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Fas Khan/Unsplash

Das Geheimnis des Reiches Gottes (Achter Teil)

Geheimnis der Zeitalter - Kapitel Sieben

Fortgesetzt von Das Geheimnis des Reiches Gottes (Siebter Teil)

Die ideale Regierung

Ja, Jesus Christus kehrt sehr bald zur Erde zurück. Er kommt in Macht und Herrlichkeit. Er kommt, um über alle Nationen zu herrschen!

Dieses Herrschen, dieses Beaufsichtigen wird er jedoch nicht allein durchführen. Er wird eine Weltregierung aufstellen. Eine hochorganisierte Regierung, in der es viele Ämter, viele Autoritätsstellungen, gibt.

Zum Wesen dieser Idealregierung noch einige nähere Erläuterungen:

Zunächst – es handelt sich um die Regierung Gottes, nicht um menschliche Regierung. Der Mensch ist noch nicht bereit, es sich einzugestehen, aber durch sechstausend Jahre Misswirtschaft und unsägliche Fehlschläge hat er den Beweis angetreten, dass er zur Selbstverwaltung einfach nicht fähig ist.

Über dieses menschliche Unvermögen sagt Gott, mit Blick auf die heutigen Verantwortungsträger: „Es ist niemand, der eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich richtet. Man vertraut auf Nichtiges und redet Trug; mit Unheil sind sie schwanger und gebären Verderben … Ihre Füße laufen zum Bösen, und sie sind schnell dabei, unschuldig Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Unheilsgedanken, auf ihren Wegen wohnt Verderben und Schaden. Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden.“

Die dieser Misswirtschaft ausgesetzten Menschen sagen: „Darum ist das Recht ferne von uns, und die Gerechtigkeit kommt nicht zu uns. Wir harren auf Licht [Lösung der zivilen, privaten, nationalen und internationalen Probleme], siehe, so ist’s finster, auf Helligkeit, siehe, so wandeln wir im Dunkeln. Wir tasten an der Wand entlang wie die Blinden und tappen wie die, die keine Augen haben. Wir stoßen uns am Mittag wie in der Dämmerung, wir sind im Düstern wie die Toten“ (Jesaja 59, 4 u. 7-10).

Dann wird in diesem Kapitel, das unsere Zeit voraussagt, die Lösung angegeben: „Aber für Zion wird er [der Herr] als Erlöser kommen …“ (Vers 20). Und: „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir!“ (Jesaja 60, 1.)

Die einzige Hoffnung auf Gerechtigkeit – auf Frieden – auf gute Lösungen für alle Weltprobleme – ist das Kommen Christi in Macht und Herrlichkeit, ist die Errichtung seiner Weltregierung. Einer idealen Regierung: der Herrschaftsordnung Gottes!

An dieser und an vielen anderen Stellen in der Bibel zeigt Gott die völlige Unfähigkeit des Menschen zur Selbstregierung und Selbstbestimmung. Sechstausend Jahre Experimentieren haben den Menschen an den Rand des Welt-Selbstmords gebracht.

In den ersten 6000 Jahren aus Gottes 7000-Jahr-Plan durfte Satan auf Erden sein Verführungswerk treiben; dann kommen 1000 Jahre (ein Millenniums-Tag), in denen Satan die Hände gebunden sind. Mit anderen Worten, sechs Millenniums-Tage durfte der Mensch seine geistliche Arbeit der Sünde tun, gefolgt von einem Millennium der geistlichen Ruhe unter der Herrschaftsordnung Gottes.

Regierung von Anfang an geplant

Und nun kommt eine wunderbare Wahrheit.

Nun kommen wir zu einer offenbarten Einsicht in die wunderbare Planung, Vorbereitung und Organisation der idealen Gottesregierung.

