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VINCENZO PINTO/AFP/Getty Images

Papst will ein föderales Europa

Der Bischof von Rom agitiert gegen den Kapitalismus und gegen die Vereinigten Staaten.

„Es gibt eine gefährliche Allianz zwischen den Vereinigten Staaten und der russischen Föderation“, sagte der Papst der italienischen Zeitung La Repubblica. Die Allianz USA-Russland hat eine verzerrte Vorstellung der Welt, die auf Kosten von Armen und Migranten geht“, sagte er in einem Interview mit Eugenio Scalfari am 6. Juli – einen Tag bevor sich der US-Präsident Donald Trump auf dem G20-Gipfel in Hamburg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin traf.

„Ich fürchte, dass es sehr gefährliche Allianzen zwischen Mächten gibt, die eine verzerrte Vorstellung der Welt haben: Amerika und Russland, China und Nordkorea, Putin und Assad im Syrien-Krieg“, sagte Franziskus zu Scalfari.

Auf die Frage, welche Gefahren von diesen Allianzen denn drohten, antwortete der Papst, das Risiko solcher gefährlichen Allianzen betrifft die Migration.

„Wie sie wissen, das Hauptproblem in der Welt von heute, – und leider nimmt es zu –, ist das der Armen, der Schwachen, der Ausgeschlossenen, zu denen die Emigranten gehören“, fuhr der Papst fort. „Andererseits gibt es auch Länder, in denen die meisten Armen nicht vom Flüchtlingsstrom, sondern von sozialen Katastrophen herrühren. Einige Länder, die wenig eigene Arme hätten, fürchteten die Invasion der Migranten. Aus diesem Grund sorge ich mich um den G20-Gipfel: weil er besonders die Immigranten der Länder der halben Welt trifft und sie im Lauf der Zeit immer mehr treffen wird.“

Etwas später in dem Interview drückte Scalfari seine eigene Meinung aus, als er sagte, die Länder Europas müssten so bald wie möglich eine föderale Struktur annehmen, um die Flüchtlingskrise zu lösen.

„Ja, das ist wahr“, erwiderte Franziskus. „Die Länder werden handeln, wenn sie die Wahrheit erfahren: Entweder Europa wird eine föderale Gemeinschaft oder es wird in der Welt nichts mehr zählen.“

Das ist nicht das erste Mal, dass er für ein föderales Europa eintritt. Er hat am 6. Mai 2016 den berühmten Karlspreis bekommen – „für seine besonderen Verdienste um die Einheit und den Zusammenhalt Europas.“ Dann, fast ein Jahr später, hielt er eine Rede vor den Staatschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten. In der Rede erinnerte er an das sechzigste Jubiläum der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Der Papst warnte davor, dass die europäische Union ein ‚tödliches Risiko‘ einginge, wenn die Staatschefs nicht wenigstens den Populismus gemeinsam bekämpften.

Was das Interview des Papstes mit La Repubblica einzigartig macht: Es ist das erste Mal, dass Franziskus offen gesagt hat, dass ein vereintes Europa als Ausgleich für die USA nötig sei.

Selbst viele Katholiken können nicht verstehen, dass der Vatikanstaat mehr ist als nur der Hauptsitz einer Religion; ein Stadtstaat, der immer an politischen Machenschaften beteiligt ist, die ganze Imperien beeinflussen.

Vor dem ersten Weltkrieg war das Kaiserreich Österreich-Ungarn der geopolitische Partner des Vatikans. Aber nachdem die Habsburger Dynastie ihre politische Macht verloren hatte, schloss Papst Pius XI. Verträge mit dem faschistischen Italien und mit Nazi-Deutschland ab, um die Verbreitung des Kommunismus in Europa zu stoppen.

Nachdem die Achsenmächte im zweiten Weltkrieg besiegt worden waren, verbündete sich Papst Pius XII. mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA, um 30.000 Nazikriegsverbrecher herauszuschmuggeln und an sichere Orte zu bringen, wo sie weiter die Fundamente für einen europäischen Superstaat legen konnten.

Als offensichtlich wurde, dass die Vereinigten Staaten den kalten Krieg vielleicht doch nicht gewinnen würden, beendete Papst Johannes XXIII. und sein Nachfolger Papst Paul VI. das Bündnis mit der CIA, um eine Politik der friedlichen Koexistenz mit der Sowjetunion zu verfolgen. Priester des Proletariats wurden zugelassen. Dadurch konnte man die klassische katholische Vorstellung von „Christus der König“ gegen das neue Image „Christus der Arbeiter“ austauschen. Diese Päpste versuchten, eine kommunistenfreundliche Version des Katholizismus zu erschaffen.

