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Gaza

Takver/Wikimedia Commons

Warum die Zweistaatenlösung nicht funktionieren wird

Amerika und die Weltgemeinschaft verlangen die Selbstvernichtung Israels.

Amerikas Präsident und ein Großteil der Welt sind der Meinung, dass die Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt – und sogar für den Konflikt zwischen dem radikalen Islam und dem Westen – in der Schaffung zweier Staaten innerhalb des Landes Israel liegt: einen für die Palästinenser und einen für die Juden. Die Umsetzung dieser Lösung ist der Kern von Präsident Barack Obamas Israel-Politik.

In seinem äußerst starken Bemühen für diesen Zweck hat Herr Obama in den vergangenen Monaten die Aussiedlung der Juden aus dem Westjordanland zu seiner höchsten Priorität in Israel gemacht. Unter dem Zweistaatenplan ist das Westjordanland (besser bekannt als Judäa und Samaria) als Gebiet eines palästinensischen Staates, mit Ostjerusalem als seine Hauptstadt, eingeplant. „Die Vereinigten Staaten akzeptieren nicht die Rechtmäßigkeit fortwährender israelischer Siedlungen“, erklärte Obama in seiner Rede am 4. Juni in Kairo. „Diese Errichtung verletzt vorherige Vereinbarungen und unterminiert Versuche, Frieden zu erreichen. Es ist Zeit, diese Siedlungen zu beenden.“

Die Aufwertung des Siedlungsstreites durch Barack Obama ist keine „unbedeutende“ Nachricht und „darf nicht unterschätzt werden“, bemerkte George Friedman von Stratfor. „… Obama hat beschlossen, eine Krise mit Israel heraufzubeschwören“ (8. Juni, meine Betonung).

Die meisten Außenseiter verstehen nicht, wie viel für Israel auf dem Spiel steht mit dieser Zweistaatenlösung, die ihm von Amerika und dem Großteil der Welt auferlegt wird. Für Israel wäre die Schaffung eines palästinensischen Staates im Westjordanland nichts anderes als ein Akt nationalen Selbstmords!

Historische Perspektive

Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 geboren. Seine Geburt verlief nicht ohne Komplikation und Drama. Monatelang hing das Leben des neugeborenen Staates in der Schwebe, unter ständiger Bedrohung durch die arabischen Armeen, die es von drei Seiten umgaben. Wie durch ein Wunder überlebte Israel. Obwohl siegreich und unabhängig, blieb Israel für Jahre gefährdet und strategisch benachteiligt.

Bis zum Juni 1967.

Im Frühjahr jenes Jahres war es klar, dass die arabischen Staaten, die Israel umgeben, einen weiteren Kampf suchten. Zur Vorbereitung einer Invasion zog Ägypten Truppen an der Grenze zusammen. Am 5. Juni startete Israel einen Präventivschlag gegen Ägypten. Jordanien, das Israels Militär im Süden gebunden sah, belagerte Jerusalem. Es rückte mit seinen Streitkräften in die Stadt ein (wo es das Hauptquartier der Vereinten Nationen überrannte), und führte von seinen Stellungen in den Hügeln, die als Westjordanland bezeichnet werden, Attacken gegen jüdische Städte in der Küstenebene durch.

Nachdem Jordanien ein UN-Waffenstillstandsabkommen zurückwies, verfolgte Israel seine einzige, noch übrige Option. Das israelische Militär vernichtete die jordanische Luftwaffe. Bis zum 8. Juni hatte Israels Militär das jordanische Militär aus dem Westjordanland und zurück über den Jordanfluss gedrängt und Judäa und Samaria eingenommen!

Das Ausmaß, mit dem der Sechs-tagekrieg Israels zukünftige Existenz als unabhängigen Staat garantierte, ist schwer zu übertreiben. Der Krieg dauerte lediglich 130 Stunden und 50 Minuten – während dem Israel die vordringenden Armeen mehrerer arabischer Staaten zurückschlug, die Luftwaffen von Ägypten und Syrien dezimierte, den Gaza-Streifen einnahm, Syrien die Golan-Höhen entriss und die Kontrolle über die ganze Sinaihalbinsel gewann. Aber er hatte eine entscheidende Auswirkung auf Israels Souveränität – inbesondere in Hinblick darauf, dass der jüdische Staat zum ersten Mal in seiner neuzeitlichen Geschichte Ostjerusalem und das Westjordanland kontrollierte.

In einer Rede vor Studenten und dem Lehrkörper des Herbert W. Armstrong Colleges am 22. April, erklärte der frühere israelische Botschafter, Yoram Ettinger, die Bedeutung von Judäa und Samaria für die Unabhängigkeit Israels und dessen nationaler Sicherheit. Dieses Gebiet ist der „Kernpunkt der Wiege der jüdischen Geschichte“, erklärte er. Israel existiert nicht wegen Tel Aviv oder irgendeiner der Küstenstädte an der Ostflanke des Mittelmeers. Der wesentliche Grund für die heutige Existenz Israels, erklärte Ettinger, ist vielmehr das „territoriale Gebiet zwischen Hebron im Süden, der ersten jüdischen Hauptstadt vor Jerusalem, und Nablus im Norden, dem ersten Halt der Israeliten, nachdem sie das Gelobte Land betreten hatten.“

Judäa und Samaria sind das Herzland der Juden, sagte Ettinger, und eine strategische Notwendigkeit für die Erhaltung der Unabhängigkeit eines jüdischen Staates.

