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Der Bund mit David (Dritter Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel Funf)

Fortgesetzt von Der Bund mit David (Zweiter Teil)

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ird Christus einen Thron übernehmen, der gar nicht existiert?

Wenn die Dynastie Davids mit Zedekia erlosch, dann kann es sie folglich auch heute nicht mehr geben. Christus müsste also bei seiner Wiederkunft einen nicht existierenden Thron besteigen. Das aber widerspräche Lukas 1, 31-32. Wenn der Thron durch alle Generationen fortdauern sollte, wie steht es dann mit den rund 600 Jahren zwischen Zedekia und der Geburt Jesu?

Der Prophet Jeremia bestätigt, dass Christus, wenn er als König aller Könige wiederkommt, einen existierenden Thron besteigen wird. In Jeremia 33 lesen wir, was geschehen soll, wenn er in höchster Macht und Herrlichkeit wiederkehrt. Als Jeremia diese Prophezeiung niederschrieb, war er in Jerusalem eingekerkert. Die Heere Babylons führten die Juden in Gefangenschaft. Gott sprach zu Jeremia: „… ich … will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt … von den Häusern dieser Stadt und von den Häusern der Könige Judas, die abgebrochen wurden …“ (Vers 3 und 4).

Jeremia wusste sehr wohl, dass der Königspalast in Jerusalem zerstört war und dass der Thron Davids aus Jerusalem entfernt wurde. Er war, wie wir im Verlaufe dieses Buches sehen werden, selbst dazu bestimmt, als Gottes Beauftragter diesen Thron aus Jerusalem zu verpflanzen. Gott offenbarte nun, der Thron Davids werde am Ende wieder nach Jerusalem zurückverpflanzt werden, und versicherte dem Propheten aufs neue, dass die Dynastie bis dahin ununterbrochen bestehen und über Israeliten regieren werde. Davids Thron sollte unverändert fortdauern, bis der Messias kommen würde, um ihn einzunehmen.

Hier nun der Wortlaut dieser Prophezeiung. „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich das gnädige Wort erfüllen will, das ich zum Hause Israel und zum Hause Juda geredet habe“ (Jeremia 33,14). Die Verheißung der fortdauernden Dynastie Davids geht auch an das Haus Israel, nicht nur an das Haus Juda. Seit der Teilung des Volkes in Nordreich (Israel) und Südreich (Juda) war der Thron nicht mit Israel, sondern nur mit Juda verbunden. Wenn jedoch Christus wiederkommt, dann wird dieses Versprechen auch an Israel wahr gemacht.

Lesen wir nun Vers 15: „In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen gerechten Spross [den Messias] aufgehen lassen; der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande“ (Vers 15). Hier ist darauf Bezug genommen, dass Christus als König aller Könige regieren wird. Jesus war durch seine Mutter Maria ein Nachkomme Davids (Römer 1, 3).

Weiter heißt es: „Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen … Denn so spricht der Herr: Es soll David niemals fehlen an einem, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt“ (Jeremia 33, 16-17). Es heißt nicht, es soll David am Ende, nach 2500 Jahren ohne jemanden auf dem Thron, an keinem Thronfolger fehlen. Vielmehr sollte es der Dynastie Davids zu keiner Zeit, in keiner Generation, an einem Thronfolger mangeln.

Doch haben Sie bemerkt, über wen die Nachkommen Davids regieren sollen?

Thron nicht Über die Juden

Lesen Sie die eben zitierte Bibelstelle noch einmal! Während der mehr als 2500 Jahre seit Zedekia soll es dem Hause David nicht fehlen an einem Thronfolger über das Haus Israel – nicht über Juda!

Zu der Zeit, als Gott Jeremia diese Prophezeiung niederschreiben ließ, wurde der Thron Davids in Juda „entwurzelt“. Von da an bis zum Kommen Christi sollte er ein Thron über das Haus Israel sein.

Nach Christi Rückkehr zur Übernahme der Regierung wird Israel augenscheinlich wieder Opfer, Brandopfer und Speisopfer bringen. In Hesekiels Prophezeiung, von Kapitel 40 bis zum Ende des Buches, wo dieser Zeitraum nach Christi Wiederkehr behandelt wird, werden diese Opfer erwähnt. Aber nach der Rückkehr Christi, wenn sie wieder dargebracht werden sollen, wird der Stamm Levi, werden Nachkommen des priesterlichen Stammes noch am Leben sein. Beachten Sie Vers 18 von Jeremia 33: „Und den levitischen Priestern soll‘s niemals fehlen an einem, der täglich vor meinem Angesicht Brandopfer darbringt und Speisopfer in Rauch aufgehen lässt und Opfer schlachtet.“

Das heißt nicht, dass sie all die Jahre vor Christi Rückkehr unaufhörlich Opfer dargebracht haben. Andere Schriftstellen zeigen klar, dass nach Christi eigenem Opfer keine Opfer von Christen dargebracht werden sollten, und von Juden wurden sie nach der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. auch nicht dargebracht. Die bisher behandelten Bibelstellen zeigen deutlich, dass Davids Nachkommen durch alle Generationen hindurch, angefangen mit Salomo, tatsächlich vom Thron Davids aus regieren sollten.

