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Die Feinde Jerusalems
Die Geschichte war hart zum Juden gewesen. Seine Rasse wurde von einer Reihe fremder Zivilisationen verfolgt, ausgebeutet, verbannt, versklavt, ja sogar massakriert.
Und doch hat er, obwohl über den Globus zerstreut, irgendwie überlebt, er blühte sogar auf. Wie Leo Tolstoi 1908 schrieb: „Der Jude ist das Sinnbild der Ewigkeit. Er, den weder Gemetzel noch Folter durch die Jahrtausende hindurch vernichten konnten, er, den weder Feuer noch Schwert, noch Inquisition, vom Angesicht der Erde wegzuwischen vermochten …“
Gleichwohl, die Feinde der Juden sind heute wieder im Anwachsen.
Der Staat Israel, gegründet 1948 und umgeben von feindlichen Nationen, wurde zu einem Blitzableiter für weltweite antijüdische Gesinnung. In vielen Fällen ist es unmöglich geworden, politische Kritik von direktem Antisemitismus zu unterscheiden. Israel wird nicht bloß wegen seiner Politik, sondern wegen seiner Existenz angegriffen.
Die arabischen und islamischen Völker, die Israel umgeben, scheinen die gefährlichsten Feinde des Juden zu sein. Aber wenn wir unter die Oberfläche blicken, sehen wir ein Problem, das sich weit über die Grenzen des Nahen Ostens erstreckt – eins, das tödlicher ist, als es zunächst scheinen mag.
In diesem feindlichen Klima werden Vorschläge unterbreitet, wie man Frieden in diese Region bringen kann. Der Druck für eine Lösung nimmt zu, und zwar im demselben Maße, wie die nationale Gesinnung und der Kampfgeist der Juden weitgehend schwindet.
Innerhalb der nächsten Jahre wird das Schicksal von Israel entschieden werden. Sein Überleben steht auf dem Spiel!
Der Trend der gegenwärtigen Ereignisse malt ein düsteres Bild. Aber nur wenn wir unsere Perspektive nach den Bibel-Prophezeiungen orientieren, können wir das wahrhaft enorme Ausmaß der Bedrohung erkennen.
Vor fast 2.000 Jahren prophezeite Jesus Christus, was Jerusalem kurz vor dem Ende dieses Zeitalters widerfahren würde. Passen Sie gut auf: Die Welt ist im Begriff, es zu erleben!
„Das kleine schmutzige Geheimnis der UNO“
Seit der Gründung des jüdischen Staates und insbesondere seit der letzten palästinensischen Intifada, die im Herbst 2000 begann, hat die Glut des Hasses gegen die Juden innerhalb der islamischen Welt beängstigend stark zugenommen.
„Es gibt gegenwärtig eine Kultur des Hasses, die Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Predigten, Videokassetten, das Internet, Fernsehen und Radio im arabischen Nahen Osten durchdringt, wie sie seit der Hochblüte von Nazideutschland nicht mehr gesehen wurde“, schrieb Robert Wistrich im National Interest. „In der Tat, die entmenschlichenden Darstellungen von Juden und Israel, die die das Staatswesen des Islam durchdringen, sind radikal genug in Ton und Inhalt, um eine neue ‘Rechtfertigung für den Völkermord’ zu bewirken“ (Sommer 2003).
Das ist gewiss alarmierend – aber es ist ein Fehler, anzunehmen, die Judenangst sei hauptsächlich ein moslemisches Problem. Erstens, wie Wistrich andeutet, zeigt die Geschichte eindeutig, dass die größten Juden-Verfolgungen durch die Hände der westlichen christlichen Gesellschaft erfolgte – was eindeutig zurückzuverfolgen ist bis zum ersten Römischen Reich. Im Mittelalter bevorzugten die Juden tatsächlich ein Leben unter arabischer Besatzung, als unter christlicher Diskriminierung! Sogar heute noch kann vieles von der verleumderischen Sprachweise, den widerlichen Klischeevorstellungen und Verschwörungstheorien, die lebhaft unter den Feinden Israels zirkulieren, direkt auf das mittelalterliche Europa zurückverfolgt werden. Es ist, als ob die Moslems vom Textbuch der Nazis abschreiben würden.
