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Apostleship of the Sea/Flickr

Die Siebte und Letzte Wiederauferstehung – Jetzt Hier (Zweiter Teil)

Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung - Kapitel acht

Fortgesetzt von Die Siebte und Letzte Wiederauferstehung – Jetzt Hier (Erster Teil)

Päpstliche Vermittlung

„Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich noch jeder Papst für die Erschaffung einer überstaatlichen europäischen Union massiv eingesetzt“, schrieb Adrian Hilton weiter. „Papst Johannes XXIII. bestand darauf, dass die römischen Katholiken ‚als erste‘ die Einigung anstreben sollten. Papst Paul VI. erklärte: ‚Jeder kennt die tragische Geschichte unseres Jahrhunderts. Wenn es ein Mittel gibt, um zu verhindern, dass sich so etwas noch einmal ereignet, dann ist es die Konstruktion eines friedlichen, organisch vereinigten Europas.‘ 1965 stellte er weiter fest: ‚Es liegt ein langer, mühsamer Weg vor uns. Jedoch der Heilige Stuhl hofft, den Tag geboren zu sehen, an dem sich ein neues Europa erhebt, reich an Fülle seiner Traditionen.‘

Die vielleicht besorgniserregendste Erklärung Pauls VI. in Bezug auf die europäische Einigung kam 1975 in Rom, als er sagte: ‚Kann man nicht sagen, dass es der Glaube, der christliche Glaube bzw. der katholische Glaube ist, der Europa in der Vergangenheit gemacht hat?‘ Und er fuhr fort: ‚Es ist doch gerade dort, wo unsere Mission als Bischöfe in Europa eine packende Perspektive annimmt. Keine andere menschliche Kraft in Europa kann den uns anvertrauten Dienst leisten, nämlich, Förderer des Glaubens zu sein und die christliche Seele Europas wiederzuerwecken, dort, wo seine Einheit verwurzelt ist‘.“

In den siebziger und achtziger Jahren, nachdem der Vatikan geholfen hatte, das aufzubauen, was schließlich zur Europäischen Union wurde, spielte er eine Schlüsselrolle dabei, Osteuropa, damals noch unter dem sowjetischen Joch, in das expandierende europäische Reich hineinzuziehen. Besonders Papst Johannes Paul II. war behilflich dabei, einen Großteil von Osteuropa vorsichtig vom kommunistischen Russland abzutrennen.

Betrachten wir zum Beispiel Polen. Als Papst Johannes Paul II. in sein Heimatland Polen zurückkehrte, verwelkte der Kommunismus einfach nur durch seine Anwesenheit. Hier einige Kommentare von Associated Press: „Die von der Kirche gestützte Arbeiterbewegung ‚Solidarität‘ war mit Hilfe des Kriegsrechts zerschlagen worden und Polens kommunistische Führung hatte erwartet, dass ein zur Einsicht gelangter Papst zu Kompromissen bereit wäre, als er sein Heimatland 1983 besuchte. Stattdessen erteilte der Papst mit erhobener Stimme dem völlig überraschten [kommunistischen] Parteichef General Wojciech Jaruzelski eine Lektion, die von der ganzen Nation im Fernsehen verfolgt wurde. Der Papst warnte, dass die Geschichte ihn richten werde und verlangte, dass die Rechte der Gewerkschaft als erste freie Gewerkschaft [Solidarität] im Sowjetblock wiederhergestellt würden“ (9. Januar 1998).

Angesichts der päpstlichen Forderungen kapitulierte Jaruzelski schließlich. Die vom Vatikan mitbegründete katholische Bewegung „Solidarität“ triumphierte und Polen brach aus dem kommunistischen Block aus, um kurz danach eine enge Bindung mit der Europäischen Union einzugehen. Genau wie Herbert Armstrong prophezeit hatte, trieb der Vatikan einen großen Keil in den eisernen Vorhang, der dazu bestimmt war, ihn aufzubrechen und letztendlich seinen Einsturz herbeizuführen!

