
Deutscher Bundespräsident und Truppen nehmen an litauischen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag teil
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm als Ehrengast des litauischen Präsidenten Gitanas Nausėda an den Feierlichkeiten zum litauischen Nationalfeiertag am 6. Juli teil. Um die engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu unterstreichen, standen litauische und deutsche Streitkräfte in Formation vor dem Präsidentenpalast in Vilnius.
In einem historischen Meilenstein errichtete Deutschland Anfang des Jahres in Litauen seinen ersten permanenten ausländischen Militärstützpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg, auf dem bis zu 5000 deutsche Soldaten stationiert werden sollen.
Litauen und Deutschland stehen gemeinsam für die Verteidigung der Freiheit der Ukraine, für das Prinzip der Selbstbestimmung, für den europäischen Zusammenhalt, als Partner in der Europäischen Union, als Verbündete in der nato. Mit der Stationierung einer deutschen Brigade in Litauen geben wir ein dauerhaftes Versprechen: Ihre Sicherheit ist unsere Sicherheit. Diese Brigade steht für gegenseitige Verantwortung und bewährte Loyalität innerhalb der Allianz. Denn wir wissen, dass derjenige, der Litauen verteidigt, auch Europa und die europäischen Werte verteidigt. Und Sie, liebe Litauer, tun dies jeden Tag.
– Frank-Walter Steinmeier
Dunkle Geschichte: Umfragen zeigen, dass 85 Prozent der Litauer die Einrichtung der Brigade begrüßen. „Und das trotz der schrecklichen Verbrechen, die die deutschen Truppen nach der Besetzung des Landes im Zweiten Weltkrieg begangen haben, als die jüdische Bevölkerung im ‚Jerusalem des Nordens‘ fast vollständig ausgerottet wurde“, schrieb Spiegel Online am 7. Juli.
Die Deutschen sollten sich für die Gräueltaten, die sie begangen haben, zutiefst schämen. Jetzt sind sie zurück in Litauen und feiern es. Sie tun so, als wüssten sie nichts über diese Geschichte und vermeiden es, darüber zu sprechen. … Die Menschen ignorieren die Geschichte und die Prophezeiungen, aber wir sagen etwas dazu. Diese Welt sollte besser aufpassen.
– Gerald Flurry, Chefredakteur der Posaune
Die Wiederbelebung der militärischen Beziehungen Deutschlands zu Litauen ist ein Zeichen dafür, dass sich die Geschichte zu wiederholen droht.