Ihr kostenloser Newsletter

Die deutsche Geschichte ist dabei, sich zu verändern.

ANN RONAN PICTURES/PRINT COLLECTOR/GETTY IMAGES

Die deutsche Geschichte ist dabei, sich zu verändern.

Deutschland ist nicht schuld am ersten und am zweiten Weltkrieg. Stattdessen sollten die Deutschen lieber das „tausendjährige Deutsche Reich feiern – unsere Geschichte, unsere Errungenschaften und unser Stolz“. Willkommen zur neuen deutschen Geschichte.

Wer hat denn letztendlich die Schuld am zweiten Weltkrieg? Die Antwort darauf gibt eine bunte Hochglanzillustrierte, die auf meinem Schreibtisch liegt und die könnte Sie überraschen: Die Schuld hat Großbritannien, Amerika und vor allem die Wall Street.

Die Zeitschrift stellt fest, „das amerikanische Finanzkapital habe Deutschland versklavt – und den Diktator unterstützt“ – damit meint sie Adolf Hitler.

Willkommen bei Compact, die Zeitschrift, die die deutsche Geschichte neu schreibt.

Compact ist die Zeitschrift von Deutschlands Ultrarechten. Seine Schwerpunkte sind Nachrichten, Politik, Hass auf Amerika und eine eigenartige Verschwörungstheorie. Im Frühjahr 2017 begannen ihre Herausgeber, eine neue Serie vorzustellen: Compact Geschichte.

Sie entdeckten schnell, dass es innerhalb der extremen Rechten eine große Nachfrage nach dieser neuen Geschichte gab.

Compact Geschichte erscheint nun drei Mal pro Jahr. Vor mir liegt das letzte Heft – eine Sonderausgabe über den Versailler Vertrag, veröffentlicht 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Die Zeitschrift argumentiert, Deutschland sei am Ende des Krieges von habgierigen Westlern verfolgt worden. „Das Friedensdiktat von Versailles schuf ideale Bedingungen für das Wachstum des Hitlerismus“, heißt es in dem abschließenden Artikel.

Der erste Weltkrieg ist nicht die einzige Periode in der deutschen Geschichte, die so abgehandelt wird. Die erste Ausgabe erschien mit dem Titel: „1000 Jahre Deutsches Reich – Unsere Geschichte, unsere Errungenschaften und unser Stolz“. Deutschlands „tausendjähriges Kaiserreich“ wurde beschrieben. Artikel über die Herrlichkeit Karls des Großen, das Heilige Römische Reich Otto des Großen und den Aufstieg der Habsburger entwarfen ein strahlendes Bild von Deutschlands Vergangenheit.

Die deutsche Geschichte ist verdreht worden, so dass Deutschland als „der größte Verbrecher der Menschheitsgeschichte dargestellt wurde“, bedauern die Herausgeber der Zeitschrift. Sie versprechen, bei der Wahrheit zu bleiben: „Unsere Heimat hat nicht solche Schrecken verursacht wie der Zar Ivan der Schreckliche, hat keine geifernden Hassprediger hervorgebracht wie Robespierre, keine Massaker wie die Bartolomäusnacht, keine Tyrannen wie Heinrich den Achten oder Gangsterbosse wie Al Capone.“ Deutschland hat eine andere, bessere Aufgabe. Unter dem ersten Reich im Mittelalter dehnte sich Deutschland über ganz Europa aus, aber „nicht als Bettler oder Eroberer, sondern als Beauftragter des kulturellen Austauschs.“

Das war Deutschland – bis es während des dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) zum „Spielball ausländischer Interessen“ wurde. Danach ebnete der Aufstieg Preußens im 18. Jahrhundert den Weg zum zweiten Deutschen Reich. Dieses preußische Königreich wurde „allmählich zum Model für Pflichtbewusstsein, Toleranz und militärische Selbstbeherrschung“, stellte die Zeitschrift fest. Unter Otto von Bismarck gelang es Preußen, Deutschland zu vereinigen und das Deutsche Reich „mit Glanz und Gloria ins zwanzigste Jahrhundert zu führen“.

Die nächste Ausgabe von Compact Geschichte handelte von „deutschen Helden“, dann vom „mystischen Deutschland“ und in der nächste Ausgabe ging es um den „Krieg, der viele Väter hatte“, mit radikalen neuen Ansichten über die Ursachen des zweiten Weltkriegs.