Keine inkompetenten und selbstsüchtigen Politiker wird es mehr geben, die mit den trügerischen politischen Methoden unserer Tage an die Schalthebel der Macht drängen. Den Menschen wird heute abverlangt, dass sie ihre Stimme für Leute abgeben, über die sie kaum etwas wissen, Leute, deren Qualifikationen großenteils falsch dargestellt werden. In der bald kommenden Herrschaftsordnung Gottes wird jeder Amtsträger geprüft, erfahren und hochqualifiziert sein, und zwar nach Gottes Maßstäben. Eine wichtige vorbereitende Rolle spielt dabei heute die Kirche. Ihre Aufgabe ist es nicht nur, die „Erstlinge“ zu bekehren, die aus der Welt Heraus- und in die Kirche Hineinberufenen zum Heil zu führen, sondern auch, sie zu schulen und vorzubereiten auf die Führungspositionen im Reich, wenn das Heil allen Lebenden eröffnet wird.

Jede Phase in Gottes Plan war sinnvoll und überlegt. Gott sagte zu Adam sinngemäß: „Geht hin, plant eure eigenen menschlichen Herrschaftsformen, denkt euch eigene Götter und Religionen aus; gewinnt eigene Erkenntnisse, baut eigene Bildungssysteme und eigene Gesellschaftsordnungen auf (mit einem Wort, organisiert eure eigene menschliche Zivilisation).“

So verurteilte er den Menschen dazu, sechstausend Jahre von ihm abgeschnitten zu sein, behielt sich jedoch das Recht vor, Menschen seiner Wahl zum Kontakt mit ihm und zu besonderen Diensten zu berufen. Während der jetzigen „Ära des Menschen“ traf und trifft Gott Vorbereitungen für seine eigene Millenniums-Zivilisation mit all ihren Bereichen, dem administrativen, dem bildungsmäßigen, dem religiösen.

Es begann alles mit Abraham.

Zu seiner Zeit gab es auf Erden nur einen einzigen Menschen, der einerseits charakterstark, andererseits demütig und völlig gottergeben war und sich Gottes Gesetzen und Weisungen willig beugte: Abraham.

Abraham war der erste, den Gott auf Erden für die kommende Welt ausbildete. Abraham lebte in der „fortgeschrittensten“ Zivilisation am höchstentwickelten und, wie die Menschen dachten, erstrebenswertesten Ort.

Gott sprach zu Abraham (der damals noch Abram hieß): „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will“ (1. Mose 12, 1).

Kein Streit erhob sich. Abraham sagte nicht: „Aber warum? Warum muss ich all die Freuden dieser Zivilisation aufgeben – sogar meine Verwandten und Freunde aufgeben?“ Er widersprach nicht, er zögerte nicht.

Sondern, wie es einfach heißt: „Da zog Abram aus …“ (Vers 4).

Abraham wurde schweren Prüfüngen unterzogen. Doch als er gestorben war, konnte Gott von ihm sagen, dass er „meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen [für das Regieren] und mein Gesetz“ (1. Mose 26, 5).

Abraham wurde ausgebildet für ein hohes Amt in der Herrschaftsordnung Gottes, die jetzt bald die Welt regieren wird. Er zeigte Ergebenheit und Glauben an die Ordnung Gottes, ihre Weisungen und Gesetze.

An Abraham sind die Verheißungen ergangen, auf die die Heilserlangung aller Menschen, durch Christus, sich gründet. Er gilt auf menschlicher Ebene als Vater der Gläubigen (Galater 3, 7). Den Heidenchristen in Galatien schrieb der Apostel Paulus: „Seid ihr aber Christi, so seid ihr [trotz heidnischer Abkunft] ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben“ (Galater 3, 29). Im 16. Vers hatte er gesagt: „Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und ,seinem Nachkommen‘ [Christus].“

Mit Abraham fing Gott an, sein Reich vorzubereiten, Personal für Führungspositionen zu schulen. Als sich Abraham als gehorsam erwies, segnete Gott seine Arbeit und ließ ihn reich werden. Gott gab ihm Erfahrung im klugen Umgang mit Reichtum und in hochrangiger Menschenführung.

