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Das Zweite Gebot
Götzendienst klingt so nach Altem Testament. Kann es möglich sein, dass Sie ein Idol haben?
Bevor Sie nein sagen, überlegen Sie diese Tatsachen. Götzendienst war einer der Hauptprobleme des alten Israels. In der Tat, es war diese spezielle Sünde, die zur Zerstörung und Gefangenschaft der Königreiche von Israel und Juda geführt hat.
Götzendienst ist nicht nur eine alte Sünde, die von der Archäologie enthüllt wurde. Es ist viel mehr als ein alttestamentarisches Problem. Paulus, der großmütige Apostel der Heidenchristen warnte, dass Götzendienst ein echtes Problem für wahre Gläubige ist.
In seinem ersten Brief an den Korinther schilderte Paulus die tragische Geschichte Israels. Es ist die Geschichte, von der jeder Mensch lernen muss, sie nicht zu wiederholen. Mit speziellen Bezug auf Israel, sagte er: „Das ist aber geschehen uns zum Vorbild .... Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen“ (1. Korinther 10, 6-7).
Paulus wollte, dass die korinthischen Christen sich bewusst seien, dass Götzendienst ein Problem ist, vor dem alle auf der Hut sein mussten – besonders die Gläubigen. Warum? Diese Sünde öffnet die Schleuse zu einer ganzen Menge anderer Sünden. Studieren Sie die Schriftstelle bis einschließlich Vers 14. Paulus erwähnt die Sünden der Unzucht, der Versuchung (bzw. das Herausfordern) von Christus, und Murren – das heißt, sich über jene beschweren, die in Autorität sind. Er wiederholt, dass diese Sünden für uns aufgezeichnet wurden: „auf die das Ende der Zeiten gekommen ist“ (V. 11). Dann warnt Paulus, dass wir uns selbst prüfen müssen, um zu sehen, ob wir solcher Sünden schuldig sind (V. 12).
In Vers 13 warnt Paulus, dass wir versucht werden würden, solche Sünden zu begehen – denn die Endzeit ist eine gesetzlose Zeit (siehe auch 2. Timotheus 3,1-5). Zur Betonung wiederholt er: „Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst!“ (1. Korinther 10,14). Wir müssen dieses Thema ernst nehmen.
Götzendienst bringt tödliche Konsequenzen mit sich. Die Gesetze des alten Israels verlangten, dass Götzendiener hingerichtet würden. Obwohl die Führer des alten Israels diese Strafe nicht immer forderten, so hat Gott es schließlich gefordert – für Millionen. Jerusalem wurde zur Zeit Nebuchadnezzars buchstäblich niedergebrannt. Die Mehrheit seiner Einwohner wurde entweder ausgehungert oder mit dem Schwert erbarmungslos abgeschlachtet – einschließlich der Älteren und der jungen Kinder. Der Rest ging als Sklaven in Gefangenschaft. Wir müssen diese Lektion der Geschichte lernen oder es wird sich wiederholen!
Die Wahrheit ist, dass Götzendienst in unserer Zeit eine alltägliche Sünde ist. Wenn alle Nationen und Menschen dies nicht bereuen, dann wird die Folge für uns in der heutigen Zeit viel schlimmer sein als es für unsere Ahnen war. Wir gehen auf eine beispiellose Katastrophe zu! Aufgrund von Götzendienst lässt Gott es zu, dass die Menschheit sich selbst bis an den Punkt der Vernichtung bringt. Die biblische Prophezeiung warnt, dass mit Sicherheit unmittelbar vor uns Dürre, Mangel, Hungersnot, Krankheits-Epidemien und massive Zerstörung durch Atomkrieg sein werden. Wenn Jesus Christus der großen Trübsal bei Seiner Wiederkunft nicht Einhalt gebieten würde, würde kein Mensch am Leben bleiben (Matthäus 24, 21-22). Es hat niemals eine solche Zeit auf Erden gegeben – und es wird nie wieder eine solche geben – Gott sei Dank!
Niemand braucht die Strafe des Götzendienstes zu erleiden. Es ist Zeit, den wahren Gott kennen zu lernen. Es ist Zeit für uns, unsere Götzen zu zerschlagen.
