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Einen Tag

Nutzen Sie den einzigen Tag, den Sie haben.

Eine Freundin von mir fühlte sich nicht wohl. Das dauerte schon eine Weile an und daher entschloss sie sich, sich untersuchen zu lassen. Sie war schockiert, als man ihr sagte, dass sie unter einer aggressiven Form von Krebs litt. Es hieß, sie habe nur noch wenige Wochen oder sogar nur Tage zu leben.

Wenn unsere Aussichten so begrenzt sind, können solche Mitteilungen verheerend sein. Aber manchmal wird uns auch vorher gar nichts angekündigt – und das Leben endet völlig unerwartet. Einen Tag ist jemand noch am Leben und am nächsten Tag ist er es nicht mehr.

Wenn Sie plötzlich erfahren würden, dass heute Ihr letzter Tag ist, wie würden Sie reagieren? Würden Sie Ihr Leben als erfolgreich ansehen?

Wenn ich das zu hören bekäme, wäre es unvermeidlich, gewisse Dinge zu bedauern. Dieses und jenes hätte ich besser machen können – ich hätte mehr Energie darin investieren sollen – weniger Zeit damit verschwenden sollen – und mich stärker dafür einsetzen sollen.

Jesus Christus sagt uns: „Ich kenne deine Werke“ (Offenbarung 2, 3). Wenn Er zurückkehrt, „dann wird er einem jedem vergelten nach seinem Tun“ (Matthäus 16, 27). Wenn Sie nur danach beurteilt würden, was Sie bis heute getan haben, welche Belohnung würden Sie dafür bekommen?

Im Allgemeinen fällt es uns umso leichter, so zu tun als seien unsere Tage endlos, je jünger wir sind. Unsere Zukunft verspricht uns: Eines Tages werde ich diesen Berg besteigen. Eines Tages werde ich diese Schwächen und Sünden besiegen. Eines Tages werde ich diese Charakterstärke erlangen. Eines Tages bedeutet nicht heute. Aber wenn das für uns bedeutet, dass wir uns heute einfach nachlässig benehmen können, so ist das töricht. Was wäre, wenn wir gar nicht mehr so viel Zeit hätten, wie wir denken?

Wenn wir älter werden – und aus diesem „eines Tages“ wird ein zu spät oder ein niemals, wird es besser sein, dass wir verstehen: „Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume“ (1. Petrus 1, 24). „Unser Leben… ist doch nur vergebliche Mühe, denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Psalm 90, 10 und 12).

Unser Zustand am Ende unseres Lebens neigt dazu, uns schlagartig bewusst werden zu lassen, wie kostbar nur ein einziger Tag sein kann. In einem anderen Fall erfuhr ein Mann von seiner tödlichen Krankheit nur wenige Wochen bevor er daran starb. Kurz darauf sagte mir seine Witwe, dass die beiden jeden dieser letzten Tage wie ein Gottesgeschenk angesehen hätten. „Die letzten drei Wochen waren die besten Wochen unserer Ehe“, sagte sie. „Alles worüber wir uns vorher aufgeregt hatten, war plötzlich unbedeutend geworden. Wir haben beide nur noch das Leben genossen.“

Es gibt nur einen Tag, an dem wir noch alles tun können und dieser Tag ist heute. Wir müssen diese schmerzlich kurze Chance nutzen, uns für die Ewigkeit zu qualifizieren.

Es ist eine Schande, dass uns unsere Sterblichkeit erst angesichts des Todes bewusst wird, uns vom Wert des Lebens überzeugt und uns dazu bringt, die kostbare Zeit wertzuschätzen.

Eine andere Frau, mit der ich sprach, hatte eine seltene unheilbare Krankheit, mit der sie noch längere Zeit leben, aber auch jederzeit daran sterben konnte. Was war ihre Einstellung dazu? Sie sagte, sie sei sehr gespannt darauf zu erfahren, was wohl passieren würde. Ich kenne viele alte Leute, die auf ihre alten Tage so eine entspannte Haltung angenommen haben. Die erwähnte Frau hatte jedoch noch kleine Kinder. Sie vertraut darauf, dass Gott sich dieser Tatsache sehr bewusst ist und legt ihre Zukunft in Seine Hand. Dazu bedarf es ungewöhnlicher spiritueller Reife.

Gott sagt, der Tod einer Seiner Heiligen wiege schwer für Ihn (Psalm 116, 15). Für einen Menschen, der Gott sein Leben widmet, bedeutet der Tod wirklich das Ende eines Kampfes. Der Moment des Wiedererwachens ist die Herrlichkeit! (1. Korinther 15, 52-54). Dieser Mensch wird in einer Welt wiederauferstehen, in der Christus der König ist und Satan beseitigt wurde. Nach dieser Welt sehnen wir uns alle! Der Tod bedeutet, allen den Schrecken zu entgehen, die die Welt in diesem satanischen Höhepunkt des Zeitalters des Menschen noch heimsuchen werden. In gewissem Sinne heißt das doch, dass Christus sofort zurückkehrt.

„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jedem zu geben, wie seine Werke sind“ (Offenbarung 22, 12). Umso mehr Sie Ihr Leben dazu nutzen, Gott heute zu dienen – umso größer Ihre Werke bis zu diesem Punkt sind, nach denen Christus Ihren ewigen Lohn bemessen wird – desto mehr können Sie sich über diese Aussichten freuen.

Gleichermaßen spricht die Tatsache, dass der Moment des Todes jederzeit eintreten kann, für die Notwendigkeit, den Tag zu nutzen. Es gibt nur einen Tag, an dem wir noch alles tun können und dieser Tag ist heute. Wir müssen die schmerzlich kurze Chance nutzen, die wir haben, um uns für unsere ewige Position zu qualifizieren.

Natürlich vermissen wir unsere Liebsten, wenn uns das Leben, das wir tagtäglich mit ihnen verbracht haben, verloren geht. Das weist auf die Notwendigkeit hin, die Zeit, die wir noch haben, wie das erwähnte Ehepaar zu nutzen, um unsere göttliche Liebe zu leben und in ihr zu wachsen, anstatt sie mit Belanglosigkeiten zu verschwenden.

Noch wenige Wochen bevor sie ihre Diagnose bekam, hatte meine Freundin nicht das geringste Gefühl dafür, wie nahe sie dem Tod schon war. Bis sie dann eines Tages erfuhr, dass ihr nur noch wenige Tage blieben. Denn für einen Menschen, der sich heute in seiner Zeit der Beurteilung befindet (der größte Teil der Menschen ist das noch nicht – siehe 1. Petrus 4, 17), ist diese Periode der Qualifikation und der Beurteilung praktisch schon vorbei. Die Anzahl der Talente, die er sich verdient hat, steht also praktisch schon fest und ist messbar (Matthäus 25, 14-30).

Sie und ich – wir haben keine Garantie für mehr als nur einen Tag, um uns die größtmögliche spirituelle Belohnung zu sichern – nämlich nur für den Tag, den wir gerade durchleben. Beten Sie dafür, dass Ihnen die verschwendete Zeit, die schlecht eingesetzte Energie und die verpassten Chancen vergeben werden. Hören Sie auf zu sagen: Eines Tages werde ich dieses und jenes bewerkstelligen. Wägen Sie Ihre Chancen ab, setzen Sie Ihre Prioritäten und handeln Sie an diesem einen Tag. Und dieser eine Tag – ist heute.

Tb Ad De