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Grenzvereinbarung

Die Posaune

Grenzvereinbarung

Die Grenze des Gazastreifens mit Ägypten muss überwacht werden. Israel ist unter Druck gesetzt worden, diese Aufgabe der EU zu übergeben. Was werden die Konsequenzen sein?

Israels Entschluss, den Gaza-streifen im letzten Jahr zu räumen, brachte den jüdischen Staat in eine gefährliche Lage.

Trotz tiefer Besorgnis der Israelis übernahmen die Palästinenser am 25. November 2005 zum ersten Mal in ihrer Geschichte, die Kontrolle einer ihrer Grenzen – den Rafah Übergang, der Gaza und Ägypten verbindet. Israels Widerwillen, die Zuständigkeit über diesen kritischen Landzugang aufzugeben, war eine einfache Angelegenheit von Selbstverteidigung: Sogar als Israel ihn kontrollierte, hatte Rafah eine Geschichte von Waffenschmuggel, Rüstungshandel und Terroristenschmuggel. Folglich schloss es den Übergang zur Gänze, und zwar nur einige Tage bevor Israel seinen Rückzug vom Gaza Streifen beendete.

Aber die Angelegenheit musste immer noch gelöst werden. Schließlich hatten die Gaza-Palästinenser keinen direkten Zugang zur Außenwelt, ohne durch Israel zu gehen. Ihre eigene Grenze zu kontrollieren, bedeutete einen wichtigen Meilenstein für die palästinensische Eigenstaatlichkeit. Aber die Juden, besonders ihre Verteidigungskräfte wussten, es würde selbstmörderisch sein, Rafah ganz und gar zu verlassen. Schon in der Zeit seit dem Abzug ist der Gazastreifen sichtlich unter den zunehmenden Einfluss der Hamas und Al Kaida gefallen. Der israelische Präsident Moshe Katsav erklärte, dass wegen der Evakuierung „mehr hochentwickelte Waffen und Terrorgruppen eingesickert sind, zusätzlich haben sich einige Al Kaida Zellen formiert“ (Associated Press, 15. Nov. 2005).

Es scheint, was Israels Besorgnis letztendlich besänftigte, war der Einstieg einer dritten Partei – eine, die sie anscheinend als vertrauenswürdig und gerecht betrachtete: Die Europäische Union.

Israels Premierminister Ariel Sharon hoffte unverhohlen, dass die Europäer die Autorität über den Grenzübergang beibehalten würden. Mit den Worten von EUBusiness: Sharon wollte, „dass die europäischen Bevollmächtigten ‚wirkliche Macht’ haben und nicht auf einen Beobachterstatus beschränkt sein sollten “ (1. Nov. 2005; durchaus meine Betonung). Der israelische Außenminister Silvan Shalom stimmte zu: „Unser Ziel für die Europäer ist, auf diesem Gebiet Durchsetzungsfähigkeit zu haben, und nicht nur eine symbolische Präsenz“ (EU-Observer, 2. Nov. 2005).

Mit diesem Ziel im Sinn akzeptierte Sharon die Hilfe von Außenministerin Condoleezza Rice, einen Kompromiss zwischen den Parteien zu erwirken. Rice verschob eine Reise nach Asien und arbeitete hart für eine Übereinstimmung. Und am 15. Nov. – wie es so viele Male der Fall durch den bisher völlig gescheiterten Friedenprozess gewesen ist – wurde die zerfallende Plattform des Kompromisses über die israelisch-palästinensische politische Trennung gelegt.

Diese Plattform involviert drei Mitwirkende: Israel, die Palästinenser und Europa. Sie gewährt den Palästinensern Kontrolle über die Rafah Grenze unter europäischer Aufsicht. Europa schickt 70 Beobachter an die Grenze zwischen Gaza und Ägypten, die von einem italienischen Generalmajor geführt werden.

Dieser Kompromiss markiert einen wichtigen Wendepunkt sowohl für Israel als auch Europa.

Die Aufforderung von Israel, diesen strategischen Grenzübergang zu überwachen, bedeutet, dass nach mehr als 10jährigen Bemühungen mit Amerika, die Kontrolle über den Friedensprozess zu gewinnen, die EU einen Schritt näher ist, ihre Vision für den Nahen Osten zu realisieren.

Ein Misserfolg im Entstehen

Für Israel bedeutet die Freigabe der Kontrolle über diesen strategischen Grenzübergang eine Vertiefung der Wunde, die durch den Rückzug vom Gazastreifen hervorgerufen wurde und tödliche Folgen für seine Souveränität mit sich bringen könnte.

Bedenken Sie die Tatsache, dass Israel Europas Hilfe sucht, um seine eigene Sicherheit zu garantieren. Dieses historische Abkommen stellt die bedeutsamste Rolle dar, die Europa bis heute im israelisch-palästinensischen Konflikt angenommen hat und ist sicherlich ein Präzedenzfall für eine schrumpfende amerikanische Rolle und eine zunehmende, starke, europäische Präsenz im Nahen Osten. Angesichts der Bibelprophezeiung ist dies eine außergewöhnliche Entwicklung, wie wir gleich sehen werden.