Gebote halten lernen
Wir dürfen das Halten der Gebote nicht leicht nehmen. Viele, die sich Christen nennen, lehren, dass Christus die Zehn Gebote abgeschafft hat. Aber das stimmt nicht mit dem persönlichen Beispiel von Christus überein. Er sagte: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe“ (Johannes 15,10). Jesus Christus lehrte auch die Jünger, die Zehn Gebote zu halten. In der Tat, Christus hat das Gesetz Gottes wieder zu seinem verdienten Ehrenplatz hergestellt. Das müssen auch wir tun in unserer modernen Welt.
Beachten Sie diesen höchst wichtigen Vers: „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen“ (Matthäus 5,19-20). In diesem ganzen Abschnitt dieser Schrift, die oft als Bergpredigt bezeichnet wird, hat Jesus Christus die Zehn Gebote verdeutlicht, erklärt und ausführlich dargestellt.
Er ließ keinen Zweifel daran, dass wahre Diener Christi alle zehn Gebote Gottes sowohl beachten, als auch lehren – nicht nur einige wenige Auserwählte. Zusätzlich machte Er klar, dass Gottes Führer das Gesetz Gottes weder verändern, falsch anwenden, verwässern oder eine Privatinterpretation geben dürfen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren genau dessen schuldig – so wie viele Religionsführer von heute.
Studieren Sie alle Verse dieses Abschnitts sehr sorgfältig. Christus zeigte, dass es nicht nur eine physische Anwendung gab, bzw. den Buchstaben des Gesetzes, sondern auch eine tiefe geistliche Dimension. Zum Beispiel, wenn man gegen einen Menschen Hass empfindet, so ist das der Geist des Mordes (V. 22). Eine Frau lüstern anzusehen (bzw. einen Mann) ist der Geist des Ehebruchs (V. 28).
Auch wenn es in diesen Textstellen nicht ausdrücklich von Christus angesprochen wird, so könnten auch wir eines Geistes von Götzendienst schuldig sein. In Hinblick auf unsere Zeit schrieb der Prophet Hesekiel: „Du Menschenkind, diese Leute hängen mit ihrem Herzen an ihren Götzen ...“ (Hesekiel 14,3).
Letzten Monat haben wir das erste und große Gebot erörtert. Es begründet, dass es einen Gott gibt, den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde. Irgendein geringeres, geschaffenes Wesen oder Ding anzubeten, bzw. ihm zu gehorchen, ist ausdrücklich verboten. Der allmächtige Gott verlangt, dass die Männer, Frauen und Kinder aller Nationen Ihm gehorchen. Gott hat die Regierungsgewalt über das grenzenlose Universum. Er muss auch unsere Gedanken, unser Tun und unsere Wünsche beherrschen. Das Erste Gebot bezieht sich auf alles, was mit der Errichtung des Reiches Gottes, bzw. Seiner Regierung auf Erden und mit dem Anteil des Menschen an dieser Regierung zu tun hat. Das wahre Evangelium Jesu Christi dreht sich ganz um diese Regierung. (Schreiben Sie um ein Gratisexemplar des Buches Das unglaubliche Potential des Menschen von Herbert W. Armstrong. Dieses Buch erklärt vollends, was das wahre Evangelium Jesus Christus ist).
Wenn Menschen und Nationen das Erste Gebot übertreten, dann schneiden sie sich vom wahren Gott ab – der Quelle ihres Lebens, Schutzes, Friedens und Glücks. Von Gott abgeschnittene Menschen sind leer, frustriert, unglücklich – unvollständig. Sie führen ein sinnloses Leben. Sie bringen die unabwendbare Strafe des Leidens über sich.
Die wahre Anbetung des wahren Gottes erfüllt die Menschen mit der wunderbaren Kenntnis, dass Gott ein Ziel für alle Menschen hat. Die Erfüllung dieses Ziels macht das Leben aufregend, spannend, beschwingend. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ ist ein Befehl, der fantastische und ewige Belohnungen mit sich bringt.
