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Ali Arif Soydaş/Unsplash

Ist der Islam eine Bedrohung

Moslems machen 20% der Erdbevölkerung aus. Fraktionen von hasserfüllten, ja sogar gewalttätigen Moslems ärgern die mächtigsten Regierungen der Welt – und machen dadurch den gesamten Islam zur Zielscheibe. Sprechen diese für den Islam? Worüber sind sie so empört? Wie besorgt sollten wir sein?

Diskussionen über Religion können jederzeit hitzig werden. Aber in der emotionellen, polarisierten Welt nach dem 11. 9. ist es ein Schlachtfeld geworden. Und im Herzen dieser Auseinandersetzung ist eine gewaltige und rapide wachsende Religion, die plötzlich ins Scheinwerferlicht globaler Ereignisse getreten ist: Der Islam.

Auf der einer Seite der Argumentation sind Regierungen und Menschen aller Kontinente – nicht nur Amerika – empört über den Hass und die Gewalttätigkeit, die innerhalb des Islam wüten. Andererseits gibt es Menschen, die die Diskriminierung anprangern und für Toleranz plädieren. Auf dem Spiel steht die existierende Weltordnung.

Was ist wahrer Islam? Es hängt davon ab, wen sie fragen.

Der Islam ist eine friedliche Religion. Der Islam ist eine blutige Religion. Der Jihad ist ein innerer Kampf, ein guter Mensch zu sein. Der Jihad ist ein Heiliger Krieg gegen die Ungläubigen. Moslems sind pluralistisch und tolerant. Moslems wollen die Welt übernehmen. Was die Diskussion so verwirrend macht, ist, dass all diese Ideen sowohl wahr als auch falsch sind.

Einer von fünf Menschen ist ein Moslem, das ergibt weltweit 1,2 Milliarden (von denen nur 12 Prozent Araber sind). Weltweit verbreitet wie er ist, gibt es den Islam in vielen Formen. Es ist eine Religion ohne eine zentralisierte Regierung, ohne eine vorhandene Hierarchie, ohne Konfessionen. Wo die Katholiken zum Beispiel zum Papst schauen können, um katholische Doktrin zu definieren (sowie es auch der Rest der Welt kann), so hat der Islam keine solche singuläre Autorität.

Somit wird die Frage, ob ein Besessener, wie Osama bin Laden (dem eine ­formelle religiöse Bildung fehlt, und der keine maßgebende religiöse Position hat), nun ein legitimer Sprecher für den Islam ist oder nicht, getrübt, sobald er genug Moslems überzeugt, ihm zu folgen.

Unter den Moslems ist eine große Anzahl von Menschen, die, wenn auch ungern, friedlich in einer Multi-Glaubenswelt koexistieren würden. Aber in ihren Reihen sind wachsende Fraktionen von Menschen, die das prakti­zieren, was man unterschiedlich als radikalen, militanten, extremistischen oder jihadistischen Islam bezeichnet – bzw. Islamismus (die mit anderen “Ismen” wie Faschismus und Kommunismus eingestuft werden). Die Islamisten sind dazu entschlossen, die Grenzen ihrer Religion, mit welch gebotenen Mitteln auch immer, zu erweitern. Die New Yorker Stadtsilhouette bestätigt stumm diese abschreckende Tatsache.

Um das Image des Islams zu schützen, geben viele Menschen – einschließlich George W. Bush, der kein Interesse daran hat, ein Fünftel der Erdbewohner zu bekämpfen – ihr Bestes, um einen klaren Unterschied zwischen Islam und Islamis­mus zu bewahren. Diese Unterschiede können aber angesichts von zunehmend lautstarken, sogar gewalttätigen, populären und weltweit auftretenden Moslemaufständen, akademisch erscheinen. Die Extremisten selbst sehen keinen Unterschied, nur insofern, weil einige Moslems in ihrer Verantwortung Krieg zu führen, scheitern. Bin Laden bezeichnet den von den U.S. geführten Krieg gegen den Terrorismus, als „einen Krieg gegen den Islam“ und hat die Moslems weltweit aufgerufen mit dem Schlachtruf, „erhebt euch zur Unterstützung eurer Religion. Der Islam ruft euch“.