Herausragende Fälle von unverhohlenem Antisemitismus sind rund um die Welt an der Oberfläche aufgelodert – Juden wurden angegriffen, jüdische Schulen und Synagogen verunstaltet, jüdische Friedhöfe geschändet. Aber vielleicht noch störender als einzelne Vorfälle auf der Straße ist die Form der Misshandlung, welche den Juden innerhalb der erhabenen Kammern internationaler Regierungsgewalt widerfährt.
Um das auffälligste Beispiel zu nennen: die Vereinten Nationen wurden seit der Verleihung der israelischen Eigenstaatlichkeit im Jahre 1948 ein Sprachrohr für unvorstellbare Feindseligkeit gegen den jüdischen Staat.
Im Dezember letzten Jahres gelang es der UNO nicht, einen Bodenbrechenden Vertragsentschluss zu verabschieden, der die Opfer von Antisemitismus schützen sollte. Ein Artikel im Wall Street Journal, der über diese Entscheidung berichtete („das kleine schmutzige Geheimnis der UNO“, 8. Dez 2003), stellte diese wiederholten Misserfolge der UNO, verfolgte Juden zu verteidigen, ausführlich dar. Um ein Beispiel zu nennen, im Jahre 2003 schloss eine Resolution zur Bekämpfung der Diffamierung von Religionen den Antisemitismus aus, weil er als rassische und nicht als religiöse Diskriminierung betrachtet wurde – noch dazu, wo ein Vertrag aus dem Jahre 1965 über rassistische Diskriminierung den Antisemitismus mit der Begründung ausschloss, dass er „fehl am Platz“ wäre. Und die infame UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus im Jahre 2001 in Südafrika sonderte Israel aus, anstatt den Antisemitismus zu verurteilen, und beschuldigte es in einem Resolutionsentwurf des Völkermordes, der ethnischen Säuberung und der Apartheid.
Solche Beispiele sind zahlreich. Im November des Vorjahres „wurde eine Resolution, die Terrorangriffe auf israelische Kinder verurteilen sollte, nicht von der Generalversammlung angenommen, während eine zum Schutze palästinensischer Kinder mit nur vier Gegenstimmen verabschiedet wurde. Israel wurde gezwungen seine Resolution zurückzuziehen, weil ägyptischen Abänderungsanträgen, die das Wort ‘israelisch’ vor jeder Erwähnung des Wortes ‘Kinder’ löschten, eine automatische UNO Mehrheit garantiert wurde“ (ibid.). Israel wurde auch von der UN Kommission für Menschenrechte wiederholt angegriffen (übrigens, unter dem Vorsitz von Nationen wie Libyen). „Die Kommission ging soweit, dass sie am 15. April 2003 die Rechtmäßigkeit von Selbstmordattentaten gegen Israelis bestätigte, bzw. in urteilsfreier UNO-Sprache: ‘alle verfügbaren Mittel, einschließlich des bewaffneten Kampfes’“ (U.S.News & World Report, 3. Nov 2003).
Mehr als vier Jahrzehnte lang war Israel als einziges UNO-Mitglied von der Vertretung in der UNO Menschenrechtskommission, dem Sicherheitsrat, dem Weltgericht, der UNICEF und dem Wirtschafts- und Sozialrat, ausgeschlossen. Einfach ausgedrückt, die Behandlung Israels durch die UNO war beklagenswert ungerecht. Die Vereinten Nationen haben im Grunde genommen dem Anti-Israelismus den Stempel der Rechtmäßigkeit aufgedrückt.
Denken Sie diese Tatsachen während wir fortfahren. Denn die UNO, unterdrückt von den Feinden Israels und unfähig zur Unparteilichkeit, ist eine der Organisationen, die Vorschläge einbringt, wie Israels Probleme zu lösen sind.
Europas Anti-Israelismus
Als historischer Ursprung des Antisemitismus hat Europa allen Grund, sehr beschämt zu sein. Viele Jahre nach dem 2. Weltkrieg war es in der Öffentlichkeit sehr behutsam im Umgang mit Juden. Aber diese Zeit ist vorbei – und die jüdische Gemeinschaft sollte besorgt sein.
