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Guttenberg attackiert U.S. Technologieunternehmen

Der frühere deutsche Wirtschafts-und Verteidigungsminister äußert sein Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten und China.

Etwa 800 führende Vertreter aus Marketing, Medien und Agenturen trafen sich am 22. und 23. Januar in Frankfurt in Deutschland auf dem Deutschen Medienkongress, der unter dem Thema „Wandel – aber wohin?“ stand. Die allererste Rede hielt Karl-Theodor zu Guttenberg, der frühere deutsche Wirtschafts-und Verteidigungsminister und Gründer und Vorstandsvorsitzender von Spitzberg Partners. Sein Grundsatzreferat trug den Titel „Weltordnung im Wandel“ (Übersetzung durchweg von der Posaune ).

Guttenberg nutzte einen Großteil seiner Rede dazu, US –Technologieunternehmen wie Amazon, Facebook und Google zu kritisieren. Aber in Wirklichkeit kritisierte er die deutsche Regierung, weil sie nichts gegen diese Unternehmen unternimmt.

Er sagte, die Zukunft würde von denjenigen Ländern gestaltet, denen es gelingt, den technologischen Fortschritt mit dem richtigen politischen System zu verbinden. Guttenberg zufolge kann man die Zukunft der Welt weder den Vereinigten Staaten noch dem kommunistischen China überlassen. Er forderte Europa auf, gegen China Stellung zu beziehen und Amerikas Rolle bei der Umgestaltung der Weltordnung zu übernehmen. Damit das geschehen kann, müsste Europa einige drastische Veränderungen erfahren.

Guttenbergs Kritik: „Von der demokratischen Regierung zur Google-Herrschaft“

Guttenberg warnte, man dürfe nicht über die Macht hinwegsehen, die die US-Technologieunternehmen bereits überall in der Welt besitzen. Die Zahlen sind gigantisch. „Facebook hat 2,3 Milliarden Nutzer“, sagte Guttenberg, „und das trotz des ganzen ‚Mülls‘, den es produziert.“

„Alphabet [Googles Muttergesellschaft] machte 2017 Gewinne von 110 bis 112 Millionen US Dollar“, fuhr Guttenberg fort. „Das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt der Ukraine, Marokkos oder Ecuadors. ... Heutzutage bestimmt Google durch seine Werbung – oder dadurch, wo man mit der Suchmaschine landet – den Wert einer Firma, weltweit – überall auf der Welt!“

Sowohl an den innerstaatlichen, als auch an den geopolitischen Fronten haben diese Unternehmen so viel Einfluss gewonnen, wie ihn früher nur Regierungen hatten. Guttenberg nannte diese Entwicklung „von der Regierung zur Google-Herrschaft“.

Die Vereinigten Staaten haben ihren Technologieunternehmen praktisch alles erlaubt – mit dem Ergebnis eines spektakulären Machtwechsels von den Politikern zu den High- Tech-Großunternehmen. Guttenberg bezeichnete die Macht dieser Unternehmen (wie Facebook, Google und Amazon) als eine Bedrohung für die freie demokratische Weltordnung.

Er sagte, die Reaktionen der amerikanischen und europäischen Regierungen seien häufig von Ignoranz, Panik oder verspäteten, wenig kreativen Aktionen geprägt gewesen. Guttenberg stellte dann die Frage, ob die Regierung nicht mehr tun könnte als nur zu versuchen, diese Firmen zu reglementieren oder zu zerstören. Er warnte davor, dass ein einzelnes Land das „über alle Grenzen reichende“ Internet gar nicht kontrollieren könne, aber Europa habe gegenwärtig nicht viel mehr zu bieten.

Während Europa es nicht schafft, den technologischen Fortschritt zu gestalten, hat eine andere Großmacht ihren großen Auftritt.

Überlassen Sie es nicht den Chinesen!

China hat einen ganz anderen Ansatz als die Vereinigten Staaten bei der Finanzierung und der zunehmenden Nationalisierung seines boomenden Technologiesektors gewählt. Das hat dafür gesorgt, dass die chinesischen Firmen auf nie gewesene Weise aufgeblüht sind und in einigen Fällen sogar ihre Konkurrenten in den USA überflügelt haben. „Wenn man heutzutage jemanden in Deutschland sagen hört, dass er dringend mal nach Silicon Valley gehen müsste oder dass er seine Mitarbeiter nach Silicon Valley schicken müsste, dann kann ich nur sagen: ‚Schicken Sie Ihre Mitarbeiter zuerst nach Shenzhen und nachher nach Silicon Valley. Dann bekommen Sie eine Vorstellung davon, wie diese Machtverschiebung zustande gekommen ist.‘ Diese politischen Machtverschiebungen reichen weit in den geopolitischen Bereich“, sagte Guttenberg.