Zusätzlich zu diesen Fakten sind die Juden seit mehr als 3.000 Jahren an Judäa und Samaria gebunden.

Eine geographische Grenze

1. Mose zeigt, dass Abraham durch Sichem nach Israel kam und dass die Hügel von Judäa und Samaria die Tummelplätze für die Nachkommenschaft von Isaak und Jakob waren. Die Bibel berichtet, dass Abraham, Isaak und Jakob in Hebron, einer geschäftigen Stadt in den Hügeln von Judäa, begraben wurden. Obwohl er in Ägypten lebte und dort starb, wurde auch Josef in Sichem, in den Hügeln von Samaria begraben (Josua 24,32). Die Heilige Schrift sagt, dass Bethel, heute als Bet-El bekannt, der Ort war, wo Jakob auf dem „Stein“ schlief und seinen berühmten Traum hatte. Das 2. Buch Mose zeigt, dass die Bundeslade, bevor sie im Tempel zu Jerusalem untergebracht wurde, sich in der Stadt Silo, in Samaria befand.

Jüdische Fingerabdrücke überziehen die Hügel von Judäa und Samaria. „Zweiundneunzig Prozent der biblischen Ortsnamen findet man in den Bergen von Israel, das die Bibel Judäa und Samaria nennt, und von der Welt als Westjordanland bezeichnet wird“, erklärte Billye Brim, ein Bibelwissenschaftler in Elon Moreh, CBN News.

Im Buch Josua legte Gott sowohl die Grenzen des Gelobten Landes als Ganzes fest, als auch die internen Grenzen für die 12 Stammesgebiete Israels. In Josua 15 umriss Gott ausdrücklich das dem Stamm Juda zugeteilte Gebiet, dessen Nachkommen die heutigen Juden sind. (Sie können das leicht prüfen, indem Sie unser kostenloses Buch die USA und Großbritannien in der Prophezeiung lesen.) Gott setzte den Stamm Juda in das Herz des Gelobten Landes, nordwestlich vom Toten Meer, und vor allem in jene Hügel, die auch heute immer noch als Judäa bezeichnet werden!

So wie das biblische Kerngebiet der Israeliten des Altertums, ist das Gebiet von Judäa und Samaria – nicht der Golan, nicht die Küstenebene – der Puls der jüdischen Souveränität.

Diese Geschichte erschwert auf jeden Fall das Land-für-Frieden-Abkommen und die Zweistaaten-„Lösung“. Wie Ettinger fragte: „Kann eine Nation überleben, während sie die Wiege ihrer Geschichte wegverhandelt? … Wenn man seine Wurzeln nicht hat, wie kann man Frieden haben?“

Bäume blühen nicht ohne starke Wurzeln und werden höchstwahrscheinlich durch den leichtesten Wind entwurzelt. Dasselbe gilt für die jüdische nationale Souveränität, die in Judäa und Samaria verwurzelt ist.

Eine strategische Notwendigkeit

Strategisch ist das Gebiet von Judäa und Samaria für die jüdische Unabhängigkeit lebenswichtig. Geographisch besteht dieses Land im Wesentlichen aus einem Bergrücken, bekannt als das Rückgrat Israels, der sich von unterhalb Hebrons im Süden bis zum Jesreel Tal im Norden erstreckt. Diese 650 m bis knapp 1.000 m hohen Hügel – das „Bergland Israels“, wie die Bibel es bezeichnet – ergeben einen strategischen Aussichtspunkt. Geprägt von steilen Hängen, gähnenden Schluchten und tiefen Tälern, sind sie eine ideale natürliche Barriere zum Hinhalten eindringender Armeen und schützen sowohl Zivilisten und Heimwehren als auch militärische Geräte und Einrichtungen.

Vielen ist bewusst, dass die Golan-Höhen Israel einen großen taktischen Vorteil im Norden bieten, um das Meer von Galiläa und die Dörfer und Städte in den nördlichen Ebenen von Israel zu kontrollieren. Aber, wie Ettinger erklärte, erkennen nur wenige, dass der Bergrücken, auf dem Judäa und Samaria liegen, für Israel bei weitem wichtiger ist als es die Golanhöhen sind. Er ist in der Tat so wichtig, dass die israelische Regierung weniger als einen Monat brauchte, um nach der Einnahme von Judäa und Samaria im Juni 1967, sein nationales Sicherheitsprogramm rund um Israels Kontrolle von Judäa und Samaria wieder aufzubauen.

