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Der Aufstieg im Osten

Wenn Sie nicht glauben, dass die biblische Prophezeiung eine zuverlässige Vorhersage von Ereignissen ist, dann werfen Sie einen Blick auf Asien.

Die Welt kann sich in 20 Jahren radikal verändern. Man denke nur daran, wie unterschiedlich das heutige Asien ist zu dem im Jahr 1990. Ein neues, globales Wirtschafts-Schwergewicht ist aus dem Nichts hervorgegangen. Amerikas wichtigster und langjähriger Verbündeter im Pazifik hat nie die Seiten gewechselt. Und eine besiegte Supermacht hat sich ihren Weg zur Bedeutung zurückgekämpft.

Für die meisten globalen Prognostiker sind die Veränderungen in Asien seit dem Fall der Berliner Mauer einfach verblüffend.

Zum Beispiel, wer würde den dramatischen Aufstieg Chinas vorausgesagt haben? War es nicht nur ein rückständiges kommunistisches Regime mit unbefestigten Straßen, baufälligen sanitären Einrichtungen und Millionen von verarmten Menschen?

Noch vor 10 Jahren war dieses asiatische Land nicht mehr als eine zweitrangige Macht. Die meisten Analysten hatten den Anschluss an China völlig verpasst. Während die Amerikaner darauf fokussiert waren, aus dem Dotcom Technologieboom und der vermeintlichen neuen Wohlstandsära, die er mit sich bringen würde, reich zu werden, baute 1 Milliarde Chinesen Fabriken, entwickelte Unternehmen und schuf echten Wohlstand. Aber wenn Spekulanten Nasdaq Aktien bis zu 100 Prozent pro Jahr hochtreiben, kann man weltverändernde Ereignisse leicht übersehen.

Die Leser der Philadelphia Trumpet (Posaune) wussten jedoch, dass die Dotcom Revolution Amerikas wirtschaftliche Richtung nicht ändern würde. Die Bibelprophetie gab zu verstehen, dass die Geschichte weiterging. Anderenorts sind Imperien herangewachsen. Von Anfang an, das heißt, von unseren ersten Ausgaben im Jahr 1990 haben wir festgestellt, dass Amerika eine Nation im Niedergang war.

Den Drachen füttern

Zehn Jahre später, in der September/Oktober Ausgabe des Jahres 2000, warnte die Trumpet, „Amerikas China-Politik ist ein Selbsttäuschungsmanöver.“ Dieser Artikel wies darauf hin, dass China nicht nur unverfroren amerikanische Technologie stahl, sondern dass Amerika in Wirklichkeit sogar half, China zu einem gefährlicher Konkurrenten aufzubauen, indem es seine leistungsschwache Wirtschaft erneuerte und seine militärische Fähigkeit verbesserte.“

„Eine Nation, die anderen Nationen erlaubt, von ihr zu stehlen und trotzdem präferentielle Handelsbeziehungen aufrecht erhält, als ob nichts geschehen wäre, ist eine Nation, die in ihrem Streben nach Reichtum zu vertieft ist“, warnten wir.

Wie Stephen Flurry im Jahr zuvor in einem Artikel mit dem Titel „Fütterung des Drachens“ schrieb: „Es ist Zeit für Amerika, endlich aufzuwachen zu dem, was es in Südostasien geschaffen hat – ein Monster“ (Juni 1999).

China ist in der Tat zu einem Monster geworden – und zwar eines mit einem unglaublichen Appetit.

Sehen Sie genau hin. Von einem Land ohne Autobahnen vor 20 Jahren, rühmt es sich heute mit einem Straßennetz von mehr als 50.000 km. Und diese Straßen tragen das Gewicht von Zig-Millionen von Autos. Jeden Tag produzieren chinesische Fabriken mehr als 25.000 Autos – über 9 Millionen pro Jahr. Im Jahr 2009 wurde Amerika als größter Automobilhersteller der Welt von China in den Schatten gestellt. Ende des Jahres 2008 gab es in China 147 Flughäfen. In den kommenden zehn Jahren, plant es 97 weitere zu bauen.

