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Guttenberg vs. Trump: Der kommende Kampf der Titanen
Europas Reaktion auf US-Präsident Donald Trump war bisher von Schwäche und Spaltung geprägt. Kein europäischer Staats- und Regierungschef kann Trump auf Augenhöhe und mit der nötigen Macht begegnen, um seine Worte zu untermauern. Der ehemalige Verteidigungsminister Baron Karl-Theodor zu Guttenberg tritt jedoch mit einer klaren und starken Botschaft wieder ins Rampenlicht.
Der Baron weiß, was es braucht, um in der Ära von Donald Trump die Führung Europas zu übernehmen, und die biblische Prophezeiung deutet darauf hin, dass er der richtige Mann für diese Aufgabe sein könnte.
In Opposition zu Trump
In Fernsehsendungen, Podcasts und Kolumnen ist Guttenberg einer der schärfsten Kritiker von Präsident Trump in Deutschland. Außerdem verfügt er über beträchtliche Verbindungen zu den führenden Politikern und den reichsten Geschäftsleuten Europas. Er nutzt diese Macht, um den Kontinent auf eine Konfrontation mit Donald Trump vorzubereiten.
Am 22. Januar sagte Trump, die USA hätten die Hilfe der Verbündeten in Afghanistan nie gebraucht, und warf ihnen vor, sich ein wenig von der Frontlinie ferngehalten zu haben um ihr Leben nicht zu riskieren.
Guttenberg war zwischen 2009 und 2011 Verteidigungsminister, und unter seiner Aufsicht starben deutsche Soldaten in Afghanistan. Er sagte gegenüber Bild, dass Trumps Aussage eine „groteske Verdrehung der Tatsachen“ sei. „Und ein Schlag ins Gesicht aller Verwundeten und Familien der Gefallenen – sowie der Soldaten, die als Bündnisverpflichtete an der Seite der amerikanischen Kameraden gekämpft haben.“ Er fügte hinzu, dass Trump sich entschuldigen sollte, aber, dass man von einem Charakter wie Trump keine Entschuldigung erwarten könne. (Später nahm Trump seine Aussage teilweise zurück und lobte den Beitrag des Vereinigten Königreichs zu dem Einsatz).
Nach seinem Rücktritt im Jahr 2011 lebte Guttenberg 10 Jahre lang in den USA und knüpfte tiefe Verbindungen zu Demokraten, Republikanern und Wirtschaftsführern. Da die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland so angespannt sind wie eh und je, ist sein Fachwissen jetzt sehr gefragt.
Die beliebte Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger begrüßte Guttenberg am 20. Januar in ihrer Sendung und bezeichnete ihn nicht nur als ehemaligen deutschen Bundesminister, sondern auch als Amerika-Experten.
In der Maischberger-Talkshow wurde darüber diskutiert, wie Europa auf Trumps Drohungen bezüglich Grönland reagieren sollte. Guttenbergs Antwort war die stärkste, er nannte Trumps Sicherheitsargument für Grönland „eine völlige Farce“. Der wahre Grund sei eine Kombination aus Bodenschätzen und dem „unfassbar narzisstischen Ego“ des amerikanischen Präsidenten, der Amerika als solches ausbauen will, fügte er hinzu.
Während einige der Meinung sind, dass Europa seine Beziehung zum US-Präsidenten entspannter angehen sollte, antwortete Guttenberg: „Wo man durchatmet bei Donald Trump, fliegt einem die nächste Faust ins Gesicht.“ Er sagte, Trump verhalte sich „ein Drittklässler, dem man den Frisbee weggenommen hat“.
Ein Drittklässler handelt unüberlegt und ist unberechenbar. Auf die Frage, ob er glaube, dass Trump militärisch in Grönland einmarschieren könnte, sagte er: „Ich würde es nicht ausschließen.“
Am nächsten Tag hat Trump seine Drohung in einer Rede in Davos zurückgenommen. Aber nur wenige in Europa vertrauen ihm, so dass die Frage bleibt, wie Europa auf seine nächste Drohung reagieren sollte.
