Kassandra Verbout/DIE POSAUNE
Deutschland genehmigt gemeinsames Atomprojekt mit Russland
Das Umweltministerium des Landes Niedersachsen hat am Mittwoch ein französisch-russisches Projekt zur Herstellung von Kernbrennstäben in Deutschland genehmigt.
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Und das, obwohl der Umweltminister des Landes, Christian Meyer, erklärte, dass „Geschäfte und eine enge Zusammenarbeit mit der Atomenergiebehörde von [dem russischen Präsidenten Wladimir] Putin völlig falsch sind“.
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Er räumte jedoch ein, dass es „keine rechtliche Möglichkeit gebe, den Antrag abzulehnen“, solange keine Sanktionen gegen die staatliche russische Atomenergiebehörde Rosatom verhängt worden seien.
Bei den beteiligten Unternehmen handelt es sich um TVEL, eine Tochtergesellschaft von Rosatom, sowie um das französische Unternehmen Advanced Nuclear Fuels, eine Tochtergesellschaft des Nukleartechnologieunternehmens Framatome.
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Deutschland hatte früher eine Vereinbarung mit den Russen, um günstiges Gas zu beziehen. Nun schließt das Land Atomenergie-Verträge mit ihnen ab – während diese alle verfügbaren Einnahmen dazu nutzen, um in der Ukraine weitere Menschen zu töten.
Warum hat Deutschland keine Sanktionen gegen das russische Unternehmen Rosatom oder gegen Importe von Kernenergie aus Russland verhängt?
Gewinn für Deutschland und Russland: Deutschland hat seine letzten Kernkraftwerke im Jahr 2023 stillgelegt, importiert jedoch weiterhin russisches Uran, um es weiterzuverkaufen. In einigen osteuropäischen Ländern gibt es nach wie vor Kernkraftwerke, die in der Sowjetzeit konzipiert wurden und auf diese Brennstäbe angewiesen sind.
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Im Jahr 2024 importierte Deutschland 68,6 Tonnen Uran aus Russland, was einem Anstieg von 70 Prozent gegenüber 2023 entspricht.
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Den am 15. Juni veröffentlichten Daten von Eurostat zufolge haben sich die Importe von angereichertem Uran aus Russland in die Europäische Union von Januar bis Ende April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 186 Millionen US-Dollar verachtfacht.
Der größere Zusammenhang: Dies ist nicht das einzige Beispiel dafür, dass die EU und Deutschland weiterhin mit Russland zusammenarbeiten.
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Die EU hat zudem ihre Einfuhren von Flüssigerdgas aus Russland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gesteigert.
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Zwar hat Deutschland Sanktionen gegen verschiedene Importe aus Russland verhängt, doch hat es stets andere Wege gefunden, um die Beziehungen aufrechtzuerhalten.
Warum arbeitet Deutschland nach wie vor mit Russland zusammen? Herr Flurry erläuterte dies in der Juli-Ausgabe 2022 der Philadelphia Posaune:
Diese beiden Nationen arbeiten daran, ihre eigene Position zu stärken und sich gegenseitig zu unterstützen – auf Kosten Europas und der von den USA angeführten Weltordnung. Beide wollen diese Ordnung zerschlagen und selbst große Reiche errichten! Diese Großmächte werden unweigerlich aufeinanderprallen, doch derzeit liegt es sowohl im Interesse Deutschlands als auch Russlands, alle anderen zu schwächen und sich selbst sowie einander zu stärken. Vor diesem Hintergrund ist das doppelzüngige Verhalten Deutschlands leicht nachvollziehbar.
Erfahren Sie mehr in dem Artikel „Deutschlands geheimer Deal mit Russland – aufgedeckt.“
