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Warum die Deutschen Gottes Regierung lieben werden

Studien, Umfragen und die Geschichte lassen erkennen, warum Deutschland in der wundervollen Welt von morgen Erfolg haben wird.

Im Wesentlichen sind die Völker groß gewordene Familien. In gewisser Weise ist ein Volk genauso menschlich wie eine Familie oder ein einzelner Mensch. Es hat seine Leidenschaften und Laster, seine Hoffnungen und Ambitionen und seine Stärken und Schwächen.

Der Urvater des deutschen Volkes war wahrscheinlich ein Mann des Fleißes und von großer Präzision, der akribische Arbeit leisten konnte, der seine Werkzeuge sauber hielt und jedes einzelne auf seinen Platz legte – einer, der Befehlen buchstabengetreu folgte, besonders auf dem Schlachtfeld.

Dieser Mann hatte Kinder und diese Kinder hatten wieder Kinder und so ging die Geschlechterfolge weiter und es wurden immer mehr – von der Familie zum Klan, dann zum Stamm und zum Volk. Wie die Bibel berichtet, wurde diese verwandte Gruppe von Menschen immer größer und bekam schließlich den Namen ihres Urvaters: Assur.

Die Nachkommen Assurs wurden als die Assyrer bekannt. Als sie ihre familiären Eigenarten einsetzten, um mit Erfolg die Völker in ihrer Umgebung zu erobern, wurden sie als das assyrische Reich bekannt. Und wie die anderen Völker auch hatten sie ihre Stärken und ihre Schwächen.

In der ganzen Geschichte der Deutschen, der Franken, der Karolinger, der Teutonen und anderer kann man ähnliche Charakterzüge finden. Eine dieser typischen Eigenschaften ist der Einsatz von Präzision, Disziplin, Gehorsam – und Grausamkeit – in der Kriegskunst.

Die Deutschen und ihre Vorfahren haben eine lange Tradition in der Verwirklichung der Ambitionen ihrer Herrscher, einschließlich bösartiger Diktatoren. Sie folgten ihren Königen und Kaisern in zahllose Kriege, Kreuzzüge und Tyranneien. Im 20. Jahrhundert folgten sie autoritären Herrschern in zwei Weltkriegen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ihnen von den Alliierten die Wiederherstellung der Demokratie aufgezwungen. Trotz ihrer furchtbaren Geschichte neigen die Deutschen zur autoritären Herrschaft.

Der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry erklärte in seinem Artikel „Deutschland: Ein neuer König steht unmittelbar bevor “ (Januar 2019; theTrumpet.com/17943), dass das deutsche Verlangen nach dieser Art von Führung noch einmal von einem üblen Diktator ausgenutzt werden wird, der das Land in den Krieg führen wird (Daniel 8, 23-25).

Aber die Bibel zeigt uns auch noch etwas anderes. Die Eigenheiten der Deutschen werden auch zu etwas Gutem genutzt werden – nicht nur, um eine beispielhafte Wirtschaft anzutreiben. Die Deutschen werden für immer das Übel ihrer kriegerischen Geschichte überwinden. Sie werden die schrecklichen Folgen verstehen, die es hat, einem Mann zu gestatten, ihr Verlangen nach autoritärerer Führung zu manipulieren und sie werden lernen, sich einer aufrichtigen, perfekten Regierung unterzuordnen: Gottes Regierung.

Das Verlangen nach Führung

Der deutsche Journalist Heribert Prantl bemerkte in einem Artikel aus dem Jahre 2011 mit dem Titel „Das Verlangen nach einem Messias“ zwei Komponenten des deutschen nationalen Charakters: die Unverträglichkeit mit der Demokratie und das Verlangen nach einem messianischen Anführer.

Eine Umfrage der Universität Leipzig 2011 ergab, dass 8 Prozent der Deutschen mit dieser Aussage einverstanden waren: „Es ist von nationalem Interesse, dass unter gewissen Umständen eine Diktatur die bessere Regierungsform ist.“ Elf Prozent waren mit folgendem einverstanden: „Wir sollten einen Anführer haben, der Deutschland zum Vorteil aller mit starker Hand regiert.“ Und 20 Prozent waren einverstanden mit „Was Deutschland braucht, ist eine starke Partei, die die nationale Gemeinschaft als Ganzes repräsentiert“. In Anbetracht der autoritären Geschichte des Landes sind selbst diese relativ niedrigen Ziffern noch schockierend hoch. Andere Umfragen zeigen, dass das Verlangen nach einer autoritären Regierung besonders bei der deutschen Jugend immer mehr zunimmt.

