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EU billigt MERCOSUR-Handelsabkommen
Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat ein umfangreiches Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und vier südamerikanischen Ländern heute eines der letzten Hindernisse überwunden. Vertreter von 21 der 27 EU-Staaten stimmten für die Verabschiedung des EU-MERCOSUR-Partnerschaftsabkommens, ein großer Schritt zur Schaffung einer neuen Handelszone, die mehr als 700 Millionen Menschen umfasst und die größte ihrer Art auf der Erde ist.
Der Handelsblock MERCOSUR besteht aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay. Das Abkommen muss noch vom Europäischen Parlament und den vier nationalen Parlamenten Südamerikas gebilligt werden. Mit diesem Abkommen sagt die Europäische Kommission:
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Die EU-Exporte nach Südamerika könnten um bis zu 39 Prozent steigen und mehr als 440 000 Arbeitsplätze in Europa sichern.
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Die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die pharmazeutische Industrie würden am meisten profitieren, wenn der MERCOSUR z.B. seinen 35-prozentigen Zoll auf importierte Autos abschaffen würde.
Deutschland hat sich seit Jahrzehnten für das Abkommen eingesetzt. Andere EU-Länder sehen in dem Abkommen eine Bedrohung für die europäische Landwirtschaft, da Produkte wie Rindfleisch in Lateinamerika billiger produziert werden können. Die Einigung wurde durch Zugeständnisse an die europäischen Agrarkonzerne ermöglicht, etwa durch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel aus dem EU-Haushalt.
Das Abkommen wird die EU-Staaten nicht nur weiter in eine gemeinsame Politik einbinden, sondern auch dazu beitragen, dass sich die EU vom Handel mit den Vereinigten Staaten und China abwendet. Dies ist besonders wichtig angesichts der Bemühungen von Präsident Trump, Lateinamerika an die USA anzugleichen.
„Wir senden eine andere Botschaft als die Vereinigten Staaten, die mit ihrer Intervention in Venezuela nicht nur das Recht des Stärkeren fördern, sondern auch bewusst versuchen, den Kampf gegen den Klimawandel weiter zu untergraben, indem sie sich Zugang zu Ölquellen verschaffen“, sagte Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, gegenüber nTV.de.
Die Bibel zeigt, dass das Interesse Deutschlands an diesem Handelsabkommen weit über Rindfleisch, Autos und andere wirtschaftliche Überlegungen hinausgeht. 5. Mose 28 offenbart die Flüche, die dem modernen Amerika prophezeit wurden, weil es Gottes Gesetz nicht gehorcht. Vers 52 warnt vor einer wirtschaftlichen Belagerung, die von einem „Volk mit hartem Angesicht“ (Vers 50) inszeniert wird.
Auf der Grundlage dieser Prophezeiung und einer parallelen Prophezeiung in Jesaja 23 warnte die Klar&Wahr unter dem verstorbenen Herbert W. Armstrong: „Die Vereinigten Staaten werden das Nachsehen haben, wenn sich zwei gigantische Handelsblöcke, Europa und Lateinamerika, zusammenschließen und das Sagen im Welthandel haben werden.“ Diese Prophezeiung und ihre dramatischen Folgen werden in Gerald Flurrys Artikel „Amerika wird wirtschaftlich belagert.“