Wie Europa die USA verletzen kann
Guttenberg ist der Meinung, dass es gut war, dass Deutschland und andere europäische Länder am 16. Januar eine Handvoll Truppen nach Grönland geschickt haben, obwohl er sagte, dass die Mission nicht richtig kommuniziert wurde, was zu Trumps Drohung mit Zöllen führte.
Militärisch ist Europa noch nicht stark genug, um den USA auf Augenhöhe zu begegnen. Aber wirtschaftlich gibt es Möglichkeiten, wie Europa den USA ernsthaft schaden könnte.
In einem jüngsten Streit drohte der französische Präsident Emmanuel Macron damit, das Anti-Coercion-Instrument der Europäischen Union einzusetzen und den Handel mit den USA zu beenden. Diese „Handels-Bazooka“ ist die stärkste Waffe der EU in einem Handelskrieg und könnte US-Unternehmen ungezählte Milliarden Dollar kosten, indem ihr Zugang zum EU-Markt eingeschränkt wird. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bot zunächst Gespräche mit den USA an und zog damit einen Schritt zurück.
Guttenberg kritisierte Macron dafür, dass er Trump mit einem Handelskrieg drohte und gleichzeitig Fortschritte beim Handelsabkommen der EU mit dem lateinamerikanischen Block mercosur behinderte. (Das größte Freihandelsabkommen der Welt, das am 17. Januar zwischen der EU und Lateinamerika gegen den Widerstand Frankreichs unterzeichnet wurde, muss noch erhebliche Hürden überwinden, bevor es ratifiziert werden kann.)
Guttenberg glaubt, dass Europa das Zeug dazu hat, die USA in einem möglichen Handelskrieg ernsthaft zu verletzen. Die Amerikaner sind von Europas Chemiesektor, Maschinenbau und Halbleitern abhängig, insbesondere vom niederländischen Hersteller asml, ohne den die US-Industrie, so Guttenberg, zusammenbrechen würde, insbesondere die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Europa könnte auch eine strenge Besteuerung von digitalen Dienstleistungen aus den USA in Europa durchsetzen.
Trump – das Beste, was Europa hätte passieren können
Guttenberg ruft immer wieder zu einem vereinten Europa auf. Im Laufe der Jahrzehnte haben viele Visionäre diesen Traum geteilt, aber der Anreiz, sich zu vereinen, war noch nie so groß. In einem Podcast, der am 17. Dezember veröffentlicht wurde, sagte Guttenberg, die Situation könnte man „als Chaos bezeichnen,“ als „eine Katastrophe“ aus europäischer Sicht, oder „ich provoziere jetzt mal ein bisschen, vielleicht hätte uns gar nichts Besseres passieren können als dieser Charakter, der jetzt dort drüben sitzt.“ Er fuhr fort::
Warum sage ich das? Aufgrund Donald Trump ist Europa gezwungen, endlich den lange gepflegten, bräsigen Hintern aus dem bequemen Sofa herauszubewegen und die Hausaufgaben zu machen, die man nie gemacht hat, weil man sich immer auf andere verlassen hat und gesagt hat, das billige Öl und Gas kommt aus Russland, die Sicherheit kommt aus den Vereinigten Staaten und auf die Chinesen können wir uns verlassen, wenn es darum geht, unsere Autos zu verkaufen. Und plötzlich sitzt da einer, der diese Welt einmal vom Kopf auf die Füße oder umgekehrt dreht und wir sind gezwungen zu handeln. Das ist doch eigentlich für Europa nicht nur die schlechteste Nachricht.