Nur Deutschlands älteste Einwohner können sich noch an die Konsequenzen von Hitlers Herrschaft erinnern. Die Bürger Ostdeutschlands können sich an die sowjetische Herrschaft von 1949 bis 1989 erinnern. Trotzdem sehnen sich viele Deutsche nach einer starken Regierung. Eine Umfrage der Otto Brenner Stiftung zeigte, dass mehr als 60 Prozent der 18 bis 24 jährigen glauben, dass „sie keinerlei Kontrolle darüber haben, was die Regierung tut.“ Viele stellen die Prinzipien der Demokratie infrage. In Ostdeutschland sind 19 Prozent der jungen Leute nicht der Ansicht, dass „die Demokratie die beste Regierungsform ist“ (In Westdeutschland sind es nur 12 Prozent). Sechsundzwanzig Prozent der jungen Leute in Ostdeutschland und dreiundzwanzig Prozent in Westdeutschland wollen, dass es „einen starken Führer geben sollte, der keiner Machtbeschränkung durch parlamentarische Kontrolle und Wahlen unterliegt.“

Ein Fünftel der Einwohner Ostdeutschlands zwischen 18 und 29 wünschen sich so sehr ein autoritäres Regime, dass sie gewillt sind, die Demokratie dafür aufzugeben. Die Schulen und die meisten Medien des Landes lehren, Diktaturen seien schlecht – trotzdem streben junge Deutsche, die noch nie eine Diktatur miterlebt haben, nach einem starken Anführer. Sie denken, wirklicher Fortschritt müsse von oben angeführt werden.

Eine Studie der Universität Leipzig stellt abschließend fest: „Etwa 40 Prozent der Deutschen legen autoritäre Charakterzüge an den Tag, während nur 30 Prozent ausgesprochen demokratisch sind.“

In der Studie der Otto Brenner Stiftung waren 86 Prozent ganz oder teilweise damit einverstanden, dass „Unruhestiftern klar gemacht werden sollte, dass sie in der Gesellschaft unerwünscht sind.“ 71 Prozent waren ganz oder teilweise damit einverstanden, dass „probate Praktiken nicht infrage gestellt werden müssten“. „Die Leute sollten doch besser die wichtigen Entscheidungen den Anführern überlassen“ – meinten immerhin 57 Prozent der Leute ganz oder teilweise.

Die Deutschen hassen Stagnation mehr als sie die freie Wahl lieben. „Es herrscht ein heftiges Verlangen nach einem neuen starken Anführer in Deutschland“, bemerkte Herr Flurry. „Die Leute sind sich über seine Politik nicht einig –aber sie wollen jemanden, der anders ist als frau Merkel und jemanden mit Vision“ (op.cit.).

In der Vergangenheit vertrauten Millionen Deutsche ihr Schicksal einem Mann an und folgten ihm in schreckliches Übel. Hitler befahl die Ermordung von Millionen Juden. Seine Anordnungen wurden befolgt – sowohl von dem höchsten Offizier als auch von den Wachen, die die Türen der Gaskammern abschlossen. Wenige Leute stellten Entscheidungen infrage und noch weniger rebellierten. Dieser blinde Gehorsam hatte verheerende Folgen.

Aber die Deutschen erkennen etwas, was die meisten anderen Völker nicht akzeptieren. Sie erkennen, dass die Leute selbst vielfach gar wissen, was das Beste für sie ist. Die Demokratie hat schreckliches Übel verhindert, aber sie bringt auch ihre eigenen Übel mit sich.

Die Bibel ist in einem Punkt ganz klar: „Ich weiß, Herr, dass des Menschen Tun nicht in seiner Gewalt steht, und es liegt in niemandes Macht, wie er wandle oder seinen Gang richte“ (Jeremias 10, 23). Die Bibel sagt auch, dass man Menschen, die uns anführen, nicht trauen kann: „So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom Herrn“ (Jeremias 17, 5). Genau das haben die Deutschen jahrhundertelang erlitten: Sie vertrauen einem Menschen – auch wenn das enormes Leid hervorrief.

Wenn nun aber die Lösung weder in der Demokratie der Menschen noch in der Diktatur eines Menschen liegt, wo liegt sie dann?

Das einzige Volk, das je bereute

Das deutsche Volk kann seine Wurzeln zurück bis zu den antiken Assyrern verfolgen. Die assyrischen Könige brachten ihre Leute dazu, einige der fürchterlichen Dinge der Geschichte zu tun. König Sanherib rühmte sich, so viel Blut vergossen zu haben, dass seine Pferde hindurchwaten mussten wie durch einen Fluss. Die Assyrer waren wegen ihrer Brutalität gefürchtet, sowohl im Krieg als auch bei der Folterung der Gefangenen.