Eine Mehrheit der Europäer gibt jetzt zu, dass sie der Gewissensbisse über den Holocaust müde sind. Gemäß einer Umfrage der Anti-Defamation League (ADL) vom 27. Juni 2002, sind 58 Prozent der Deutschen, 57 Prozent der Spanier, 56 Prozent der Österreicher und 52 Prozent der Schweizer der Meinung, dass „die Juden immer noch zuviel über den Holocaust reden“. Andere Umfragen zeigen, wie sich alte Vorurteile und Vermutungen zurück in das allgemeine Gedankengut der Europäer schleichen.
Es ist traurig, während der arabisch-israelische Konflikt andauert, scheint eine wachsende Anzahl von Europäern zu glauben, dass die Juden die Schuld haben müssen. Eine, in jeder Mitgliedsnation der EU durchgeführte Umfrage im Oktober letzten Jahres, listete 15 Länder auf mit der Frage: „Sagen Sie, welches davon Ihrer Meinung nach eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellt und welches nicht.“ Das Land mit den meisten Ja-Antworten (59 Prozent) war nicht Nordkorea, nicht der Iran oder Syrien. Es war das einzig westlich orientierte, demokratische Land im Nahen Osten – Israel. Anstatt überrascht zu sein, dass solche Ansichten von einem Kontinent kommen, der immer noch von der Geschichte des Holocaust überschattet ist, sollten wir vielleicht doch die Übereinstimmung in dem Musterbild eingestehen.
In einem gut dokumentierten Stück mit dem Titel „Anti-Americanism und Anti-Semitism: A New Frontier of Bigotry“, verfolgt Alvin H. Rosenfeld vom amerikanischen jüdischen Komitee, mehrere eindeutig antisemitische Trends, besonders innerhalb Deutschlands und Frankreichs und zieht den folgenden Schluss: „In der islamischen Welt ist der Judenhass nun überall gegenwärtig, aber in Europa und anderswo wird jede denkbare Art von Antisemitismus – politisch, sozial, kulturell, theologisch, ökonomisch – nicht mehr in Schach gehalten durch die Tabus, die sie in den vergangenen Jahren zurückgehalten haben, sondern zirkulieren offen und weitläufig“ (www.ajc.org).
Diese neue Offenheit wird bemerkt. Sie wurde auf der Titelseite der US-News hervorgehoben. Ebenso fand sie kürzlich besondere Beachtung in verschiedenen prominenten analytischen Zeitschriften, wie dem Nationale Interest und dem Spectator. Es veranlasste sogar die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, auf Ersuchen der USA und der ADL, eine Konferenz im Juni 2003 zu organisieren, die speziell den europäischen Antisemitismus behandelt.
Mark Strauss schrieb folgendes in Foreign Policy: „Dieser neue Antisemitismus ist ein Kaleidoskop alter Hassgefühle, zertrümmert und neu angeordnet in zufälligen Mustern, vertraut und fremd zugleich. Es ist das mittelalterliche Abbild des ‘Christus tötenden’ Juden, der in den redaktionellen Seiten der kosmopolitischen europäischen Zeitungen wieder auferstanden ist. Es ist das Internationale Rote Kreuz und die Bewegung Roter Halbmond, die sich weigern, ihre Ambulanzfahrzeuge mit dem Davidstern zu versehen. Es sind Simbabwe und Malaysia – beinahe judenfreie Nationen, die vor einer internationalen Verschwörung von Juden warnen, die die Finanzen der Welt unter ihre Kontrolle bringen wollen. Es sind Neonazis, die sich bunte palästinensische Kaffiyes (Kopftücher) umbinden und Palästinenser, die Schlange stehen, um Exemplare von Mein Kampf zu kaufen“ (November-Dezember 2003).
