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Jude Beck/Unsplash

Das Geheimnis des Reiches Gottes (Dreizehnter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sieben

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Reiches Gottes (Zwölfter Teil)

Im All: Planeten jetzt tot

Setzen wir das in Beziehung zu dem, was im achten Kapitel des Römerbriefs offenbart ist.

Christus, Gottes Sohn, wird da als „Erstgeborener unter vielen Brüdern“ bezeichnet (Vers 29). Menschen, die Gottes Geist haben, sind Erben Gottes und Miterben Christi – welcher als bisher einziger Mensch durch eine Auferstehung von den Toten als Sohn Gottes geboren ist (Römer 1, 4). Er ist der erste aus dem Menschengeschlecht, der in die Gottfamilie – das Reich Gottes – hineingeboren worden ist. Er ist uns vorangegangen, als Pionier, als Herzog. Wir werden folgen: bei der Auferstehung der Gerechten bei Christi Wiederkunft zur Erde in höchster Macht und Herrlichkeit.

Der neunte Vers im achten Kapitel sagt: Wenn wir den Heiligen Geist Gottes in uns tragen, sind wir Gottes gezeugte Kinder; haben wir den Geist nicht, sind wir nicht „sein“ – sind wir gar keine Christen. Vers 11 sagt: Wenn Gottes Geist in uns wächst und uns leitet, werden wir durch seinen Geist von den Toten auferweckt (beziehungsweise, wenn wir bei Christi Wiederkunft noch leben, von Sterblichen zu Unsterblichen verwandelt).

Nun weiter: „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder … Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi … damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Römer 8, 14-18).

Weiter in der Menge-Übersetzung: „Denn das sehnsüchtige Harren des Geschaffenen wartet auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Denn der Nichtigkeit ist die ganze Schöpfüng [alle Sonnen, Planeten, Sterne, Monde] unterworfen worden – allerdings nicht freiwillig, sondern um dessen willen, der ihre Unterwerfung bewirkt hat –, jedoch auf die Hoffnung hin, dass auch sie selbst, die Schöpfung, von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden wird zur Freiheit, welche die Kinder Gottes im Stande der Verherrlichung besitzen werden. Wir wissen ja, dass die gesamte Schöpfung bis jetzt noch überall seufzt und mit Schmerzen einer Neugeburt harrt. Aber nicht nur sie, sondern auch wir selbst [wir geistgezeugten Menschen], die wir doch den Geist als Erstlingsgabe besitzen [die wenigen jetzt zum Heil Berufenen sind die ,Erstlinge‘] seufzen gleichfalls in unserem Inneren beim Warten auf das Offenbarwerden der Sohnschaft [d.h. auf die Geburt] …“ (Vers 19-23).

Welche verblüffende, herrliche Offenbarung an Erkenntnis!

Eine verblüffendere, ehrfürchtgebietendere, aufschlussreichere Passage könnte nicht geschrieben werden!

Hier wird inhaltlich so viel gesagt, dass man es im ersten Durchlesen gar nicht voll begreift.

Zunächst zitierte ich Vers 29 aus Römer 8, wo es heißt, Christus sei der Erstgeborene von vielen Brüdern.

In Hebräer 1 sehen wir, dass Christus – der erste durch eine Auferstehung von den Toten geborene Mensch – verherrlicht ist und jetzt das ganze Universum trägt. Er ist der Pionier, der uns vorangegangen ist. Bei seiner Wiederkunft in Macht und Herrlichkeit werden diejenigen, die bekehrt sind und Gottes Heiligen Geist empfangen haben, durch eine Auferstehung in die Gottfamilie hineingeboren. Und dann wird ihnen das gesamte Universum untertan gemacht werden!

Wir werden (Römer 8) – falls der Heilige Geist Gottes in uns wohnt und uns leitet – dann zu Geist-Beschaffenheit verwandelt und werden als Unsterbliche der Gottfamilie angehören wie Christus im Jahre 31 n. Chr.

Noch einmal Vers 19: „Denn das sehnsüchtige Harren des Geschaffenen wartet auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Menge-Übers.). Dieses Offenbarwerden wird bei der Auferstehung geschehen: wenn jene, die menschlich sind, durch eine Auferstehung oder durch unmittelbare Verwandlung zu Söhnen Gottes erhoben werden.

Erstaunlich – das ganze Universum soll erneuert werden!

Verstehen Sie jetzt bitte: Wieso soll das Universum – das Geschaffene – sehnsüchtig die Geburt, das Offenbarwerden, der Söhne Gottes erhoffen? Die folgenden Verse porträtieren ein vergängliches, ein verfallendes Universum, dem jedoch eine Hoffnung gegeben ist: „die Hoffnung … dass auch sie selbst, die Schöpfung [das Universum, das jetzt noch kein Leben zu tragen vermag], von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden wird zur Freiheit, welche die Kinder Gottes im Stande der Verherrlichung besitzen werden“ (Vers 21, Menge-Übers.).

Wie sind die Planeten in die Knechtschaft der Vergänglichkeit gelangt? Gott hat sie sicher nicht so geschaffen!

Vergänglichkeit, Verfall, das steht für einen Niedergang aus einem vorherigen vollkommeneren Zustand. Gott hat die Gestirne in einem Zustand des Nichtverfalls geschaffen.

Irgendwann ist etwas geschehen, das den Verfall einsetzen ließ.

Was kann diese „Knechtschaft der Vergänglichkeit“ bewirkt haben?

