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Deutschland bereitet sich auf einen totalen Krieg vor
Anfang Juni sah ich ein Videointerview mit einem deutschen Nachrichtenreporter, der auf einem Zivilflughafen stand, im Hintergrund waren Tornado-Kampfflugzeuge zu sehen. Auch wenn ich bereits über die Bemühungen des Militärs zur Einbindung ziviler Infrastruktur gelesen hatte, wurde mir angesichts dieses Bildes klar: Deutschland bereitet sich auf einen totalen Krieg vor – oder auf „Totalverteidigung“, wie man es heute nennt.
Im Rahmen der „Operation Panther Shield“, einer einwöchigen Übung, die am 12. Juni endete, führte die deutsche Luftwaffe am Flughafen Hamburg Trainingsübungen mit sechs Tornado-Kampfflugzeugen durch. Der Grund dafür ist einfach: Militärstützpunkte sind im Krieg die ersten Angriffsziele, daher muss die Luftwaffe in der Lage sein, sich schnell anzupassen.
Plötzlich wird die militärische Leistungsfähigkeit Deutschlands durch seine zivile Industrie und Wirtschaft – die drittgrößte der Welt – erheblich erweitert. Diese Szene machte deutlich, dass Deutschland bereits kriegstüchtig ist.
Ich musste nicht lange warten, bis eine Erklärung des Chefs der Luftwaffe meine Beobachtung bestätigte.
Deutschland sei bereit, „noch heute Nacht“ gegen Russland zu kämpfen, erklärte Holger Neumann dem Telegraph in einem am 15. Juni veröffentlichten Interview:
Heute Abend zu kämpfen bedeutet: Wenn mich jetzt jemand anruft und sagt: „Wir haben hier folgende Situation, wir müssen sofort bereit sein“ – dann sind wir bereit.
Wir werden in Deutschland mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln – der Luftwaffe, aber auch im Rahmen der NATO – unser Land, unsere Werte, unsere Bevölkerung und unser Bündnis verteidigen.
Der Telegraph berichtete: „Die Äußerungen des Luftwaffenchefs gehören zu den deutlichsten eines deutschen Militärführers seit Jahren und spiegeln einen grundlegenden Wandel in Berlin hin zu einer Aufrüstung und einer stärkeren Rolle in der europäischen Sicherheit wider.“
Doch nicht nur die deutsche Luftwaffe bereitet sich auf einen totalen Krieg vor: Auch alle Bereiche des Militärs und der zivilen Industrie sind daran beteiligt – bis hin zu den Schulkindern.
Der Nazi-Propagandachef Josef Goebbels stellte 1943 die berüchtigte Frage: „Wollt Ihr den totalen Krieg?“ Die Bevölkerung reagierte darauf mit fanatischer Begeisterung. Einigen Medienberichten vom 17. Juni zufolge hat eine AfD-Gemeinderätin einen Klingelton, der Goebbels’ Worte enthält.
Doch während ein Klingelton heutzutage als politischer Skandal gilt, werden die tatsächlichen und beängstigenden militärischen Vorbereitungen selbst gefeiert.
Die Rhetorik neu gestalten
„Ich verspreche dem deutschen Volke, nichts unversucht zu lassen, um in wenigen Wochen die Heimat in jeder Beziehung kriegstüchtig zu machen“, sagte Goebbels im Jahr 1944. „Manches wird etwas lange manches noch länger auf sich warten lassen, aber mit der Hilfe aller werden wir auch die letzten und größten Schwierigkeiten meistern.“
Vergleichen Sie seine Äußerungen mit den Worten des Verteidigungsministers Boris Pistorius aus dem Jahr 2023:
Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte. Und das heißt: Wir müssen kriegstüchtig werden. Wir müssen wehrhaft sein. Und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.