Strauss belegte, wie Mitglieder des extrem linken und rechten Flügels Gemeinsamkeiten gegen ihren gemeinsamen Feind finden. Alle Elemente des politischen Spektrums haben Zuflucht in dem gefunden, „was der französische jüdische Führer, Roger Cukierman, als antisemitisches, ‘braun-grün-rotes Bündnis’ zwischen Ultra-Nationalisten der populistischen grünen Bewegung und den Mitläufern des Kommunismus bezeichnet“ (ibid). Jede dieser Gruppierungen gibt einer unterschiedlichen Form der klassischem Judenangst ein neues Gesicht: Juden sind Wucherer, sie kontrollieren die Weltwirtschaft, sabotieren die nationale Kultur, sind nur gegenüber Mitjuden loyal, sind blutrünstige Kolonialisten, verwenden das Blut christlicher Kinder als Zutat für ihr Passahfestgebäck, vergiften Brunnen und verbreiten Plagen. Interessanterweise, obwohl diese gehässigen Klischeevorstellungen rund um die Welt auftauchen, führen all deren Wurzeln in das historische Europa zurück.
Wie Strauss erwähnte, hat sich die europäische Presse von dieser hässlichen Hasstirade nicht rein gehalten. Die U.S.News berichtete über eine im französischen Wochenblatt Le Nouvel Observateur erschienene Geschichte, „worin behauptet wird, dass israelische Soldaten palästinensische Frauen vergewaltigten, damit diese von ihren Verwandten getötet würden, um die Familienehre zu bewahren“ (op. cit.). Die Foreign Policy zitierte einen französischen Aktivisten, der „einem Reporter erzählte, dass der Mossad, der israelische Geheimdienst, für antisemitische Ausschreitungen in Frankreich verantwortlich gewesen sei, um so die Aufmerksamkeit von den Taten seiner Regierung in den eingenommenen Gebieten abzulenken“ (op. cit.). Der Guardian von England schrieb, dass „Israel kein Recht zur Existenz hat“ (3. Januar 2001).
Rosenfeld hat in der deutschen Presse die Schilderungen über Israels Ministerpräsidenten Ariel Sharon während der vergangenen Jahre verfolgt. Darin wurde Sharon regelmäßig „als ‘Bulle’, ‘Planierraupe’, ‘Kriegshetzer’ und ‘Schlächter’ dämonisiert. Er wurde mit Hitler und Nero verglichen und es wurde gesagt, er sei ‘Israels höchstrangiger Brandstifter’. Andere Referenzen würdigen ihn herab zu einem ‘politischen Pyromanen’, einem grobschlächtigen ‘alten Kriegsverbrecher’, einem ‘rechtsgerichteten Extremisten’, einem ‘Schlachtross’ und zu einer ‘personifizierte Katastrophe’. … Er wird auch als ‘politisch gestört’ und durstig nach palästinensischem Blut, beschrieben. (Nach Aussagen von Die Welt ‘klebt viel Blut an seinen Händen, beginnend von seinen Kibiya Tagen in den 1950er Jahren, über Sabra und Shantila, bis zu seiner jüngsten Provokation in der Moschee, im Jahre 2000’)“ – damit andeutend, dass Sharon, und nicht die palästinensischen Terroristen, für diese letzte Runde in der Intifada verantwortlich sei (op. cit.).
Diese ganze Hasskampagne in der Presse findet ihr gewalttätiges Ebenbild auf den Straßen Europas. Besonders in den letzten zwei Jahren war eine beachtliche Zunahme an antisemitischen Vorfällen quer durch Europa zu beobachten: regelmäßiger Vandalismus, Brandstiftung und Angriffe auf jüdische Ziele. Zwei typische Beispiele: Im letzten November wurde eine Zeremonie zum 65. Jahrestag des Holocaust, zum Gedenken an die Kristallnacht in Wien, von Protestierenden, die palästinensische Flaggen schwenkten und antiisraelische Parolen schrieen, gestört. Und die U.S.News bezog sich auf einen Vorfall jüngst in Berlin, wo eine Synagoge mit den Worten, „sechs Millionen sind nicht genug“ besprayt wurde.
Das ist keine politische Kritik. Dies ist rassistische Kriegshetze.
Einer der perversesten und beunruhigendsten Trends innerhalb der antiisraelischen Ausdrucksweise sind die häufigen, anmaßenden Vergleiche, die zwischen den Juden und den Nazis gemacht werden. Weltweit wird Ariel Sharon bei „Antikriegs“-Protesten und Versammlungen mit Adolf Hitler verglichen, und es werden israelische Flaggen geschwenkt, bei denen der Davidstern durch das Hakenkreuz ersetzt ist. Diese Aktionen illustrieren nicht nur die Intensität, sondern auch die Irrationalität und die auffallende Verachtung, mit der Israel überhäuft wird.