Jedes Jahr ziehen fast 8 Millionen Chinesen vom Land in die Stadt. Diese Landflucht treibt die Errichtung von Städten in der Größe von Los Angeles, Chicago und Philadelphia voran – jedes Jahr, und zwar von Grund auf. Heute gibt es in den Vereinigten Staaten neun Städte mit mehr als einer Million Menschen. In China gibt es 160 davon.

Es ist daher kein Wunder, dass China jetzt ein Drittel des weltweiten Eisen-, Stahl- und Kohlebedarfs für sich in Anspruch nimmt, sowie mehr als die Hälfte der Zementproduktion braucht und heute der weltweit größte Öl-Verbraucher nach Amerika ist.

Im Jahr 2008 wuchs Chinas Wirtschaft um das 21,5-fache der Wachstumsrate Amerikas. Die jüngsten Daten des Jahres 2009 zeigen, dass Chinas Wirtschaft eine Wachstumsrate von 7,63 Prozent aufwies, während die amerikanische Wirtschaft jährlich um 3,2 Prozent schrumpft. China hat heute die drittgrößte Wirtschaft der Welt.

Mit seinem rasanten Wirtschaftswachstum hat auch seine militärische Stärke zugenommen.

Im Jahr 2008 überholte China das Vereinigte Königreich als das Land mit dem weltweit zweitgrößten Militärbudget. Mit rund 2 Millionen Soldaten ist die Volksbefreiungsarmee heute das größte Berufsheer der Welt. Aber das ist nur ein Bruchteil der Soldaten, die China einsetzen könnte: Es hat 375 Millionen kampffähige Soldaten für den Militärdienst.

Einer der größten Wachstumsbereiche in Chinas Militär ist seine Marine. Sie baut mindestens zwei Flugzeugträger – möglicherweise sechs – und verfügt derzeit über mehr U-Boote als jede andere asiatische Nation. Es setzt seine Flotte auch sehr effektiv ein.

Um Chinas Leistungsvermögen der Marine unter Beweis zu stellen, stahl sich im Jahr 2007 ein chinesisches U-Boot unerkannt in die Mitte eines US-Flugzeugträger Gefechtsverbandes und tauchte dann innerhalb des Torpedobereichs des USS Kitty Hawk Flugzeugträgers auf. Dieser Zwischenfall, der in Washington einen politischen Feuersturm auslöste und eine große Peinlichkeit für die US-Marine war, verdeutlichte ohne Frage Chinas zunehmende Fähigkeit, die US-Seemacht im asiatisch-pazifischen Raum herauszufordern.

Im November 2009 wurde bekannt, dass China die Entwicklung eines mobilen, landgestützten ballistischen Seezielflugkörpers fast abgeschlossen hat. US-Militäranalysten behaupten, dass der Flugkörper speziell für die Vernichtung von US-Flugzeugträgerkampfgruppen entwickelt wurde. Andrew Krepinevich, Direktor des Centers for Strategic and Budget Assessments in Washington, sagte, dass China mit dem Einsatz dieses Systems sowohl das Südchinesische als auch das Ostchinesische Meer in ein Sperrgebiet für die US-Marine verwandeln könnte (Bloomberg, 17. Nov. 2009).

Natürlich hinkt China trotz seines Wachstums immer noch hinter dem US-Militär hinterher. Aber für wie lange?

Wir wiederholen die Warnung, die wir vor fast 10 Jahren gaben: „Achten Sie auf China, wie es weiterhin seine Wirtschaft beleben und sein Militär modernisieren wird, während es in Asien mehr Macht auf Kosten von Amerikas Stärke ausübt“ (September/Oktober 2000). Außerdem achten Sie auf künftige Konfrontationen, während China versucht, Amerika aus dem asiatisch-pazifischen Raum zu verdrängen, die Kontrolle über Ressourcen und Handelswege zu konsolidieren und seinen politischen Einfluss zu erweitern.

Aber China ist nicht das einzige asiatische Land, das sich in den letzten zwei Jahrzehnten radikal verändert hat.

Japans jüngste Entwicklung ist für viele Menschen ein noch größerer Schock gewesen.

