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Bundeskanzler Merz hat am Freitag seine bisher größte Krise hinter sich gebracht

Eine große Zahl seiner eigenen Abgeordneten hatte gedroht, gegen sein Rentengesetz zu rebellieren. Nach wochenlangen Krisengesprächen gelang es ihm schließlich, das Gesetz mit 319 Stimmen knapp zu verabschieden. (Er brauchte 316 für eine Mehrheit.) Auch das lange verzögerte und umstrittene Wehrpflichtgesetz hat es am Freitag endlich über die Ziellinie geschafft. Bild bezeichnete die Abstimmung als „Warnsignal aus den eigenen Reihen an Merz: Heute bringen WIR die Rente durch, ab morgen baust DU den Laden um.“ Der Parteienstreit hat die Mitte-Links-Mitte-Rechts-Koalition in Deutschland geschwächt. „Viele Abgeordnete trauen dem Koalitionspartner nicht mehr über den Weg“, schreiben sie. „Das ist Gift für den ohnehin schwach ausgeprägten Zusammenhalt bei Schwarz-Rot“. Viele andere ärgern „wie ihnen Daumenschrauben vor der Abstimmung angelegt wurden“ und ärgern sich über ihre eigene Führung. Deutschland ist wieder im Koalitions-Chaos und sehnt sich nach einem starken Führer.