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Das Geheimnis des Reiches Gottes (Elfter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sieben

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Reiches Gottes (Zehnter Teil)

Der Elia unserer Tage

Denken wir wieder an Gottes Prinzip der Dualität. Jesus bezieht, in Matthäus 11, die Prophezeiung aus Maleachi 3, 1 vorbildhaft auf Johannes den Täufer; liest man aber Vers 5, so merkt man, dass die Prophezeiung von einem spricht, der vor dem zweiten Kommen Christi als Wegbereiter dienen soll. Johannes der Täufer war ein Rufer in der physischen Wüste am Jordan, der dem ersten Kommen Christi den Weg bereitete, damals, als Christus als physischer Mensch zum physischen Tempel in Jerusalem und zu den physischen Menschen von Juda kam, um die gute Vorausmeldung zu verkündigen, dass einmal das Reich Gottes aufgerichtet werden würde. Doch auch vor seinem zweiten Kommen sollte es einen Wegbereiter und Boten geben, auf den Elia vorbildhaft verweist; einen Rufer in der geistlich-religiösen Wirrnis und Wüste der heutigen Welt, einen Wegbereiter für das Kommen des verklärten, machtvollen Christus zu seinem geistlichen Tempel, der Kirche (Epheser 2, 21), um dann tatsächlich das Reich Gottes zu errichten.

In Matthäus 17, 1-8 sahen die Jünger Petrus, Jakobus und Johannes in einer Vision Mose, Elia und Christus im Reich Gottes verherrlicht. Dann, in Vers 10, fragen die Jünger: „Was sagen denn die Schriftgelehrten, zuvor müsse Elia kommen?“ Johannes der Täufer hatte vor Jesu öffentlichem Auftreten schon sein Wirken abgeschlossen und war ins Gefängnis geworfen worden. Zu der Zeit, da die Jünger die Frage stellten, war er bereits tot. Und doch antwortet Jesus, von Zukünftigem sprechend: „Elia soll freilich kommen und alles zurechtbringen“ (Vers 11).

Dieser Vers kann sich unmöglich auf Johannes den Täufer beziehen. Johannes hat nichts „zurechtgebracht“, sondern die Menschen zur Reue aufgerufen, zur Vorbereitung des ersten Kommens Jesu.

In den ersten Jahren der neutestamentlichen Kirche war Jesus’ wahres Evangelium verdrängt worden – an die Stelle des Evangeliums Christi (vom Reich Gottes) war ein falsches, menschliches Evangelium über Christus getreten, der darin seines Vaters Gebote aufhebt.

Maleachi 3, 23-24 zeigt außerdem, dass der Elia ganz am Ende des Kirchenzeitalters kommen soll – zu einer Zeit, in der, würde diese endzeitliche Botschaft nicht verkündet, der verklärte Christus kommen und die Welt mit Vernichtung schlagen würde. („Mit dem Bann schlagen“, damit ist im Hebräischen gemeint: vernichten, zerstören.)

Erziehung in der Welt von morgen

In den Händen der Kirchenzentrale in Christi neuer Welthauptstadt Jerusalem wird ganz zweifellos die Leitung des neuen Bildungssystems der Welt liegen.

Auch die Verbreitung geistlicher Wahrheit wird, so ist es angedeutet, von der Kirchenzentrale unter Elia geleitet werden, unter der direkten Oberaufsicht Jesu Christi.

Der Hauptsinn des Kommens Christi ist: Entwicklung von göttlichem Charakter im Menschen und Hinführung der Welt zum Heil. Die meisten religiösen Menschen, Prediger und fundamentalistischen Evangelisten gehen davon aus, dass unsere Zeit der einzige „Tag des Heils“ ist. Der Schriftvers, auf den sie sich beziehen (2. Korinther 6, 2), ist falsch übersetzt. Es muss „ein Tag des Heils“, nicht „der Tag des Heils“ heißen. Würde Christus versucht haben, jetzt die Welt zu „retten“, so hätte er es auch geschafft. Jedoch, sie wurde nicht „gerettet“. Gott nimmt nicht ein Babylon von verwirrten, uneinigen religiösen Organisationen, die in Hunderte von religiösen Lehrmeinungen zerfallen, zu seinem Werkzeug.