Compact ist ein Teil einer wachsenden Randgruppe in der deutschen Politik. Es hat enge Verbindungen zur Alternative für Deutschland, die im Moment etwa 15 bis 20 Prozent aller Stimmen erhält. Aber die Neufassung der deutschen Geschichte besitzt eine noch breitere Attraktivität.

Ein neuer Nationalstolz

Anfang November befragte die Universität von Leipzig 2400 Deutsche nach ihrer Haltung zum autoritären Regierungssystem. Es war überraschend, was sie herausfanden.

Sie fragte die Leute, ob sie mit den folgenden Äußerungen einverstanden seien:

• „Im nationalen Interesse ist eine Diktatur unter bestimmten Umständen die bessere Regierungsform.“

• „Ohne die Ausrottung der Juden würde Hitler heutzutage als großer Staatsmann angesehen werden.“

• „Die Juden benutzen, mehr als andere Leute, üble Tricks, um zu erreichen, was sie wollen.“

Im Allgemeinen stellte sich heraus, dass etwa zehn Prozent mit diesen Äußerungen zum größten Teil oder vollständig einverstanden waren. Aber ungefähr weitere zwanzig Prozent sagten, sie seien „teilweise damit einverstanden, aber teilweise auch nicht.“

Es ist beunruhigend, dass so viele Deutsche so verwässerte und unklare Ansichten über Äußerungen haben wie zum Beispiel: „Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind in der Geschichte stark übertrieben worden.“ Das ist beunruhigend. Auf so eine Frage sollte ein rechtschaffen denkender Mensch keinesfalls mit „teilweise einverstanden und teilweise nicht einverstanden“ antworten, ganz zu schweigen von „vollständig einverstanden.“ Aber 28 Prozent der Deutschen antworteten so.

Nach der Zusammenstellung dieser Zahlen kam bei dieser Studie heraus, dass mindestens 26 Prozent der Deutschen teilweise mit der Vorstellung einverstanden sind, es sei besser, unter bestimmten Umständen einen Diktator zu haben. Im früheren Ostdeutschland stieg diese Zahl dann sogar auf annähernd 40 Prozent an.

Aber einige der größten Überraschungen kamen auf Fragen über Deutschlands Rolle in der Welt. Eine typische Äußerung war: „Wir sollten endlich den Mut haben, wieder starke nationale Gefühlen zu zeigen.“ Dazu sagten 37 Prozent, sie seien vollständig oder zum größten Teil damit einverstanden. Weitere 30 Prozent waren teilweise damit einverstanden, teilweise aber auch nicht. Die Äußerung: „Unser Land braucht heutzutage eine harte und energische Durchsetzung der deutschen Interessen gegenüber dem Ausland“, brachte als Ergebnis ähnliche Antworten.

Die Deutschen wollen stolz auf ihre Geschichte sein und ihr volles Gewicht in die internationale Waagschale werfen. Das größte Hindernis dafür ist ihre Geschichte. Eine schockierend große Zahl von Menschen ignorieren sie – daher dieses Bestreben, sie neu zu schreiben.

Eine andere Studie offenbarte, dass die Deutschen ganz besonders stolz auf ihre Kultur sind. Dabei wurden Europäer danach gefragt, ob sie glaubten, dass die Kultur ihrer jeweiligen Länder wertvoller sei als die Kultur ihrer europäischen Nachbarn. In Deutschland bejahten 46 Prozent diese Frage. Zum Vergleich: Im Nachbarland Frankreich war diese Zahl nur 23 Prozent.

Das ist die Botschaft von Compact. Und deshalb reagieren auch noch mehr Leute, nicht nur Compact, auf ähnliche Weise. Das Buch Unsere Geschichte – Deutschland vom Jahre 800 bis heute vom einem etablierten, namhaften Verlag, zielt darauf ab, „eine anders geartete Darstellung der deutschen Geschichte zu liefern.“ Christopher Clarks Buch Die Schlafwandler, dass gerade zu Beginn der 100-Jahresfeiern des Anfangs des ersten Weltkriegs veröffentlicht wurde, ist mit seiner Behauptung, Deutschland trage nicht die Schuld am ersten Weltkrieg, immer noch in aller Munde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb, der Erfolg von Clarks Buch „verriete eine tief verwurzelte Notwendigkeit“ der Deutschen, „sich von den Vorwürfen und der Schuld am ersten Weltkrieg zu befreien.“

Und auch etliche Politiker verbreiten diese Botschaft. 2017 sagte der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg seinen bayrischen Zuhörern: „Wenn Sie sich nicht daran erinnern, woher Sie kamen und was unsere Kultur bedeutet, dann werden Menschen von anderen Kulturen kommen und definieren, wer wir sind.“ Er rief seine Zuhörerschaft dazu auf, sich an ihre Geschichte „mit ihren dunklen und glänzenden Seiten“ zu erinnern und „klar die Haltung einzunehmen, dass wir uns nicht für unsere Kultur entschuldigen müssen“.