Wie groß ist die Bedrohung, die von solchen Männern aufgeworfen wird? Wie weit ist das extremistische Problem innerhalb dieser großen Religion verbreitet? Wird es halbwegs in Grenzen gehalten, oder wird es in Wirklichkeit schlechter?

Gott sieht das ganze Bild. In der Tat, Er sah es vor Jahrtausenden und zeichnete es im Voraus in den Prophezeiungen auf. Wir können gegenwärtige Ereignisse in diesem Zusammenhang einordnen und diese Prophezeiungen auswerten, um den gegenwärtigen und zukünftigen Zustand dieser globalen Krise zu beurteilen.

Bedeutsame Prophezeiungen zeigen, dass der militante Islam eine ernste Bedrohung – viel ernster als die grosse Mehrheit begreift – für die Vereinigten Staaten, England und die jüdische Nation Israel darstellt. Der Islamismus wird auch die Europäische Union sehr stark beeinflussen und indirekt die ganze Welt. Sie können es sich nicht leisten, diese biblischen Wahrheiten zu ignorieren.

Bei der Beurteilung von aktuellen Ereignissen angesichts dieser Prophezeiungen ist es nicht die Absicht der Posaune, irgendeine Religion zu verdammen. Ja – Gottes Gesetz verdammt absolut den aufwallenden Hass und die Gewalt, die unter vielen Gruppen von Islamisten gehegt werden. Aber realisieren sie dies: Ihre Bibel zeigt, dass Gott eigentlich viel zorniger mit den Nationen ist, auf welche diese Gruppen hinzielen!

Bevor wir diese bestimmten Prophezeiungen ansehen, wollen wir den weltweiten Überblick über die Bedrohung erfassen, die der Islam heute darstellt, und einige der Ursachen bewerten.

Weltweite Agitation

Letzten November machte der russische Präsident Vladimir Putin eine starke Aussage. Londons Telegraph berichtete: „Islamische Radikale ­verfolgen die systematische Vernichtung von Nichtmoslems … behauptete Putin gestern. Der russische Führer sagte … dass die westliche Zivilisation mit einer tödlichen Bedrohung durch Moslem-Terroristen konfrontiert sei und behauptete, dass sie Pläne hätten, ein weltweites Kalifat zu schaffen.“ (12. Nov 2002; durchaus meine Betonung).

Das sind die Worte eines Mannes, der sich in einer beinharten Ausei­nandersetzung mit dem Islamismus befindet.

Putins Land hat eine lange Geschichte, die islamische Aufstände entlang seiner Grenzgebiete in Schach zu halten. Die Sowjetunion war meistens erfolgreich, aber als sie sich auflöste, explodierte der Islam in den ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien. Russland wurde alsbald in zwei brutale Kriege mit militanten Moslems verwickelt – der erste in Tadschikistan, in dem Russland sich erst nach einem halben Jahrzehnt des Kampfes und Zehntausenden von Toten durchsetzen konnte; der zweite in der russischen Provinz von Tschetschenien, das Russlands Nase bis zum heutigen Tag bluten lässt. Es war erst am 27. Dezember 2002, dass eine besonders tödliche Selbstmordattacke auf das Hauptquartier der tschetschenischen Regierung über 80 Menschen tötete.

Aber Russland ist in seinen Kämpfen nicht allein. Regierungen rund um die Welt sind gezwungen ihren Widerstand gegen Ausschreitungen der Islamisten zu verstärken.

Betrachten sie Europa. Beamte, die mit Terrorismus zu tun haben, werden aufmerksam auf die zunehmende Bedrohung moslemischer Gewalt auf dem Kontinent und decken Terroristenzellen auf mit gut etablierten Verbindungen zu Nordamerika, Nordafrika, dem Nahen Osten und Zentralasien. Eine nachträgliche Analyse über den 11. September zeigte, dass die Europäische Union mit ihren toleranten Asylgesetzen und großzügigen Sozialprogrammen als Zufluchtsort für die Terroristen bei jenen Angriffen gedient hatte.