Für all diejenigen, die sich seit langem ein starkes, remilitarisiertes, geeintes Europa wünschen, ist Trumps Präsidentschaft das Beste, was passieren konnte. Die Behandlung der Ukraine durch den US-Präsidenten erschreckt die Osteuropäer, die sich lange auf den Schutz der USA verlassen haben. Sie sind nun bereit, in einem vereinten Europa unter der Führung Deutschlands Schutz zu suchen.
Was Europa jedoch noch fehlt, ist ein Anführer wie Trump.
Europas Sehnsucht nach einem starken Mann
Für einige ist Guttenbergs Reaktion auf Trump genau das, was Europa braucht. Focus Online fasste die Reaktion seiner Leser auf Guttenbergs Aussagen so zusammen:
Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bezeichnete Trumps Anspruch als Farce – und traf damit einen Nerv in der FOCUS-online-Community. Viele Leser kritisieren Trumps US-Außenpolitik als egoistisch und riskant für die internationale Stabilität. Zugleich wächst der Unmut über Europas zögerliche, uneinheitliche Reaktion und eine aus Sicht vieler fehlende Durchsetzungskraft gegenüber globalen Machtansprüchen.
Ein Kommentar lautet: „Ich bin kein Guttenberg-Freund, aber hier hat er recht. Was die USA unter Trump machen, ist kein amüsanter, etwas eigenartiger Akt, über den man anschließend gemeinsam lächelt. Es ist ganz einfach inakzeptabel.“
Viele sehen in Guttenberg zwar immer noch nicht die Antwort auf Europas Probleme, aber sie sehen die Notwendigkeit einer starken Führung. Ein anderer Kommentar: „Nach Trumps Wahl war klar, die Weltpolitik wird sich grundsätzlich verändern. Nur die oberschlauen Politiker der EU haben es mit Arroganz verschlafen. Sie pfeifen weiterhin das Lied von Demokratie und Zusammenhalt, was einer Politik vom Mittelalter ähnelt.“
Guttenberg war einst Teil dieses politischen Systems und er behauptet, er wolle nicht dorthin zurückkehren. Er glaubt, dass er derzeit hinter den Kulissen, wo er nicht durch demokratische und bürokratische Normen eingeschränkt ist, mehr erreicht als in der Politik. In einem Podcast „It‘s in You“, der am 18. Januar veröffentlicht wurde, sagte er:
Ich bin heute in so ein paar Feldern, in denen ich lernen darf, manchmal wahrscheinlich effektiver, als ich es je im politischen Amt war, weil ich kann das Ganze ohne Rücksichtnamen machen. Ich muss mich um keinen Koalitionspartner kümmern. Ich kann am nächsten Tag versuchen, Dinge über ein Netzwerk umzusetzen, ohne dass man dabei den Kopf herausstrecken muss oder gleichzeitig über das Verstehen anderen wiederum etwas mitzugeben und weiterzugeben, die es sehr viel besser können als man selbst und damit ohne eigene Eitelkeit bedienen zu müssen, tatsächlich Einfluss auch auszuüben.
Ein Beispiel dafür ist ein Treffen, das er Anfang Oktober mit dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz unter dem Titel „Moving MountAIns“ organisierte, ein Name, der sich auf eines der zentralen Themen der Veranstaltung bezieht: künstliche Intelligenz. An dem Treffen in Seefeld in Tirol nahmen 80 Teilnehmer teil, darunter arabische Royals, Regierungsminister aus mehreren Ländern und milliardenschwere Investoren. Das griechische Verteidigungsministerium schrieb über das Treffen, dass es sich um „aktuelle Sicherheitsherausforderungen“ und „die Entwicklung von Innovationen und künstlicher Intelligenz in Dual-Use-Produkten“ drehen würde.
In dem Podcast sagte Guttenberg, dass sich das Zusammenspiel zwischen neuen Technologien und Geopolitik zu einer völlig neuen Form der Beeinflussung des Schicksals unserer Welt und unserer Gesellschaften entwickelt. Er sprach von neuen Gefahren, aber auch Chancen, die sich daraus ergeben können. Als Beispiel nannte er KI-gesteuerte Drohnen, die ohne einen menschlichen Bediener töten können.