Eine Warnung der Geschichte – und die Historiker

Viel von dieser neu geschriebenen Geschichte kommt auch von außerhalb Deutschlands. Trotz seines Titels wurde „Unsere Geschichte – Deutschland vom Jahre 800 bis heute“ gar nicht von Deutschen geschrieben. Christopher Clark ist Australier und lehrt an der Cambridge Universität. Und einige der wohlmeinendsten Warnungen vor den Gefahren des Revisionismus kamen gerade von deutschen Historikern.

Der bereits verstorbene deutsche Historiker Immanuel Geiss glaubte fest an Deutschlands Schuld am ersten Weltkrieg. Er sagte, dass Deutschland sich wegen seiner Schuld am ersten und zweiten Weltkrieg „mit dem Status einer weniger bedeutenden Macht in Europa begnügen müsse“ und „gut daran täte, all die patriotischen Träume von einem Deutschen Reich zu begraben.“

Wenn auch seine bisherige Geschichte Deutschland nicht bändigen kann, dann „wird das unvermeidlich zu einer dritten Phase der deutschen Machtpolitik führen und folglich zu einem dritten Weltkrieg, der wieder einmal von Deutschland begonnen werden wird.“

Geiss war ein bedeutender deutscher Historiker. Sein Lehrer Fritz Fischer schrieb buchstäblich das Buch über den Beginn des ersten Weltkriegs. Sein Werk Deutschlands Ziele im ersten Weltkrieg, dass 1961 veröffentlicht wurde, ist wohl das wichtigste Buch über den Krieg. Er argumentierte, dass Deutschland „einen erheblichen Teil der historischen Verantwortung am Ausbruch des allumfassenden Krieges trug“.

Die Reaktion auf Fischers Buch war explosiv – ja, sogar buchstäblich explosiv. In sein Büro wurden Brandbomben geworfen. Die Regierung versuchte, ihn daran zu hindern, das Land zu verlassen und Franz Josef Strauß, einer der einflussreichsten konservativen Politiker Deutschlands, brandmarkte ihn vor dem Bundestag.

Aber Fischers Argumente für Deutschlands Schuld am Krieg waren schlagkräftig und am Ende gewann er die Oberhand über das Establishment der deutschen Historiker. 1972 legte Geiss den Streit bei, indem er verkündete: „Die überwältigende Rolle, die das Deutsche Reich beim Ausbruch des ersten Weltkriegs spielte und der offensive Charakter der deutschen Kriegsziele sind kein strittiger Punkt mehr und daher nicht mehr anfechtbar.“ Zu dieser Zeit zweifelten nur wenige Leute daran. Leider ist inzwischen viel Zeit vergangen, so dass Fischers Werk in Vergessenheit geraten ist und sich nun neue Interpretationen der Geschichte einschleichen.

In den letzten Jahrzehnten hat eine ganze Schule deutscher Historiker vor dieser Entwicklung gewarnt. Heinrich August Winkler, Professor für moderne Geschichte an der Humboldt Universität Berlin schrieb: „Wenn man die Rolle berücksichtigt, die Deutschland beim Ausbruch der beiden Weltkriege gespielt hat, sollte und kann sich Europa und Deutschland kein neues Deutsches Reich, also einen souveränen Staat der Nationen mehr wünschen. Dies ist die Logik der Geschichte ...“ Der bereits verstorbene Hans-Ulrich Wehler warnte vor „dem klassischen Mechanismus, der die Quelle allen Übels immer außerhalb der eigenen Geschichte zu suchen pflegt“. Er erkannte eine Tendenz einiger deutscher Historiker, die Schuld an den Verbrechen der Nazis anderen Ländern zuzuschieben und bekämpfte diese Tendenz leidenschaftlich. Diese Historiker kritisierten sofort jeden, der auch nur den kleinsten Versuch machte, diese Geschichte umzuschreiben. Aber nun sind viele von ihnen bereits pensioniert oder verstorben.

