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Bulgarien: Europa bekommt einen neuen Orbán?

GETTY IMAGES, KASSANDRA VERBOUT/DIE POSAUNE

Bulgarien: Europa bekommt einen neuen Orbán?

Die vorläufigen Ergebnisse der gestrigen Parlamentswahlen in Bulgarien zeigen, dass die Partei „Progressives Bulgarien“ des ehemaligen Präsidenten Rumen Radev eine klare Mehrheit erlangt hat. Sie erhielt die meisten Stimmen für eine einzelne Partei seit 1997.

  • Sie erhielt schätzungsweise 44,7 Prozent der Stimmen, was für eine absolute Mehrheit im bulgarischen Parlament mit Radev als Premierminister ausreicht.

Nach acht nationalen Wahlen in den letzten fünf Jahren verspricht dieses Ergebnis ein Ende der jahrelangen politischen Unsicherheit. Aber es gibt auch Anlass zur Sorge für die Europäische Union.

  • Bulgarien ist seit 2007 Mitglied der EU und trat zu Beginn dieses Jahres der Eurozone bei.

Pro-Russland? In der Außenpolitik, insbesondere wenn es um die Beziehungen zu Russland geht, hat sich Radev für eine größere nationale Unabhängigkeit eingesetzt. In der Vergangenheit hat er sich dafür ausgesprochen, Russland nicht als Feind zu betrachten, die Sanktionen gegen das Land aufzuheben und keine Waffen in die Ukraine zu schicken.

  • Es wird befürchtet, dass Radev kritische EU-Abstimmungen blockieren könnte, wie es Ungarns Viktor Orbán in den vergangenen Jahren getan hat. (Nach 16 Jahren an der Macht verlor Orbán gerade die ungarischen Wahlen letzte Woche.)

  • Ein hochrangiger EU-Diplomat sagte jedoch gegenüber Politico, dass Radev in einer „ganz anderen Liga“ spielt, wenn es um seinen Wunsch oder seine Fähigkeit geht, die europäische Politik umzukrempeln, und dass er und andere wie der slowakische Premierminister Robert Fico „in Bezug auf Erfahrung, Hartnäckigkeit, Netzwerk und Ideen nicht an Orbán herankommen“.

Ein Kerneuropa: Orbán hat Deutschlands Ziele in der EU lange Zeit blockiert. Daraufhin haben die größten Volkswirtschaften der EU im Januar begonnen, sich zusammenzuschließen, um einen einheitlicheren europäischen Kern zu schaffen. Dies ermöglicht es diesen Kernländern, wichtige Maßnahmen zu ergreifen und andere, die anderer Meinung sind, zurückzulassen.

  • Einige, wie der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, haben befürchtet, dass diese Gruppe mit Orbáns Abgang an Schwung verlieren würde. Die bulgarische Wahl bietet jedoch zumindest ein gewisses Maß an neuen Motiven.

Die biblischen Prophezeiungen in Daniel 2 und Offenbarung 17 sagen den Aufstieg eines eines Machtblocks, der von 10 Königen regiert wird kurz vor der Rückkehr von Jesus Christus. Der verstorbene Herbert W. Armstrong bezeichnete dies als Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reiches durch das moderne Europa. Die aktuellen Ereignisse führen direkt zur Erfüllung dieser Prophezeiungen. Der Hass der EU auf Andersdenkende wird dazu führen, dass Europa in 10 Nationen oder Nationengruppen zerfällt.