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Auch in Israel gilt: Was POTUS will, bekommt er

WIN MCNAMEE/GETTY IMAGES, WIN MCNAMEE/GETTY IMAGES, JULIA HENDERSON/DIE POSAUNE

Auch in Israel gilt: Was POTUS will, bekommt er

Israel stellt seine Angriffe auf den Iran ein und droht gleichzeitig mit weiteren Angriffen, falls der Iran dies erwidert, wie Premierminister Benjamin Netanjahu gestern bekannt gab. Er behauptet, Israel habe seine Ziele erreicht, aber der wahre Grund dafür sind vielleicht nicht die Ereignisse in Teheran, sondern in Washington.

„Im Moment halten wir uns zurück, denn nachdem wir das Terrorregime in Teheran geschlagen haben, hat es aufgehört, uns anzugreifen. Sollte das Terrorregime im Iran den Fehler begehen, uns wieder anzugreifen, werden wir mit überwältigender Kraft antworten.“
–Benjamin Netanjahu

Dies geschieht, nachdem Medienberichten zufolge US-Präsident Donald Trump die Angriffe auf den Iran missbilligt hat und Israel, das sie durchführt oder zumindest einen Teil davon.

Tiefere Beweggründe: Die USA und der Iran führen Friedensgespräche, die Israel nach wie vor mit großem Misstrauen betrachtet. Einige spekulieren, dass Israel versucht hat, dem Iran so viel wie möglich zu schaden, bevor Präsident Trump sein Friedensabkommen bekommt. Dass Israel eine größere Kampagne abgesagt hat, lässt erahnen, welche Grenzen die USA ihm setzen.

  • Gestern Abend zitierte der israelische Fernsehsender Channel 12 Trump mit den Worten: „Ich habe Bibi gesagt, dass Sie besser aufpassen sollten, was Sie tun, denn Sie könnten sehr bald gegen den Iran alleine dastehen.“

Während des Krieges behaupteten Israel und die USA, sie seien immer auf derselben Seite gewesen. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Nukleare Fortschritte? Präsident Trump behauptet, von den Iranern ein großes Zugeständnis bei den Friedensverhandlungen erhalten zu haben. Er sagte der New York Post am Montag: „Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffen haben werden.“ Er sagte, das sei „eine sehr wichtige Sache“, um die Verhandlungen voranzubringen.

  • Der Iran hat immer behauptet, dass er niemals beabsichtigt, eine Atomwaffe zu besitzen. Das hat sie nie davon abgehalten, alle wichtigen Komponenten einer Atomwaffe zu bauen.

Trumps Position betrifft Israel. Medienberichten zufolge ist das Pentagon beunruhigt über „verstärkte israelische Bemühungen, etwas über die Positionen der USA in den Gesprächen mit dem Iran zu erfahren“, so die New York Times.

  • Dazu gehört offenbar auch das Ausspionieren von US-Beamten wie dem Sondergesandten Steve Witkoff und dem Beamten des Kriegsministeriums Elbridge Colby. Sowohl Israel als auch das Weiße Haus dementieren die Berichte.

Für Israel ist der Iran-Krieg eine Frage des nationalen Überlebens. Die USA sehen es als einen Sumpf. Diese beiden Positionen schließen sich gegenseitig aus. Wenn die beiden Länder ihre derzeitigen Positionen beibehalten, können sie nicht lange Verbündete bleiben, wie die biblische Prophezeiung voraussagt.