Europas Rückkehr zu seinen Wurzeln

Diese Bewegung, die deutsche Geschichte zu ändern, kommt zeitgleich mit einem Umschwung auf dem ganzen Kontinent. Überall in Europa wird die Geschichte neu aufpoliert. Diese „Rezension“ konzentriert sich auf dieselbe Geschichte wie die erste Ausgabe von Compact: auf das Heilige Römische Reich. Im September wurde Karl der Große im Aachener Dom eine Woche lang gefeiert. Österreich benutzt seine rotierende Präsidentschaft der Europäischen Union, um das Heilige Römische Reich öffentlich zur Schau zu stellen und machte Werbung für eine Ausstellung des Wiener Reichsschatzes mit der Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reichs. Die Österreicher stellten dieses Erbe im Herzen der EU aus – in dem Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel – um zu versuchen, die Europäer wieder mit dieser Geschichte zu fesseln.

Diese neue Sichtweise der Geschichte wird von führenden Politikern angestoßen. Die EU bestimmte das Jahr 2018 zum „europäischen Jahr des kulturellen Erbes“. Sie rief alle Mitgliedsländer dazu auf, an einer „Verbesserung der Kenntnis und Verbreitung der Kultur und Geschichte der europäischen Völker“ mitzuarbeiten.

Als Teil dieses Jahres des kulturellen Erbes wurde im Sommer in Berlin ein Treffen veranstaltet. Die Organisatoren schrieben: „Dem kulturellen Erbe muss in der Erziehung in jedem Alter sowohl formell als auch familiär eine weit größere Bedeutung beigemessen werden. Besonderen Wert muss dabei auf den Geschichtsunterricht und die Interpretation des kulturellen Erbes gelegt werden.“ Natürlich wurde Wert darauf gelegt, dass diese „Interpretation“ auch die Europäische Union hochhalten sollte.

Warum kommt es gerade jetzt in ganz Europa zur einer Wiederbelebung dieser Geschichte?

Der Wunsch nach nationaler Größe und danach, dass Europa wieder die Bedeutung in der Welt erlangt, die es früher hatte, ist ein Teil der Antwort auf diese Frage. Aber das ist noch nicht alles.

Die Bibel sagt uns, dass die Ereignisse im modernen Europa stark und innig mit der Vergangenheit verbunden sind.

„Man kann das Heilige Römische Reich nicht wirklich verstehen, wenn man die Geschichte – und die Bibel – nicht versteht“, schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry. „Die meisten Leute sind verblendet und es fehlt ihnen am Verständnis dieser beiden unentbehrlichen Quellen. Gute Kenntnisse des Heiligen Römischen Reiches und der Dinge, die heute in Europa geschehen, ist lebenswichtig, wenn man auf das vorbereitet sein will, was in nächster Zukunft auf uns zukommen wird.”

Viel von diesen entscheidenden biblischen Hintergründen finden wir in den Büchern Daniel und Offenbarung. In Daniel 7, fasst Gott die Weltgeschichte angefangen bei der Zeit dieser Prophezeiung in vier Tieren zusammen. Das erste Tier ist „wie ein Löwe“ und symbolisiert das babylonische Reich, das zu Zeiten Daniels gerade existierte. Das nächste Tier ist „wie ein Bär“ und beschreibt das Medo-Persische Reich, dass gerade dabei war, das babylonische Reich abzulösen. Das nächste Tier „wie ein Leopard“ symbolisiert das griechische Reich unter Alexander dem Großem. Und das letzte Tier stellt das römische Reich dar. Dieses Tier war „furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte große eiserne Zähne, fraß um sich und zermalmte, und was übrig blieb, zertrat es mit seinen Füßen“ (Daniel 7, Vers 7). Ganz sicher eroberte und beherrschte Rom die Welt in bisher nie gekanntem Ausmaß und mit einer vorher nie dagewesenen Grausamkeit.

Zehn Hörner kamen aus diesem zehnten Tier, ein Symbol für „zehn Könige, die aufsteigen werden“, nachdem dieses Reich zerfallen würde. Es sind wiederholt Kaiserreiche entstanden, die das römische Reich wiederauferstehen ließen. Deshalb wurden Karl der Große und Otto der Große beide als „Cäsar Augustus“ gekrönt, die Habsburger Herrscher reisten nach Rom und unter Napoleon Bonaparte flogen die Adler der römischen Legionen dann noch einmal über Europas Schlachtfelder. Gott sagt, dass dieses Reich „ganz furchtbar ist... und dass es um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb“ (Vers 19). Das ist Sein Urteilsspruch über diese Geschichte.