Vom gottesfürchtigen, Gott gehorsamen Abraham wurde Isaak erzogen: in Gottes Wegen, Gottes Herrschaft gehorsam. Er wurde Miterbe seines Vaters Abraham. Auch er wurde in Gehorsam geschult und lernte Menschenführung.

Dann: Jakob, geboren mit diesem reichen Erbe, erzogen nach den gleichen Prinzipien wie Abraham und Isaak. Wenn auch sein Schwiegervater ihn betrog und niederhielt: Jakob wurde ebenfalls reich. Er war nur ein Mensch – wie Abraham und Isaak und alle Menschen. Er machte Fehler. Aber er überwand. Er bereute. Er blieb Gott treu. Er gab nie auf! Er entwickelte Führungscharakter und Führungsqualitäten. Er wurde zum Vater der zwölf Nationen, die in der bald kommenden Welt von morgen die größten sein werden.

Die Herrschaftsstruktur

Gott sagt uns nicht in allen Einzelheiten, wie seine kommende Weltregierung organisiert sein wird; aber in großen Umrissen ist es zu erkennen. Ämter und Mitwirkung von vierzehn hohen Persönlichkeiten (darunter Christus) sind angegeben. Und daraus können wir viel ableiten, was die verbleibende Herrschaftsstruktur betrifft. Was nicht ausdrücklich offenbart ist, ist doch zumindest oft angedeutet.

Wir wissen: Es wird die Regierung Gottes sein. Gott der Allmächtige – Christi Vater – steht als höchste Instanz, Gesetzgeber und Haupt über allem, auch über Christus. Wir wissen: Jesus Christus wird König aller Könige und Herr aller Herren sein – über Staat und Kirche, die sich durch ihn vereinen werden.

Wir wissen: König David von Israel (Einzelheiten später) wird König über zwölf große, aus leiblichen Nachfahren der zwölf Stämme Israel bestehende Nationen sein. Wir wissen: Diese zwölf Nationen werden jeweils auch einen eigenen König haben. Diese zwölf Ämter werden an die zwölf Apostel gehen.

Wir wissen: Regiert wird von oben nach unten. Es wird eine eindeutige Autoritätskette geben. Niemand wird vom Volk gewählt. Sterbliche Menschen haben bewiesen, dass sie nicht die Qualifikationen zu beurteilen, nicht das Innere, das Fühlen und Wollen, das Denken und die Fähigkeiten von Menschen einzuschätzen vermögen. Alle Amtsträger werden von Gott, von oben, ernannt. Alle Träger von Regierungsgewalt werden auferstandene, von Gott geborene Unsterbliche sein – nicht mehr Menschen aus Fleisch und Blut.

Wenn wir das berücksichtigen und ferner daran denken, dass Abraham als Mensch der Vater aller ist, die Christi sind und Erben des Heils, dann wird klar, dass Abraham im Reich Gottes eine höhere Stellung bekommen wird als David und dass er sowohl über Israeliten als auch über Heiden stehen wird. Er ist „Vater“ der heidnischen Bekehrten wie auch der Israeliten.

Oft werden nun aber auch in der Schrift „Abraham, Isaak und Jakob“ in einem Atemzug genannt, gleichsam als Team, und „die Väter“ genannt. Denn auch Isaak und Jakob (der zu Israel umbenannt wurde) sind Mitträger der Verheißungen – die Verheißungen sind ihnen gegenüber bekräftigt worden.

Fazit: Abraham, Isaak und Jakob werden im kommenden Reich Gottes direkt unter Christus eine Führungsgruppe bilden, wobei Abraham als Vorsitzender des Teams fungieren wird.

Jesus selbst hat ausdrücklich gesagt, dass Abraham, Isaak und Jakob diesem herrlichen und verklärten Reich angehören werden (Lukas 13, 28).

Joseph qualifizierte sich auf ganz besondere Weise. Auf ihn kommen wir später noch zurück.

Wird fortgesetzt...

De Moa