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Deutscher Außenminister besucht neue Machthaber in Syrien

Deutscher Außenminister besucht neue Machthaber in Syrien

Wenige Wochen nach dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien sind die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und ihr französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot am 3. Januar nach Damaskus gereist. Sie trafen sich mit Hayat Tahrir al-Sham (hts ), den neuen Machthabern in Syrien, und sprachen über eine bedingte neue politische Zusammenarbeit.

Besser als die Konkurrenz: Baerbock und Barrot sind die ersten Außenminister der Europäischen Union, die Syrien seit dem Sturz von Assad besuchen.

Meine heutige Reise – gemeinsam mit meinem französischen Amtskollegen und im Namen der EU – ist ein klares Signal an die Syrerinnen und Syrer: Ein politischer Neuanfang zwischen Europa und Syrien, zwischen Deutschland und Syrien ist möglich. Mit dieser ausgestreckten Hand, aber auch mit klaren Erwartungen an die neuen Machthaber, reisen wir heute nach Damaskus. Den Neuanfang kann es nur geben, wenn die neue syrische Gesellschaft allen Syrerinnen und Syrern, Frauen wie Männern, gleich welcher ethnischen oder religiösen Gruppe, einen Platz im politischen Prozess einräumt, Rechte gewährt und Schutz bietet.
– Annalena Baerbock

Hilfe beim Wiederaufbau:

Wir wollen sie dabei unterstützen: bei einem inklusiven friedlichen Machtübergang, bei der Versöhnung der Gesellschaft, beim Wiederaufbau, zusätzlich zur humanitären Hilfe, die wir für die Menschen in Syrien all die Jahre ohne Unterlass geleistet haben. Uns allen ist klar, dass das ein steiniger Weg wird.
– Annalena Baerbock

Die Gelegenheit ergreifen:

Wir werden die HTS weiter an ihren Taten messen. Bei aller Skepsis dürfen wir jetzt nicht die Chance verstreichen lassen, die Menschen in Syrien an diesem wichtigen Scheideweg zu unterstützen.
– Annalena Baerbock

Prophezeite Wendung der Ereignisse: Die Posaune hat diese Wendung der Ereignisse schon lange erwartet. Um zu erfahren, warum, lesen Sie „Ein dramatischer Wandel steht in Syrien bevor“.