Das Zweite Gebot
Kehren wir wieder zur Geschichte von 2. Mose zurück, wo der ewige Gott zum zweiten Mal donnerte: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten“ (2. Mose 20, 4-6).
Das Erste Gebot verbietet uns, irgendetwas oder irgendjemand an die Stelle des ewigen Gott zu setzen. Wir könnten einen Götzen aus Familie, Freunden, Beruf, Hobbys, Interessen – ja selbst aus Berühmtheiten machen. Das Zweite Gebot zeigt uns, wie der ewige Gott anzubeten ist. Dieses Gebot verurteilt abgöttische religiöse Praktiken. Gott ist der große Erzieher – Er fordert, dass wir Ihn so anbeten wie Er es will. Liebevoll zeigt uns Gott, welche Gefahren wir bei der Verehrung vermeiden müssen. Und Er erklärt uns sowohl die Strafe als auch die Segnungen, die als Folge unserer Art der Anbetung über unsere Nachkommen hereinbrechen werden.
Der natürliche, fleischliche Sinn des Menschen verlangt nach Hilfsmitteln in der Gottesanbetung. Bedenken Sie, dass der fleischliche Mensch rechtschaffen aussehen möchte, aber nicht unbedingt gerecht sein will (Römer 8, 7-8). Die Menschen wollen irgendein physisches Objekt, um sie an Gott zu erinnern. Das ist genau das, was dieses Gebot verbietet. Wir dürfen den allmächtigen Schöpfergott nie dadurch einschränken, indem wir ein Abbild oder eine Darstellung von Ihm machen. Bilder und Darstellungen vermitteln einen falschen Begriff vom wahren Gott. Dieses Gebot verlangt auch, dass wir darauf achten, Gott nicht auf eine falsche Art anzubeten.
Gott sucht wahre Anbeter. Christus sagte: „Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben“ (Johannes 4, 23). Christus sagt ganz klar, dass es wahre Anbeter gibt. Die Logik sagt uns dann, dass es auch falsche Anbeter gibt. Wahre Anbeter beten Gott im Geist und in der Wahrheit an. Das heißt, dass eigentlich nur wirklich bekehrte Leute Gott richtig anbeten können. Gottes Geist muss in diesen Menschen aktiv wirksam sein (Römer 8,9). Sie brauchen keine Hilfsmittel um Gott anzubeten. Es ist also der Geist und die Wahrheit dieses Gesetzes, die wir suchen, verstehen und tun müssen!
Christus fuhr fort weiter: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (V. 24). Sobald jemand irgendein Symbol von Gott aufstellt, verleugnet er oder sie die Existenz des wahren Gottes. Unser Gott verkörpert alles Wissen, alle Weisheit, alle Macht und alle Liebe. Er ist unbegrenzt. Wenn wir ein geistliches oder physisches Bildnis Gottes aufstellen, dann begrenzen wir Gott in unseren Gedanken und unserer Anbetung. Gott befiehlt uns, Ihn nicht zu begrenzen!
Testgebot
Gott hatte Israel unglaublichen Reichtum und große Macht versprochen. Um diese Segnungen zu empfangen, mussten sie Gottes Dekalog, die Zehn Gebote, beachten. Der große Schöpfer offenbarte sich vor Seinem Volk. Sie sahen kein Bildnis, aber sie hörten Seine Stimme. Mose erinnerte Israel an diese Tatsache. Er sprach: „Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Seine Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme war da“ (5. Mose 4,12).
Gott warnte das alte Israel immer wieder vor Götzendienst. Sie durften nie ein Abbild von Gott aufstellen. „Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten; denn ich bin der Herr, euer Gott“ (3. Mose 26,1). Hier verbot Gott Seinen Leuten ausdrücklich, keinerlei Götzen oder Bildnis zu machen, „um davor anzubeten.“ Gott will direkt angebetet werden.