Goebbels sagte:
Ferner ist nach diesem Erlaß das gesamte öffentliche Leben den Erfordernissen der totalen Kriegführung in jeder Beziehung anzupassen. Alle öffentlichen Veranstaltungen sollen der Zielsetzung des totalen Krieges angemessen sein und insbesondere Wehrmacht und Rüstung keine Kräfte entziehen. Mit einem Wort, der totale Krieg wird damit praktische Wirklichkeit.
Oberst André Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbands, erklärte im Jahr 2024, dass Deutschland ein gesamtgesellschaftliches Konzept brauche der „Total Defence, wie es unsere skandinavischen Partner haben“.
Im Deutschen könnte „Total Defense“ mit „Totalverteidigung“ übersetzt werden; um jedoch historische Assoziationen zu vermeiden, wird der Begriff häufig mit „Gesamtverteidigung“ wiedergegeben – eine Übersetzung, die die Welt in einem Artikel verwendete, in dem Wüstner zitiert wurde.
Am 20. Mai verabschiedete die deutsche Bundesregierung den Eckpunkte Pakt für den Bevölkerungsschutz. Darin heißt es:
Der Bevölkerungsschutz steht heute vor den größten Herausforderungen seit Jahrzehnten. … Das erfordert eine stringente Umsetzung der Planungen und Vorbereitungen für die Gesamtverteidigung, die die militärische und die zivile Verteidigung eng miteinander verzahnt.
„Gesamtverteidigung“ hat nicht denselben Nazi-Beigeschmack. In der Praxis bedeuten jedoch die Vorbereitung auf einen totalen Krieg, eine totale Verteidigung oder die „Gesamtverteidigung“ ein und dasselbe. Sie bereiten jeden Bereich der deutschen Gesellschaft auf den Krieg vor.
Worte in die Realität umsetzen
Hier sind nur einige Beispiele dafür, wie sich die deutsche Regierung, das Militär, die Rüstungsindustrie und zivile Bereiche auf einen totalen Krieg vorbereiten.
„Operationsplan Deutschland“: Die Bild-Zeitung berichtete im Jahr 2024 über ein „geheimes Dokument“, das den Weg zu einer „robusten, widerstandsfähigen und kriegstauglichen Verteidigungsarchitektur“ skizziert. Das über 1000 Seiten umfassende Strategiepapier trägt den Titel „Operationsplan Deutschland“. Bislang sind nur allgemeine Details bekannt, doch das deutsche Militär hat damit begonnen, zivile Unternehmen auf den Krieg vorzubereiten. Ein Teil des Plans sieht vor, innerhalb kurzer Zeit 800 000 Soldaten und Ausrüstung aus verschiedenen verbündeten Ländern zu verlegen.
Finanzmittel: Im Jahr 2022 stellte Deutschland einen Sonderfonds in Höhe von über 100 Milliarden Euro bereit, um seinen Verteidigungshaushalt aufzustocken. Im Jahr 2025 wurden weitere Hunderte von Milliarden Euro freigesetzt. Darüber hinaus sieht der Zivilschutzplan der Bundesregierung vor, bis zum Jahr 2029 allein für den Zivilschutz 10 Milliarden Euro bereitzustellen.
Einsatz der NATO: Im Jahr 2023 organisierte Deutschland „Air Defender 23“, die größte Luftwaffenübung in der Geschichte der NATO. Deutschland hat bei Übungen und in den Kommandostrukturen der NATO eine führende Rolle übernommen.
Aus Pflugscharen werden Schwerter: Deutsche Rüstungsunternehmen übernehmen zivile Produktionslinien. Im Jahr 2025 übernahm der deutsch-französische Rüstungskonzern knds das Alstom-Zugwerk in Görlitz. „Statt Waggons werden hier nun schon ab dem kommenden Jahr Teile für die Verteidigungsindustrie hergestellt“, erklärte der damalige deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz damals. Es folgten viele ähnliche Beispiele.