Aktivitäten der Islamisten in Südostasien sind auch im Aufkeimen, wie der Terroristenangriff auf Bali im letzten Oktober veranschaulichte. In vielerlei Hinsicht ist die Region ideal für die Entfaltung von Radikalismus – ihre riesige islamische Bevölkerung (240 Millionen) lebt größtenteils unter schwachen oder korrupten Regierungen und lockeren Sicherheitszuständen. Die letzen paar Jahre haben eine scharfe Tendenz von zunehmender antiamerikanischer Gesinnung, Politisierung und Radikalisierung gezeigt: Über hundert politisch aktive islamische Parteien und Terroristengruppen sind dort seit Mitte 1998 entstanden, besonders in Indonesien.

Die Mehrheit der Moslems stimmt mit den extremen Ansichten der Terroristengruppen nicht überein. Aber bei einer wachsenden Anzahl unter ihnen sind jene Ansichten zumindest tolerierbar, wenn nicht stark verlockend. Wie Marc Erikson in seinem Artikel „Islamismus, Faschismus und Terrorismus“ aufzeigt; die Tatsache, dass der Islamismus „eskalierendes weltweites Chaos anrichtet“ ist „auf seinen rasant zunehmenden Einfluss unter den weltweit mehr als einer Milliarde zählenden Moslems zurück­zuführen“ (Asia Times, 5. Nov 2002).

Selbst eine sachliche Beurteilung der bedeutendsten Konflikte in der heutigen Welt suggeriert, dass ein Teil der Schuld die ganze islamische Gemeinschaft trifft. Die Fakten unterstützen die These von Harvard’s Samuel Huntington, dass die meisten Konflikte entlang der Zivilisationsgrenze von Eurasien und Afrika auftreten, die die Moslems von dem Rest der Welt trennt. Der Islam prallt mit der orthodoxen Welt nicht nur in der nördlichen Kaukasusregion aufeinander (Russland gegen Tschetschenien), sondern auch im Rest des Kaukasus (Türken gegen Griechen und Aserbaidschaner gegen Armenier), sowie in Bosnien, dem Kosovo, Zypern und sogar Äthiopien. Moslems bekämpfen die Chinesen in Malaysia und der chinesischen Provinz Xinjiang. Sie streiten mit den Hindus in Indien und mit Buddhisten in Bangladesch, Birma und Thailand. Ohne Frage, der berühmteste Nahostkonflikt ist zwischen Moslems und Juden, aber die Moslems unterdrücken auch die christlichen Maroniten im Libanon. Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems sind auch in Afrika weit verbreitet, sie werden im Sudan, in Nigeria, Tschad, Kenia und Tansania ausgetragen, und sind auch die Ursache der Probleme innerhalb Indonesiens und der Philippinen.

„An all diesen Orten“, schrieb ­Huntington, „waren die Beziehungen ­zwischen Moslems und den Völkern anderer Zivilisationen – Katholiken, Protestanten, Orthodoxen, Hindus, Chinesen, Buddhisten, Juden – generell feindselig gewesen; die meisten dieser Beziehungen waren zu irgend einem Zeitpunkt in der Vergangenheit gewalttätig; viele waren in den 1990er Jahren gewalttätig. Wo immer man entlang der Randgebiete des Islams hinschaut, die Moslems haben Probleme, mit ihren Nachbarn friedlich zusammen zu leben.“ (The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order).

Es gibt viele hitzige Debatten und Unstimmigkeiten inwieweit Mohammed (Gründer des Islams) ein Mann des Friedens oder ein Kriegshetzer war, und ob der Koran (Heiliges Buch des Islams) religiöse Toleranz oder missionarische Gewalttätigkeit fördert. Die Geschichte des Islams, so wie die des Römischen Katholizismus und anderer Religionen zeigt beides, sowohl Perioden des Kriegs, als auch Perioden verhältnismäßiger Ruhe. Kommentator Daniel Pipes versichert, dass die gegenwärtige Periode der „Rückständigkeit, Verstimmung Gewalttätigkeit und des Extremismus“ innerhalb eines großen Teils der moslemischen Welt eigentlich untypisch für die lange Vergangenheit des Islams ist. „In der Tat“, folgert er, „es mag vielleicht die schlimmste Ära in dieser ganzen Vergangenheit sein“ (National Post, 2. Aug. 2002).