Papst Johannes Paul II. erneuerte die Allianz mit den USA während der 1980er Jahre, als er sah, dass die Sowjetunion kurz vor dem Zusammenbruch stand. Nachdem die UdSSR 1991 zerfallen war, widmeten Papst Johannes Paul II. und sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. ihre Pontifikate der Schaffung eines föderalen europäischen Superstaates, der mächtig genug war, den weltweiten Einfluss des römischen Katholizismus zurückzugewinnen, den er während des Mittelalters gehabt hatte.

Der gegenwärtige Papst setzt das Streben seiner Vorgänger nach einem föderalen Europa fort. Aber als ein linksgerichteter Aktivist, der einen paraguayischen Kommunisten als Mentor hatte, arbeitet Franziskus auch daran, Unmut gegen den Kapitalismus im Allgemeinen und gegen die Vereinigten Staaten im Besonderen zu erwecken. In gewisser Weise hat Papst Johannes Paul II. dabei mitgeholfen, die Sowjetunion zu stürzen, nur damit Papst Franziskus die katholische Kirche als wirtschaftliche Nachfolgerin der Sowjetunion positionieren kann.

Eugenio Scalfari fragte Papst Franziskus letzten November, ob er eine marxistische Gesellschaft befürworten würde. „Es ist schon oft gesagt worden und meine Antwort war immer: Wenn überhaupt jemand, dann sind es die Kommunisten, die wie Christen denken“, antwortete Franziskus. „Christus hat von einer Gesellschaft gesprochen, in der die Armen, die Schwachen, die Ausgeschlossenen, diejenigen sind, die entscheiden. Nicht die Demagogen, nicht Barabas, sondern die Menschen, die Armen, ob sie nun an einen überirdischen Gott glauben oder nicht. Sie sind es, die mithelfen müssen, Gleichheit und Freiheit zu erreichen.“

Während Christus die Bedeutung des freiwilligen großzügigen Gebens für diejenigen, die wahrhaft bedürftig sind, hervorgehoben hat, befürwortete er niemals, dass die Einkommen vom Staat zwangsweise umverteilt werden.

Kommunisten denken nicht wie wahre Christen.

Unabhängig davon, welche Wirtschaftspolitik der Vatikan in naher Zukunft verfolgen mag, ist es wichtig zu erkennen, dass Papst Franziskus und das Kardinalskollegium aktiv daran arbeiten, eine neue Art von Weltregierung zu errichten. Die römisch-katholische Kirche glaubt nicht daran, dass das Reich Gottes ein reales Königreich ist, das Jesus Christus bei Seinem Zweiten Kommen auf der Erde errichten wird. Die Position der katholischen Kirche ist, dass das Reich Gottes eine zeitgemäße, moderne Kirche ist, die von dem Stellvertreter Christi regiert wird.

Die Prophetie der Bibel beschreibt eine Kirche in der Endzeit, die großen politischen Einfluss auf die „Könige auf der Erde“ hat. Sie wird besonders große Macht über eine politisch-militärische Union ausüben, die in der symbolischen Terminologie als das „Tier“ bezeichnet wird (Offenbarung 17). Diese Beschreibung passt nur auf eine Kirche in der Moderne: Eine Kirche, die sich in die Angelegenheiten der Nationen einmischt und sich selbst als die Mutter aller sieht – eine Kirche, die sich schon wiederholt mit politischen Imperien verbündet hat, um ihre Macht ausüben zu können.

Basierend auf diesen Bibelstellen schrieb Herbert W. Armstrong in der Plain Truth vom Oktober 1951: „Ob Sie es nun glauben oder nicht, die Vereinigten Staaten von Europa – ein Traum Winston Churchills – sind eine Idee, die von den USA unterstützt, gefördert und finanziert wurde – ist die Idee, die der Papst aufgreifen wird. Sie ist gebrauchsfertig, eingepackt und beschriftet ‚Made in USA‘ – wie gemacht für den Papst! Durch die Unterstützung dieser utopischen Idee sind die leichtgläubigen und vertrauensseligen Amerikaner und Briten dabei, den Frankenstein zu erschaffen, der sie vernichten wird!“

Gott sagt uns, wie wir uns vor dieser beispiellosen Katastrophe schützen können: „Und nun, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, dass wir darunter vergehen; wie können wir denn leben? So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?“ (Hesekiel 33, 10-11).

Es gibt nur einen Weg, dass Gott uns beschützen wird. Unser Volk muss sich von seinen gottlosen Wegen abwenden. Es ist eine Frage von Leben und Tod, dass die Menschen, die diese Botschaft hören, aufhorchen und verstehen, dass wir in schwierigen Zeiten leben. 

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