Herr Armstrong erklärte: „So nannte denn Gott zunächst speziell jene zwei der Zehn Gebote, an denen sich ganz besonders zeigt, ob ein Mensch bereit ist, Gott zu glauben und ihm treu zu gehorchen“ (Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung, S. 110). Diese waren die wichtigsten Testgebote! Das zweite und vierte Gebot sind spezielle Testgebote. Das vierte Gebot dreht sich um die Beachtung von Gottes siebten-Tag-Sabbat (wird in einem zukünftigen Artikel genau erörtert). Die Befolgung des Zweiten Gebots ist eine Prüfung unseres Gehorsams, Glaubens und unserer Treue bezüglich der richtigen Anbetung Gottes.
Werden wir den Test bestehen? Es ist Zeit, dass wir uns selbst eingehend prüfen.
Das wahre Volk Gottes muss Gottes Stimme gehorchen. Gehorchen wir der Stimme Gottes? Gott hat auch heute eine Stimme. Sie kommt durch die Key of David Fernsehsendung und durch die Seiten dieses Magazins. Hören wir die Stimme Gottes? Er sendet und publiziert eine Warnbotschaft, bevor es zu spät ist, diese zu befolgen. Ein Bestehen des Tests des Zweiten Gebotes bringt unsagbaren Segen mit sich. Ungehorsam hingegen wird schlimme Leiden bringen.
Jeder, der ein Bild oder eine Statue braucht um Gott anzubeten, kennt einfach nicht den wahren Gott.
Sie müssen begreifen, dass Gott ein Vater ist. Gott bildet eine Familie durch die Menschheit (Epheser 3,14-15). Jesus Christus kam zur Erde, um uns den Vater zu verkündigen (Johannes 1,18). Gott sollte für uns so real sein wie unser eigener Vater. Unser Kontakt zu Gott sollte so sein, wie der eines liebenden Sohnes oder einer liebenden Tochter zu deren fürsorglichem Vater sein würde. Jesus Christus liebte Seinen Vater und war durch Gebet ständig in Kontakt mit Ihm. Wir müssen die gleiche Art von Kontakt mit Gott entwickeln.
Gott will uns alle guten Gaben schenken (Jakobus 1,17). Das heißt, Gott will uns das geben, was für unser geistliches Wachstum gut ist. Aber wir müssen Ihn voll Eifer und in gebührender Weise suchen (Matthäus 7,7-11). Gott verspricht, uns für unseren Fleiß zu belohnen, wenn wir lernen, in Seine Größe, Macht und Autorität zu glauben und zu vertrauen (Hebräer 11,6).
Mose, ein Mann, der Gott sehr nahe war, sprach zu Israel: „Nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, noch von dir, als dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass du die Gebote des Herrn hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir’s wohlgehe?“ (5. Mose 10,12-13). Was Gott wirklich von uns fordert ist sehr leicht zu verstehen. Dennoch, die traurige Geschichte der Menschheit zeigt, dass sich nur Wenige Gott in Gehorsam wirklich unterworfen haben. Ja, es gibt einen Weg zum Heil (Apostelgeschichte 2,38). Aber nur Wenige haben wirklich den ersten Schritt getan. Nur Wenige sind ständig mit Gott gegangen. Nur Wenige haben Gott erlaubt, ihre Gedanken, Worte und Taten zu beherrschen. Wir müssen lernen, Gott unser ganzes Leben unterzuordnen. Unser Vater ist ein lebender und aktiver Gott. Er will, dass wir Ihn so lieben, wir Er uns liebt. Das ist wahre Anbetung.
Wenn Gott uns unwirklich erscheint, dann ist etwas ernstlich verkehrt mit unserer Religion. Die Verwendung von Hilfsmitteln für die Anbetung wird uns Gott niemals näher bringen. In Wirklichkeit werden uns diese Hilfsmittel weit von Gott wegbringen. Ein solcher Brauch zeigt einen Mangel an echter geistiger Anbetung und ist reinstes Heidentum!
Bilder von Christus
Wir dürfen nicht falsch verstehen. Gott ist nicht gegen Kunst und Bildhauerei. Gottes Tempel war voll von schönen, blendenden Kunstwerken. Gott sagt einfach, wir dürfen Ihn oder etwas Geschaffenes (Mann, Frau, Sonne, Mond, Planet, Pflanze oder Tier) nicht darstellen, „um davor anzubeten“. Es ist der Gebrauch der Kunst als Hilfsmittel oder Anbetungsform, der verurteilt ist.