Eine Pressemitteilung von ABC Korrespondent Bill Blackmore erkannte die Macht der päpstlichen Diplomatie an: „Papst Johannes Paul II. hatte nicht nur eine gewaltlose Revolution in Gang gesetzt, als er zum ersten Mal als Papst nach Polen zurückkehrte, sondern er hatte sie auch geduldig bis 1989 weitergeführt, bis er schließlich gewann und die polnische Solidarität sich so weit verbreitete, dass die Berliner Mauer fiel und der Kommunismus schließlich zerbrach.

Wie es in der Vergangenheit schon so oft passiert war, ebnete der Vatikan den Weg für Europa, damit es sich zur Weltmacht entwickelte. Der Vatikan war wieder mal dabei, Europa zu einen.

Benedikt XVI.

In den 1990er und 2000er Jahren, als die EU sich erweiterte und Länder dazukamen, die in ihrer Geschichte weniger mit dem Katholizismus zu tun gehabt hatten, schien der Einfluss der katholischen Kirche in der EU abzunehmen. Der Vatikan erkannte das und begann sehr bald, die Kirche als Zentrum der Macht in Europa wiedereinzusetzen – eine Aufgabe, die auch heute noch nicht abgeschlossen ist.

Joseph Ratzinger, der deutsche Kardinal, der im April 2005 zum Papst gewählt wurde, um Papst Johannes Paul II. nachzufolgen, war eine große Hilfe dabei, die traditionelle katholische Kirche wiederzubeleben und die katholischen Wurzeln Europas zu erneuern.

Als er das Amt übernahm, wählte er den Namen Benedikt XVI., ein Name inspiriert vom Leben und Werk Benedikts von Nursia, ein Mönch im fünften Jahrhundert, verehrt als heiliger Patron von Europa und Gründer des Benediktinerordens und seiner Klöster. Benedikt von Nursia förderte im frühen Mittelalter den katholischen Einfluss in ganz Europa. Die Wahl des Namens Benedikt zeigt, dass Ratzinger die Wiederbelebung der alten Union Kirche-Staat, also auch des Heiligen Römischen Reichs, als seine Pflicht ansah.

In seiner ersten Rede als Papst im Jahr 2005, lobte Benedikt seinen Namensvetter und erklärte, dass dieser den Grundstein für die europäische Einigung gelegt hatte. „[Benedikt] stellt einen grundlegenden Bezugspunkt für die Einheit Europas dar und ist eine nachdrückliche Erinnerung an die unverzichtbaren christlichen Wurzeln der europäischen Kultur und Zivilisation“, stellte er fest.

Bei seiner ersten wöchentlichen päpstlichen Audienz 2005 nutzte Papst Benedikt die Gelegenheit, das zum Ausdruck zu bringen, „was das zentrale Thema seines Pontifikats werden sollte“, wie die New York Times zitiert: „Die christlichen Wurzeln Europas“ (29. April 2005).

Unter diesem Papst erlebte der Vatikan eine Renaissance der katholischen Tradition und des Konservatismus. Wie viele feststellten, hatte Benedikts Vatikan eine besondere Zuneigung zu mittelalterlichen Doktrinen und Praktiken und tat sich besonders als Beschützer der alten Traditionen hervor. Gemeinsam mit dem Vatikan kämpfte Benedikt gegen den moralischen Relativismus und gegen Kompromisse und Weltlichkeit.

Als er im Februar 2013 sein Amt niederlegte, hatte Benedikt innerhalb der Kirche große Fortschritte bei der Bekämpfung des Liberalismus, bei der Wiederherstellung des traditionellen und konservativen katholischen Dogmas und seiner Praktizierung sowie bei der Wiederbelebung der „christlichen Wurzeln“ Europas gemacht. Trotz seines Erfolgs blieb jedoch immer noch viel Arbeit zu tun. 

Wird fortgesetzt...

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