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DSC_8512 by Stephan Rinke on flickr/CC by 2.0/Cropped from the Original

Die Wahrheit über Religion in Europa

Europa hat sich modernisiert und seine religiösen Wurzeln abgestreift – oder so werden wir angehalten zu glauben. Es liegt eine tödliche Gefahr darin, das zu glauben. Sie müssen wissen, warum!

Weltliches Denken gewinnt die Oberhand in Europa. Warum sollte das jemand bezweifeln? Es scheint, dass Sie das leicht beweisen können.

Zuerst, denken Sie an die Debatte unter den Führern der Europäischen Union über das EU Verfassungskonzept. Eines der größten Themen? Ob Religion erwähnt werden sollte in dem Text. An einem Ende war der Konsens, absolut nicht. Andere hielten dagegen, indem sie sagten, das „Christliche Erbe” des Kontinents müsse zitiert werden. Einige, um den mittleren Durchschnitt zu nehmen, sagten, der Vertrag sollte Gott zumindest erwähnen.

Weltliches Denken gewann die Oberhand. Der letztendliche Text der Verfassung, unterzeichnet von EU Führern letzten Oktober, erwähnt nicht das Christentum oder Gott.

Dann im Herbst 2004, kurz nachdem der Präsident der Europäischen Kommission seine Spitzenhelfer auswählte, bezweifelten EU Gesetzgeber den vorgeschlagenen italienischen Beauftragten Rocco Buttiglione. Warum? Er war zu religiös. Ein Freund des Papstes, Buttiglione hält die katholische Ansicht über Homosexualität, Heirat und die Rolle der Frau aufrecht, die als zu extrem angesehen wurde für die Regierung der Union.

Weltliches Denken gewann die Oberhand. Buttiglione war gezwungen zurückzutreten.

Drittens sagten die Gesetzgeber in Europa, religiöse Symbole (wie Kopftücher) sollten aus öffentlichen Schulen verbannt werden, um Kirche und Staat auseinander zu halten.

Weltliches Denken gewann die Oberhand. In Frankreich und Deutschland sind religiöse Gewänder verbannt für beide, Studenten und Lehrer – hauptsächlich betrifft das moslemische Frauen und sogar katholische Nonnen, die in öffentlichen Schulen arbeiten.

Sogar die meisten historisch katholischen Länder scheinen zu verweltlichen. Spanien versucht, ein Gesetz zur Legalisierung homosexueller Ehen herauszubringen, Scheidungen zu beschleunigen, Abtreibungen zu erleichtern und sogar den obligatorischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen zu beenden. Eines der italienischen Gerichte untersagte das Aufhängen von Kruzifixen in öffentlichen Schulklassenzimmern.

Ist die Verweltlichung im Vormarsch in Europa? Streifen die Europäer wahrhaftig ihre religiöse Geschichte ab? Ist Europa „nach – christlich”, wie ein Experte erklärte?

Die Antwort: Nicht genau. Obwohl die Beispiele, die oben dargelegt wurden, die Verweltlichung beachtenswert erscheinen lassen, basieren die meisten Annahmen über religiösen Verfall in Europa auf falschen Gebäuden. Wie das Klischee zeigt, sind die Dinge nicht immer so wie sie scheinen. Aber die Welt kauft diese Unwahrheiten ab – und das könnte uns einlullen in gefährliches Denken über Europa, besonders wenn wir seine blutige Geschichte beachten.

Lassen Sie sich nicht übertölpeln! Es ist Zeit, den Mythos über Religion und Verweltlichung in Europa zu entlarven!

Mythos no. 1: Europa ist nicht so religiös wie Amerika

Statistiken scheinen klar zu zeigen, dass Europa, verglichen mit Amerika, ziemlich weltlich ist.

In Europas „Bibelgürtel” – streng katholischen Ländern wie Italien und Polen, sagen nur ein Drittel der Bürger, dass Religion sehr wichtig für sie ist. In Deutschland sind es 21 Prozent. In Westeuropa geht nur die Hälfte der Bevölkerung gerade mal zur Kirche. Weniger als 10 Prozent der Bürger in Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Dänemark besuchen wenigstens einmal im Monat den Gottesdienst.

