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Keith Cooper/flickr

Die sieben Gesetze zum Erfolg (Dritter Teil)

Fortgesetzt von Die sieben Gesetze zum Erfolg (Zweiter Teil)

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Was war die wirkliche Bedeutung des Lebens in den Augen dieser
„erfolgreichen“ Männer?

Ihr Lebensziel, das, was sie „Erfolg“ nannten, war der Erwerb materiellen Besitzes, die Anerkennung ihrer Lebensstellung seitens der Gesellschaft und die vorübergehende Befriedigung ihrer fünf Sinne.

Je mehr sie jedoch erwarben, desto mehr begehrten sie zu erlangen, und desto weniger waren sie mit dem zufrieden, was sie besaßen. Wenn sie es empfingen, war es bereits nicht mehr genug.

Einige „erfolgreiche“ Männer dieser Welt verstehen es, ihr Bild auf die Titelseiten großer Zeitungen und Illustrierten zu lancieren. Dies bläht das Ich auf und erregt es für eine kurze Zeit, aber es befriedigt nie auf die Dauer. Nichts vergisst die Öffentlichkeit so schnell wie die gestrigen Nachrichten!

Solche Männer suchen die Komplimente anderer, sie klopfen sich gegenseitig auf die Schultern, um das zu bewirken. Doch ihr „Erfolg“ währt nicht länger als der Applaus für einen Schauspieler und lässt in ihnen ein Gefühl der Leere zurück. Ihnen verbleibt der nagende Hunger nach etwas, das ihnen Befriedigung verschaffen könnte! So werden sie ruhelos und unzufrieden.

Sie mögen große Bankkonten besitzen, aber ihr Leben bleibt leer. Und alles, was sie erwerben – was jedoch nie genug ist und sie nie befriedigt – lassen sie zurück, wenn sie sterben!

Was ist verkehrt?

Diese Leute setzten sich von Anfang an falsche Ziele. Sie hatten die wahren Werte nicht erkannt und stattdessen falsche verfolgt.

Denken Sie nicht, dass es an der Zeit ist, die richtige Definition des Wortes Erfolg zu lernen?

Das vielleicht treffendste Beispiel der ganzen Geschichte ist das eines Königs des Altertums, der sehr strebsam war, viel erreichte und märchenhaften Reichtum erlangte. Er experimentierte mit Vergnügen aller Art, um herauszufinden, ob sie Glück bringen würden.

Dieser Mann sagte sich: „Wohlan denn, ich will es einmal mit der Freude und dem Lebensgenuss versuchen!“

Weiter beschrieb er sein Experiment: „Ich fasste den Entschluss, meinem Leibe mit Wein gütlich zu tun – allerdings so, dass mein Verstand die Leitung mit Besonnenheit behielte – und mich an die Torheit zu halten, bis ich sähe, was für die Menschenkinder das Beste sei …“

Dieser König des Altertums war jung genug, um das Leben wirklich zu genießen. Er konnte es sich auch leisten. Er war einer der wohlhabendsten Männer, die je gelebt haben – die Mittel einer Nation standen ihm auf Befehl zur Verfügung. Wenn nicht genug Geld für ein erträumtes Projekt vorhanden war, erhöhte er einfach die Steuern.

So fuhr er also fort, sein Experiment auf der Suche nach Glück und Erfolg zu beschreiben: „Ich unternahm große Werke.“ Fantastische nationale Werke und Projekte. „Ich baute mir Häuser, pflanzte mir Weinberge, legte mir Gärten und Parks an und pflanzte darin Fruchtbäume jeder Art. Ich legte mir Wasserteiche an, um aus ihnen den Wald mit seinem üppigen Baumwuchs zu bewässern. Ich kaufte Knechte und Mägde, hatte auch Gesinde, das in meinem Hause geboren war. Ich hatte große Herden von Rindern und Kleinvieh, größer als irgendjemand vor mir sie besessen hatte. Ich häufte mir auch Silber und Gold an, die Schätze von Königen und Ländern, schaffte mir Sänger und Sängerinnen an und, was die Hauptlust der Menschen ist: Frauen über Frauen. So stand ich groß da und tat es allen zuvor, die vor mir in meinem Lande gelebt hatten. … Nichts von allem, wonach meine Augen Verlangen trugen, versagte ich ihnen, keinen Wunsch ließ ich meinem Herzen unerfüllt, denn mein Herz sollte Freude haben von all meinem Schaffen, und das sollte mir der Lohn für alle meine Mühe sein.“

„Doch“, so schloss er, „als ich nun alle Werke prüfend betrachtete … und die Mühe erwog, die ich auf ihre Ausführung verwandt hatte: ach! da war das alles nichtig und ein Haschen nach Wind, und es kommt nirgends ein
Gewinn heraus unter der Sonne.“

„O Nichtigkeit der Nichtigkeiten! … O Nichtigkeit der Nichtigkeiten: alles ist nichtig!“ schrieb dieser König nach seinem Leben des Experimentierens. Alles, wohin es führte, war: Jagen – ja, ein ständiges Jagen – und nach was? „Nach Wind“, schloss er. Ein ganzes Leben harter Arbeit, unermüdlichen Fleißes und materieller Erfüllung brachte ihm, wie er abschließend sagte, zusammengerechnet nicht mehr als eine Handvoll Wind ein!