Um die ursprüngliche Beschaffenheit kann es sich nicht handeln! Alles, was wir in Gottes offenbartem Wort über die Schöpfung lesen, zeigt, dass es sich um eine vollkommene, eine wunderbar schöne Schöpfung gehandelt haben muss.

Wir sehen, dass vor der Erschaffung des Menschen Engel die Erde bewohnt haben. Engel – ursprünglich vollkommen, bis Missetat oder Gesetzlosigkeit an ihnen gefunden wurde – sind schuld daran, dass die Erde in diesen Verfallszustand geraten ist, in dieses „Tohuwabohu“. Darüber haben wir im zweiten Kapitel gesprochen.

Kann das ganze Universum, mit seinen Myriaden anderer Planeten, ursprünglich dazu geschaffen worden sein, Leben zu beherbergen? Ausdrücklich gesagt wird es uns in Gottes Wort nicht, aber was uns gesagt wird, wirft zusätzliches Licht auf die Gründe, warum Gott den Menschen geschaffen hat!

„Wir wissen ja“, heißt es in Römer 8, 22 weiter, „dass die gesamte Schöpfüng bis jetzt noch überall seufzt und mit Schmerzen einer Neugeburt harrt“ (Menge-Übers.). Das Universum wird bildhaft mit einer Mutter verglichen, die in den Wehen liegt. In Geburtswehen, in „Hoffnung“ (Vers 20), kündigt sich die Geburt der Kinder Gottes an, ihre Auferstehung zur Unsterblichkeit. Es ist, als sei die Schöpfung (der Kosmos) die Mutter und Gott der Vater. Der große Sinn dieser Stelle: Wenn wir (bekehrte Menschen) von Gott geboren sind und dann die Macht und Herrlichkeit Gottes haben, werden wir das tun, was auch Gott getan hat, als die Erde wüst und leer, tohu wa bohu, geworden war (1. Mose 1, 2). Christus, der die Gestalt der Erde erneuerte (Psalm 104, 30), erneuerte das, was der Aufruhr der sündigen Engel zerstört hatte.

Was diese wunderbaren Stellen indirekt sagen, andeuten und umfassen, geht weit über das direkt Gesagte hinaus.

Impliziert ist genau, was auch alle Astronomen und wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen: Die Sonnen sind Feuerbälle, geben Licht und Wärme, aber die Planeten, ausgenommen die Erde selbst, sind in einem Zustand der „Nichtigkeit“ und des Verfalls, freilich nicht für immer – sie warten, bis bekehrte Menschen als Kinder Gottes geboren werden, in die Gottfamilie, in das Reich Gottes, hineingeboren werden.

Jesu Evangelium dreht sich um das Reich Gottes. Was ich Ihnen hier zu zeigen versuche, ist, dass Christi Evangelium vom Reich im Grunde alles hier Gesagte beinhaltet – auch, dass das ganze Universum von uns regiert werden soll, von uns, die wir, mit Gott dem Vater und Christus, das Reich Gottes bilden werden.

Gott ist in erster Linie Schöpfer, aber er ist auch Herrscher. Und er ist Lehrer: Er offenbart Wissen, das der Mensch von sich aus niemals gewinnen kann!

Setzen Sie all die von mir in diesem Kapitel angeführten Schriftstellen in Beziehung, und sie bekommen eine Vorstellung vom unglaublichen Potential des Menschen. Unser Potential ist, dass wir in die Gottfamilie hineingeboren werden und totale Macht erlangen können! Wir sollen Hoheitsgewalt über das ganze Universum bekommen!

Und was werden wir dann tun? Die Schrift deutet an, dass wir Milliarden und Abermilliarden von toten Planeten Leben spenden werden, so wie unserer Erde Leben gespendet worden ist. Wir werden unter Gottes Anleitung als Erschaffer wirken. Wir werden herrschen in alle Ewigkeit! Offenbarung 21 und 22 zeigt, dass es dann keinen Schmerz, kein Leiden, kein Übel mehr gibt, weil wir gelernt haben werden, Gottes Weg des Guten zu gehen. Es wird ein Leben hoher schöpferischer Erfüllung werden, ein Leben froher Rückschau auf bereits Geleistetes und großer Vorfreude auf weiteres schöpferisches Tun.

Niemals werden wir ermüden, sondern stets lebendig sein, wach, voll froher Energie, Vitalität, Lebensfreude, Kraft und Stärke!

Die Erde wird zum Regierungssitz des Universums

Schließlich wird auch Gott der Vater zur Erde kommen. Hier wird er seinen über das Universum herrschenden Thron aufstellen.

1. Korinther 15, 24 spricht zunächst von mehreren Auferstehungen und dann vom „Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat“.

Offenbarung 21, 3: „Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein …“

Und Offenbarung 22, 3: „Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen … “

Gott und das Lamm – das heißt Gott der Vater und Jesus Christus.

So wird am Ende die Versöhnung vollkommen sein: Gott der Vater und Gottes Sohn in uns, und wir mit ihnen vereint zur großen, allerhöchsten Gottfamilie.

Wie herrlich, wie kaum beschreibbar erhaben ist die Herrlichkeit Gottes und sein wunderbares Vorhaben, das er jetzt in die Tat umsetzt. Preis, Ehre und Ruhm sei Gott und Jesus Christus von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Ist dann Gottes 7000 Jahre umschließender Meisterplan verwirklicht – das Geheimnis der Zeitalter offenbart und die Ära der Neuerschaffung des Universums und die Ewigkeit angebrochen, kommen wir endlich zu dem anfang.

De Moa