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Bolsonaro flieht in die USA

Mauro Pimentel/AFP via Getty Images, Emma McKoy/die posaune

Bolsonaro flieht in die USA

Der brasilianische Senator Flávio Bolsonaro hat Brasilien verlassen und ist in die Vereinigten Staaten gereist, nachdem er die Präsidentschaftswahl am Sonntag gegen den amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva verloren hatte. Bolsonaro gewann den ersten Wahlgang mit einem Vorsprung von 2,2 Millionen Stimmen, verlor dann jedoch überraschenderweise den zweiten Wahlgang mit einem Rückstand von 4,4 Millionen Stimmen – vor dem Hintergrund einer umstrittenen Unterbrechung des Busverkehrs und einer anschließenden Anordnung des brasilianischen Obersten Gerichtshofs, die Wahl in den Großstädten um zwei Stunden zu verlängern.

  • Bolsonaro hat sich nicht dagegen gewehrt, dass da Silva an der Macht bleibt, aber er hat die Wahl auch nicht anerkannt.

  • Präsident Donald Trump erklärte, die Wahl habe „schrecklich ausgesehen“ und „wie eine weitere manipulierte Wahl gewirkt“.

Am Montag ordnete das Gericht an, dass Bolsonaro seine Reisepässe innerhalb von 24 Stunden aushändigen müsse; dies geschah im Rahmen einer Untersuchung wegen Vorwürfen der Geldwäsche, die er bestreitet. Als er dieser Aufforderung nicht nachkam, entzogen die Behörden ihm seine Reisedokumente, woraufhin er in die USA abreiste.

Prinz Luiz Philippe de Orléans e Braganza, ein mit der Familie Bolsonaro verbündeter Bundesabgeordneter und Nachfahre sowohl des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches Franz II. als auch des brasilianischen Kaisers Pedro II., hat die Wahl ebenfalls als offenbar manipuliert bezeichnet.

  • Er galt 2018 als potenzieller Vizepräsidentschaftskandidat an der Seite von Jair Bolsonaro und war zuvor als Finanzvorstand der Digital World Acquisition Corp. tätig, jener SPAC, die mit der Trump Media& Technology Group fusionierte, um Truth Social an die Börse zu bringen.

Bolsonaros Liberale Partei konnte zwar die Präsidentschaft nicht erringen, hat jedoch ihre Fraktionsstärke im Senat in etwa verdoppelt und ist nun die größte Einzelpartei in dieser Kammer. Die Abreise von Flávio Bolsonaro in die USA wird von einigen als ein Mittel angesehen, um unmittelbarem rechtlichem Druck zu entgehen und gleichzeitig seine politische Bewegung vom Ausland aus weiterhin beeinflussen zu können.

Herbert W. Armstrong prophezeite, dass das Bündnis zwischen Europa und Südamerika außerordentlich stark werden würde. Nun versucht die Liberale Partei, die Beziehungen Brasiliens zu Europa zu verbessern, indem sie den Menschen das Heilige Römische Reich in Erinnerung ruft.