Im Gegensatz dazu sagen 82 Prozent der Amerikaner, dass Gott wichtig für sie ist; 48 Prozent glauben, dass die USA besonderen Schutz hat von Gott. Beinahe die Hälfte der Amerikaner sagen, sie gehen jede Woche zur Kirche.

Und dann gibt es den Präsidenten – gewählt für ungefähr drei Viertel konservativer Christen – der seine Reden beendet mit „Gott segne Amerika”. Wie der zweifellos verbitterte Buttiglione darüber sagte: „Das ist gerade so, als ob im Europäischen Parlament der US Präsident wegen seines Glaubens für sein Amt für ungeeignet gehalten würde. Für die europäischen Gesetzgeber würde es sogar noch schlimmer sein, dass er sich nicht schämte, solchen Glauben so klar und öffentlich zu äußern” (Wall Street Journal 10.Nov. 2004)

Aber wenn man nach den Statistiken geht, ist dieser Wert fehlerhaft, wie jeder Statistiker oder Umfragexperte Ihnen sagen würde. Diese Studien zeigen nicht die Tiefe solch religiösen Verhaltens. In der Posaune hatten wir immer Bedenken zum Ausdruck gebracht gegen Statistiken über die Religion in Amerika, darauf hinweisend, dass die Bibel Amerika für eine „gottlose” Nation hält (Jesaja 10,6). Amerika ist nicht so „religiös” wie es behauptet! Wie wir in der Trumpet-Ausgabe des letzten Monats zeigten, ist die Mehrheit der Amerikaner praktisch nicht konservativ, wie die Medienberichterstattung über die Präsidentschaftswahl uns glauben machen möchte.

Deshalb ist die Behauptung, Europa ist nicht so religiös wie Amerika, ist ein Trugschluss. Die Aussage, Europa ist nicht so religiös wie Amerika, welches von das von sich selbst sagt, wäre bei Weitem genauer.

Lassen wir für einen Moment die Statistiken beiseite und betrachten wir diese Tatsachen über Europa – verglichen mit der amerikanischen Kultur.

Obwohl Amerikas Süden an beinahe jeder Straßenecke ein Kirchengebäude sein Eigen nennen kann, so ist es in Europa, dass Kathedralen die Skyline säumen. Diese schaurigen, Jahrhunderte alten Gebäude sind die Wolkenkratzer. Sogar Polens atheistischer Präsident sagte : „Das bedeutendste Merkmal jeder Klein- oder Großstadt in Europa ist entweder eine Kathedrale oder eine Kirche” (Frontline 17.-30.Jan.2004).

In Spaniens öffentlichen Schulen ist bis zu 3 Stunden in der Woche Religionsunterricht Pflicht. In Deutschland bezahlen die Bürger eine „Kirchensteuer” von ihrem Lohn, die ihre Kirchen finanziert – eine Art, von der Regierung verordnetes Zehntensystem. Können Sie sich so etwas in den USA vorstellen? Oder stellen Sie sich eine amerikanische, politische Partei vor mit ihrer politischen Überzeugung als Teil ihres Namens. In Deutschland gibt es die Christlich Demokratische Union und die Christlich Soziale Union.

Beachten Sie: Genau die Punkte, die angeführt wurden, um zu beweisen, wie nicht-religiös Europa ist, bezeugen seine Religiosität. Dass da so viele Stimmen in Europa waren, die sich dafür einsetzten, Gott oder das Christentum mit einzubeziehen in die Verfassung, zeigt eine Gesinnung unter den Europäern, die in der amerikanischen Politik in demselben Maß niemals auftreten würde. Können Sie sich Kongressabgeordnete vorstellen, die darüber streiten, ob das Christentum namentlich erwähnt werden sollte in der US Verfassung? Und der Grundsatz ist, die Verfassung – obwohl sie schon unterschrieben wurde von EU Führern – muss von jeder Nation der 25-köpfigen Mitglieder Union ratifiziert werden, damit sie in Kraft treten kann. Wenn das Christentum fehlt in der Präambel, dann ist das höchst unwahrscheinlich. Letzten Monat zum Beispiel, reichten über eine Million Europäer, die für sich beanspruchen, die meisten Staaten in der Union zu repräsentieren, eine Petition bei ihren EU Führern ein mit der Forderung, die Verfassung zu ändern, um das Christentum anzuerkennen. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments stimmten ab, um dem Wunsch zu entsprechen.