Ein Verbündeter distanziert sich

Seit mehr als 50 Jahren nach seiner Niederlage im zweiten Weltkrieg war Japan ein treuer Befürworter der US-Politik. Der Inselstaat war die Heimat von Tausenden von US-Soldaten. Es leistete Hilfestellung für amerikanische Missionen auf der ganzen Welt. Militärisch gesehen war es Amerikas unsinkbarer Flugzeugträger im Pazifik.

Wirtschaftlich war Japan genauso wichtig. Als Amerikas zweitgrößter Kreditgeber finanzierte Japan einen großen Teil des Konsums und Wohlstands in den USA. Amerikaner kauften japanische Produkte und japanische Sparer unterstützten den Wert des Dollars, indem sie der Bundesregierung Geld liehen.

Diese Wirtschaftsbeziehung, zusammen mit Japans angeblicher Angst vor China, führte viele zu dem Schluss, dass Japan und Amerika auf unbestimmte Zeit symbiotisch miteinander verbunden waren.

Die Zeit hat bewiesen, dass diese kurzsichtige Prognose völlig falsch war.

Die September/Oktober Trumpet-Ausgabe des Jahres 1995 stellte die Frage: „In welche Richtung steuert Japan? Was wird die zukünftige Rolle dieser neuen „globalen politischen Supermacht sein?“ In den darauffolgenden 15 Jahren haben wir uns die Bibelprophezeiung zunutze gemacht, um diese Frage zu beantworten. Japan distanziert sich von den USA und nähert sich Asien. Amerika wird seinen zuverlässigsten asiatischen Verbündeten verlieren!

Im Jahr 1999, als Japan mit dem Gedanken spielte, seine pazifistische Verfassung neu zu schreiben und ein größeres Militär aufzubauen, warnte die Trumpet: „Japans Tendenz, seine vergangene militaristische Geschichte zu verharmlosen, wird von dem Bedürfnis überholt, seine Sicherheitsvorkehrungen neu zu gestalten, um die Auswirkungen der abnehmenden Stärke der USA und im Besonderen, Chinas Aufstieg zum Großmachtstatus im Fernen Osten, zu reflektieren“ (Juni 1999).

In der Dezember-Ausgabe des Jahres 2000 war die Trumpet noch präziser in dem Punkt, was sich im Land der aufgehenden Sonne bald ereignen würde: „Achten Sie auf einen weiteren Regierungswechsel in Japan und auf ein noch aggressiveres Verhalten zukünftiger Administrationen, die gezwungen sind, nicht nur harte Entscheidungen für die wirtschaftliche Umstrukturierung zu überlegen, sondern sich mit dem Aufbau einer Sicherheits- und Verteidigungsstruktur im richtigen Verhältnis zur Größe der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft auseinanderzusetzen.“

Im vergangenen September konnte man sehen, wie die vorher erwähnten Voraussagen eintrafen. Ein höchst dramatisches und historisches Ereignis trat ein. Nach einem halben Jahrhundert, praktisch ununterbrochen unter einer Einparteienherrschaft, wählte Japan eine neue radikale Führung. Eine neue Schicht von Staats- und Regierungschefs regiert Japan – und sie sind aktiv anti-amerikanisch.

Yukio Hatoyama, Japans neuer Ministerpräsident, droht Amerika mit einem Bruch. Hatoyama gibt Amerika die Schuld für die globale Wirtschaftskrise und sagt, die USA seien verantwortlich für die „die Zerstörung der menschlichen Würde.“ Sein Finanzminister macht sich Sorgen um den künftigen Wert des Dollars und sagte im Mai letzten Jahres, in der Zeit vor der Wahl, dass seine Partei sich weigern würde, mehr US-Staatsanleihen zu kaufen, es sei denn, sie würden in japanischen Yen gezeichnet.

„Die Finanzkrise hat vielen nahegelegt, dass die Ära der Politik des Alleingangs der USA zu einem Ende kommen könnte“, schrieb Hatoyama kurz bevor er an die Macht kam in einem Artikel der New York Times vom 26. August, unter dem Titel „Ein neuer Weg für Japan. Sie ließ auch Zweifel über die Beständigkeit des Dollars als die globale Leitwährung lautwerden.“

Aber Hatoyama entwirft nicht nur einen eigenen Wirtschaftskurs für Japan. Sein Wahlkampf versprach auch eine von Washington „unabhängigere“ Außenpolitik und engere Beziehungen mit Japans asiatischen Nachbarn.

