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Deutsche Soldaten marschieren vor dem Reichstag und die Welt ignoriert es

Luftwaffe parade by Cassowary Colorizations is licensed under CC BY 2.0

Deutsche Soldaten marschieren vor dem Reichstag und die Welt ignoriert es

Die 90.000 Soldaten die über die Jahre in Afghanistan gekämpft haben wurden am 14. Oktober mit einer Parade und Fackelzug nach dem Vorbild des Deutschen Reichs und Adolf Hitlers Nazi-Regime geehrt. Viele in den Medien und der Politik in Deutschland hielten die Parade für sehr angemessen und meinten, dass die Kritik dem Land einen schlechten Dienst erweise. Die Welt ignoriert die Ereignisse, und die Bilder verblassen. Aber die Warnsignale aus Deutschland zu ignorieren, ist fatal.

Die deutsche Sehnsucht nach einem Reich ist markant.

Kurz nach der Parade wiesen Nutzer sozialer Medien schnell auf das Offensichtliche hin: Die Parade erinnert an Hitlers Drittes Reich. The Local bemerkte: „Die visuellen Parallelen zu einem Naziaufmarsch am Brandenburger Tor im Jahr 1933 machten die Parade für einige zu historisch unsensibel. Tausende von Twitter-Nutzern meldeten sich mit Hashtags wie #Wehrmacht und #Ritual zu Wort und erklärten, die Parade sei nicht für das moderne Zeitalter geeignet."

Fackelparaden wurden in der Nachkriegszeit in Deutschland bei Verabschiedungen von Bundeskanzlern, Präsidenten und Verteidigungsministern durchgeführt. Diesmal feierte das Militär seine eigenen Kameraden, und zwar öffentlichkeitswirksam vor dem Reichstag.

Deutsche Politiker und Medien verteidigten die Parade.

In „Ein kleines Stück Anerkennung für Menschen, die gekämpft haben“ schrieb die Welt: „Die Afghanistan-Veteranen wurden mit einem großen Zapfenstreich gewürdigt. Leute, die bei jedem Stahlhelm gleich Faschismus wittern schrieen ‚Skandal‘. Das war es nicht. Der Skandal ist die Hartherzigkeit dieser Kritiker.“

Auch verschiedene Politiker verteidigten die Parade. „Zeremoniell war in Form, Würde & am einzig richtigen Ort (Parlamentsarmee vor Parlament) absolut angemessen“, bemerkte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Das Bundesverteidigungsministerium twitterte: „Debatte ist notwendig und wichtig. Vergleiche mit dem dunkelsten Kapitel Deutschlands enttäuschen uns. Die Bundeswehr ist Parlamentsarmee. Als diese hat sie ihren Platz inmitten der Gesellschaft – bei besonderen Anlässen auch vor dem Reichstagsgebäude“.


Man könnte sagen, lasst uns die Geschichte vergessen, lasst Deutschland einfach Deutschland sein.

Aber ist das so einfach? Deutschland wird wieder von Antisemitismus und Rechtsextremismus geplagt und die Bundeswehr ist nachweislich eine Brutstätte dafür. Können wir die Warnzeichen wirklich so einfach ignorieren?

In wenigen Wochen werden wir uns an die Reichskristallnacht erinnern, die sich am 9. und 10. November 1938 ereignete. Jüdische Geschäfte wurden geplündert, Glas zerbrochen, Gebäude und Synagogen angezündet. Kann man es jemandem übel nehmen, sich an solche Bilder zu erinnern, wenn man sieht, wie deutsche Soldaten nachts mit Fackeln vor einem Gebäude aufmarschieren, das seinen Namen aus der Nazizeit behalten hat?

Der Reichstag war immer ein Symbol für den Wunsch Deutschlands, ein starkes Reich zu bilden. Nie hat sich dieser Wunsch so stark manifestiert wie unter Adolf Hitler. Der Reichstagsbrand von 1933 führte zum Aufstieg der Diktatur Hitlers. Vom Reichstag aus ordnete er die Unterdrückung der Juden und die Welteroberung an.

Zehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zogen die deutsche Hauptstadt und die Regierung 1999 von Bonn nach Berlin um. Das Reichstagsgebäude wurde dann wieder zum Sitz der deutschen Regierung, kurz nachdem die deutsche Luftwaffe zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg in Jugoslawien in den Krieg gezogen war. Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach zum ersten Mal im neuen Plenarsaal zu den Abgeordneten: „Aber ‚Reichstag‘ einfach mit ‚Reich‘ gleichzusetzen, wäre genauso unsinnig, wie Berlin mit Preußens Gloria oder deutschem Zentralismus zu verwechseln“, sagte er. „Unsere Demokratie und unser Parlament – wir sind dessen sicher – sind stark und stabil.“ Forderungen, das Wort Reich durch einen moderneren, der Realität entsprechenden Begriff zu ersetzen, wies er zurück.

Deutschland will ein Imperium und will eine Armee, die diesen Wunsch widerspiegelt. Die symbolischen Bilder, die wir letzte Woche gesehen haben, sollten nicht heruntergespielt und vergessen werden. Stattdessen sollten sie als eindringliche Warnung dienen.

Der verstorbene Theologe und Autor Herbert W. Armstrong warnte davor, dass die Menschheit durch die moderne Bildung und ihre Medien eingeschläfert worden ist und daher die wahre Bedeutung hinter den Weltereignissen nicht erkennen kann. In Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung schrieb er: „Ist es schon zu spät? Sind unsere führenden Politiker so verblendet, ist ihr Bewusstsein durch falsche Bildung so manipuliert, dass sie sich nicht mehr aus ihrem Schlaf wachrütteln lassen? Möge Gott uns jetzt beistehen! Die Zeit drängt!“

Wenn wir die offensichtlichen Warnzeichen ignorieren, können wir dann den kommenden schrecklichen Zeiten entkommen? Herr Armstrong erklärte, dass die Weltereignisse vorbeiziehen werden, ohne dass wir die wahre Bedeutung erkennen, wenn wir die biblische Prophetie nicht verstehen. Ich bitte Sie dringend, ein kostenloses Exemplar von Deutschland und das Heilige Römische Reich anzufordern, um zu erfahren, wohin Deutschlands Wunsch nach einem Imperium führt.

Horen Sie sich auch meinen Podcast „Putin erpresst Europa mit Nord Stream 2“ an.