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James Nielsen/AFP/Getty Images

Ein letztes Mittel

Was es für Gott bedeutet, solch eine Zerstörung zu veranlassen.

Wenn nun die Posaune wirklich Recht hat und der Wirbelsturm Katrina war tatsächlich eine von einem allmächtigen Gott direkt verfügte und gesandte Zerstörung, dann könnten Sie vor einigen schwierigen Fragen stehen.

Dies könnte manche Ihrer bisherigen Gottes-Vorstellungen ins Wanken bringen – die Vorraussetzungen, auf denen Ihr Denken über einen allwissenden, allmächtigen und überaus liebevollen Schöpfer begründet ist, zerpflücken.

Schließlich wurde eine ganze Stadt zugrunde gerichtet.

Könnte das derselbe Gott der Liebe, des Friedens und der Freude sein, an den bekennende Christen heute glauben? Oder ist es vielmehr das Werk einer grüblerischen und launischen Gottheit – stets bereit, jedem für das Übertreten ihres strengen Gesetzes, ein Ding mit rigorosen Konsequenzen zu verpassen?

Wir wollen uns der Bibel zuwenden – ein Buch, das von sich sagt, Gottes eigene Worte, Gedanken, Standpunkte – seine eigene Natur zu sein. Wenn dieses Buch diese Dinge nicht erklären kann, dann ist Gott jenseits allen Verstehens oder seine Existenz ist unglaubwürdig.

Laut der Bibel war Katrina nicht das erste Mal, dass Gott über eine ganze Stadt eine Strafe kommen ließ. In Abrahams Tagen zerstörte Gott zwei Städte zur gleichen Zeit.

Gott sprach zu Abraham: „Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, dass ihre Sünden sehr schwer sind. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob‘s nicht so sei, damit ich‘s wisse“ (1. Mose 18,20-21).

Gott wollte die Dekadenz dieser zwei Städte selbst sehen, um sicher zu sein, dass seine geplante Vernichtung gerechtfertigt sein würde. Kein Mensch kann sagen, Gott hätte diese zwei Städte vernichtet, ohne alle verfügbaren Informationen gesammelt zu haben.

Abraham, bekannt als „Freund Gottes“ (siehe Jakobus 2,23), konnte empfinden, was Gottes Urteilsspruch sein würde – dass die Vernichtung beider Städte unabwendbar war. Daraufhin begann er mit Gott zu diskutieren: „Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen?“ (Vers 23). Eine gute Frage, zumal ein Verwandter Abrahams in Sodom lebte – der gerechte Lot. Abraham fragte Gott im nächsten Vers: Wenn vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt wären – würdest du sie zerstören? Er sagte Gott, dass dies mit der Rolle als „Richter aller Welt“ quasi nicht übereinstimmen würde (Vers 25).

Erstaunlicherweise antwortete der allmächtige Gott auf diese Frage! „Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben“ (Vers 26). Dieser ganze ekelerregende Pfuhl der Immoralität und Dekadenz würde für 50 gerechte Einwohner verschont bleiben.

Abraham, der in diesem mutigen Gespräch zugab, dass er nur „Erde und Asche“ (Vers 26) war, argumentierte weiterhin mit Gott: Wie wäre es mit 45? Oder mit 40? Gott hätte die Stadt auch dann noch verschont.

Abraham, der Gott bat, er möge ihm nicht zornig sein, versuchte es mit weiteren Zahlen – 30, 20, 10? Geduldig antwortete Gott: „Ich will sie nicht verderben um der zehn willen“ (Vers 32).

Natürlich können wir die Vernichtung betrachten, die Gott über Sodom und Gomorra kommen ließ und große Einsicht darüber gewinnen, was Gott von ihren Sünden hält. Gott hat sie vollends von der Landkarte gelöscht. (Der gerechte Lot und alle Familienmitglieder, die mit ihm kommen wollten, konnten mit Gottes Hilfe entfliehen.)

Die Bibel verweist zu einem späteren Zeitpunkt auf Sodom als Warnung für jene, die nicht bereuen wollen – und enthüllt, dass Gott in der Endzeit eine ähnliche Zerstörung über ganze Nationen bringen wird, die ähnlichen Perversionen verfallen sind.

Es gibt noch eine weitere Lektion, die wir von Sodom und Gomorra entnehmen können – die Lektion von Gottes Erbarmen. Die Vernichtung ganzer Städte war ein letztes Mittel – selbst bei einer derart verdrehten Stadt. Lesen Sie das noch einmal: Gott hätte die ganze Stadt wegen 10 gerechter Einwohner verschont.

Vergleichen Sie das mit Hesekiel 33,11, wo Gott sagt: „Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe“ und Sie können sicher sein, dass Gott die Situation wirklich ernsthaft prüft, bevor er ganze Populationen auslöscht.

Gott hatte sicher „keinen Gefallen“ daran, als Katrina eine ganze Stadt überschwemmte. Was mag Gott wohl gedacht haben?

Wie sehr muss es sein Herz zerreißen, wenn wir sündigen!

Am Ende des Verses von Hesekiel 33 fragt Gott: „Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?“

Bevor dies alles zu Ende ist wird mehr als nur eine Stadt untergehen. Gott spricht von einem kompletten „Haus Israel“ – an anderer Stelle spricht er von „Städten“ – Mehrzahl – „ohne Bewohner“.

Es wird noch mehr Zerstörung kommen, wie diese Posaune verdeutlicht hat. Aber so wie es kommt, denken Sie daran, dass Gott es viel lieber auf eine ganz unterschiedliche Art und Weise haben möchte. Leider lassen wir ihm keine andere Wahl.

Wie die Bibel jedoch zeigt, werden die am Horizont auftauchenden größeren Katastrophen uns soweit erniedrigen, dass wir Gott erkennen können – wo wir uns seinem perfekten Gesetz der Freiheit beugen und uns an den Früchten und Segnungen einer solchen Lebensweise erfreuen werden! Gottes Strafe hat sich nun gelohnt.

Dies ist der einzige Weg, dass „der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe“. Nur wenn wir uns selbst demütigen und uns Gott zuwenden können wir wirklich so leben, wie er es von uns erwartet. Das erfüllt Gott mit Freude. Wenn dafür ganze Städte ausgelöscht werden müssen, ist es dann nicht all den Einsatz wert?

In einer Auferstehung werden alle jene, die in Sodom und New Orleans starben, die Chance erhalten, Gott kennen zu lernen. In der Bibel ist an drei Stellen aufgezeichnet, wo Christus über Sodoms kommenden Tag des Gerichts gesprochen hat (siehe Matthäus 10,15; 11,24; Markus 6,11).

Jene, die an diesen Perversitäten teilgenommen hatten, werden ihre Chance bekommen, Gott kennen zu lernen. Das gilt auch für alle, die in New Orleans gestorben sind. Die Zerstörung, die über diese Städte gekommen ist – obwohl es das letzte Mittel war – wird es wert gewesen sein.

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