Sehr besorgniserregend für die amerikanische Politik ist, dass Hatoyama eine weitreichende Überprüfung der US-Militärpräsenz auf japanischem Boden autorisiert hat. Er will die US-Soldaten aus dem Land haben! Hatoyama handelte auch, um Japans Unterstützung bei der Betankung von US-Kriegsschiffen für die Anti-Terror-Bemühungen der USA in Afghanistan und Pakistan rasch zu beenden. Darüber hinaus bestätigten sowohl amerikanische als auch japanische Beamte im September letzten Jahres, dass Gespräche im Gange waren, alle US-Kampfflugzeuge aus Japan zu entfernen.

Hatoyamas Politik hat amerikanische politische Entscheidungsträger völlig schockiert. Aber die Leser der Posaune hat das nicht überrascht. „Es ist klar, dass starke Beziehungen in Wirtschaft, Handel, Politik und Kultur, zusammen mit dem gegenseitigen Wunsch, die amerikanische Vorherrschaft zu marginalisieren, China und Japan näher zusammenbringen“, warnten wir im Jahr 2004. „Vor Jahren sagten die Japaner voraus, dass China eine Supermacht werden würde und planten dementsprechend, um zu gewährleisten, dass sie mit Peking befreundet sein würden, wenn die Zeit gekommen war“ (Juli 2004).

Dieser vorausgesagte Tag ist hier. Während er zum US-japanischen Sicherheitspakt ein Lippenbekenntnis ablegte, schrieb Hatoyama persönlich: „Wir dürfen unsere Identität als eine in Asien gelegene Nation nicht vergessen. Ich glaube, dass der ostasiatische Raum, der zunehmende Vitalität zeigt, als Japans grundlegende Sphäre des Seins anerkannt werden muss. ... Ich glaube auch, dass als Folge des Scheiterns des Irak-Kriegs und aufgrund der Finanzkrise, die Ära der US-geführten Globalisierung ein Ende finden wird ...“ Japan, schrieb er, darf „nichts unversucht lassen, um dauerhafte Sicherheits-Rahmenbedingungen aufzubauen“, die wichtig sind für die Schaffung einer neuen, regionalen asiatischen Anti-Dollar-Währung, die gemeinsam von China, Japan, Südkorea, Taiwan und Hongkong genutzt wird (New York Times, op.cit.; Hervorhebung von mir).

Ja, Amerika ist im Begriff, seinen engsten Verbündeten im Pazifik zu verlieren. Die Auswirkung – wirtschaftlich, politisch und anderweitig – trifft bereits Amerika.

Russland ist zurück

Außerdem wurden Trumpet-Leser im Vorhinein über den revolutionären Wiederaufstieg Russlands während der letzten zehn Jahre benachrichtigt.

Der Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren kündigte den Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums und das Ende des Kalten Krieges an. Russland bebte von sozialen Unruhen und wirtschaftlichem Zusammenbruch, während es demokratische Reformen begrüßte.

In den 1990er Jahren wurde Russland von einer Hyperinflation verwüstet. Das Geld wurde nahezu wertlos, während die Preise für alltägliche Konsumgüter stiegen. Anfangs der 2000er Jahre fragten sich die Ökonomen, ob Russland sich jemals wieder erholen würde. Im Jahr 2001 lag die Inflation noch immer bei über 20 Prozent pro Jahr. Aber der Ölpreis, einer der wichtigsten Exporte Russlands, stagnierte bei 16 US-Dollar pro Barrel.

„Russland ist am Ende“, schrie die Titelseite der Mai-Ausgabe des Atlantic Monthly in jenem Jahr.