Strategisch ist das Gebiet von Judäa und Samaria der Dreh- und Angelpunkt, von dem die nationale Sicherheit des jüdischen Staats abhängt. Es ist nicht nur für die Stabilität von Jerusalem und der anderen Dörfer und Städte in den Hügeln von Judäa und Samaria entscheidend, sondern auch für die der Dörfer und Städte in der Küstenebene, wo 80 Prozent von Israels Bevölkerung leben, zusammen mit dem Großteil von Israels Finanzwesen, Wirtschaft, Hauptverkehrsadern und Industrie.

Für jene, die die zentrale Bedeutung von Judäa und Samaria für die Existenz Israels als unabhängiger und sicherer Staat erkennen, ist die Vorstellung von der Abtretung dieses Gebiets an die Palästinenser – ein Volk, das unfähig ist, Frieden unter sich selbst zu schmieden, geschweige denn mit seinem Todfeind – im Gegenzug für Frieden unlogisch und unmoralisch. Es wäre ein Akt nationaler Selbstzerstörung!

Und dennoch ist das die Grundvoraussetzung für die Zweistaatenlösung, ein Friedensplan, der in den Oslo-Abkommen von 1993 umrissen wurde und nun zum Schwerpunkt von Barack Obama und dem Großteil der Völkergemeinschaft geworden ist, einschließlich Großbritannien, die Europäische Union, die Palästinenserbehörde und auch – mit Vorbedingungen – die Arabische Liga.

Die einzige durchführbare Lösung

Die Obama Administration arbeitet mit Hochdruck, um Israel ihre „Lösung“ aufzubürden. Amerikas UN-Botschafterin, Susan Rice, bekundete bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates im Mai, Reportern gegenüber, dass die „Vereinigten Staaten vollauf und eindeutig entschlossen sind, auf eine Zweistaatenlösung hinzuarbeiten“, und dass Präsident Obama ein „Dringlichkeitsbewusstsein“ bei der Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zeigt.

In dieser Angelegenheit bewegt sich Obama außerhalb der historischen und strategischen Realität. Für Israel ist die Schaffung eines mit Sicherheit von der Hamas kontrollierten, vom Iran beeinflussten Palästinenser-Staates in Judäa und Samaria unannehmbar. Da in jedem Fall darauf gedrängt wird, verhängen Amerika und die Völkergemeinschaft faktisch ein Todesurteil über den jüdischen Staat!

Es scheint, dass der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanyahu, diese Realität erkennt und sich deshalb weigert, den Forderungen auf eine Zweistaatenlösung nachzugeben.

Leider drängt Barack Obama Israel in eine Ecke, aus der es ohne ernste, möglicherweise sogar tödliche Verletzung, nicht mehr hervorkommen kann. Israel zerstört sich selbst, wenn es der Schaffung eines palästinensischen Staates in Judäa und Samaria zustimmt. Doch seine einzige andere Option – nämlich, die Entscheidung über die Zweistaatenlösung weiterhin in die Länge zu ziehen – wird dazu führen, dass sich Amerika und die Völkergemeinschaft mehr und mehr abwenden und es für „das Verzögern des Friedens in der Region“ verfolgen werden.

Indem Israel diese zweite Option weiterverfolgt, werden die Palästinenser mit Unterstützung ihrer moslemischen Freunde, sowie der antiisraelischen Medien und dem Rest der Welt, immer zorniger und dreister. Während die Wahrscheinlichkeit des Konflikts und der Härte zunimmt, verringert sich die Hoffnung auf eine brauchbare Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt – zumindest für die meisten Beobachter der Situation.

Kenner der Bibelprophezeiung jedoch beobachten diese Ereignisse und sind optimistisch, weil sie wissen, dass Gott eine gründliche und absolut brauchbare Lösung für den Konflikt in Israel bereithält.

Diese Lösung heißt: Gott wird Jerusalem zu seiner Stadt machen!

Es ist wahr. Die Bibel ist voll mit Prophezeiungen über die friedliche, hoffnungserfüllte Zukunft, die vor Jerusalem liegt. Warum Jerusalem? Weil, wie der Prophet Sacharja uns versicherte, Gott „Jerusalem erwählt hat“ (Sacharja 3,2). Lesen Sie für sich selbst in Offenbarung 21: Jerusalem wird die Hauptstadt von Gottes ewigem Königreich sein, wo alle Menschen – Juden, Palästinenser, Afrikaner, Asiaten, Amerikaner, jedermann – die Gelegenheit haben werden, sich anzuschließen.

Beachten Sie auch Jesaja 2: „Und viele Völker werden hingehen und sagen: kommt, lasst uns auf den Berg des Herrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem“ (Vers 3).

Stellen Sie sich das vor! Kein Zanken mehr. Keine weiteren Gebietsstreitigkeiten. Keine weiteren Selbstmordattentate. Nur mehr Gott, sein Gesetz, sein Königreich und sein Volk.

Nun, das ist eine brauchbare Lösung!