Die europäische Religion mit der amerikanischen zu vergleichen, ist wie der alte Vergleich von Äpfeln und Orangen.Wie die Asia Times bemerkte: „Amerikaner verlassen eine Kirche, wenn es ihnen passt und bauen eine neue, wenn ihnen der Sinn danach steht …” Dies, worauf der Schreiber hinwies, „verwirrt die europäer”, deren Kleriker vertraut sind mit Jahrhunderten der Lehre” (30. Nov. 2004; durchaus meine Betonung). Später wird erklärt: „Innerhalb der europäischen Rahmenstruktur gibt es nicht so etwas wie amerikanisches Christentum – keine jahrhundertealten Theologieschulen, keine Zehnten, keinen Lebensunterhalt, keine Kirchensteuer, kein Establishment – es gibt einfach nur das Christentum … Was die Europäer betrifft, gleicht das nicht dem, was sie unter dem Wort Religion verstehen.

Mythos no. 2: Eine demokratische Regierungen repräsentieren immer die Mehrheitsmeinung ihres Volkes.

Europas Säkularisation ist am meisten vorherrschend unter seinen Regierungen – ihren Politikern. Es ist leicht, anzunehmen – bei dem demokratischen Charakter dieser Regierungen – dass dies eine faire Darstellung der Volksmeinung über Religion ist. Das ist jedoch eine falsche Annahme.

Regierungen vertreten in Wirklichkeit nicht immer den öffentlichen Standpunkt. Nehmen Sie den Krieg im Irak zum Beispiel: Umfragen zeigten, dass mehrere demokratische Regierungen die US geführte Koalition unterstützten, die die Bevölkerung vertraten, deren Mehrheit dem Krieg ablehnend gegenüberstand.

Von den demokratischen Nationen werden in erster Linie die europäischen Regierungen stark beschuldigt, nicht mit dem Volk in Kontakt zu stehen. Das stimmt besonders dann, wenn es zur überstaatlichen Europäischen Union kommt. Beschäftigen Sie sich ein wenig mit der EU Politik und es wird nicht lange dauern, bis Sie herausfinden, dass die EU Gesetzgeber ihren Wählern gegenüber zum größten Teil nicht verantwortlich sind (siehe „Europe’s True Nature Exposed” in unserer August 2004 Trumpet-Ausgabe). Die United Press International erklärte, dass Frankreichs aktuelle Führungdem Rest Europas die Daumenschrauben angelegt hat, um eine Verfassung zu akzeptieren, die keine Erwähnung von Gott oder dem Christentum beinhaltet (7. Dez. 2004).

So kann nicht einfach angenommen werden, inwieweit die säkulare Einschätzung einiger europäischer Regierungen wirklich des religiöse Empfinden seiner Bürger repräsentiert. Es ist trügerisch, die zwei direkt zu verbinden.

Tatsache ist, eine starke, verborgene religiöse Tendenz ist bei den Europäern im Ansteigen.

Der Schauplatz eines religiösen Treffens in Deutschland, wie im Mai 2003, ist ganz und gar kein ungewöhnlicher Anblick. Der Ökumenische Kirchentag in Berlin dauerte konkret fünf Tage in jenem Jahr, mit mehr als 200.000 Teilnehmern, die sich vor dem Reichstag (Deutschlands Regierungsgebäude) für den jemals größten ökumenischen Gottesdienst versammelten. Die Feier beinhaltete das Weiterreichen von Wasserschüsseln vom Brunnen des Reichstags, um die Taufe zu symbolisieren und das Singen von Lobliedern, entlang mit Lesungen in Polnisch, Arabisch und Swahili.

Nach Buttigliones Rücktritt, „beinahe über Nacht” versammelten sich die des Wahlrechts entzogenen Christen des alten Kontinents um Buttiglione – beide, Katholiken und Protestanten. Sofort wurde er das Oberhaupt einer dynamischen, neuen, alle Christen umfassenden Massenbewegung in Europa.

