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Die US-Schuldenkrise betritt Neuland
Die steigenden Zinszahlungen für die Staatsverschuldung der USA führen das Land in unbekanntes Terrain. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am Dienstag leicht an, wodurch sich der Ausverkauf dieser Anleihen fortsetzte und die Gefahr bestand, dass die Kreditkosten für den Staat und Millionen von Amerikanern steigen würden.
Das sind schlechte Nachrichten für den weltweit größten Schuldner.
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Das Congressional Budget Office schätzt, dass die US-Regierung im Haushaltsjahr 2026, das am 30. September endet, voraussichtlich Zinsen in Höhe von 1,039 Billionen US-Dollar zahlen wird.
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Da die Bundeseinnahmen für denselben Zeitraum auf 5,58 Billionen Dollar veranschlagt werden, würde das Verhältnis von Zinsaufwendungen zu Einnahmen einen Rekordwert von 18,6 Prozent erreichen.
Die Nettozinsaufwendungen des Bundes beliefen sich im vergangenen Jahr auf 18,5 Prozent der Einnahmen und übertrafen damit den bisherigen Rekordwert von 18,4 Prozent aus dem Jahr 1991. Dennoch ist die derzeitige Lage in Amerika noch besorgniserregender als vor 35 Jahren.
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Im Jahr 1991 trieben die Renditen für 30-jährige Anleihen von rund 8,1 Prozent die gesamten Zinszahlungen auf ihren bisherigen Höchststand. Da die Rendite 30-jähriger Anleihen derzeit bei knapp 5,3 Prozent liegt, verschlingen die Zinszahlungen bereits fast ein Fünftel der Steuereinnahmen.
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Sollte die Rendite 30-jähriger Anleihen weiterhin bei etwa 5,2 Prozent liegen, könnte die Zins-Einnahmen-Quote bis zum Jahr 2036 30 Prozent erreichen. Sollte diese Quote wieder auf 8,1 Prozent steigen, könnte sie bis zum Jahr 2036 fast 50 Prozent erreichen. Beide Wege würden andere Prioritäten verdrängen und im Haushalt weitaus weniger Spielraum für die Regierungsführung lassen, ohne dass noch größere Defizite entstehen würden.
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Viele Ökonomen sind der Ansicht, dass den USA nur noch 10 bis 25 Jahre bleiben, um ihre Staatsverschuldung zu stabilisieren, bevor es rechnerisch unmöglich wird, diese in den Griff zu bekommen. Sollten jedoch die internationalen Investoren gemeinsam das Vertrauen in die Bereitschaft der Regierung zur Verabschiedung von Finanzreformen verlieren, könnte eine Krise am Anleihemarkt das Land praktisch über Nacht zerstören.
Gerald Flurry warnte im vergangenen Jahr, „Eine Finanzkrise steht unmittelbar bevor”, und schrieb:
Vor Jahrzehnten warnte der verstorbene Herbert W. Armstrong vor einer von den Vereinigten Staaten ausgelösten globalen Finanzkrise. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass so etwas jederzeit passieren kann! Die amerikanischen Finanzmärkte befinden sich auf unsicherem Boden. Ein einziger Fehlschritt, und das gesamte Finanzsystem könnte zusammenbrechen. In der Bankenkrise von 2008 konnte das US-Finanzsystem nur dadurch gerettet werden, dass enorme Summen ausgegeben wurden, über die wir nicht verfügten. Dies hat uns lediglich den Weg für eine noch größere Krise in der Zukunft geebnet.