Ein Vergleichen von Israels Bemühungen, sich selbst gegen den palästinensischen Terrorismus zu schützen, mit der systematischen Folter und dem Mord an Millionen von Juden durch Hitlers Regime, um deren Rasse auszurotten, demonstriert eine peinlich verdrehte Perspektive, die in der zivilisierten Gesellschaft keinen Platz haben sollte. Dies ist mehr als pervers. Es „ist die niederträchtigste Form der Holocaust-Neuauflage“, schrieb Mark Strauss, „die Botschaft vermittelnd, dass die einzige ‘Lösung’ des israelisch-palästinensischen Konfliktes nicht weniger bedeutet, als die totale Zerstörung des jüdischen Staates“ (op. cit.).
Ganz eindeutig, der Nazigeist in Europa war nie völlig ausgerottet. Hier ist ein unheilvoller Geist im Umlauf, der uns alle in Sorge versetzen sollte!
Wohin führt dies eigentlich?
Für die Antwort wollen wir einen Blick auf eine von Jesus Christus verkündete Prophezeiung werfen und erkennen, wie diese bereits in ihren Anfangsphasen erfüllt wird.
„Gräuelbild der Verwüstung“
Während Jesu Christi Predigeramt fragten Seine Jünger, „was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?“ (Matthäus 24,3). Jesus wies die Idee nicht zurück, dass die Welt, wie wir sie kennen, zu Ende gehen würde. Nein – Er antwortete, indem Er eine bestimmte Serie von Zeichen erklärte, die die Christen wachsam beobachten sollten (siehe Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21). Er schloss mit den Worten, „so seid allezeit wach und betet, dass ihr würdig befunden werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn“ (Lukas 21,36.)
Ein Drittel der Weltbevölkerung bezeichnet sich selbst als Christen. Also sollte es kaum ungewöhnlich oder unorthodox scheinen, Jesus bei Seinem Wort zu nehmen. Tun Sie es?
Eines der Zeichen des nahe bevorstehenden globalen Unheils, das Christus gab, war dies: „Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist“ (V. 20). Die Parallel-Stelle in Matthäus 24 nennt dies „das Gräuelbild der Verwüstung“ (V. 15; siehe auch Daniel 12,11). Jesus sagte, dieses Zeichen sollte Seine Jünger so tief beeinflussen, dass sie laufen, wenn sie es sehen (Matthäus 24,16-18).
Warum? Weil, laut Christus, Jerusalems Einkreisung durch ausländische Armeen eine „Grosse Trübsal, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird“ ankündet – das heißt, eine beispiellose weltweite Verwüstung (V. 21). „Und, wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet [geschützt bzw., lebend gerettet] werden …“ (V. 22).
Jesus erwartete von Seinen Jüngern, dass sie dieses Zeichen verstehen würden (V. 15) – nämlich zu wissen, worauf ganz besonders zu achten sei. Tun Sie es? Beachten Sie Christi Befehl, wachsam zu sein und zu beten – so dass Sie für würdig befunden werden können, dem zu entfliehen?
Wenn Sie das tun, dann werden Sie erkennen, dass die Ereignisse sich rasch zum Zeitpunkt dieses Gräuels hin entwickeln. Die Feinde Jerusalems dringen bereits ein – ziehen die Schlinge enger um diese historische Stadt. Die meisten Menschen von heute werden noch am Leben sein um dies zu sehen – Armeen, Mehrzahl, die nach Jerusalem vordringen!
Internationale Streitmacht in Israel
Wir müssen den Worten Christi erlauben, unsere Perspektive zu unterstützen, während wir die internationale Forderung nach einer Lösung des Konflikts innerhalb Israels überwachen. Begreifen Sie, dass, nun schon seit einigen Jahren, die Idee von einem Einsatz ausländischer Truppen in Israel, um den Frieden zu erzwingen, bedeutend zugenommen hat? Können Sie die Bedeutung dieser Entwicklung verstehen?
