4, 19). Je besser Sie Gottes Liebe verstehen, desto mehr werden Sie dazu bewegt sein, Ihr Versprechen Ihm gegenüber einzuhalten – Ihn zu lieben und Ihm mit größerer Hingabe zu dienen.

Wenn Sie Gott und Christus treu bleiben, werden sie diesen Bund vollenden, Sie verherrlichen, Sie mit dem Heiligen Geist erfüllen, Sie zum König und Priester krönen und Sie an Christi Thron als Seine ewige Braut teilhaben lassen!

Welche großartigen Belohnungen erwarten uns, wenn wir unseren Taufbund erfüllen!

Die Liebe des Vaters

Ihr Vater sehnt sich nach Ihnen. Gerald Flurrys neues Buch zeigt, was das Gleichnis vom verlorenen Sohn über Gottes Liebe und Barmherzigkeit offenbart – und wie Sie Ihre Beziehung zu Ihrem himmlischen Vater vertiefen können.

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Die Liebe des Vaters von Gerald Flurry – Buchcover