Zusammenlegung von Polizei- und Streitkräften: Die deutsche Militärpolizei führte im vergangenen Jahr in Bayern eine groß angelegte Übung namens „Marshal Power“ durch, bei der Soldaten, Drohnen und Konvois zum Einsatz kamen.
Erster ausländischer Stützpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg: Litauen hatte im Zweiten Weltkrieg mit Deutschland kollaboriert; nun wurde dem Land der erste ständige Militäreinsatz der Bundesrepublik seit Kriegsende zugesprochen. Anfang dieses Monats führte die neue deutsche Panzerbrigade in Litauen ihre erste Kampfübung durch.
Nuklearwaffen: Frankreich und Deutschland kündigten im März einen wichtigen Schritt hin zu einer vertieften Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung an. Im Rahmen einer neuen hochrangigen Lenkungsgruppe soll Deutschland an französischen Nuklearübungen teilnehmen und gemeinsame Besuche strategischer Standorte durchführen.
Der totale Krieg in der Prophezeiung
Deutschland bereitet sich nicht auf einen Verteidigungskrieg vor. Manche Menschen vor Ort könnten glauben, dass sie genau das tun. Diese Kriegsvorbereitungen dienen jedoch nicht dazu, in naher Zukunft eine unprovozierte russische Invasion abzuwehren.
Woher wissen wir das?
Sie könnten sich die Geschichte Deutschlands ansehen, das zwei Weltkriege und viele andere Konflikte, wie beispielsweise den Deutsch-Französischen Krieg, ausgelöst hat. Sie könnten sich auch die geheimen Pläne der Nationalsozialisten ansehen, die die USA 1996 freigegeben haben, und diese mit den heutigen Ereignissen abgleichen.
Die Posaune stützt sich jedoch auf das verlässlichere Wort der biblischen Prophezeiung (2. Petrus 1, 19).
In Daniel 2 und 7 sowie in der Offenbarung 13 und 17 prophezeite die Bibel den Aufstieg verschiedener Weltreiche. Mehr darüber erfahren Sie in Die Bibel auf die Probe gestellt des verstorbenen Theologen Herbert W. Armstrong.
Vergleicht man diese Prophezeiungen mit den aufstrebenden Reichen, so wissen wir, dass das letzte davon kurz vor seinem Aufstieg steht – und Massenvernichtungswaffen bestätigen, dass ein weiterer Weltkrieg der letzte sein würde. Dies deckt sich mit der Prophezeiung Jesu Christi in Matthäus 24, in der Er vor einer großen Trübsal warnte, „Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt“ (Verse 21–22).
Die größte Trübsal liegt noch vor uns, und danach werden wir so etwas nie wieder erleben.
Aus den Prophezeiungen geht hervor, dass Gott diesen Krieg zulassen wird, um die Menschheit für ihre Sünden zu bestrafen. Er ist insbesondere zornig auf die modernen Nationen Israels – in erster Linie auf Amerika und Großbritannien, wie in Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (auf Anfrage kostenlos erhältlich) erläutert wird.
In Jesaja 10, 5–6 spricht Gott: „Wehe Assur, der Rute meines Zorns und dem Stecken meines Grimms! Ich sende ihn wider ein gottloses Volk und gebe ihm Befehl wider das Volk, dem ich zürne, dass er’s beraube und ausplündere und es zertrete wie Dreck auf der Gasse.”
Assyrien steht für das heutige Deutschland; mit dem Begriff „gottloses Volk“ sind vor allem die USA und Großbritannien gemeint.
„Wir erleben gerade, wie Deutschland mit den letzten Vorbereitungen für diesen Krieg beginnt!“, schrieb Gerald Flurry, Chefredakteur der Posaune, in „Deutschland rüstet sich für den Dritten Weltkrieg.“
Viele weitere Nationen werden den militärischen Übergriffen Deutschlands zum Opfer fallen – und dies könnte bereits innerhalb weniger Monate geschehen.