Mehrere bedeutende Gruppen sind sich einig über die Notwendigkeit, Israel mit einer internationalen friedenserhaltenden Streitmacht zu umringen. Kofi Annan, Generalsekretär der UNO, unterstützt sehr energisch eine bewaffnete, Friedenserhaltende Armee, um den Krieg innerhalb Israels zu beenden. Die Europäische Union erging sich in langen Gesprächen über die Aufstellung einer internationalen Streitmacht in Jerusalem. Der französische Außenminister, Dominique de Villepin erwähnte die Möglichkeit der Entsendung einer EU Friedenstruppe, um diese Aufgabe zu erfüllen. Die BBC berichtete am 8. April 2002 über die Absicht Deutschlands, Bundeswehrsoldaten nach Israel zu entsenden, um den arabisch-jüdischen Konflikt zu beruhigen. „Besonders wegen seiner Vergangenheit hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Frieden im Nahen Osten“, hieß es.
Gemäß der Middle East Newsline haben sogar die USA überlegt, eine internationale Streitmacht zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren. „Wir sprechen nicht über einen anderen US-Militär-Einsatz“, wurde ein Beamter zitiert. „Stattdessen erörtern wir eine schwer bewaffnete Kampfeinheit, ähnlich der NATO, die hauptsächlich aus europäischen Truppenkontingenten bestehen würde. Es gab mehrere Diskussionen und ein positives Echo von einigen unserer europäischen Freunde“ (27. August 2003; durchaus meine Betonung).
Einer der genialsten Pläne ist, den jüdischen Staat zu „europäisieren“ oder zu „internationalisieren“. Im Juni 2000 wurde Israel der Status eines assoziierten Mitgliedes in der EU gewährt. Dann, im Vorjahr, während Italien die EU-Präsidentschaft innehatte, stellte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi die mögliche Voll-Mitgliedschaft Israels in Aussicht. Die Bibelprophezeiung zeigt, dass dies niemals geschehen wird, doch die Tatsache, dass es vorgeschlagen wurde, ist aufschlussreich. Sicher würde Rom gerne die Kontrolle über Jerusalem, die Heilige Stadt, gewinnen. Der Papst selbst hat ab und zu Vorschläge dieser Art gemacht.
Das Problem ist, keiner dieser Persönlichkeiten liegen Israels Interessen wirklich am Herzen. Sie alle stehen in einem schlechten Ruf, sind innerlich mit Anti-Israelismus durchzogen und arbeiten sichtbar gegen Israel. Sie sind hoffnungslos bloßgestellt als potentielle Quellen aufrichtiger Hilfe für die Juden!
Und diese Tatsache macht Christi Prophezeiung über das „Gräuelbild der Verwüstung“ um so vieles erschütternder.
Die Posaune hat oft aufgezeigt, dass, wenn Christi Worte mit anderen Bibelprophezeiungen in Zusammenhang gebracht werden (insbesondere mit Daniel 11,40-41), es klar wird, dass diese Armeen, die Jerusalem umzingeln, keine arabischen oder moslemischen Armeen sein werden. Wie bösartig die Rhetorik innerhalb der islamischen Welt auch werden mag, wie viele Terrorangriffe sie auch verüben mögen, wie sehr ihre Anstrengungen den Kampfeswillen der Juden zermürben mag, ihre Offensive gegen Israel wird nicht in einer vollständigen Belagerung Jerusalems ausarten.
Nein – diese Soldaten in Christi Prophezeiung werden in der Tat die Flaggen des historischen Erzfeindes der Juden, die Flaggen Europas, mit sich führen!
Europas Ambition
Diese Tatsache – unterstützt von der Geschichte, gegenwärtigen Ereignissen und biblischer Prophezeiung – ist, dass Europa Jerusalem zu kontrollieren sucht.