Aber die Frage bleibt: Was verursacht dieses Problem jetzt? Was macht einen Moslem zum Selbstmord­bomber?

Islamisches Wiederaufleben

Die mehr klar sehenden und zugänglichen religiösen Gelehrten stimmen generell überein, dass der Islam, sowie der römische Katholizismus, Religionen sind, deren endgültiges Ziel die universale Bekehrung ist. „Aus der klassischen islamischen Ansicht, zu der viele Moslems zurückzukehren beginnen, ist die Welt und die ganze Menschheit in zwei geteilt; in das Haus des Islams, wo das moslemische Gesetz und der Glaube vorherrschend sind, und in den Rest, der als das Haus der Ungläubigen oder das Haus des Krieges bekannt ist, wobei es die Pflicht der Moslems ist, sie letztlich zum Islam zu bringen.“ (Bernard Lewis, „The Roots of Muslim Rage“, Atlantic Monthly, September 1990).

Inmitten der Vielfalt von Religionen überall in der Geschichte sind die meisten von ihnen polytheistisch, götzendienerisch und anderen Glaubensrichtungen gegenüber relativ tolerant gewesen. Der Islam und der Katholizismus im Gegensatz ragen nicht nur als zwei der wenigen Religionen heraus, die die Anbetung von nur einem Gott verlangen, andererseits aber auch missionarisch tätig und in ihren Ambitionen ziemlich aggressiv sind.

Nicht überraschend dann, dass Moslems und Katholiken während des Großteils der 14 Jahrhunderte, in denen sie koexistierten, sich im Konflikt befanden und in einem wiederholenden Zyklus von Jihads und Kreuzzügen gegeneinander gekämpft haben.

Während der ersten tausend Jahre dieses Zeitraumes gewann der Islam ständig an Einfluß, Territorium und Macht. Im späten 17. Jahrhundert jedoch begannen sich die Gezeiten zu wenden: Der Katholizismus begann stark zu wachsen – nicht nur in Europa, sondern zunehmend auch in Asien und Afrika – und der Islam trat in den Hintergrund zurück.

Über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts führte der Rückgang des westlichen Kolonialismus zur Unabhängigkeit von mehreren moslemischen Gesellschaften. Die islamische Bevölkerung wuchs an Anzahl und Macht. Ein Trend, der sich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion weiter intensivierte. Huntington glaubt, dass dieses historische Phänomen so bedeutsam ist, dass er es als islamisches Wiederaufleben bezeichnet. Dieses Wiederaufleben war umfangreich, weit verbreitet, richtungsweisend, das erneute Engagement zu moslemischen Bräuchen und Idealen seitens riesiger Menschenmassen und ganzer Bevölkerungen einschließend.

Und es ist innerhalb dieser größeren Bewegung, wo der unbändige Ansatz von extremistischen Ansichten und Verhalten zugenommen hat.

Das Gift, das sich ausbreitet

Amerika möchte sehr gerne glauben, dass die islamische Bewegung klein ist, völlig getrennt von und im Widerspruch stehend zu den Hauptrichtlinien der Lehre des Islams. Dies ist ein Parade-Szenario – nämlich jenes, das die Bush Administration zur Veröffentlichung ausgewählt hat. Das Akzeptieren dieser Idee bedeutet, dass, obwohl die durch den Islam dargestellte Bedrohung groß ist, diese kontrollierbar ist. Es geht davon aus, dass Regierungen von überwiegend moslemischen Ländern vollkommen bereit sein sollten, mitzuhelfen, das Problem zu unterdrücken – in der Tat, dass eine Koalition gegen den Terrorismus solche Nationen mit einschließen sollte.

Was diese Idee problematisch macht, ist, dass die Bevölkerung von diesen „etablierten“ moslemischen Ländern – einschließlich Arabien, Ägypten, Jordanien und Libanon – lautstark protestieren, wann immer ihre Regierungen mit Amerika kooperieren. Präsident Bush’ Ultimatum „ihr seid entweder mit uns oder mit den Terroristen“, hat diese Regierungen in eine prekäre Lage versetzt: Sie versuchen mit den Kriegsbemühungen der U.S. zu kooperieren, während sie ihre Leute am Revoltieren hindern.