Dieser Mann wurde „der weiseste Mann, der je lebte“ genannt. Es war der König Salomo des Israels der Antike. Aber bei all seinen kostspieligen Experimenten fand er nie die wahren Werte – die Bedeutung wahren und dauerhaften Erfolgs.

Und warum?

Einfach deshalb, weil dieser Mann bei all seiner Weisheit auf seine Weise Vergnügen, Glück und Erfolg suchte – und zwar im Materialismus. Am Anfang wurden von dem ewigen Schöpfer lebendige Gesetze erlassen und in Kraft gesetzt, deren Zweck es ist, ein Leben der Fülle, des Glücks sowie reiner und dauerhafter Freude für alle Menschen, die sie befolgen würden, hervorzubringen. Es sind dies die sieben großen Gesetze des Erfolgs. König Salomo, wie fast alle „erfolgreichen“ Männer der Welt, wandte emsig die ersten sechs an – aber ohne das siebte startete er in die falsche Richtung. Je mehr er strebte, desto weiter geriet er in die Richtung, die wahrem und dauerhaftem Erfolg
entgegengesetzt ist.

Er kannte zwar dieses siebte Gesetz. Aber „Salomo tat so, was dem Herrn missfiel … er hatte dieses Gebot des Herrn unbeachtet gelassen. Darum sagte der Herr zu Salomo: ‚Weil es soweit mit dir gekommen ist, dass du meinen Bund und meine Satzungen, die ich dir zur Pflicht gemacht habe, nicht mehr beachtest, so will ich dir das Königtum entreißen …‘“ (1. Könige 11, 6-11, Menge-Übers.).

Erlauben Sie mir, Ihnen jetzt die Erfahrung eines Königs unserer Zeit zu erzählen. Er war ein naher, persönlicher Freund des Exkönigs Saud von Saudi-Arabien, dem ich persönlich vorgestellt wurde. Scheich Ali von Qatar wurde über Nacht ein steinreicher Mann.

Qatar ist ein kleines arabisches Land, das als Halbinsel in den Persischen Golf hineinragt. Vor gar nicht langer Zeit erreichte der große Öl Boom das kleine Königreich Scheich Alis. Er brachte dem Land mit einer Einwohnerzahl von 35.000 jährlich 100 Millionen Euro ein, wovon ganze 25 Millionen Euro an den 69-jährigen Scheich Ali persönlich gingen.

Nun, was würden Sie tun, wenn Ihnen plötzlich jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung stünden?

Die Antwort ist aller Wahrscheinlichkeit nach, dass Sie nicht das tun würden, woran Sie jetzt denken! Wenn jemand plötzlich so viel Geld in seinen Händen hält, ändert das meistens vollständig seine Gesinnung. Genauso ging es nämlich dem alten Scheich Ali.

Sofort ging er daran, große farbenfrohe Paläste in Rosa, Grün und Gold inmitten übelriechender Elendshütten zu bauen. Sie waren mit Klimaanlagen ausgerüstet, supermodern und sogar mit durch Schaltknöpfe zu bedienenden Vorhängen ausgestattet! Nun konnte der neureiche Scheich den backofenheißen Wüstensommern mit Temperaturen von 50° C entgehen.

Er charterte ganze Flugzeuge und hatte ein so großes Gefolge, dass seine erst vor kurzem erworbene palastartige Villa am Genfer See sie nicht alle aufnehmen konnte und sie somit in verschiedenen Hotels der Umgebung untergebracht werden mussten.

Dann erlaubte sich Scheich Ali den 2-Millionen-Euro-Kauf eines prunkvollen Herrenhauses mit Aussicht auf Beirut und das herrliche Mittelmeer. Als ihm König Saud einen fürstlichen Besuch abstattete, schenkte er diesem 16 Autos. Eins davon war mit Gold verziert. Der alte Scheich Ali wurde in seiner Selbst-Verwöhnung so freigebig, dass seine Schulden sein fabelhaftes Einkommen überstiegen und bald auf 28 Millionen Euro kletterten!

Zeitungsberichte ließen auf der ganzen Welt durchsickern, wie es der Scheich ganz einfach nicht fertigbrachte, mit „nur“ 25 Millionen Euro pro Jahr auszukommen! Anfang November 1960 dankte er zugunsten seines 40-jährigen Sohnes Achmed ab. Ein neues, beratendes Kabinett beschloss, die Schulden des alten Ali zu bezahlen und ihm eine Pension zu geben, die gerade groß genug war, dass er sich eine Handvoll Diener und einige wenige Frauen leisten konnte.

Armer alter Ali! Für ihn war es schwieriger, mit jährlich 25 Millionen Euro auszukommen, als vorher in relativer Armut zu leben. 

Wird fortgesetzt...

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