Bedenken Sie auch die Bedeutung von EU-Beobachtern und Polizeiexperten, denen trotz Sharons Wünschen „wirkliche Macht“ und „Durchsetzungsfähigkeit“ verweigert werden. Unter den Bedingungen des Abkommens müssen die Palästinenser den ihnen bekannten Terroristen den Zutritt verweigern. Aber das Beste, was Israel bei der bestehenden Situation ohne fremde Truppen am Grenzübergang tun kann, ist, die Grenzaktivitäten durch Fernsehüberwachungsanlagen zu beobachten; Israel hat keine Autorität, irgendeinem Palästinenser den Übergang zu verwehren. Obwohl die Europäer Wache halten, haben die Palästinenser das letzte Wort, wer nach Gaza hineinkommt.

Israels Sicherheitseinrichtungen, einschließlich des Militärs, der Geheimdienste und Polizei, erklären das Offensichtliche, indem sie behaupten, dass diese Situation Israels Sicherheit unterminiert. Ein Bericht vom 2. Dez. zeigt, dass die Palästinenser unter Verletzung der Vereinbarung seither bekannte Terroristen durch den Rafah Kontrollpunkt gelassen haben – einschließlich eines Gründers der Hamas, der eine Auftragsposition auf der Liste der Meistgesuchten einnimmt.

Die reine Wahrheit ist, dass zahnlose europäische Beobachter diese Sicherheitsgarantie, die Israel braucht, nicht bieten werden. Die Nutzlosigkeit der Kompromissvereinbarung wird schnell offenkundig werden. Strengere Maßnahmen werden notwendig sein – und ziemlich bald.

Leser der Posaune sollten erwarten, dass Europas Rolle immer mehr zunimmt.

Falsche Friedenstifter

Europäische Pläne für den Nahen Osten sind nicht geheim. Jahrelang haben Europa und der Vatikan versucht, Amerikas Einfluss auf Israel einzuschränken und ihr eigenes Ansehen bei den Palästinensern durch Kapitalaufstockung und Geheimpolitik zu stärken. Ihre Bemühungen haben viele Formen angenommen: Von der in 1993 abgeschlossen Abmachung zwischen Papst Johannes Paul II. und Shimon Peres, die dem Vatikan Souveränität über Jerusalems Altstadt anbot, dann die Übereinstimmung zwischen dem Papst und Yasser Arafat, die die Beziehungen zwischen der palästinensischen Autorität und der Römisch Katholischen Kirche regelte – bis hin zu Europa, das sich Einfluss verschafft durch Spenden und Aufforderungen, zwischen Israel und den Palästinensern zu vermitteln, während sich über Amerika Zerrüttungen auftürmen.

Doch wie die Trumpet in einem Artikel vom August 2001 darauf hinwies, sind Europa und der Vatikan nicht daran interessiert, Frieden zu schließen. In der Tat, sie sind falsche Friedenstifter. Ihr Ziel ist, den Nahen Osten zu kontrollieren. Diese Einladung von Israel spielt in ihre Hände.

Die Bibel spricht von einer unmittelbar vor uns liegenden Zeit, wenn Jerusalem von Armeen umzingelt sein wird. Dieses Ereignis ist eines der Hauptzeichen seiner nahe bevorstehenden Rückkehr, das Jesus Christus seinen Jüngern gab (Lukas 21,20,31).

In der Tat, was Christus vorausgesagt hat, war ein großer, entsetzlicher Verrat.

In dem biblischen Bericht deutet nichts darauf hin, dass die europäischen Armeen das Heilige Land mit Gewalt betreten. Der Chefredakteur der Trumpet hat schon lange angedeutet, dass sie auf die Einladung der Juden, die an diesem Punkt verzweifelt nach Hilfe suchen, einziehen werden.

Dieses Konglomerat von Nationen, angeführt von Deutschland, wird die kleine Nation Israel hintergehen und sie unter Aufbietung ihres gewaltigen Militärs angreifen. Der Angriff wird eine Überraschung sein (Verse 21-23).

Diese neue Übereinstimmung zwischen Europa, Israel und den Palästinensern signalisiert, dass wir auf den Abgrund einer prophezeiten globalen Änderung näher zurasen – eine Änderung, die das Leben von uns allen zutiefst beeinflussen wird. Prüfen Sie es selbst mittels der Broschüren The Rising Beast und The King of the South und gewinnen Sie die Erkenntnis darüber, was Ihnen und der ganzen Welt in nur wenigen kurzen Jahren bevorsteht. 

JERUSALEM IN DER PROPHEZEIUNG

Jerusalem bedeutet "Stadt des Friedens", und trotzdem ist die Geschichte dieser Stadt durchströmt von Blut! Keine andere Stadt hat so gelitten wie Jerusalem. Sie kennt bis heute so gut wie keinen Frieden. Aber es gibt sehr gute Nachrichten. Gott hat Jerusalem dazu bestimmt, eine Stadt des Friedens zu sein - und er wird sicherstellen, dass sie das eines Tages sein wird. Das wird sogar die Stadt sein, von der aus Gottes Familie das ganze Universum regieren wird!