Während die Zahl Einzelner, die bereit sind, sich selbst in die Luft zu sprengen, gering sein mag, hat diese Minderheit einen Akkord bei vielen „etablierten“ Moslems angeschlagen, die auch über den Westen viel Hassenswertes finden, insbesondere über Amerika und Israel. Wachsender Antiamerikanismus umhüllt diese Völker. David Pryce-Jones erklärt: „Säkulare Nationalisten und Islamisten scheinen unterschiedliche und inkompatible Ziele für ihre Leute zu haben, aber gemeinsam haben sie ein verallgemeinertes Klima der Wut gegen den Westen und vor allem gegen die Vereinigten Staaten gefördert. Sie teilen das gleiche Vokabular über die „Arroganz“ der Vereinigten Staaten und die Notwendigkeit, ihre eigene Ehre und Würde wieder herzustellen“ (New York Post, 8. September 2002).

Dieser Trend erklärt warum – trotz der bekannten Behauptung, dass der 11. September die Arbeit einer winzigen Gruppe war, die vorgibt, moslemisch zu sein, aber total unterschiedlich ist zur überwiegenden Anschauung der Moslems – es nicht mehr stimmgewaltigen Widerstand zu solchem Terrorismus unter den moslemischen Ländern und Kulturen gegeben hat. Es erklärt auch warum Palästinenser auf den Straßen tanzten, als die Zwillingstürme zusammenbrachen. Analytiker von Stratfor erklärten es auf diese Weise: „Mehr als eine Organisation, verkörperte die Al Kaida eine Tendenz, die viele arabische Gesellschaften durchdrungen hat. U.S. Appelle an einige Länder, wie Saudi Arabien, erzielten nicht weniger, als eine Aufforderung für sozialen Aufruhr“ (www.stratfor.com, 27. Dez. 2002).

Die Realität ist, das Denken der ­Islamisten ist viel komplexer als es die meisten glauben wollen. Aber was macht so viele Menschen so böse?

Es geht nicht um Geld

Einen allgemeinen Fehler, den der Westen in der Einschätzung des Beweggrundes für den Islamismus macht, ist, dass er sich auf die rein wirtschaftlichen und materiellen Angelegenheiten konzentriert – um den Anlass für den Zorn der Moslems lediglich als einen Mangel an westlichen Freiheiten und Privilegien zu interpretieren. Die Meinung ist, gib dem Islamist lediglich Arbeit und ein Auto und er wird sich wieder beruhigen.

Wie Bin Laden es selbst darstellt: „Weil Amerika das Geld anbetet, glaubt es, dass andere Menschen auch so denken.“

Das Problem mit dieser Ansicht ist, dass es die Bedeutung des moslemischen Glaubens und seiner Prinzipien als auslösende Kraft minimiert.

In Wahrheit ist die Annahme, dass der Islamismus ein Produkt der Armut und Entbehrung ist, als falsch bewiesen worden. Reichtum und wirtschaftliche Trends von Nation zu Nation zu messen, sagt einem nicht, wo der Islamismus schwach oder stark sein wird. Interessanterweise begann die jüngste Wiederauflebung der extremistischen Bewegung in den 1970er Jahren während eines Ölbooms, der viele moslemische Länder mit Reichtum und Macht überschwemmte.

Selbst auf individueller Ebene zeigen Nachforschungen, dass es eigentlich die gebildeten und eher wohlhabenden Leute sind, die zum Extremismus tendieren. Daniel Pipes macht diese Verbindung: „Wie der Faschismus und Marxismus-Leninismus in ihren Glanzzeiten, so zieht der militante Islam sehr fähige, hoch motivierte und ehrgeizige Personen an. Keineswegs sind sie die Nachzügler der Gesellschaft, sie sind ihre Führer. … Selbstmordbomber, die sich gegen ausländische Feinde werfen, opfern ihr Leben, nicht um gegen finanzielle Entbehrung zu protestieren, sondern um die Welt zu verändern“ (National Interest, Winter 2001/2002).