In Deutschland ist „das neue christliche Recht inmitten einer Formierung”, laut Richard Ziegert, einem Experten für religiöse Sekten (Deutsche Welle 11.Nov. 2004). Ziegert schätzt, dass es in Deutschland ungefähr 250.000 radikale Christen gibt. Er vermutete auch, dass sich die Christen wahrscheinlich mehr mit der Politik befassen könnten, aufgrund ihrer Perspektive, wie die Religion im US Präsidentschaftswahlkampf ein mitbestimmender Faktor ist.

Ein Artikel der Time International vom 16.Juni 2003 behauptet, dass die Religion in Europa nicht rückläufig, sondern eher nur unter der Oberfläche wäre – und dies in zunehmendem Maße. „Glaube ist mehr privat, mehr persönlich, was bedeutet, er ist wahrscheinlich schwerer zu finden und ist oft uneinig mit dem traditionellen Christentum. Aber an manchen Orten – unter Einwanderern und der Jugend – wächst und gedeiht er.”

Einige Europäer schreiben den Rückgang der Kirchenbesuche und das Schließen von Kirchen einem „Gott wird privatisiert” zu – was eine Zunahme an individuellen oder unabhängigen Christen in Europa zeigt. Ein französischer orthodoxer Theologe sagte: „Die Menschen entscheiden, für sich selbst zu sorgen.”

Die Wahrheit ist, das Christentum ist von Europa nicht trennbar! Samuel P. Huntington fragte in The Clash of Civilisations, wo Europas östliche Grenze wäre (da die anderen drei Seiten durch riesige Wasser markiert sind). Die zwingendste und beherrschendste Antwort auf diese Fragen wird durch die grosse historische Linie angeboten, die jahrhundertelang existiert hat, wobei sie westliche Christenvölker von Moslems und orthodoxen Völkern trennte. Diese Linie stammt aus der Zeit der Teilung des Römischen Reichs im 4. Jahrhundert bis zur Schaffung des Heiligen Römischen Reichs im 10. Jahrhundert. … Europa endet dort wo das westliche Christentum aufhört und der Islam und die Orthodoxie beginnt.

Mythos no. 3: Religion hat kaum Einfluss auf die europäische Politik

Obwohl wir nachgewiesen haben, dass die Regierungen weit mehr verweltlicht sind als ihre Bevölkerung, müssen wir auch den großen Einfluss des Vatikans bedenken, den er auf Europa ausübt – ob direkt auf die Regierungen oder durch seinen Einfluss auf die Bürger, welche die Macht haben, jene Regierungen zu ändern.

Haben wir die Geschichte Europas als ein katholisch-dominiertes Reich vergessen? Europäische Führer gehen so weit, dass sie sagen, sie werden das Römische Reich neu erschaffen, aber was wir entstehen sehen, ist die Auferstehung des uralten Heiligen Römischen Reichs (das Wort heilig bezeichnet einen von der Kirche geführten Status, nicht einen moralischen Wert oder Reinheit), was den ganzen Weg zurückgeht bis zu Karl dem Großen.

Und jetzt, wo sich die Führer abmühen, um einen so verschiedenartigen Kontinent zu vereinheitlichen, dessen einzig gemeinsamer Faden sein religiöses Erbe ist. Wie der Papst gesagt hat, Europa wurde „durch ein Zusammentreffen verschiedenartiger Kulturen geboren, die die christliche Botschaft tragen” (www.ewtn.com, 31.Okt.2003).

Der ehemalige Europa-Beauftragte Romano Prodi erinnert sich zurück ins Jahr 2003: „Während wir das neue erweiterte Europa bilden, können wir die Religionen und die Bewegungen jetzt nicht für geringfügig erachten, die eine Rolle gespielt haben bei der Integration der Europäer und Europas kultureller Entwicklung und die erneutes Interesse und den Wunsch nach Dialog mit den Institutionen der Union zeigen.”

David N. Samuel, Autor von Europäische Union und der Römisch-Katholische Einfluss in Großbritannien, schrieb: „Es besteht eine natürliche Geistesverwandtschaft zwischen dem mächtigen Staat und dem römisch-katholischen, theokratischen Ideal. Die Kirche von Rom scheut sich nicht, ihre Mitglieder aufzufordern, auf eine spezielle Art und Weise zu wählen, wie sie das bei der italienischen Wahl von 1992 tat.”