Aber die Bibel hat auch Aufzeichnungen über eine Zeit, in der das Volk einen gewaltigen Umschwung erfährt. „Der Prophet Jona forderte die assyrische Hauptstadt Ninive auf, zu bereuen“, schrieb Herr Flurry in Nahum: Eine Endzeit-Prophezeiung für Deutschland . „Es ist das einzige biblische Beispiel dafür, dass eine Stadt oder Nation jemals bereut hat.“ Wie konnte die blutigste Stadt der Geschichte Gottes Botschaft annehmen?

Nachdem der Prophet Jona Gottes Botschaft überbracht hatte, bereute der König und befahl, im ganzen Land zu fasten. Er schrieb: „Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe Nahrung zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen mit Macht. Und ein jeder bekehre sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände!“ (Jona 3, 7-8).

Die Leute gehorchten. Sie waren einem bösartigen Anführer ins Übel gefolgt – jetzt folgten sie einem reuigen Anführer zu einer rechtschaffenen Lebensweise. Also rettete Gott die Stadt vor der Vernichtung.

Bedauerlicherweise werden die Deutschen in dieser Endzeit leiden müssen, bevor Gott sie zur Reue leiten wird. Sie werden aber bald wieder einen ähnlichen Umschwung erfahren. Sie werden erkennen, dass sie von bösartigen Anführern und vom „Gott dieser Welt“, von Satan, dem Teufel betrogen wurden (2. Korinther 4, 4; Offenbarung 12, 9). Sie werden das einsehen und ihre Feindseligkeit Gott gegenüber bereuen“ (Römer 8, 7).

Die Bibel zeigt uns, dass sie gerne Gottes Herrschaft annehmen werden. Jesus Christus wird zurückkehren, um diese Welt als König der Könige und Herr der Herren zu regieren. Er wird jede Rebellion niederwerfen und Gottes Gesetz etablieren. Also werden die Deutschen, die so nach starker Führung streben, erfüllt von Gottes Regierung auf Erden sein (Daniel 2, 44). Ihr Wunsch nach einem Leitbild wird erfüllt werden, wenn sie lernen, nach jedem Wort Gottes zu leben (Matthäus 4, 4). Ihre Wünsche nach Recht und Ordnung werden erfüllt werden, wenn Jesus Christus „mit eiserner Hand“ regiert (Offenbarung 2, 27).

Andere Völker muss man zu ihrem glücklichen Schicksal zwingen. Hesekiel 38-39 prophezeit, dass asiatische Länder gegen Christi Herrschaft rebellieren werden. Zacharias 14, 16-19 zeigt, dass das Volk von Ägypten und andere heidnische Völker Gott vielleicht bei der Einhaltung des Laubhüttenfestes nicht gehorchen werden.

Es gibt aber keine Prophezeiung darüber, dass Deutschland als ein Volk Gott nicht gehorchen wird. Stattdessen erwähnt Jesaja Assyrien als eine führende Nation in der kommenden wundervollen Welt von morgen (Jesaja 11, 16 und 19, 23-24). Deutschland wird zusammen mit Israel und einigen wenigen anderen Völkern die Welt zum Wohlstand geleiten. Gott will Wohlstand für alle Menschen, für jede Familie und jede Nation. Um aber diesen Wohlstand zu erreichen, muss die Menschheit lernen, Ihm und nicht den eigenen Wegen zu folgen.

Das soll nicht heißen, dass die Deutschen wie Roboter blind Gottes Befehlen gehorchen werden. Gott schuf den Menschen mit einem freien Willen, damit er einen Weg in seinem Leben zu wählt oder auch einen anderen. Aber Deutschlands Vergangenheit lässt vermuten, dass diese Menschen schnell einsehen werden, dass Gottes Lebensweise die beste ist.

Gottes Gebote sind mehr als nur eine Liste von Geboten und Verboten. Christus verdammt die Pharisäer nur, weil sie sich zu sehr an die Buchstaben des Gesetzes halten (Matthäus 23). Er verweist diese Leute auf die „schwerwiegenden Bestandteile des Gesetzes“ wie Urteil, Gnade und Vertrauen – auf Gottes Liebe. Das Prinzip von Gottes Gesetz ist Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten (Matthäus 22, 35-40). Es ist nicht nur Befehle empfangen – es bedarf eigener Entscheidungen, die auf dem Prinzip der Liebe basieren.

Das wird Deutschlands Herausforderung für die nächste Zukunft sein. Aber wenn Christus zurückkehrt und Gehorsam verlangt, werden die Deutschen insgesamt diese Herausforderung annehmen.

Vor allen, die lernen, sich Gottes liebender Regierung unterzuordnen, liegt eine wundervolle Welt. Gott verspricht uns, dass wir frei von menschlichen Diktatoren sein werden, frei von den Einflüssen Satans, frei von den Lastern der Demokratie, den Lastern unserer Kollegen und unseren eigenen und frei von der Sünde und dem Tod selbst.

De Jon