Chinas Technologieunternehmen haben nicht so viel Macht wie ihre amerikanischen Pendants, aber sie statten ihre Regierung mit einer enormen autoritären Macht über die 1,4 Milliarden Bewohner des Landes aus. Und China nutzt diese Macht auch, um geopolitische Fortschritte zu machen.

China ist in Afrika schon vorherrschend und es ist selbst in Europa stark auf dem Vormarsch. Anstatt sich auf amerikanische oder europäische Technologien zu verlassen, vertrauen nun einige EU Mitgliedsländer schon auf China, um ihre technologische Entwicklung voranzubringen. Aber diese geopolitischen Fortschritte, so warnte Guttenberg, sind weder demokratischer Natur, noch tragen sie irgendetwas zur freien demokratischen Ordnung bei.

Guttenberg macht die deutsche Regierung wegen ihrer Untätigkeit und ihrer China-freundlichen Politik dafür verantwortlich und fordert die Schaffung einer mächtigen europäischen Supermacht, um die sich abzeichnende neue globale Weltordnung mitzugestalten. Wenn man Amerikas Macht und Chinas kometenartigem Aufstieg bedenkt, scheinen Guttenbergs Forderungen ein frommer Wunsch zu sein. Was er fordert, ist jedoch genau, was gemäß den Prophezeiungen der Bibel geschehen wird.

Der Aufbau einer europäischen Supermacht

Guttenberg glaubt, dass zwei Faktoren zu Chinas Aufstieg geführt haben: die technologische Entwicklung zusammen mit seinem politischen System. „Als Folge davon erleben wir jetzt ein Machtpotenzial, dass wir vor nur wenigen Jahren nie erwartet hätten“, sagte er.

„Ich glaube, dass sich gerade etwas entwickelt“, sagte er. „Auch wenn ich Europa mit Sorge betrachte – der Mangel an Dynamik und das Personal ohne jede Begeisterung – so haben wir doch immer noch die Chance, eine Position auf der Weltbühne einzunehmen und gewissermaßen erheblich von dem Antagonismus zu profitieren, der sich zwischen China und den Vereinigten Staaten entwickelt. Damit das aber passieren kann, brauchen wir ganz andere Debatten.“ Er bat die Repräsentanten der Medien unter den Zuhörern dringend, ihren Teil dazu beizutragen:

Man kann das nicht den Politkern überlassen – Sie müssen das auf Ihren Plattformen und in Ihren Veröffentlichungen diskutieren. Ich glaube, das könnte uns hin und wieder ganz nützlich sein. So würden wir unseren Teil zur Umgestaltung beitragen und könnten sagen, dass wir uns von Systemen nicht aufhalten lassen.

Guttenberg ist über Deutschlands Mangel an Führung verärgert. Es ärgert ihn, dass EU- Visionäre wie der französische Präsident Emmanuel Macron nicht mehr Unterstützung finden. Es regt ihn auf, dass diese Fortschritte von einem politischen System voller Einschränkungen behindert werden.

Aber mehr noch als nur das Versagen der Regierung zu kritisieren, bittet Guttenberg Deutschlands Medien nun dringend, eine Revolte gegen das System zu unterstützen, dem er früher selbst diente. Er glaubt, das gesamte System müsse drastisch verändert werden, bevor Europa Fortschritte machen kann. Nur wenn dieses System geändert wird, wird Europa zu beispielloser Macht aufsteigen können.