Selbst im Januar 2003 veröffentlichte der Vatikan ein Dokument mit Richtlinien der Position des Katholizismus über politische Schlüsselfragen (z.B. Abtreibung, Euthanasie, gleichgeschlechtliche Ehe) als Antrieb für katholische Politiker, um für eine Gesetzgebung zu stimmen, die im Einklang mit bestimmten „nicht-verhandelbaren ethnischen Prinzipien“ steht. Laut einer Veröffentlichung der Associated Press: „Der Vatikan betonte, dass er nicht versuchte, die Politik zu diktieren oder sich in Staatsangelegenheiten einzumischen, sondern die katholischen, politischen Führer zu instruieren und zu erleuchten” (16. Jan. 2003). Ja – aber in manchen Fällen haben einige katholische Führer damit gedroht, Politikern, die nicht im Einklang mit der katholischen Lehre wählen würden, die Kommunion zu versagen.

Mythos no 4: Europa ist aus seiner religiösen Vergangenheit heraus und in eine permanent säkulare Zukunft hinein gereift.

Europas Geschichte und Kultur ist ein Pendel – es schwankt hin und her zwischen zwei großen Extremen: Zwischen der geistig-mystisch-religiösen Seite und der rational-wissenschaftlich-akademischen Seite. Während der mittelalterlichen Periode wurde Europa beherrscht vom Heiligen Römischen Reich. In der Renaissance schwächte die Protestantische Reformation den Würgegriff des Katholizismus auf Europa und der Kontinent sah eine Periode weltlichen Erfolgs – eine Zeit des Rationalismus. Dann kam das Barockzeitalter, das der absoluten Monarchie den Vorrang gab mit geistlichen Vollmachten. Nach diesem schwang das Pendel zurück, um die Ideale der Aufklärung zu zeugen. Europa wandte sich im 19. Jahrhundert von diesen Philosophien ab, bis es um die Wende des 20. Jahrhunderts zu rationalem Denken zurückkehrte und den Eindrücken Darwins, Freuds und Nietzsches folgte – Personen, die die Evolutionstheorie und den Deutschen Rationalismus einführten.

Das 20. Jahrhundert war eine weitgehend weltliche Periode. Die Modernisation wurde widersprüchlich zu Geistlichem betrachtet. Aber, wie Dr. Huntington zeigte, galt diese Vorstellung für den letzteren Teil des 20. Jahrhunderts. Der Islam wird nicht modernisiert, behauptete er – eher wird die Moderne islamisiert. Das gleiche geschieht im Judentum und im Christentum – auf jedem Kontinent, in jedem Land.

Selbst wenn Europas Säkularisation so ausgeprägt wäre wie uns die Medien glauben machen möchten, so seien Sie sich bewusst: Wie im Falle von Europas Geschichte, so wird das Pendel nicht lange auf dieser Seite stehen bleiben.

Was wird Europa dazu bringen zum Spiritualismus zurückzuschwingen? Was wird die Europäer unter dem Vatikan vereinen? Könnte es die Drohung einer anderen fundamentalistischen, religiösen Bewegung sein?

Hat diese Entwicklung nicht bereits begonnen? Seit dem brutalen Mord an dem holländischen Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Extremisten waren die Europäer aufgebracht über ihre Beziehung zu den Moslems. „Auseinandersetzungen zwischen einem traditionell weißen, christlichen Europa und einer zunehmenden Flut von Arabern und Moslems erhitzen sich, wobei mehrere Länder zu wahren Pulverfässern werden“ (Stratfor, 2. Dez. 2004).

Es sollte deshalb keine Überraschung sein, dass der Antrag der Türkei auf EU Mitgliedschaft so stark angefochten wurde. Die Türkei ist anscheinend gewillt, auf irgendwelche Kompromisse einzugehen um hineinzukommen – aber Europas Macher haben seit 1963 nein gesagt! Warum? Wie mehrere Schlüsselpersonen der EU und des Vatikans mit wenigen Worten gesagt haben, eine moslemische Nation gehört nicht in eine christliche Union. Wie Huntington erklärt: „Die Identifizierung Europas mit dem westlichen Christentum gibt ein klares Kriterium für die Aufnahme neuer Mitglieder in westliche Organisationen.”

