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Deutschlands eigentliches Ziel in Südamerika

BORIS ROESSLER/PICTURE ALLIANCE VIA GETTY IMAGES

Deutschlands eigentliches Ziel in Südamerika

D er deutsche Außenminister Johann Wadephul beendet heute in Brasilien seine viertägige Südamerikareise. Dass Deutschland seine Beziehungen zu Südamerika ausbaut, mag unbedeutend erscheinen, doch die Prophezeiung zeigt, dass dies ein beunruhigendes Zeichen für Nordamerika ist.  

  • Am Montag reiste Wadephul zu einem kurzen Besuch in die Vereinigten Staaten, wo er mit Außenminister Marco Rubio über die Straße von Hormus, den bevorstehenden NATO-Gipfel und die Ukraine sprach.  

  • Anschließend nahm er am Dienstag am Mercosur-Gipfel in Paraguay teil, wobei der Schwerpunkt auf dem im Januar unterzeichneten Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur (einem Staatenbund bestehend aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) lag. Obwohl das Abkommen am 1. Mai vorläufig in Kraft getreten ist, muss es in der EU noch vollständig ratifiziert werden. Wadephul erklärte, Deutschland strebe an, zu den ersten EU-Mitgliedstaaten zu gehören, die das Abkommen ratifizieren, und fügte hinzu, die Ratifizierung werde „die politische Partnerschaft auf eine noch höhere Ebene heben“. 

Deutschland hat großes Interesse an den natürlichen Ressourcen Südamerikas.  

  • Am nächsten Tag unterzeichnete Wadephul eine Absichtserklärung mit Argentinien über die weitere Zusammenarbeit in den Bereichen Bergbau und Rohstoffe. Argentinien verfügt über reichhaltige Vorkommen an Lithium, Kupfer, Gold und anderen Mineralien. 

  • Anschließend reiste er am Donnerstag nach Brasilien, wo er an einer Sitzung der Deutschen Auslandshandelskammer in São Paulo teilnahm, bei der die Chancen des Handelsabkommens zwischen der EU und dem Mercosur erörtert wurden. Außerdem besuchte er ein Volkswagen-Werk und appellierte an die Deutschlernenden am Goethe-Institut in São Paulo, in Deutschland zu arbeiten. Für heute ist ein Treffen mit seinem brasilianischen Amtskollegen vorgesehen. 

Das deutsche Interesse an Lateinamerika verweist auf eine biblische Prophezeiung, die uns alle betreffen sollte. Die Rolle dieser Nation bei den Ereignissen der Endzeit wird klar dargelegt; dazu gehört die aggressive Ausbeutung und sogar Unterwerfung anderer Nationen, um an die für ihre imperialen Ambitionen benötigten Ressourcen zu gelangen. 

  • Wie Gerald Flurry, Herausgeber der Zeitschrift „Die Posaune“, nachder Unterzeichnung des Abkommens zwischen der EU und dem Mercosur warnte: „Die lateinamerikanischen Länder werden zu Vasallenstaaten Europas!“ „Die Mercosur-Länder verfügen über Ressourcen, die Europa benötigt.“ 

Wir benötigen diesen prophetischen Kontext, um Wadephuls Besuch und andere Anzeichen für Deutschlands Bestrebungen, die Handelsbeziehungen zu südamerikanischen Staaten zu stärken, aus der richtigen Perspektive betrachten zu können.