Dieses auf die Bibel fundierte Verständnis hat der Posaune seit vielen Jahren eine ungetrübte Betrachtung der Situation ermöglicht. Der Herausgeber Gerald Flurry schrieb schon im Dezember 1996, nach einer pro-palästinensischen Rede des französischen Präsidenten Jacques Chirac: „Dies ist nicht nur ein ernster Schlag gegen Israel. Es ist auch ein starker Schritt gegen die israelisch-amerikanische Achse. Es ist ein Kraftakt, den Friedensprozess zum grossen Nutzen Europas zu übernehmen – auf Kosten der USA und der Juden. Die Europäische Union unternimmt diesen Schritt, um das Schwergewicht im Nahen Osten zu sein.“
„Europa agiert nicht nur um ein Mit-Sponsor im Friedensprozess zu sein – es will die Kontrolle darüber bekommen!“
Europa positioniert sich bereits, um genau das zu tun. Europa möchte nichts lieber als die „Lösung“ für den gegenwärtigen Konflikt zu implementieren. Aber diese „Lösung“ wird zur Auslöschung des jüdischen Staates führen!
Naturgemäß neigte Israel dazu, den Kontinent mit einigem Argwohn zu betrachten – was es auch sollte. Aber so wie die Situation sich dahinschleppt und die Hoffnungslosigkeit der Israelis wächst, wird dieses Misstrauen der Verzweiflung weichen. (Lesen Sie zwecks weiterer Informationen das Kapitel „Judas tödliche Wunde“ in unserer frei erhältlichen Broschüre Jerusalem in der Prophezeiung.)
Wir müssen erkennen, dass der Antisemitismus, der rund um die Welt und besonders in Europa zutage tritt, kein Randproblem ist. Er ist das Symptom einer tiefen Krankheit, die im Begriff ist, in einem fieberndem Alptraum zu explodieren.
Am 28. Okt. 2003 zitierte der debka file Artikel „Eurokraten und NATOkraten planen Israels Nicht-Zukunft“ einen „hochgestellten britischen Geheimdienstbeamten“ mit Verbindungen zur NATO: „Einige Leute im Westen sind zum Schluss gekommen, dass die Schaffung des Staates Israel im Jahre 1948 ein Fehler war.“ Dieser Beamte sprach von einem Plan, die Juden aus Nahost zu vertreiben, und „warnte vor geheimen Komplotten, die in Brüssel gesponnen werden, um die israelische Demokratie auszutilgen, seine Unabhängigkeit zu beschneiden und letztendlich den Staat zum Verschwinden zu bringen.“
Die ganze Welt ist im Begriff, mitzuerleben, wie jene geheimen Pläne in der Außenpolitik des Vereinten Europas Gestalt annehmen. Christi Prophezeiung ist sicher! „Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind“ (Lukas 21,24). „Denn er ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang“ (Offenbarung 11,2). Dies ist nicht bloß eine kleine Stadt, die belagert wird. Jene, die bei diesem Angriff am Leben bleiben, werden als Sklaven in Gefangenschaft weggeführt! Andere Prophezeiungen verbinden dieses katastrophale Ereignis mit der gleichzeitigen Belagerung ganz Israels – und Amerikas und Großbritanniens! Verlangen Sie Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung, um das volle Ausmaß der Zerstörung zu studieren, die schon bald loszubrechen wird.
Dies ist eine entsetzliche Tatsache, mit der die ganze Welt konfrontiert ist. Ereignisse bestätigen bereits die Wahrheit von Jesu Christi Prophezeiung. Schon in kurzer Zeit können wir erwarten, Zeuge einer brutalen Eskalation von antisemitischer Rhetorik und Gewalttätigkeit zu werden. Wir können ebenso zunehmende Bemühungen auf europäischer Seite erwarten, sich mit Israel auszusöhnen – Bemühungen, seinen Status als Friedenserhalter und Retter zu legitimieren. (Lesen Sie „The Counterfeit Peacemaker“ in unserer August 2001 Ausgabe online auf www.theTrumpet.com). Wir können mehr Misserfolg erwarten bei der Suche nach Frieden, mehr Gewalttätigkeit und mehr Terrorismus. Wir können damit rechnen, dass die Situation noch auswegloser wird und die Hoffnung der Juden versiegt.
Aber verfolgen Sie Christi Prophezeiung (Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21) und Sie werden sehen, dass dieses Unheil in einem glorreichen Ende gipfeln wird! In Lukas 21,27-28 ist zu lesen: „Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit grosser Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.” ▪