„Ist Russland wirklich am Ende?“ schrieb die Trumpet im Juni. Selbst vor dem Hintergrund von Russlands Desintegration blieb die Trumpet bei ihrer Voraussage eines dramatischen russischen Aufschwungs. Dieser Artikel bestätigte zunächst einmal, dass „Russlands nachlassende Wirtschaft und seine zutiefst beunruhigende, demographische Herausforderung einer verarmten, schrumpfenden Bevölkerung, die über eine von der Industrie schwer vergiftete, umweltbedingt kranke und ausgedehnte Geographie verbreitet ist, eine mögliche Rückkehr dieses großartigen Landes zum Supermachtstatus beeinträchtigen.“ Aber die Trumpet verkündete, dass diese Krankheit nicht von Dauer sein würde. Sie verwies auf die Entwicklung der „strategischen Partnerschaft“ zwischen dem russischen Präsidenten Vladimir Putin und dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Aufgebaut auf dem Rücken von russischem Öl und Deutschlands Technologie und Investitionen wird Russland zum Supermachtstatus zurückkehren.

Diese bevorstehende Rückkehr an die Macht wurde im Januar 2004 von Gerald Flurry, dem Chefredakteur der Trumpet, freimütig veröffentlicht. „Ein neues Russland wurde soeben geboren“, schrieb er. Über Präsident Putins illegale Beschlagnahme des in Privatbesitz befindlichen Öl-Riesen Yukos berichtend, schrieb er: „Herr Putin hat soeben den Lauf der Weltgeschichte geändert. Und die Bibelprophezeiung zeigt genau, wo es hinführen wird.

Herr Putin wird dieses Wirtschaftsgut kontrollieren, egal wie stark die westlichen Mächte protestieren. Öl-Gewinne werden dazu beitragen, Russland wieder als eine dominierende Weltmacht auf der Weltbühne zu platzieren“, fuhr Herr Flurry fort. „Bald kommt eine mehr diktatorische russische Regierung und Sie müssen wissen, wohin das führt. Diese Macht wird Europa herausfordern können, wenn niemand sonst es kann, nicht einmal die USA.“

Binnen kurzem betrat Russland die Weltbühne aufs Neue. In den nächsten fünf Jahren stiegen die Ölpreise von 30 Dollar pro Barrel bis auf einen Höchststand von über 140 Dollar. Folglich nahmen auch Russlands Selbstvertrauen und Macht zu.

Nach der Beschlagnahmung von Yukos fuhr Putin fort, seinen Griff auf die Ölindustrie zu konsolidieren, indem er Ölaktiva von British Petroleum, Royal Dutch Shell, Total und anderen privaten russischen Energiekonzernen beschlagnahmte. Viele dieser Unternehmen waren eingegliedert in die zwei staatseigenen Energie-Riesen Rosneft und Gasprom – die Putin wie einen Streithammer schwang, um Gegner zur Unterwerfung zu zwingen.

Im Januar 2006, nachdem die neugewählte, prowestliche ukrainische Regierung sich sträubte, Gaspreise zu zahlen, die viel höher waren als die, die von der früheren prorussischen Regierung bezahlt wurden, sperrte Gazprom die Gasversorgung für die Ukraine. Weil das mitten im Winter passierte, hatte die Ukraine keine andere Wahl als die höheren Preise zu akzeptieren. Georgien, Weißrussland, Estland, Lettland, Litauen, Moldawien und Armenien sind auch der russischen Energie-Erpressung zum Opfer gefallen. Die Botschaft des russischen Bären war klar: „Einordnen oder zerdrückt werden.“

Inzwischen ist die deutsch-russische Beziehung aufgeblüht. Als Gerhard Schröder von der deutschen Politik zurücktrat, begann er sofort für Russland als Leiter eines Planes zu arbeiten, russisches Gas durch die Nord-Stream-Pipeline direkt nach Deutschland zu bringen. In Zukunft könnte Russland das Gas für die Ukraine oder Polen abdrehen, ohne seine deutsche Partnerschaft in Mitleidenschaft zu ziehen.

Dann, im Jahr 2008 wurde die Richtigkeit der Trumpet-Nachricht viel verständlicher, als Russland in Georgien einmarschierte. In einem dramatischen Angriff bewies Russland der Welt, dass es mehr war als nur eine Energie-Supermacht, sondern auch eine militärische. Russland konnte in das Land eines Verbündeten der USA einmarschieren und nichts außer leeren Drohungen als Reaktion von den USA hervorrufen.

