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Deutschland kauft Kampfdrohnen

MICHAELA STACHE/AFP VIA GETTY IMAGES, KASSANDRA VERBOUT/DIE POSAUNE

Deutschland kauft Kampfdrohnen

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern umfangreiche Bestellungen von Kampfdrohnen bei den Rüstungsunternehmen Helsing und STARK Defense genehmigt. Die Verträge haben zunächst einen Wert von etwa 630 Millionen Dollar, können aber mit Zustimmung des Parlaments in die Milliarden gehen. Das ist weniger, als das Verteidigungsministerium erhofft hatte, aber es erlaubt ihm, mit der Technologie zu beginnen und sie zu testen.

Sowohl Helsing als auch STARK Defense haben Drohnen in der Ukraine eingesetzt, wodurch die Firmen wertvolle Erfahrungen auf dem Schlachtfeld sammeln konnten. Beide Unternehmen wurden jedoch für ihre mangelhafte Leistung kritisiert.

  • Unter Berufung auf interne Informationen des Verteidigungsministeriums berichtete Politico am 29. Januar, dass Helsing-Drohnen nur eine Chance von 1 zu 3 haben, ihr Ziel in der Ukraine erfolgreich zu erreichen.

  • Bei einem Test der Bundeswehr Ende letzten Jahres war die Erfolgsquote deutlich höher.

  • In demselben Test zeigte STARK Berichten zufolge erhebliche Mängel.

Die Gesetzgeber äußerten sich besorgt über die Beteiligung des US-Milliardärs Peter Thiel an STARK Defense. Thiel hat bereits früher US-Präsident Donald Trump unterstützt.

Es gibt auch eine gewisse Skepsis gegenüber der Zukunft der KI-Drohnenkriegsführung. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte:

So wahr es ist, dass Drohnen den aktuellen Krieg Russlands gegen die Ukraine dominieren, so wahr ist es auch, dass niemand weiß, ob dies in fünf Jahren noch der Fall sein wird.

Trotz aller Bedenken bestellt Deutschland Tausende von Drohnen, die über einem Ziel schweben, Sprengstoff freisetzen und auf das Ziel stürzen können, sobald ein Operator grünes Licht gibt. 

Die ersten Einheiten werden an die Bundeswehrbrigade in Litauen geliefert und sollen bis 2027 einsatzbereit sein, so der Generalinspekteur der Bundeswehr Carsten Breuer.

Deutschlands erster permanenter Militärstützpunkt in Litauen hat das Ende der militärischen Zurückhaltung Deutschlands deutlich gemacht. Jetzt sind die Investitionen in die Drohnenkriegsführung, auch wenn sie derzeit noch moderat sind, ein Zeichen dafür, dass sich das Land auf den Krieg der Zukunft vorbereitet.

In „Deutschland rüstet sich für den Dritten Weltkrieg“ warnt Herr Flurry: „Drohnen haben die Kriegsführung in den letzten Jahren bereits verändert. Aber Drohnenschwärme, die von KI gesteuert werden, werden die Kriegsführung wahrscheinlich auf monumentale Weise revolutionieren.“