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Rob Bye/Unsplash

Das Volk Israel teilt sich in zwei Nationen (Erster Teil)

Die USA und Großbritannien in der Prophezeiung (Kapitel Sechs)

Fortgesetzt von Der Bund mit David (Dritter Teil)

Zehn stämme – das Haus Israel – sind nicht jüdisch! Ihre Angehörigen sind nie Juden gewesen. Das ist eine unwiderlegbare Tatsache, wie wir gleich sehen werden.

Nach Davids Tod wurde sein Sohn Salomo König von Israel. Salomo jedoch bürdete dem Volk eine übermäßige Steuerlast auf und regierte mit beispiellosem Prunk.

Auch heiratete Salomo heidnische Frauen aus fremden Völkern. Dabei ließ er sich von den Religionen beeinflussen, denen diese Frauen anhingen, so dass er beispielsweise Weihrauch verbrannte und dem Gott Moloch sowie anderen Götzen Opfer darbrachte. „Darum sprach der Herr zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten hast, die ich dir geboten habe, so will ich das Königtum von dir reißen und einem deiner Großen geben. Doch zu deiner Zeit will ich das noch nicht tun um deines Vaters David willen, sondern aus der Hand deines Sohnes will ich‘s reißen. Doch ich will nicht das ganze Reich losreißen; einen Stamm will ich deinem Sohn lassen um Davids willen, meines Knechts, und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe“ (1. Könige 11, 11-13).

Das Haus Israel wird vom Thron Davids getrennt

Das Königreich als Ganzes war es, nicht ein Teil davon, was Salomo weggenommen werden sollte. Ein Teil, ein einzelner Stamm war es dagegen, der unter Davide Dynastie verbleiben sollte. Obgleich Salomo es verdient hätte, dass ihm das ganze Reich genommen worden wäre, so ließ Gott ihm und seinen Nachkommen doch einen Stamm. Der Grund war nicht Milde gegenüber Salomo, sondern die Verheißung an David – „um Davids willen“.

Gott hat einen ewigen, bedingungslosen Bund mit David geschlossen, den er weder brechen kann noch brechen will. Davids Dynastie kann nicht aufhören oder unterbrochen werden. Das ist der Grund dafür, warum die „Zepter“-Verheilßung trotz der Sünden von König Salomo nicht aufgehoben wurde und warum ihm und seinen Nachfolgern erlaubt wurde, wenigstens über einen Teil der Kinder Israel weiter zu regieren.

In 1. Könige 11, 26 lesen wir von Jerobeam, dem Sohn Nebats, einem Ephraimiter und Salomos Diener. Er wurde über „alle Fronarbeit des Hauses Joseph“ (gleichbedeutend mit Ephraim und Manasse) gesetzt.

Gott sagte zu Jerobeam, indem er sich durch den Propheten Ahia an ihn wandte: „Siehe, ich will das Königreich aus der Hand Salomos reißen und dir zehn Stämme geben … Ich will aber aus seiner Hand das Reich noch nicht nehmen … um meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe und der meine Gebote und Rechte gehalten hat. Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königtum nehmen und will dir zehn Stämme und seinem Sohn einen Stamm geben, damit mein Knecht David vor mir eine Leuchte habe allezeit in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen. So will ich nun dich nehmen, dass du regierst über alles, was dein Herz begehrt, und König sein sollst über Israel“ (1. Könige 11, 31-37).

Die Nation Israel sollte also Salomos Sohn genommen und Jerobeam vom Stamm Ephraim gegeben werden – nicht ein einzelner Stamm oder einige wenige Stämme, sondern die Nation mit der Bezeichnung Israel, bestehend aus zehn Stämmen.

In der Folgezeit wurde die Bezeichnung „Israel“ nur noch für diese zehn Stämme gebraucht. Wie wir wissen, war der Name „Israel“ speziell den Söhnen Josephs (Ephraim und Manasse) gegeben worden (1. Mose 48,16). Wo auch immer Ephraim und Manasse sind, werden sie in der Bibel Israel genannt. Gewiss, sie haben ihre Identität verloren, doch sind sie – und nicht die Juden – in erster Linie gemeint, wenn in den biblischen Prophezeiungen von Israel die Rede ist. Ephraim und Manasse, die Söhne Josephs, gehörten zu den zehn Stämmen unter Jerobeam und standen an ihrer Spitze.

Den Nachkommen Salomos beließ Gott aufgrund seines Bundes mit David nur einen kleinen Teil des ursprünglichen Israel, nämlich den Stamm Juda, zu dem sich dann noch einige Leviten und Benjaminiten gesellten. Immerhin war auf diese Weise gewährleistet, dass stets ein Nachkomme Davids über Israeliten regieren konnte. Gott hatte David bedingungslos versprochen, dass es nie eine Zeit geben würde, in der nicht ein Sohn oder Nachfahre Davids den Thron innehaben und über Israeliten regieren würde.