„Das war der erste Militärschlag einer aufstrebenden asiatischen Supermacht – und es wird noch mehr davon geben!“, schrieb Herr Flurry im Oktober 2008.

Zum Zeitpunkt der Invasion schrieb Herr Flurry auch, dass Deutschlands Reaktion erkennen ließ, dass es vermutlich an Russlands Angriff auf Georgien beteiligt war, und dass wahrscheinlich irgendein Abkommen – im Geist des Molotow-Ribbentrop-Pakts des Jahres 1939 – zwischen den zwei Nationen getroffen worden war. Die Trumpet hat seit Jahren einen russisch-deutschen Pakt vorausgesagt. Im November 2000 zum Beispiel, haben wir gewarnt: „Die engere Beziehung, die sich jetzt sich zwischen Bundeskanzler Schröder und Präsident Putin entwickelt, ist ein Vorbote der zukünftigen Allianz zwischen diesen beiden Nationen, die sie in dem Bemühen um die Sicherung der Trennungslinie zwischen den beiden, anstreben.“

Nur wenige Tage später bestätigte die geopolitische Denkfabrik Stratfor Herrn Flurrys Meinung und sagte, ihre Quellen innerhalb Russlands berichteten, dass der Kreml Deutschland ein „Sicherheitsabkommen für ihre beiden Länder“ angeboten hatte.

Russlands Angriff auf Georgien hat noch etwas anderes bewirkt: Es riss die Welt aus dem Schlaf und brachte viele in die Wirklichkeit zurück. Sie sahen eine mit Öl-Dollars gefüllte und mit Atombomben überquellende Nation. „Russland ist wieder zurück“, riefen Schlagzeilen rund im die Welt.

Trumpet Leser hätten diese Schlagzeile schon vor 10 Jahren schreiben können. Ja, trotz aller Skeptiker hat Russland seinen Platz unter den Großmächten wieder eingenommen, so wie die Bibelprophezeiungen es voraussagten.

Russland und China vereinigen sich

Basierend auf einer Prophezeiung in Hesekiel 38, 1-6 hat die Trumpet stets gesagt, dass sich in der Endzeit eine große russisch-chinesische ostasiatische Gemeinschaft bilden würde. „... Russland und China werden vollkommen vereinigt sein als eine riesige ... asiatische Front“, schrieben wir im Juni 1999. „Mehrere kleinere asiatische Nationen ... werden dieser Allianz zweifellos beitreten.“

Diese Prophezeiung kam der Erfüllung einen Schritt näher, als die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) – eine Organisation, der China, Russ-land, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan angehören, sowie die Mongolei, Indien, Pakistan und Iran als Staaten mit Beobachterstatus – im Jahr 2001 gegründet wurde.

Die SOZ begann als ein Forum für China, Russland und zentralasiatische Länder, um Grenzfragen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu lösen. Der Schwerpunkt verlagerte sich dann auf die Terrorismusbekämpfung, die Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Heute ist es ein aufstrebender Machtblock mit erheblichen Befugnissen, um der westlichen Dominanz entgegenzuwirken, und wird als Anti-NATO Vehikel benutzt und um der islamischen Bedrohung die Strategie des Ostens aufzuzwingen.

„Achten Sie auf die SOZ und wie ihr Einfluss weiter zunehmen wird“, schrieben wir im Januar 2006. „Mit Russland und China an der Spitze, ist es durchaus denkbar, dass diese Organisation sich zu einer gesamt-asiatischen Koalition entfalten könnte.“

Die Entwicklung der SOZ zeigt die Vertiefung der biblisch prophezeiten Partnerschaft zwischen Russland und China, von denen beide in den kommenden Jahren, zum Teil durch solch eine Zusammenarbeit, an Wohlstand und Einfluss zunehmen werden.

In zwei Jahrzehnten kann viel geschehen. Wie man in Asien sieht, hat die Welt sich verändert. Aber die größten und dramatischsten Änderungen in Asien werden aber noch kommen. Die Bibel zeichnet ein deutliches Bild für China, Japan und Russland – und die herausragende Rolle, die Asien in den Endzeitereignissen spielen wird. 

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