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Gary Dorning/diePosaune

Die Ursprünge der Römisch-Katholischen Kirche (Erster Teil)

Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung - Kapitel eins

Fortgesetzt von Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches (Dritter Teil)

Haben Sie jemals ernsthaft über die Ursprünge der größten Religion der Welt nachgedacht?

Die Römisch-Katholische Kirche ist die anerkannteste und glanzvollste Religion der Welt. Sie hat weltweit mehr als 1,2 Milliarden Anhänger, ungefähr 400.000 Priester und etwa 221.000 Pfarreien. Der Katholizismus ist auf allen Kontinenten und in jedem Land präsent. Mehrere zehn Millionen Katholiken nehmen pflichtbewusst jede Woche an den Gottesdiensten teil. Auf der ganzen Welt werden katholische Priester und Obrigkeiten zur Teilnahme an öffentlichen und privaten Gesprächen über Religion, Politik, Kultur, Moral und praktisch jedes andere Thema eingeladen.

Mehr als 5 Millionen Touristen strömen jedes Jahr in Scharen in die Vatikanstadt. Sie besuchen sie, um Michelangelos legendäre Fresken zu bewundern, an der Messe in der Sixtinischen Kapelle teilzunehmen, und in der Hoffnung, einen flüchtigen Blick auf die meist verehrte Gestalt auf dem Planeten werfen zu können: den Papst.

Und trotz ihrer globalen Allgegenwart, ihrem gewaltigen Ruhm, ihrem materiellen Glanz und ihrer langen Geschichte bleibt die katholische Kirche ein Rätsel. Sogar für lebenslange Katholiken.

Jeden Sommer wandern täglich mehr als 20.000 Besucher durch die Museen des Vatikans; Touristen, die mutmaßlich an der katholischen Geschichte interessiert sind. Aber wenn man vor diesen Museen stehen und die Leute fragen würde, die wahren Ursprünge der katholischen Religion zu erklären, könnten die meisten keine befriedigende Antwort geben. Sogar die frömmsten Katholiken sind nicht in der Lage, eine klare und überzeugende Erklärung der Identität ihrer Religion zu liefern. Die meisten katholischen Priester und Historiker kämen ins Stocken, würde man sie fragen, wie sie den Glauben ihrer Religion und deren Doktrinen mit den Lehren der Bibel in Einklang bringen. Nur sehr wenige sind in der Lage, uns genau zu erklären, wie der Katholizismus entstand, wo die Religion ihren Anfang nahm, wer ihre frühesten Vorväter waren oder was die Ursprünge ihrer
wichtigsten Bräuche sind.

Die katholische Religion ist die bekannteste christliche Religion der Welt; dennoch ist sie geheimnisumwoben.

Ist das nicht verwunderlich? Keine Institution, Regierung oder Religion hat die europäische Geschichte – die einen bedeutenden Teil der westlichen Zivilisation ausmacht – so geprägt wie die Römisch-Katholische Kirche. Der Historiker Thomas Woods schrieb: „Die westliche Zivilisation verdankt der katholischen Kirche weit mehr, als sich die meisten Menschen – Katholiken eingeschlossen – vielfach bewusst sind. Tatsächlich hat die Kirche die westliche Zivilisation mit aufgebaut“ (How the Catholic Church Built Westen CivilizationWie die katholische Kirche die westliche Zivilisation aufbaute).

Es ist unzutreffend, den Eindruck zu vermitteln, dass die katholische Kirche allein für den Aufbau der westlichen Zivilisation verantwortlich ist. Der Einfluss der englischsprachigen Zivilisation, die eine ausgeprägte anti-päpstliche und anti-katholische Identität besaß, ist mindestens genauso oder sogar noch mehr als die katholische Kirche dafür verantwortlich. Aber im Prinzip ist die Argumentation von Woods korrekt. Die katholische Führung und ihre Lehren haben entscheidenden und weitreichenden Einfluss auf die westliche Religion, Politik, Kultur, Wissenschaft und Erziehung gehabt und das oft in einer Weise, die den meisten Menschen nicht bewusst ist.

Der Vatikan waltete über den Aufstieg und den Untergang von Königen und Regierungen, das Aufkommen politischer und ideologischer Bewegungen und die Entdeckung und Kolonisierung neuer Länder und Völker. Die katholische Religion hat jeden Aspekt der westlichen Gesellschaft beeinflusst, angefangen bei Kunst und Musik bis zur Wissenschaft, von der Zeitmessung bis zu den Feiertagen, die wir jedes Jahr begehen. Ihr Einfluss auf Europa ist sogar noch größer: Sie hat Europas Rechtssysteme geprägt, seine Bildungseinrichtungen, viele seiner bedeutendsten Städte, seine Wirtschaftssysteme und sogar seine Landwirtschaft.

Und was die Religion angeht, so können alle christlichen Konfessionen – außer einer – ihre Abstammung direkt oder indirekt bis zum Römischen Katholizismus zurückverfolgen.

Die Römisch-Katholische Kirche ist die einflussreichste und alles bestimmende Institution in Europas Geschichte – dennoch ist sie immer irgendwie ein totales Geheimnis geblieben!