Dieses Versprechen sehen wir in den späteren geschichtlichen Ereignissen erfüllt. Der Stamm Juda, obwohl er nicht das ganze Israel darstellt und in der Folgezeit auch nicht mit dem Namen „Israel“ bezeichnet wurde, ist ja dennoch ein Teil des ursprünglichen Volkes Israel. Somit konnte Gott gleichzeitig Salomo bestrafen, indem er ihm zehn Stämme wegnahm und ihm nur noch einen Stamm übrigließ, und sein Versprechen an David halten. Er brauchte die Verheißung des Zepters an Abraham, Isaak und Jakob nicht aufzuheben. Wir erkennen wiederum, dass Gott keines seiner Versprechen bricht, auch dann nicht, wenn er eine Strafe verhängen muss.

Davids Dynastie regiert über Juda

Gott hatte versprochen, dass „das Zepter nicht von Juda weichen würde“. Er hat dieses Versprechen nicht gebrochen. Prägen wir uns ein, dass die zehn Stämme, die nach dem Tode Salomos von der Dynastie Davids abgetrennt wurden, in der Folgezeit „Israel“ genannt wurden, und dass der Stamm Juda (später zusammen mit Teilen der Stämme Benjamin und Levi), der unter Rehabeam, Salomos Sohn, verblieb, einfach „Juda“ oder das „Haus Juda“ genannt wurde. Die Juden tragen den Namen ihres Stammes, während die abgefallenen zehn Stämme weiterhin den Namen des Königreiches „Israel“ trugen.

Das Volk Israel hatte seinen rechtmäßigen König, nämlich Rehabeam aus der Dynastie Davids, abgelehnt und statt dessen einen neuen König, Jerobeam, auf den Thron gehoben. Nur der Stamm Juda wollte Rehabeam als König behalten. Daraufhin trennten sich die zehn Stämme unter Jerobeam von dem Stamm Juda unter Rehabeam. Aber nun wurde Rehabeam, Davids Enkel, König einer neuen Nation. Diese neue Nation war nicht das Königreich Israel. Es war das Königreich Juda. Sehen wir uns nun an, wie das geschah.

Der Grund für den Abfall der zehn Stämme war folgender: Als Salomos Sohn Rehabeam den Thron bestieg, verlangte das Volk sofort, er solle die von Salomo auferlegte schwere Steuerlast mindern. Der Sprecher des Volkes war Jerobeam.

Er bat Rehabeam dringend: „Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. Mache du nun den harten Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so wollen wir dir untertan sein“ (1. Könige 12,4-5). Darauf bekam er folgende Antwort: „Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen“ (Vers 11).

Kein Wunder, dass Israel nun rebellierte. Uberall im Volk ertönte der Ruf: „Auf zu deinen Hütten, Israel!“ Und im Hinblick auf die königliche Familie hieß es: „So sorge nun du für dein Haus, David!“ (Vers 16). „Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag“ (Vers 19).

Weiter lesen wir: „Als nun ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekommen war, sandten sie hin und ließen ihn rufen zu der Gemeinde und machten ihn zum König über ganz Israel; niemand folgte dem Haus David als der Stamm Juda allein“ (Vers 20).

Rehabeam dagegen „sammelte … das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin“ (Vers 21), um das Haus Israel zu unterwerfen und unter seine Herrschaft zurückzubringen. Doch Gott gebot ihm: „Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder, die von Israel, kämpfen … denn das alles ist von mir geschehen“ (Vers 24).

Israel wird geteilt

Wie wir sehen, wird jetzt das Königreich der zehn Stämme, geführt von den Stämmen Ephraim und Manasse, mit einem Ephraimiter als König, als das Haus Israel bezeichnet. Dieses Haus Israel ist der Träger des Erstgeburtsrechts.

Der Stamm Juda dagegen, der Rehabeam treu blieb, wird zusammen mit einem Teil der Benjaminiter und später (nachdem Jerobeam sie in Israel ihres Amtes enthoben hatte) auch der Leviten, das „Haus Juda“ genannt. Obwohl die Juden, Benjaminiter und Leviten durchaus von Israel abstammen, werden sie nach der Teilung des Reiches nicht mehr mit dem Stammesnamen „Israel“ bezeichnet, sondern nur noch als „das Haus Juda“ bzw. „die Juden“.

Viele nehmen irrtümlich an, dass nach dem Abfall der zehn Stämme der Stamm Juda den Namen „Israel“ führte. Das aber stimmt nicht, wie wir gesehen haben.

Es ist Israel, das nun sein Reich unter dem Ephraimiter Jerobeam im Lande Samaria, nördlich von Jerusalem, errichtet. Es ist nicht Israel, sondern Juda – lediglich drei von Israel abgetrennte Stämme –, das in Jerusalem zurückbleibt.

Die zehn Stämme wurden nicht von Israel abgetrennt. Israel verblieb nicht in Jerusalem. Statt dessen wurde Juda von Israel abgetrennt. 

Wird fortgesetzt...

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