Millionen bekennender Christen verwenden Bilder, die angeblich Christus repräsentieren, in ihrer Verehrung. Viele hängen solche Bilder in ihren Wohnungen und Geschäften auf. Manche haben solche Bilder sogar in ihren Autos. Neuerdings haben einige Kirchengemeinden alle Sitzplätze in bestimmten Kinos gekauft – verteilten die Eintrittskarten gratis – um Hollywoods neueste Darstellung von Jesus, dargestellt von Jim Caviezel, zu fördern. Was sagt die Bibel dazu?
Das Zweite Gebot verbietet den Gebrauch von allem, was Gott dargestellt, oder was zum Objekt der Anbetung werden könnte. Jesus Christus ist Gott (Hebräer 1,8). Jedes Bildnis, Porträt oder jede Statue Seiner Person ist strengstens verboten. Die Wahrheit ist, es ist unmöglich, Gott genau darzustellen (siehe ergänzenden Artikel).
Einige mögen behaupteten, dass sie solche Objekte nicht anbeten. Nichtsdestoweniger, alle Bilder und Darstellungen bilden ein falsches Konzept von Christus in unseren Gedanken, was uns auch dazu führt, dieses Gebot zu übertreten. Denken Sie daran: Falsche Bilder und falsche Konzepte trennen den Verehrer von Christus.
Abgöttische heidnische Feiern
Den alten Israeliten ward befohlen, Gott nicht wie die unter ihnen wohnenden Heiden anzubeten. Das Zweite Gebot verbietet ein Befolgen all dieser Bräuche.
Mose unterwies die Menschen: „Und dass du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun! So sollst du dem Herrn, deinem Gott, nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was dem Herrn ein Gräuel ist und was er hasst; denn sie haben ihren Göttern sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt“ (5. Mose 12,30-31). „Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun“ (5 Mose 13,1). Mose zeigte dem Volk, dass Gott ein Annehmen heidnischer Sitten zur Verehrung des wahren Gottes verbietet. Gott hat ein System der Anbetung. Nur dieses System sollte befolgt werden – wie Gott es anordnet.
Die moderne Christenheit hat genau diese Bräuche in ihr System der Anbetung aufgenommen, die die Bibel verurteilt. Jede gute Enzyklopädie wird diese Tatsache bestätigen, dass unsere hoch gefeierten Festtage aus dem vorchristlichen Heidentum stammen. Wir müssen Christi eigene Worte beherzigen: „Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote. Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen“ (Markus 7,7-8). Christus mit heidnischen Sitten und Festen anzubeten, ist eben eine Verletzung des Zweiten Gebots. Diese Feste beinhalten kein Wissen von Gott und Seinen Plänen für die Menschheit. All diese Verehrung ist albern und sinnlos und muss vermieden werden.
Andererseits sind alle von Gottes Festen eine jährliche Erinnerung an Seinen Heilsplan. Das Halten von Gottes Festtagen vermehrt das geistliche Wissen des Menschen. Wenn Gottes Feste richtig begangen werden, dann gibt das dem Leben eine tiefere Bedeutung. Für ein gründliches Studium dieses Themas, bestellen Sie bitte ein Gratisexemplar von Herr Armstrongs Broschüre: Heidnische Feiertage oder Gottes Festtage?
Warnung und Barmherzigkeit
Es ist ein mutiger Schritt, die heidnischen Traditionen aufzugeben. Sehr oft tun wir das nicht wegen unserer Familien und Kollegen. Sogar unsere Familie, Kirche oder Kollegen könnten zu einer Form von Götzendienst werden, wenn wir Gott nicht gehorchen. Wir müssen lernen, Gott mehr zu fürchten, auch wenn wir vor den Menschen dieser Welt anders oder seltsam aussehen mögen. Wir dürfen uns nicht dieser Welt gleichstellen (Römer 12,2). Wenn wir uns bemühen, dieser Welt gleich zu sein, denn werden wir auch mit ihr leiden.
