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„Die Niedrigsten der Menschen"
Das Studium internationaler Beziehungen bedeutet ein Eindringen in ein Reich der Verlogenheit, Intrigen, übelster Gaunereien und gröbster, globaler Heuchelei. Wahrscheinlich wird dies nirgendwo deutlicher demonstriert, als mit dem Palästinenserführer Yasser Arafat.
Es ist viel geschrieben worden über diesen Miniaturdiktator, der die Palästinenser für nahezu 50 Jahre mit eiserner Hand regiert hat. Jedoch Versuche, Arafats schattenhaften Hintergrund zu ergründen, führen bestenfalls zu widersprüchlichen Darstellungen. Laut einer Schilderung ist er das vierte Kind eines Ladenbesitzers, nach einer anderen, das sechste Kind eines Textilhändlers. Als ehemaliges Mitglied der in Kairo ansässigen moslemischen Brüderschaft, ist er jetzt mehr ein Ägypter als ein Palästinenser? Hat er oder hat er nicht einen Mitstudenten in seiner Jugend ermordet? Hat er wirklich an Militärkampagnen teilgenommen und ist er bis zum Rang eines Generals aufgestiegen, oder sind diese Geschichten bloße Erfindungen mit der Absicht, die Aura eines Friedenskämpfenden Helden um einen blutigen, niederträchtigen Terroristen zu schaffen?
Arafat ist der absolute Judenhetzer und Judenhasser. In 1996 sagte er zu einer Gruppe von arabischen Diplomaten, „ich habe keine Verwendung für Juden, „sie sind und bleiben Juden (Commentary, Januar 2004). Wiederholt sprach er von seiner Entschlossenheit, die Juden ins Meer zu treiben – auf jedem nennenswerten Gebäude in Israel eine palästinensische Flagge zu sehen – die Israelis einfach von den Palästinensern durch Übervölkerung zum Aussterben zu bringen.
Arafats doppelzüngiger Dialog innerhalb des laufenden, angeschlagenen Friedensprozesses im Nahen Osten hat ein mörderisches Chaos in riesigem Ausmaß verursacht. Die Antwort auf die größtenteils willkürlichen und überwiegend linksgerichteten Nachrichtenmedien war, seine gemeinen Terroraktionen als die Bemühungen eines heldenhaften Friedenskämpfers zu rechfertigen, und die Reaktion der Israelis auf das andauernde Abschlachten ihrer Zivilisten als Terrorakte anzuschwärzen.
Der britische, politische Analytiker David Pryce Jones schreibt: „Wenn es zum antijüdischen Terror kommt, so hat Arafat Werte gesetzt, die andere Extremisten, ob ideologisch oder islamitisch, erst mal versuchen müssten, sie zu erreichen. Eine Kette von Mordfällen über Jahrzehnte hinweg, die Sprengung eines Schweizer Flugzeugs auf dem Flug nach Tel Aviv, wobei alle 47 Menschen an Bord getötet wurden; das Erschießen von 11 israelischen Athleten während der Olympiade in München; das Massaker von 27 Passagieren auf dem Flughafen Lode; das Erschießen von 22 Kindern und 5 Erwachsenen durch Maschinengewehrfeuer in der Nordisraelischen Stadt Ma’alot; das Überbordwerfen des amerikanischen Staatsbürgers Leon Klinghofer von einem Kreuzfahrtsschiff; und so weiter“ (ibid.).
Adolf Hitler hat einmal gesagt: „Verträge werden nur gemacht um sie zu brechen.“ Arafat ist ein Experte darin, an Hitlers Ausspruch festzuhalten. Efraim Karsh, der Autor des kürzlich erschienenen Buches Arafats Krieg, kommt zu dem Schluss, dass der Friedensprozess im Nahen Osten für Arafat bloß „ein riesengroßer Betrug“ ist. Dieser Meister der Doppelzüngigkeit sah sich veranlasst, bei der ersten Gelegenheit zu schwindeln, um die Einzelstaat-Lösung zu fördern, die einzige Lösung, die für ihn akzeptabel gewesen war“ (Commentary, op. cit.).
Indessen ging es den Palästinensern nach dem Standard dieser Welt, paradoxerweise einst ziemlich gut unter israelischer Okkupation, bis Arafat zunehmend als ihr rechtmäßiger Repräsentant akzeptiert wurde. Aber 50 Jahre der Hingabe für seine Wahnsinnssache brachte ein Abgleiten in einen Zustand krassester Korruption und hinterließ die Wirtschaft in einer Misere.
Sicherlich würde man bei der gegeben Liste von Arafats Straftaten logischerweise daraus folgern, dass nur unter den pervertiertesten Richtern solch einem Scharlatan ein Preis für sein Mitwirken für den Weltfrieden verliehen würde. Dennoch, sie haben ihm den Friedensnobelpreis verliehen, im Jahr 1994.
Werden wir auch noch erleben, wie der Führer des Iran, der Hauptsponsor des globalen Terrorismus diese wertlose Auszeichnung, die sie nun geworden ist, für die Förderung des „Friedens“ im Irak erhalten. Es wäre sicher keine Überraschung!
Wie verwerflich das ist! Obwohl der täglich fortschreitende Verfall zunimmt, dominieren die englischsprachigen Völker immer noch die globalen Ereignisse – sehr zum Verdruss vieler anderer Nationen. Obwohl die angloamerikanischen Länder gewählte Führer haben, die sie regieren, so sind diese Führer dennoch sehr auf ihren engen Kreis von Beratern und Ideengebern für die Formulierung und Bekanntmachung ihrer Politik angewiesen. Der Wunsch des durchschnittlichen politischen Ratgebers für die schnelle Lösung reflektiert einen Mangel an jeglicher wahrer historischer Erkenntnis und an Wissen über die enorme Bedeutung von Erbe, Völkerkundigkeit und die Macht der Religionen, um die Massen zu beeinflussen. Darüber hinaus enthüllt es eine generelle Weigerung, den nagenden moralischen Verfall der einst mächtigen und einflussreichen westlichen Gesellschaft, die jetzt von innen her verrottet, einzugestehen. Oftmals entsprang die Außenpolitik nicht so sehr dem Willen oder den Ideen unserer nationalen Führer, sondern vielmehr aus den Motiven von Bürokraten, Abgeordneten, Miniaturpolitikern und linksgerichteten Richtern, die entschlossen sind, die ganze Struktur einer einstmals weitgehend moralischen Gesellschaft zu ändern.
Dies alles wurde schon vor Tausenden von Jahren prophezeit: „Siehe, der Herr, der Herr Zebaoth, wird von Jerusalem und Juda wegnehmen Stütze und Stab: allen Vorrat an Brot und allen Vorrat an Wasser, Helden und Kriegsleute, Richter und Propheten, Wahrsager und Älteste, Hauptleute und Vornehme, Ratsherren und Weise, Zauberer und Beschwörer“ (Jesaja 3,1-3).
Demzufolge sollten wir nicht überrascht sein über die Aussicht, dass Libyen und Syrien, beide starke Unterstützer des globalen Terrors, einflussreiche Ämter innerhalb dieses großartigen Monuments zum Misserfolg, der Vereinten Nationen, bekleiden. Wir sollten auch nicht überrascht sein, wenn ein lügender, betrügender, mörderischer Terrorist mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird.
In Wirklichkeit hilft dies alles nur um zu zeigen, wie König Nebukadnezar auf die schwierige Art herausfand: „… der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber einsetzt“ (Daniel 4,14 – Elberfelder Bibel). ▪