Islamisten lehnen nicht unbedingt Modernität ab. Viele von ihnen, wie Bin Laden, verwenden neue Technologien um ihre Ideen zu verbreiten. Auch sind Islamisten nicht gegen Reichtum. Aber sie sind einfach nicht am Reichtum als solchen interessiert. „Wirtschaftliches Vermögen bedeutet für den Islamisten nicht das gute Leben, sondern zusätzliche Stärke, um gegen den Westen zu kämpfen“, schreibt Pipes. „Geld dient dazu, um Kader zu trainieren und Waffen zu kaufen, nicht um ein größeres Haus zu erwerben oder das letzte Modell eines Autos. Reichtum ist ein Mittel, nicht ein Ende.

„Ein Mittel wofür? Für Macht. Islamisten interessieren sich weniger für materielle Stärke, als vielmehr darüber, wo sie in der Welt stehen. Sie reden ständig davon“ (ibid.).

Krank vom Westen

Es fällt den Amerikanern schwer zu glauben, dass irgend jemand ein ideologisches Problem mit ihnen haben könnte (Präsident Bush sprach diese Ansicht deutlich aus: „Ich bin erstaunt, dass die Leute uns hassen sollten … Ich bin, wie die meisten Amerikaner – ich kann es einfach nicht glauben, weil ich weiß, wie gut wir sind“). Aber ein Hinhören auf die Islamisten selbst (statt auf westliche Kommentatoren), zeigt, wie grundsätzlich ihre Einwände sind: Sie sind angeekelt und erzürnt von der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dominanz des Westens in der Welt.

Die Demütigung des Islams – „einer alten, stolzen und lange dominierenden Zivilisation“, in den Worten von Bernard Lewis – durch Völker, die sie als ihre geistig Untergebenen betrachten, hat sich in eine Wurzel der Bitterkeit verhärtet. Islamisten sehen den Westen jetzt als eine gottlose, materialistische und unmoralische Nichtzivilisation an. Ihre materiellen Erfolge sind nur ein dünner Schleier über ihre geistigen Misserfolge – Misserfolge, die nach ihrem Denken, von der Falschheit und Unvollkommenheit des Christentums entstammen.

Islamisten können auf eine Litanei von Misserfolgen des Westens hinweisen. „Für eine riesige Anzahl von Bewohnern des mittleren Ostens haben die Wirtschaftsmethoden des Westens Armut gebracht, politische Institutionen westlichen Stils brachten Tyrannei, selbst die Kriegsführung westlichen Stils brachte Niederlagen“ (Lewis, op. cit.). Diese Miss­er­folge schließen Amerikas heuchlerische Außenpolitik mit ein, die Amerika und Israel erlaubt Massenvernichtungswaffen zu besitzen, aber moslemischen Nationen nicht; die repressive antidemokratische Regime unterstützt, wenn dies mit Amerikas besten Interessen im Einklang steht. Die Misserfolge, die auch eine Lawine des vom Westen produzierten Schmutzes mit einbezieht, der durch die moderne Technologie rund um die Welt exportiert wird. Sie schließen die allgemeine Akzeptanz von Scheidungen und gescheiterten Familien mit ein; die weit verbreitete Drogensucht und andere Arten von Hedonismus.

Diese Erkenntnis von wirklichen und empfundenen Übeln des Westens drückt sich in einem tiefen Hass für die Menschen im Westen aus. Von Fall zu Fall wollen die Islamisten sicherstellen, dass solch zerstörende Desaster sich nicht in der Welt des Islams ausbreiten. Der materiellen Überlegenheit beraubt, glauben sie, dass Moslems wenigstens geistige und moralische Überlegenheit bewahren können.

Mit dieser vorherrschenden Ansicht des Westens (in welcher die USA der Hauptübeltäter ist) sagt Herr Lewis: „Es ist kaum überraschend, dass so viele bereit waren, auf jene Stimmen zu hören, die ihnen sagen, dass die alten islamischen Wege die besten sind. Zudem wäre ihre einzige Rettung, die heidnische Innovation der Reformatoren beiseite zu werfen und zum wahren Weg zurückzukehren, den Gott für sein Volk vorgeschrieben hat“ (Lewis, op. cit.).

„Lasst sie uns ausrotten“

Dieser ansteigende antiamerikanische, antiisraelische Hass erinnert an eine beunruhigende Prophezeiung, die in den Psalmen aufgezeichnet ist.