Beachten Sie, Gott sagt: „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten“ (2. Mose 20,5-6). Gott ist fairerweise eifersüchtig auf Seine Leute. Zu unserem eigenen Wohl verbietet Er uns, in falsche Anbetung abzugleiten. Warum? Es bringt unglaubliches Leid und Unheil.
Wenn wir stur mit der Götzenanbetung fortfahren, dann warnt uns Gott, dass er unsere Missetat an unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln heimsuchen wird. Studieren Sie das Buch der Richter. Es war eine der dunkelsten Zeiten in der Geschichte des alten Israels. Dieses Buch beweist mehr als jede andere Buch der Bibel, dass es Zyklen in der Geschichte gibt, die sich ständig wiederholen. Es ist Teil der Bibel, bekannt als die Früheren Propheten. Es ist also nicht nur ein Geschichtsbuch – es beinhaltet Prophezeiung für heute!
Das Buch der Richter zeigt, was mit den Kindern derer geschah, die Götzen anbeteten. Studieren Sie Kapitel zwei – es ist eine Zusammenfassung des ganzen Buches. Der Prophet Samuel schrieb: „Da taten die Israeliten, was dem Herrn missfiel, und dienten den Baalen und verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den Herrn. Denn sie verließen je und je den Herrn und dienten dem Baal und den Astarten“ [die Wortwurzel für das Wort Ostern] (Richter 2,11-13). Diese Verse beziehen sich speziell auf das Zweite Gebot.
Was hat Gott als Konsequenz für ihre Sünden mit den Leuten getan? Samuel schrieb weiter: „So entbrannte denn der Zorn des Herrn über Israel, und er gab sie in die Hand von Räubern, die sie beraubten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde ringsumher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen, sondern sooft sie auszogen, war des Herrn Hand wider sie zum Unheil, wie denn der Herr ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart bedrängt“ (V. 14-15). Gottes gerechte Strafe für Götzendienst dauerte oft über Jahrzehnte.
Das heißt also, dass die Kinder Hungersnot, Pestilenz, Unterdrückung, Massaker und Gefangenschaft erlitten.
Einige Gelehrte möchten sagen, dass das Buch der Richter ein Märchen ist. Wir sollten uns nicht von falscher Argumentation täuschen lassen. Das Buch der Richter ist eine wahre Geschichte für alle Gläubigen. Es ist ein Buch, das beweist, dass Gott mit Seinen Leuten keine Spiele spielt. Das Schlimmste, das wir unseren Kindern antun könnten, ist, ihnen kultische Bräuche zu lehren. Es ist etwas schreckliches, unseren Kindern ein falsches Konzept vom allmächtigen Gott zu geben. Wir müssen diese Warnung ernstlich überlegen. Die Zeit der Richter wird sich bald wiederholen.
Dieses Gebot zeigt auch, dass Gott all denen gnädig ist, die den Götzendienst bereuen. Gott wird den Generationen gnädig sein, die „mich lieben und meine Gebote halten.“ Wenn wir unsere Gesetzesübertretungen bereuen und uns wieder Gott zuwenden, dann ist unseren Kindern Gnade und Segen versprochen. Das Buch der Richter zeigt auch, dass, wenn die Menschen bereut haben, Gott die betrüblichen Zustände in Israel rückgängig machte (V. 16). Gott setzt Seine Bestrafung nicht für immer fort. Gott bestraft nur, um uns zu helfen, Veränderungen zu machen, die wir machen müssen.
Es ist Zeit, aufzuwachen, und unsere abgöttischen Wege zu verlassen. Wir wollen dieses Zweite Gebot eifrig studieren. Welch ein unglaublicher Segen es ist, zu wissen, dass Gott will, dass wir Ihn direkt anbeten. Letztlich können alle Menschen den großen Gott dieses grenzenlosen Universums als ihren persönlichen Vater kennen lernen. Gott hat es vorherbestimmt, dass alle Menschen zu gegebener Zeit wählen können, täglich mit dem lebendigen Gott zu wandeln und zu sprechen. ▪