Ihr kostenloser Newsletter

Französische Zeitung enthüllt: Irans gescheiterter Putschversuch

GETTY IMAGES, REBEKAH GODDARD/die posaune

Französische Zeitung enthüllt: Irans gescheiterter Putschversuch

Der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei sah sich im vergangenen Monat einem Putschversuch des ehemaligen Präsidenten Hassan Rouhani gegenüber, kurz bevor Khamenei gegen iranische Demonstranten vorging und Zehntausende tötete, so ein Bericht der französischen Tageszeitung Le Figaro vom Sonntag.

• Rouhani hatte Berichten zufolge die Unterstützung von Mohammed Javad Zarif, seinem ehemaligen Außenminister und Mentor des derzeitigen Präsidenten Masoud Pezeshkian, sowie von Personen, die dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden nahe stehen. (Pezeshkian selbst war offenbar nicht involviert.)

• Der Coup scheiterte offenbar, als Rouhani Ali Laridschani, den Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, nicht überzeugen konnte, mitzumachen.

• Nach den Ereignissen im Januar wurden sowohl Rouhani als auch Zarif Berichten zufolge unter Hausarrest gestellt.

Die New York Times berichtet, dass Khamenei seither Laridschani einen Großteil der täglichen Regierungsarbeit anvertraut und Pezeshkian an den Rand gedrängt hat:

Ayatollah Khamenei hat Herrn Laridschani und eine Handvoll anderer enger politischer und militärischer Mitarbeiter angewiesen, dafür zu sorgen, dass die Islamische Republik nicht nur amerikanische und israelische Bomben überlebt, sondern auch alle Attentatsversuche auf ihre oberste Führung, einschließlich auf Ayatollah Khamenei selbst.

Diese Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das US-Militär seine größte Konzentration von Vermögenswerten im Nahen Osten seit der Invasion des Irak im Jahr 2003 angehäuft hat. Für Donnerstag sind Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz geplant. Wenn das nicht klappt, hat US-Präsident Donald Trump angedeutet, dass er einen Angriff anordnen könnte, dessen Ziel ein Regimewechsel sein könnte.

Der Iran erscheint schwach. Aber wie ein Sprichwort sagt, ist ein Tier am gefährlichsten, wenn es verwundet ist. Die iranische Reaktion auf die Proteste im letzten Monat – nach manchen Angaben wurden in zwei Tagen über 30 000 Menschen ermordet – zeigt, wie tödlich ernst es Chamenei mit dem Machterhalt seines Regimes ist. Die Posaune hat immer wieder gesagt, dass der radikale Islam, angeführt vom Iran, an Macht gewinnen wird, um seine Rolle als endzeitlicher „König des Südens“ aus Daniel 11, 40 zu erfüllen, eine Macht, die stark genug ist, einen Weltkrieg zu provozieren. Das iranische Regime ist noch nicht am Ende.