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Samuel Kubani/AFP/Getty Images

Freuen Sie sich auf Papst TV

Der Papst hasst die Medien – und setzt sie dennoch mit Macht ein um die Massen zu bewegen.

Tag und Nacht schreien die Nachrichtenmedien Schlagzeilen über den sich verbreitenden Einfluss des Panislamismus. Tag und Nacht wird die Öffentlichkeit mit der Idee indoktriniert, dass die Verbreitung der islamischen Religion in ihren verschiedenartigen Formen und Fraktionen, besonders in ihrer bizarrsten Form des Extremismus, im Begriff ist, die westliche Zivilisation zu überholen.

Die Medien sind im Irrtum.

Während so viele am Aufstieg des Islamismus fixiert sind, gewinnt eine andere einflussreiche Religion rapide an Boden hinsichtlich ihrer Anziehungskraft insbesondere auf die Jugend, und, was beunruhigender ist, hinsichtlich ihres politischen Einflusses.

Die schlichte Tatsache, deren sich die westlichen Medien klar werden müssen, ist, dass die Säkularität bald Vergangenheit sein wird. Der Liberalsozialismus, der sich aus einer Kombination von gottlosem deutschen Rationalismus, dem Kind der Periode des 18. Jahrhunderts, die von Historikern als die Erleuchtung bezeichnet wird, und dessen Klon, dem gottlosen Kommunismus, herauskristallisiert hat und bis dahin der Mentor unserer Campus-Intelligenz war, ist auf dem absteigenden Ast. Die Religion einer älteren, traditionellen Form, kommt mehr und mehr wieder in Mode.

Die mit den Armen winkende, mit den Füßen stampfende, bestürzend überdrehte Gefühlsbetontheit von so Vielen in der evangelischen Protestantenbewegung, die eine Generation in Angloamerika gefangen hielt und versuchte, die geistige Lücke zu füllen, die von drei Jahrzehnten aus Experimenten in der Sozialtechnik während der 1960er bis in die 1980er Jahre entstanden ist, hatte ihre Tage gehabt. Auf der anderen Seite des Atlantiks wächst eine gewaltige Macht heran, die drauf und dran ist jegliche religiöse Konkurrenz bedeutungslos zu machen. Diese Macht ist zentralisiert um eine hoch intelligente und redebegabte Persönlichkeit mit zunehmend politischer Bedeutung. Sie hat einen gemeinschaftlichen Haushaltsplan und Wirtschaftsgüter, die sie zur reichsten Institution der Welt machen. Sie hat größeren Einfluss auf die Medien, als irgendeiner ihrer Konkurrenten. Es ist die Mutter aller christlichen Religionen.

Unser Nachrichtenbüro registrierte im März eine Rekordzahl an eingehenden Meldungen über aktuelle Ereignisse, die den Vatikan betreffen. Ebenso im März kommentierte Papst Benedikt XVI. öffentlich die Macht der Massenmedien, die Massen bewegen. Die öffentliche Aufmerksamkeit und die Massenkommunikation sind für den Vatikan so wichtig, dass er eigens eine Spezialabteilung für deren effiziente Nutzung eingerichtet hat, den Päpstlichen Rat für Soziale Kommunikationsmittel.

„In einer Rede zum Thema der diesjährigen Plenarversammlung für den Päpstlichen Rat für Soziale Kommunikationsmittel – die Rolle der Medien in der Ausbildung junger Menschen – sagte der Papst, dass die Medien eine schwerwiegende Verantwortung für die Denkweise haben, die sie unter den jungen Leuten fördern. Die korrekte Erziehung von Kindern, sagte er, kann von den Massenmedien ‚nur in dem Maße bereichert werden, inwieweit sie die grundlegende Würde, den wahren Wert von Ehe- und Familienleben und die positiven Errungenschaften und Ziele der Menschheit unterstützen‘“ (CW News.com., 9. März).

Nachdem Papst Benedikt XVI. den mächtigen Einfluss der Nazi-Propaganda während seiner Tage als Mitglied der Hitlerjugend miterlebt hat, ist ihm die gedankenbeeinflussende und nachhaltige Kommunikations-Psychologie bestens bekannt. Unter Johannes Paul II. und jetzt unter Benedikt XVI. kamen hunderttausende von jungen Menschen zu den alljährlichen römisch-katholischen Jugend-Festivals. Der Papst weiß, dass hierin die Zukunft der Bemühungen der Kirche liegt, die Gesinnung der heranwachsenden Generation zu fesseln und festzuhalten – und die Zukunft des römischen Katholizismus.

Während seiner Freitagsaudienz konstatierte der Papst die wichtigen Veränderungen in der Medienindustrie, einschließlich der zunehmenden Bedeutung der elektronischen Medien und der schwindenden Bedeutung der Druckerpresse. Er verwies mit Besorgnis auf die Konzentration des Medienbesitzes und das Überhandnehmen des Internets, welches ‚eine Welt des Wissens und des Lernens eröffnete, die für viele, wenn überhaupt, zuvor nur mit Schwierigkeiten erreichbar war‘“ (ibid.).