Da viele der Leviten zweifellos unter den zehn Stämmen blieben – obgleich wir wissen, dass viele bei den Juden blieben – und da die unter den zehn Stämmen Verbliebenen ihre Identität zusammen mit den zehn Stämmen verloren haben, ist es durchaus möglich, dass viele, wenn nicht die meisten, der berufenen wahren Diener Jesu Christi in allen Jahrhunderten vom Stamm Levi waren.

Lesen wir nun noch einmal, wie fest und unverbrüchlich Gottes Bund mit David ist: „So spricht der Herr: Wenn mein Bund mit Tag und Nacht aufhörte, dass nicht mehr Tag und Nacht sind zu ihrer Zeit, so würde auch mein Bund aufhören mit meinem Knecht David, dass er keinen Sohn mehr hat zum König auf seinem Thron …“ (Jeremia 33, 20-21).

Was die Menschen sagen

Es geht dann weiter: „Hast du nicht gemerkt, was diese Leute reden: Die beiden Geschlechter, die der Herr auserwählt hatte, hat er verworfen, und sie verachten mein Volk und lassen es nicht mehr ein Volk sein in ihren Augen“ (Vers 24).

Tatsächlich haben viele Menschen genau so geredet und gedacht. Die Juden wurden in alle Welt zerstreut. Sie waren versprengt, kein Volk mehr mit eigener Regierung. Was die zehn anderen Stämme anbelangt, so nehmen die meisten an, sie seien „verlorengegangen“ oder untergegangen oder auch vermischt mit den versprengten Juden.

Aber was sagt Gott?

„So spricht der Herr: Wenn ich jemals meinen Bund nicht hielte mit Tag und Nacht noch die Ordnungen des Himmels und der Erde, so wollte ich auch verwerfen das Geschlecht Jakobs und Davids, meines Knechts, dass ich nicht mehr aus ihrem Geschlecht Herrscher nehme über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen“ (Vers 25-26).

Prüfstein der Bibel

Das sind starke Worte! Hier erklärt der allmächtige Gott, dass ihn niemand hindern könne, seinen Bund unverbrüchlich zu halten, und dass ununterbrochen, durch alle Generationen hindurch, angefangen mit David und Salomo, die Dynastie Davids auf dem Thron bleiben werde – es sei denn, die Menschen könnten die Erde daran hindern, sich um ihre Achse zu drehen, oder die Sonne, den Mond und die Sterne vom Himmel reißen.

Es wird nicht gesagt, dass die Linie Davids unbedingt über das ganze Haus Israel oder die Juden herrschen würde; jedoch zumindest über so viele von ihnen, dass es sich sicher um ein Volk handeln würde.

Diese Bibelstelle kann nicht so ausgelegt werden, als bedeute sie, dass der Thron nicht fortdauernd existiert oder dass nur der „eine Same“, Christus, gemeint ist. Es wird besonders betont: „… dass ich nicht mehr aus ihrem Geschlecht Herrscher [mehr als einen] nehme …“ Hier ist die Rede von vielen Herrschern, nicht von einem Herrscher, der kommt, um einen Thron zu besteigen, der schon seit 2500 Jahren nicht mehr bestanden hat.

Der Bund Gottes mit David ist klar und eindeutig. Entweder hat Davids Dynastie auch nach Zedekia ununterbrochen bis in die Gegenwart hinein weiterbestanden und regiert auch heute noch das Haus Israel (nicht das Haus Juda), oder das Wort Gottes ist nicht verlässlich.

Erinnern wir uns an die Verheißung des „Zepters“, das diese Königslinie versinnbildlicht, die in dem wiederkehrenden Christus gipfeln wird: „Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der Held [Christus] komme, und ihm werden die Völker anhangen“ (1. Mose 49, 10).

Sollte das Zepter doch von Juda entwendet worden sein? Hat der Thron Davids aufgehört zu existieren? Oder besteht er heute noch, so dass Christus ihn übernehmen kann, wenn er wiederkommt?

Dies ist ein Prüfstein für das Wort Gottes! Die Unfehlbarkeit der Bibel steht auf dem Spiel! 

Wird fortgesetzt...

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