Psalm 83 spricht von einem zukünftigen multinationalen Bündnis, inbegriffen vieler moslemischer Nationen, das gegen Amerika und England aufgebaut wird (die modernen Nachkommen des biblischen Israels, die in den Prophezeiungen als „Israel“ bezeichnet werden).

Unsere kostenlose Broschüre The King of the South (derzeit leider nur in Englisch verfügbar) erklärt, welche Nationen in diesem Bündnis involviert sein werden (nach ihren biblischen Namen aufgezeichnet in den Versen 7-8) und in welchem Zeitrahmen es ist.

Obwohl diese Prophezeiung erst nach einigen welterschütternden geopolitischen Ereignissen erfüllt wird, beschreibt es die grausame Gesinnung hinter diesem Bündnis – eine Gesinnung, die wir heute in der Entstehungsphase sehen: „Sie (die Nationen dieses Bündnisses) machen listige Anschläge wider dein Volk und halten Rat wider die, die bei dir sich bergen. Wohlan! Sprechen sie, lasst uns sie ausrotten, dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde! Denn sie sind miteinander eins geworden und haben einen Bund wider dich gemacht“ (V. 83,4-6). Zu diesem Zeitpunkt werden diese Nationen nur ein Ziel in ihren Köpfen haben: Israel völlig zu vernichten – einschließlich Amerika und England.

Begreifen Sie doch: Die antiamerikanischen, antiisraelitischen Emotionen die wir heute sehen, bauen sich zu dem beispiellosen Hass auf, der in dieser Prophezeiung beschrieben wird!

Hass in diesem Ausmaß kann nur von Satan, dem Teufel motiviert sein! Der Widersacher Gottes würde nichts lieber tun, als den Namen Israel auszulöschen – was bedeutet „Gott setzt sich durch – Gott wird regieren“! (Für weitere Information fordern sie ein kostenloses Exemplar von The Key of David an – derzeit leider nur in Englisch verfügbar).

Manche hoffen gegen alle Hoffnung, dass der Islamismus abklingen würde. Aber nicht nur die wahrnehmbaren Tatsachen enthüllen den Irrtum in ihrem Denken, auch die Bibel zeigt, dass diese schrecklichen Trends nicht verschwinden werden. Tatsächlich fangen sie jetzt erst an in Blüte zu kommen.

Siebenfach verflucht!

Alsdann wollen wir unsere Aufmerksamkeit dem zuwenden, was wir in der unmittelbar vor uns liegenden Zeit erwarten können.

Die Posaune hat oft auf 3.Mose 26 als eine Prophezeiung für Amerika und England hingewiesen (genauso wie auf alle anderen modernen Nachkommen Israels, wie es unsere kostenlose Broschüre Die USA und Großbritannien in Prophezeiung erklärt). Aber wir müssen verstehen, dass es eine Prophezeiung mit Bedingungen ist.

In diesem Kapitel stellt Gott diese Nationen vor die Wahl: Unter der Bedingung, dass die Menschen Ihm gehorchen, verspricht Er vielerlei Segnungen (V. 3-12). Aber wenn sie stattdessen ihren eigenen Weg gehen, verspricht Gott einen an Intensität zunehmenden Alptraum von Unheil (V. 14-39) um dadurch die Menschen zu Ihm zurück zu bringen (V. 40-45).

Amerika und England haben ihre Geschichte mit Gott vergessen, und jetzt ernten sie ganz offensichtlich die Flüche der Massenrebellion gegen Gott und Sein Gesetz.

Meditieren Sie über diese Warnungen vom großen Gott der Bibel: „So will auch ich euch dieses tun: Ich will euch heimsuchen mit Schrecken … dass euch … das Leben hinschwindet …. Und ich will mein Antlitz gegen euch richten, und ihr sollt geschlagen werden vor euren Feinden … und ihr sollt fliehen, ohne dass euch einer jagt“ (V. 16-17). In dieser Zeit des Terrorismus erleben wir diese Flüche!

Noch einmal – diese Prophezeiungen sind an Bedingungen geknüpft. Und wenn die Menschen Gottes Zurechtweisungen ignorieren, verstärkt Er den Druck: „Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so will ich euch noch weiter strafen, siebenfältig, um eurer Sünden willen“ (V. 18).