Ungeachtet des allabendlichen Eindrucks, dass Nachrichten mit islamischer religiöser Inbrunst die Massenmedien im Westen bestimmen, zeigen die Zahlen eine unterschiedliche Geschichte. Der Vatikan gewinnt den religiösen Medienkrieg spielend leicht! Von der Zeit des rekordbrechenden Publikums, das im Fernsehen mitverfolgte, wie Kardinal Josef Ratzinger die Beisetzung von Johannes Paul II. zelebrierte, bis zur massiven Medienberichterstattung über seine Einsetzung als Papst Benedikt XVI., wurde die kleine und schlanke Gestalt des bayerischen Papstes zur meist bekannten Persönlichkeit in aller Welt. Benedikt XVI. erfreute sich einer Publikumszahl während 2006, die alle jährlichen Publikumszahlen jedes einzelnen Papstes vor ihm übertraf und die irgendeines anderen religiösen Führers in der Geschichte bei weitem in den Schatten stellte.

Was die Dominanz des Vatikans über die Massenmedien so interessant macht, ist, wohin das alles führen wird.

Die Medienoffensive des Vatikans

Papst Benedikt XVI. ergreift sehr schnell die Initiative auf der anderen Seite des Atlantiks in dem entschlossenen Bemühen, zu gewährleisten, dass dem säkularen, materialistischen Liberalismus, der den moralischen Charakter der angloamerikanischen Gesellschaft zerstört, in Europa Einhalt geboten wird.

Benedikt kann klar erkennen, dass die Macht der britischen und amerikanischen Völker rapide abnimmt. Er sieht deren zunehmenden Mangel an politischem Willen. Er erlebt die Heuchelei ihrer Schein-Religiosität. Er erkennt, wie ihre Jugend ohne Richtung ist, ihre Denkweise in zunehmendem Maß pervertiert und ausgenutzt wird durch eine Vielzahl von Kräften, die sowohl den Charakter als auch das Herz zerstören. Und er sieht die Macht der primären Kraft, die ihr Bewusstsein verändert: Die Macht der Massenmedien durch Musik, Filme, Video, webbasierende und telephonische Quellen, die ihnen so leicht zur Verfügung stehen.

Benedikt, der die schlecht machende Wirkung des von den Medien inszenierten Angriffs auf die Moral der westlichen Gesellschaft, insbesondere auf die Jugend, miterlebt, hat die Herausforderung angenommen, die üble Flut von seinem europäischen Kirchensprengel zurückzuhalten. Selbst bevor er die Krone übernahm, wetterte Benedikt, damals noch Kardinal Joseph Ratzinger, gegen das Kind der angloamerikanischen Subkultur, das solch starke Ausirkung auf die westliche Jugend hatte.

In seinem im Jahr 2000 veröffentlichtem Buch, Der Geist der Liturgie, erklärte er: „‚Rock‘ (Musik) … ist demgegenüber Ausdruck elementarer Leidenschaften, die in den Rockfestivals kultischen Charakter angenommen haben, den Charakter eines Gegenkults zum christlichen Kult allerdings, der den Menschen im Erlebnis der Masse und der Erschütterung durch Rythmus,Lärm und Lichteffekte sozusagen von sich selbst befreit, in der Ekstase des Zerreißens seiner Grenzen den Teilhaber aber sozusagen in der Urgewalt des Alls versinken lässt.“

Zwei Jahre später sagte Ratzinger in einer Betrachtung des geistlichen und moralischen Zustandes der westlichen Gesellschaft in ihrer Gesamtheit: „Es ist wahr, dass die moslemische Welt nicht völig falsch ist, wenn sie der christlichen Welt den Vorwurf macht, moralisch dekadent zu sein und das menschliche Leben zu manipulieren.“ (Zenith, 3. März 2003).

Dann, kurz bevor er den päpstlichen Thron bestieg, schrieb Ratzinger in einem Kommentar über die geistliche Herausforderung des Vatikans in Hinblick auf die Europäische Union: „Europa scheint in dieser Stunde seines äußersten Erfolgs von innen her leer geworden, gleichsam von einer lebensbedrohenden Kreislaufkrise gelähmt, sozusagen auf Transplantate angewiesen, die dann aber doch seine Identität aufheben müssen“ (Values in a Time of Upheavles, 2005).

Während einer Messe im Jahre 2005, einen Monat bevor er Papst wurde, klagte Ratzinger in einer Feststellung über die schwindende Moral in der katholischen Kirche selbst – das Resultat der Auswirkung der „Befreiungstheologie“: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum Ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit?“