Letzte Woche schrieb ich darüber, wie der Brexit die europäischen großherrschaftlichen Ambitionen offenbart. Dieser Artikel hier entlarvt ebenfalls solche Ambitionen. Europa ist dabei, die Geschichte dieser Reiche zu beschönigen und aufzupolieren, weil die Macht, die gerade in Europa aufsteigt, eine Fortsetzung dieser Reiche ist. In dem erwähnten Artikel schrieb Herr Flurry, dass Europa jetzt etwas tut, was man seit dem zweiten Weltkrieg eigentlich nicht wieder getan hat: Sie propagieren das Heilige Römische Reich, aber sie propagieren nicht, was Adolf Hitler getan hat – zu viele Leute erinnern sich noch an diese blutige Geschichte. Stattdessen bemänteln sie es mit der Tradition Karls des Großen. Und trotzdem ist es immer dieselbe Geschichte! In dem ersten Reich starben noch nicht so viele Menschen, weil sie damals noch nicht die militärische Technologie dafür hatten. Aber die Ambition war damals schon dieselbe!

Zur gleichen Zeit, wie es zu diesem Umschwung in der Geschichte kommt, entsteht auch ein wachsendes Verlangen nach einem starken Anführer. Daniel prophezeite auch das: „Aber gegen Ende ihrer Herrschaft, wenn die Frevler überhand nehmen, wird aufkommen ein frecher und verschlagener König“(Daniel 8, Vers 23).

„Die Prophetie der Bibel lässt klar erkennen: Die Europäer werden bald bekommen, wonach sie sich sehnen: einen neuen Anführer vom Typ Karls des Großen“, schrieb Herr Flurry. „Dieser Mann wird bald an die Macht kommen und sich selbst als starker Mann für ganz Europa einsetzen. Er wird tatsächlich die EU im Handstreich übernehmen!“

Herbert W. Armstrong begann, diesen Umschwung in Europa schon vor langer Zeit – in den 1920er Jahren, vorherzusagen. 1945 schrieb er, dass Deutschland sich wiederaufbauen und dann als Teil „einer Europäischen Union“ ganz Europa beherrschen würde. Er machte diese genauen Vorhersagen und noch viele andere basierend auf der Bibel.

Die Bibel sagt, dass wir in Europa eine Macht, gebildet aus zehn Ländern, erwarten können. Es wird uns da mitgeteilt, dass es eine Wiederauferstehung dieser historischen Mächte – eine Fortsetzung dieser früheren Reiche Europas, geben wird – und da heißt es auch, dass dieses neue Reich von einem starken Mann angeführt wird. Im Augenblick erleben wir diese Europäische Union beherrscht von Deutschland, auch wenn sie noch nicht auf zehn Länder zusammengeschrumpft ist. Es propagiert und fördert diese historischen Reiche und das Verlangen nach einem starken Mann wächst. Aber auch jetzt stimmt Europa schon sehr genau mit dem in Ihrer Bibel prophezeiten Reich überein.

Um mehr über diese Rückkehr zu Europas Geschichte zu erfahren, lesen Sie doch bitte Herrn Flurrys Artikel „Das Heilige Römische Reich geht an die Öffentlichkeit - aber hallo!“ Um die biblischen Prophezeiungen zu studieren, die zum Verständnis dieses modernen europäischen Reichs unentbehrlich sind, lesen Sie unser kostenloses Buch Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung. Dieses Buch wird Ihnen klare Beweise dafür liefern, dass die Bibel die europäische Geschichte überraschend genau beschreibt. Und es wird Ihnen zeigen, wie ein wahrheitsgemäßes Studium dieser Geschichte uns helfen wird, vorherzusehen, was in Europa als nächstes passiert. 

DAS HEILIGE RÖMISCHE REICH IN DER PROPHEZEIUNG

Das Heilige Römische Reich hat grundlegende und tiefgreifende Beiträge zur westlichen Zivilisation geleistet – aber seine vielen Wiedergeburten waren auch von schmerzlichen und katastrophalen Folgen begleitet. Europäische Staats- und Regierungschefs haben sich zum Ziel gesetzt, den zersplitterten europäischen Kontinent zu vereinen, indem sie das Vermächtnis dieser außergewöhnlichen Kirche-Staat-Beziehung wiederbeleben. Eine der großen Lektionen dieses Reiches ist, dass es immer wieder zurückkommt. Es gibt jedes Mal eine andere Auferstehung. Das Heilige Römische Reich ist nicht nur ein Relikt der Geschichte. Es ist im Begriff, eine zentrale Rolle im Weltgeschehen zu spielen. Wenn man die Natur und den Charakter dieser mächtigen Institution verstehen lernt, dann verrät es einem genau so viel über die Zukunft wie auch über die Vergangenheit.