Die echte weltweite Verkündigung des Evangeliums wird vom Hauptsitz der Kirche aus, die aus auferstandenen Unsterblichen besteht, unter der direkten persönlichen Aufsicht Christi selbst, geleitet werden.

Etwas, was es sicher nicht im tausendjährigen Kirchen-Hauptquartier geben wird, ist ein Komitee von intellektuellen „Gelehrten“, die darüber entscheiden, ob die Lehren Christi wahre Doktrinen sind oder nicht.

Es gab solch ein Lehrkomitee in der Kirche des Jerusalemer Hauptquartiers im ersten Jahrhundert nicht. Alle Lehren kamen von Christus über die Apostel – einige Male offenbarte sie Christus auch den Aposteln durch die Propheten. Wie im ersten Jahrhundert – genau wie 31 n. Chr. – erhält Gottes Kirche ihre Lehren vom lebendigen Christus durch einen Apostel.

Eine weitere großartige organisatorische Aufgabe wird vom Hauptsitz der Kirche wahrgenommen – die Leitung aller örtlichen Gemeinden auf der ganzen Welt. Diese Gemeinden bestehen aus Menschen, die bekehrt werden – gezeugt von Gott durch den Heiligen Geist –, aber noch sterblich sind.

Im Millennium: Wachstum an Erkenntnis, Überwindung

Wie der Christ heute, so muss auch der Bekehrte im Millennium ein konsequentes Leben des Überwindens, des geistlichen Wachsens und Reifens führen (2. Petrus 3, 18). Satan wird er nicht mehr zu überwinden haben, wohl aber die üblen Impulse, Gewohnheiten, Versuchungen, die noch in ihm stecken.

Eine einzige Kirche wird es geben – eine Religion – einen Glauben und viele Gemeinden in den Städten und auf dem Land: Es wird Bezirksleiter geben und in jeder Gemeinde Pastoren, Älteste, Diakone und Diakoninnen.

Dies sei ein kleiner Einblick in die Organisation der neuen Welt.

Es zeigt, wie eine Super-Weltregierung auf der Erde eingerichtet werden kann und wird.

Hauptaufgabe der Kirche in der jetzigen Zeit ist es, als eine Art Schulungsstätte für geistliche Erkenntnis zu dienen, für Bildung von göttlichem Charakter; ausgebildet werden sollen die Amtsträger für das kommende tausendjährige Reich Christi auf Erden.

Nach Ablauf der tausendjährigen Herrschaft Christi wird das letzte Gericht kommen.

Angesprochen habe ich in diesem Buch, dass Gott nach Adams erster Sünde der Menschheit den Zugang zum „Baum des Lebens“ abschnitt, jenem Baum, der Gottes Geschenk des Heiligen Geistes und die Zeugung unsterblichen Gott-Lebens symbolisiert; er bleibt so lange unzugänglich, bis Christus, der zweite Adam, Satan entthront und seine Stelle als Erdenherrscher einnimmt.

Auch erfuhren wir, dass zum Fundament der Kirche die Propheten zählen. Und Petrus sagt (1. Petrus 4, 17), das Gericht an der Kirche habe begonnen. Diejenigen, die Gott durch Jesus Christus im Kirchenzeitalter zu sich beruft, werden schon hier und jetzt, in diesem Leben, gerichtet. Zur Welt insgesamt ist das Gericht noch nicht gekommen.

Heißt das, die Welt darf unbeschwert sündigen? Nein. Gott lässt zu, dass Menschen sündigen, aber sie werden für ihre Sünden noch nicht zur Rechenschaft gezogen.

Wird fortgesetzt...

De Moa