Im selben Jahr, während eines Interviews mit einem deutschen Journalisten, erklärte Ratzinger offiziell den Krieg gegen die Säkularität, die er als das Grundursache für die Übel einer menschlichen, im moralischen Verfall befindlichen Gesellschaft sieht: „Es gibt tatsächlich eine ideologische Aggressivität, die Anlass zur Besorgnis gibt. … Der Laizismus (Säkularität) ist nicht mehr jenes Element der Neutralität, das Räume der Freiheit für alle öffnet. Er beginnt nun, sich in eine Ideologie zu verwandeln, die sich mit Hilfe der Politik in den öffentlichen Raum drängt und keinen Raum mehr für die christliche und katholische Vision übrig lassen will – um sie auf diese Weise in eine rein private und im Grunde also verstümmelte Angelegenheit zu verwandeln. In diesem Sinn hat wahrhaftig ein Kampf begonnen und wir müssen diese religiöse Freiheit gegen die Anmaßung einer Ideologie verteidigen, die so tut, als wäre sie eine einzige Stimme der Vernunft – obwohl sie doch nur ein Ausdruck ‚eines gewissen‘ Rationalismus ist. … Eine Gesellschaft, wo Gott absolut abwesend ist, zerstört sich selbst. Das haben wir in den großen totalitären Experimenten des letzten Jahrhunderts gesehen“ (Die Welt, 20. April 2005)

Bezüglich der Tatsache, dass Benedikt sich dem Kampf stellt, kann kein Zweifel sein. Er bewies dies durch sein hartnäckiges Aussondern der Befreiungstheologen während seiner Amtszeit als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (das altertümliche Amt der Inquisition, jetzt mit seinem gesäuberten, politisch korrekten Namen), unter dem Papsttum von Johannes Paul II. Jetzt hat er angekündigt, dass er frontal auf die Massenmedien-Industrie zugehen wird in dem Bestreben nach einer weltweiten moralischen Überlegenheit!

Mit der vor kurzem an die Massenmedien ergangenen eindeutigen Herausforderung von Papst Benedikt, ihr größtenteils zerstörendes System – das grundlegende Familienwerte zerstört und alles, was er als maßgeblich für ein gutes „christliches und katholisches Konzept“ der Gesellschaft erachtet, zu ändern – verkündete der Vatikan am 12. März, dass er im Medienkrieg die Offensive ergreifen wird. Der Papst ist im Begriff, ein weltweites Fernseh-Publikum aufzubauen, um dieses dem schnell wachsenden, webbasierten globalen Publikum, das gegenwärtig von dem gut gestalteten Online-Portal des Vatikans begeistert ist, hinzuzufügen. Der Vatikan steht kurz davor, nicht nur seine eigene Fernsehstation, sondern ein globales Fernseh-Netzwerk ins Leben zu rufen. Mit dem Sendezeichen H20 wird das Fernseh-Netzwerk bis Ende des Jahres auf Sendung gehen und eine Mischung aus Nachrichten und origineller Unterhaltung in sieben Sprachen bringen.

Das Timing könnte nicht besser gewählt sein. Vor kurzem veröffentlichte Daten zeigen, dass „christliche“ sanfte Rock-Musik sich besser verkauft als alle anderen Formen der Rock-Musik zusammen. Nicht nur das, Hollywood ist eifrig bemüht, eine Fülle von Filmen über pseudoreligiöse Themen zu produzieren. Dass ein Großteil des Inhalts dieser Filme nur sehr wenig Ähnlichkeit mit der Unfehlbarkeit der biblischen Schriften aufweist, stört die Hollywood Regisseure sehr wenig. Was zählt ist, dass sie entdeckt haben, dass die Religion als eine Form der Unterhaltung wieder aktuell ist. Religion verkauft sich, ganz gleich ob sie die Wahrheit darstellt oder nicht. Eigentlich besser wenn sie das nicht tut – wie der Film Sakrileg. Es ist der Nettoprofit in der Tageskasse der am Ende zählt!

So! Genau zu diesem Zeitpunkt wo die Massen nach Religion schreien, zumindest in der Form von Unterhaltung, ist Benedikt XVI. im Begriff, mit der vatikanischen Spezialität der religiösen Unterhaltung mittels seines eigenen globalen Fernseh-Netzwerkes an die Welt zu gehen.

Sie können sich darauf verlassen oder auch nicht, der Tag wird bald anbrechen, wenn dieses Netzwerk Darbietungen von einer Art ausstrahlen wird, die die Öffentlichkeit absolut faszinieren wird! In Zukunft wird der Vatikan religiöse Unterhaltungssendungen produzieren, die Hollywood Kassenschlager über religiöse Themen im Vergleich eher wie Walt Disney Zeichentrickfilme erscheinen lassen wird. Die Visionen, die übers Fernsehgerät vom Vatikan-vernetzten TV ausgestrahlt werden, werden mit ihrer phantastischen, sinnbetörenden Bildersprache ihr weltweites Publikum buchstäblich hypnotisieren.

Sie können es glauben oder auch nicht, die Bibelprophezeiung erklärt, dass es so sein wird!

Lesen Sie doch Offenbarung 13,13 in Ihrer eigenen Bibel. In Zukunft, wenn Sie dieses Ereignis einer weltweiten Übertragung mittels vernetztem Fernsehen miterleben, dann denken Sie daran, wo Sie gelesen haben, dass es eines Tages Realität werden würde. Es könnte bedeuten, dass Sie durch dieses Erinnern etwas Positives tun, etwas, das angesichts der bevorstehenden Konsequenzen dieser alarmierenden Ereignisse Ihr Leben verändert! 

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