Dieses Kapitel bietet eine ausführliche und logische Erklärung der Ursprünge der katholischen Kirche. Anders als die meisten Bücher zu diesem Thema, bildet die Grundlage dieser Studie jedoch die Bibel. Schließlich beruft sich die katholische Kirche auf die Autorität der Bibel sowie auf die Lehren Jesu Christi und der Apostel, um ihren Anspruch darauf zu untermauern, dass sie Gottes wahre Kirche ist. Ist es dann nicht angemessen zu fragen, was die Bibel über den Ursprung dieser Kirche sagt?

„Ein Geheimnis: Babylon, die Große“

Wir haben gesehen, wie eine Kirche in Offenbarung 17 symbolisch als Frau dargestellt wird. In Vers 4 prophezeit Gott, dass diese Frau, bzw. Kirche, internationale Präsenz hätte und zu unglaublichem Reichtum käme: „Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen …“ Sie würde unverwechselbar unter den Weltreligionen sein. Ihr Reichtum und Einfluss würde ohne Beispiel sein; sie würde absolut eine klar erkennbare Religion sein.

Johannes prophezeit auch, dass diese „Frau“ die „Könige der Erde“ beeinflusst. Sie hat die Angewohnheit, Beziehungen mit weltlichen Regierungen aufzubauen und über sie zu herrschen. Vers 2 sagt, dass die „Bewohner der Erde betrunken geworden sind von dem Wein ihrer Hurerei.“ Sie ist eine imperialistische Religion, die die Angewohnheit hat, sich mit den weltlichen Regierungen zu verflechten. Beim Studium der Geschichte erkennt man, dass nur eine Kirche durchgehend auf diese Weise beschrieben werden kann.

Vers 9 sagt, dass diese Kirche auf „sieben Bergen“ sitzt. Nur eine Stadt der Erde ist berühmt dafür, auf „sieben Hügeln“ zu liegen und sie ist Sitz des Hauptquartiers einer mächtigen Religion. Vers 18 sagt: „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige auf Erden.“

Nur eine Stadt hat historisch diese Kriterien erfüllt: Rom.

Viele Bibelgelehrte und Historiker sind sich über die Identität der Frau in Offenbarung 17 einig.

Matthew Henrys Kommentar lautet: „Rom scheint in diesem Kapitel eindeutig gemeint zu sein. Das heidnische Rom unterdrückte und herrschte mit militärscher Macht, nicht durch Kunst und Schmeichelei … [E]s ist wohlbekannt, dass das päpstliche Rom durch gewieftes und politisches Management mit allen Arten betrügerischer Ungerechtigkeit sich seine Herrschaft über Könige und Nationen verschaffte und bewahrte.“

Clarkes Kommentar erklärt: „Demzufolge müssen die zehn Hörner die wesentliche Macht des lateinischen Reiches darstellen, das heißt, dieses Reich muss aus den Herrschaftsgebieten von zehn Monarchen zusammengesetzt sein, die in jeder anderen Hinsicht unabhängig voneinander sind, abgesehen von dem unbedingten Gehorsam der Lateinischen [oder Römischen] Kirche gegenüber“ (Hervorhebung durchgehend hinzugefügt).

Die Scofield Bibel sagt: „Zwei ‚Babylons‘ müssen in der Offenbarung unterschieden werden: Das kirchliche Babylon, das die abtrünnige Christenheit ist, angeführt von dem Papsttum; und das politische Babylon, das das vereinte Imperium des Tieres ist, die letzte Form der heidnischen (nichtjüdischen) Weltherrschaft.“

Einigen wird es schwerfallen anzuerkennen, dass mit der Frau in Offenbarung 17 die katholische Kirche gemeint ist. Aber vor nicht allzu langer Zeit war das noch eine weithin akzeptierte Wahrheit, selbst von Bibelgelehrten – von denen auch einige katholisch waren.

Der Apostel Johannes schrieb das Buch der Offenbarung im ersten Jahrhundert, lange bevor der Begriff katholisch entstanden war, der weltumfassend oder allgemeingültig bedeutet. Wenn wir die Ursprünge der katholischen Kirche in der Bibel aufdecken wollen, dann dürfen wir nicht nach dem Begriff katholisch suchen. Wir müssen bei der Suche den Namen verwenden, der ihr von Gott gegeben wurde. Wie nennt Gott die „Frau“ von Offenbarung 17? Vers 5 gibt die Antwort – und, prangend auf ihrer Stirn, könnte sie nicht eindeutiger sein:

„Und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: das große Babylon …“ (Ist es nicht interessant, dass Johannes schon im ersten Jahrhundert prophezeite, dass diese Religion ein Geheimnis sein würde? „Geheimnis“ ist ein Teil des Namens dieser Frau!)

Beachten Sie den biblischen Namen der Kirche, die in Offenbarung 17 besprochen wird: das große Babylon. Babylon bedeutet wörtlich übersetzt Verwirrung, was eine treffende Beschreibung dieser Religion und ihrer Doktrinen ist. Der Begriff Babylon bezieht sich auch auf die Stadt des antiken Babylons. Gott inspirierte den Gebrauch dieses Begriffes zur Beschreibung der weltbeherrschenden Religion, besprochen in Offenbarung 17, nicht ohne Grund: Die katholische Kirche, darunter viele ihrer Lehren, verfolgt die Spuren ihres Erbes weit zurück bis ins altertümliche Babylon.

Das müssen wir jetzt in Augenschein nehmen. 

Fortgesetzt in Die ursprünge der Römisch-Katholischen kirche (Zweiter Teil)

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