Würde eine säkulare, nicht-geistliche Gesellschaft – wie Europa uns präsentiert wird – so betroffen sein über die Gegenwart nicht-christlicher Elemente in ihrer Mitte?

Und das Kopftuchverbot, welches moslemische Frauen betrifft, verrät das nicht viel mehr eine Phobie gegen eine nicht-christliche Religion als gegen die Religion im Allgemeinen?

Beobachten Sie, wie die Verschlimmerung des Islam in Europa eine heftige Wiederbelebung des Katholizismus auf dem Kontinent auslösen wird!

Prophezeite Zukunft der Religion in Europa 

Die Europäer werden bald erkennen, dass der einzige Weg zur Sicherheit vor radikalen, religiösen Elementen in deren Südosten – und zur Vereinigung ihres Kontinents – unter der mächtigen Hand des Vatikan liegt.

Der Herausgeber des Magazins Klar & Wahr Herbert W. Armstrong sagte: „Die Nationen Europas sind hungrig nach einer vollen politischen Vereinigung. Aber sie wissen nicht, wie sie es verwirklichen können. Die biblische Prophetie sagt, es wird geschehen. … Nur eine starke Autorität, eine, zu der alle europäischen Nationen aufblicken können, kann dies erreichen. Der Papst könnte diese Autorität sein. ­­Es würde eine römisch-katholische Vereinigung von Nationen werden, die Kirche und Staat kombiniert” (Mitarbeiterbrief vom 25. Okt.1973).

Eine kühne Prophezeiung! Wie konnte Herr Armstrong so sicher sein? Die Geschichte ist ein Leitfaden, aber noch viel sicherer als das, ist Gottes Wort – das uns vor Tausenden von Jahren das Schicksal Europas voraussagte und welche Rolle die Religion dabei spielen würde.

In Offenbarung 13,1-10 spricht der Apostel Johannes von einer Vision von einem heimtückischen Tier, das aus dem Meer auftaucht. Wir haben bewiesen, dass dieses Tier ein Vereintes Europa ist, eine Union von 10 Nationen oder 10 Gruppen von Nationen unter einem Diktator. Herbert Armstrongs überraschende Broschüre Wer oder Was ist das prophetische Tier? wird Ihnen das erklären (es ist kostenlos).

In den Versen 11-18 schreibt Johannes von einem anderen Tier, das hatte „zwei Hörner wie ein Lamm, und es redete wie ein Drache (Vers 11).

Herr Armstrong bewies, indem er diese und andere Schriften benutzte, dass Offenbarung 13 die zwei Seiten einer bedrohlichen, weltweiten Macht zeigt – einerseits, die politische Seite; andereseits, die religiöse Seite. Das zweite Tier ist eine mächtige Religion, das die Macht des ersten Tieres ausübt! (Verse 12,15) Andere Schriften sprechen von einer Frau (biblisches Bild für eine Kirche), die dieses Tier reitet – oder lenkt (wie unsere Literatur erklärt).

Beachten Sie die Kraft und das Charisma dieses kommenden religiösen Führers: „Und es tut große Zeichen, so dass es auch Feuer vom Himmel auf die Erde fallen lässt vor den Augen der Menschen, und es verführt, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem Tier …” (Vers 13-14). Die Menschen werden diesen Mann anbeten wegen der übernatürlichen Wunder, die er wirken wird.

Europa wird sehr bald eine dramatische, religiöse Wiederbelebung erfahren! Die Religion ist Europas Zukunft! Und traurigerweise, so wie das Heilige Römische Reich zuvor, wenn Europa von der Religion radikal ergriffen wird, wird das beispiellose Zerstörung bringen – dieses mal über die ganze Erde!

Die religiöse Unterströmung in Europa, verschärft durch den radikalen Islam, wird letztendlich Ihr Leben direkt betreffen! Es wird eine Zeit religiöser Verfolgung sein, wie keine andere zuvor (Offenbarung 13,15-18; 17,6). Aber Gott verspricht, jene zu beschützen, die Ihm gehorchen – die wahre Religion praktizieren.

Mit berichten von Sarah leap