Prophezeiter europäischer Starker
Der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, hat Guttenberg seit seinem politischen Aufstieg im Jahr 2009 und sein Leben nach der Politik im Lichte einer kritischen Bibelpassage genau beobachtet.
Im Jahr 2024 nahm Herr Flurry ein Schlüssel Davids-Programm über eine Passage in Daniel 8 auf, die den Aufstieg eines europäischen starken Mannes offenbart. Vers 23 zeigt, dass dieser Führer „dunkle Sprüche“ verstehen wird (King James Bibel unsere Übersetzung). In dem Programm „KI und das Verständnis von dunklen Sprüchen“ sagte Herr Flurry, dass sich dies auf schwierige Technologien wie die KI beziehen könnte. Guttenberg hat ein ausgezeichnetes Verständnis dafür, wie KI die Geopolitik prägen und unsere derzeitige Weltordnung auf den Kopf stellen kann. Er versteht auch die technischen Aspekte dieser Technologie, wie nur wenige andere behaupten können.
Indem er Politiker und Industrieführer zusammenbringt, ist Guttenberg in der Lage, diese Entwicklung zu gestalten, vielleicht mehr als er es als Verteidigungsminister hätte tun können. Aber wenn es darum geht, dass sich Europa als Ganzes auf diese Entwicklungen einstellt, hat er immer noch wenig Macht.
Das könnte sich ändern.
Die Prophezeiung in Daniel 8 bezieht sich auf die Zeit des Endes (Vers 25). Das ist die gleiche Zeit, für die das Buch der Offenbarung geschrieben wurde, wie in Daniel Unlocks Revelation erklärt. In Offenbarung 17 ist die Rede von demselben Anführer, der in Daniel 8 erwähnt wird und der die Führer Europas unter sich zu einem Superstaat vereint, der aus 10 Nationen oder Gruppen von Nationen besteht, die von 10 Königen regiert werden (siehe auch Daniel 2). Europa hat heute bereits die meisten seiner Spaltungen überwunden, aber einem solchen Superstaat fehlt immer noch ein dynamischer Führer.
Herr Flurry hat prophezeit, dass der russische Präsident Wladimir Putin Russland und Donald Trump Amerika zu dem Zeitpunkt führen würden, an dem sich zahlreiche Endzeitprophezeiungen erfüllen würden. Nachdem Trump die Präsidentschaft zurückerobert hatte, schrieb Herr Flurry:
So dramatisch die erfüllte Prophezeiung in Amerika ist, so sehr müssen wir auch auf die Ereignisse in Deutschland achten. Die Zukunft dieser Nation ist schwach, wenn sich nicht etwas ändert. Aber die biblische Prophezeiung warnt uns, dass Deutschland im Begriff ist, die Welt zu schockieren mit seiner Macht. Um dies zu erreichen, braucht sie eine starke Führungspersönlichkeit – und daran mangelt es im Moment gewaltig.
Dann fragte er: „Könnte der Zustand der Schwäche Deutschlands in Verbindung mit Guttenbergs Hass auf den ,blonden Bully‘ im Weißen Haus ihn dazu veranlassen, in die Politik zurückzukehren?“
Wir kennen zwar noch nicht alle Antworten, aber Guttenberg ist sicherlich bereit, dieses höchste Amt in der europäischen Politik zu übernehmen. Er ist ein scharfer Kritiker sowohl von Putin als auch von Trump – und wir sehen ihn derzeit als den Einzigen in Europa, der diese beiden Führer auf Augenhöhe treffen kann. Wer auch immer dieser prophezeite Anführer ist, sobald er sein Amt antritt, können wir sicher sein, dass sich die Ereignisse auf einen prophezeiten Höhepunkt zubewegen werden, wie in „Nach Trumps Sieg, beobachten Sie Deutschland“ erklärt wird.