Durch seine Hinweise auf China verdeutlichte Guttenberg das Machtpotential, das solche Entwicklungen in Europa mit sich bringen könnten. Die Kursänderung des Landes unter Präsident Xi Jinping hat China auf dramatische Weise mehr geopolitischen Einfluss verschafft. Wer bei den technologischen Fortschritten die Oberhand gewinnt, wird auch geopolitisch die führende Rolle spielen. Guttenberg erklärte:

Die traditionelle Vorstellung von Macht ist immer noch die militärische Macht. Aber die militärischen Errungenschaften der Zukunft werden sich ebenfalls in diesem technologischen Rahmen bewegen. Diejenigen, die die künstliche Intelligenz, große Datenanalysen und Hochleistungsrechner kombinieren können, werden auch hier im Vorteil sein. China führt jetzt schon vor den USA das Rennen an. Hier erleben wir etwas, das einem das Fürchten lehren kann.

Dann forderte er Europa auf, mit der China-freundlichen Politik aufzuhören und mit den Chinesen gleichgestellt zu verhandeln. Europa könnte das Rennen immer noch gewinnen und die Führungsrolle bei diesen Entwicklungen übernehmen, indem es von dem jüngsten Konflikt der USA mit China profitiert und in seine eigene Industrie investiert. Ein so erworbener technologischer Vorsprung könnte dann dazu führen, dass Europa sich in eine militärische Supermacht verwandeln würde.

Unser Leitartikel der Aprilausgabe 2019 der Posaune „Eine Supermacht schaffen“ zeigt, dass Europa unter der Führung Deutschlands das Zeug zu einer Supermacht hätte, aber es fehlt ihm ein vertrauenserweckender Anführer. Guttenberg weiß, wozu Europa fähig wäre und er glaubt, er wäre in der Lage, sein enormes Führungsvakuum auszufüllen.

China hat eigentlich nicht annähernd dasselbe Potential wie Europa, aber unter der Führung von Xi konnte es die Welt sowohl wirtschaftlich und technologisch als auch militärisch überraschen. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn Europa eine ähnliche Verwandlung durchmachen würde. Vielleicht kann es ja einen Mittelweg zwischen den politischen Systemen der USA und Chinas finden.

Die Posaune und ihr Vorgänger, die Plain Truth haben jahrzehntelang prophezeit, dass in Europas Kernland eine starke, vereinigte Macht aufsteigen würde. Der Chefredakteur von Plain Truth Herbert W. Armstrong warnte 50 Jahre lang davor, dass zehn Länder in Europa aufsteigen würden und sich zu einem modernen Heiligen Römischen Reich vereinigen würden. Dieser Länder werden sich unter einer Regierung mit einer einzigen militärischen Streitmacht vereinigen. Sie werden zu einer Supermacht werden – „mächtiger als die Sowjetunion oder die Vereinigten Staaten!“

Heute bittet Guttenberg die deutschen Medien, den Deutschen bewusst zu machen, dass das politische System Europas geändert werden muss. Daniel 8 prophezeit, dass diese drastische politische Veränderung drohend näher rückt. Wir bei der Posaune glauben, dass Guttenberg der Mann sein wird, der diesen Wandel inszenieren wird. „Und in der letzten Zeit ihrer Königsherrschaft, wenn die, die Unrecht tun, das Maß vollgemacht haben, wird ein König auftreten mit hartem Angesicht und erfahren im Betrügen. Und seine Macht ist gewaltig, doch nicht aus eigener Kraft, und in unglaublichem Ausmaß wird er Vernichtung bringen, und er wird Erfolg haben, wenn er etwas unternimmt, und Gewaltige und ein Volk von Heiligen wird er vernichten“ (Daniel 8, 23-24, Zürcher Bibel).

Europa wartet heute auf einen starken Anführer, der den Kontinent in eine wirtschaftliche und militärische Großmacht verwandelt. Guttenbergs Angriff auf die großen amerikanischen Technologiefirmen ist ein Teil der geopolitischen Machtverschiebung zu Gunsten Europas. Die Bibel enthüllt, dass ein kommender starker Mann Europa zu enormer Macht verhelfen wird. Daniel 2, 44 offenbart, dass diese europäische Supermacht das letzte weltbeherrschende Imperium sein wird, bevor Jesus Christus auf die Erde zurückkehrt.

Bestellen Sie ein kostenloses Exemplar von Ein starker deutscher Anführer steht unmittelbar bevor vom Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry. In seiner Broschüre erklärt Herr Flurry die Prophezeiungen, die den Aufstieg dieses starken Mannes voraussagen und wie sein Aufstieg zu den wundervollsten Neuigkeiten führen wird, die diese Welt je vernommen hat. 

Lead Jpg