Lesen Sie auch den Rest der Prophezeiung. So lange unsere Nationen sich weigern zu gehorchen, werden sie intensiver werdende Flüche und Strafen vom lebendigen Gott erleben! Er ruft aus in Vers 28: „Ich meinerseits werde euch züchtigen!“ (Elberfelder Bibel).

Gott warnt viermal, dass Israel „siebenfältige“ Strafe erhalten würde (V. 18. 21. 24. 28). Dieses Wort ist von dem hebräischen Wort sheba übersetzt, das sowohl die Dauer als auch die siebenfache Zunahme in der Schärfe der Strafe klar macht .

In anderen Worten, der Terroranschlag vom 11. September war nur eine milde Einleitung. Das Unterlassen, sich Gott zuzuwenden, bedeutet eine siebenfache Zunahme des Schreckens!

Es ist eine der gewaltigsten und höchst verurteilenden Ironien unserer Zeit: Viele von den Dingen in Bezug auf den Westen, die die moslemische Welt stört und islamistische Extremisten verärgert, sind genau diese Dinge, für die Gott Israel verurteilt!

Gott unterstützt keine Terroristen. Er verurteilt ihren Ärger, ihre Gewalttätigkeit, ihre Selbstgerechtigkeit. Er wird jede ihrer Taten vor Gericht bringen (Prediger 12,14).

Aber zur gleichen Zeit ist es sehr verurteilend, wenn heidnische Völker einen klareren Blick für die Übel und Sünden innerhalb Israels haben als die israelitischen Völker selbst!

Und Gott erlaubt den Terrorismus, erlaubt die Gewalttätigkeit – erlaubt dem Teufel, diese Menschen dahingehend zu beeinflussen, ihrem brutalen satanischen Hass gegen Amerika und Britannien freien Lauf zu lassen.

Welches Strafmaß?

Hesekiel 5 prophezeit über das dreifache Schicksal, das den Menschen der heutigen Nationen Israels widerfahren wird. Mit drei Drittel von Hesekiels Bart als Erläuterung zeigt Gott, dass das erste Drittel „mit Feuer verbrennen wird, mitten in der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind“ (V. 2).

Was ist dieses „Feuer“? Was immer es ist, es ist überwältigend, denn es wird ein Drittel der Einwohner von Amerika, Britannien und der anderen israelitischen Nationen töten! Es wird diese Nationen durch ein Ausbluten ihrer Bürger kritisch schwächen.

Dieselbe Gruppe ist in Vers 12 weiter beschrieben als diejenige, „die durch die Pest“ stirbt. Das aus dem Hebräischen übersetzte Wort Pest bedeutet, Zerstörung oder Tod; eine Definition des Stammwortes ist, „Fallen stellen, dagegen verschwören, zerstören“.

Gerald Flurry zeigt in seinem Buch, Hesekiel – der Endzeitprophet, dass sich dies auf Ausschreitungen in den Städten bezieht, einschließlich terroristischer Gewalttätigkeiten. Hesekiels Prophezeiung deutet an, dass zukünftige Angriffe, Tod in einem grauenhaften Ausmaß verursachen werden!

Am 11. September wurden Tausende getötet.

Die Todesfälle in dieser Zukunft werden sich auf hunderte Millionen belaufen.

Die Posaune richtet die Aufmerksamkeit oft auf die vielen Prophezeiungen bezüglich Israels Falls an die europäische Macht des Tieres. Diese Textstelle in Hesekiel sagt mehr zu dem Bild, dass vieles von dem, was Israels Stärke schwächen und die israelitischen Nationen für die letzte Niederlage vorbereiten wird, sehr wahrscheinlich von islamistischen Terroristen ausgelöst werden wird.

Die Amerikaner und Engländer, die Bürger von Großbritanniens Commonwealth, sowie die Juden von Israel müssen die Natur des ihnen gegenüberstehenden Feindes verstehen. Diese ist größer, zorniger, viel gewalttätiger, trügerischer, schrecklicher als sie annehmen. Und anstatt auf Gott zu vertrauen, vertrauen sie in Kriegsausrüstungen für ihre Rettung. Ihre ­Sünden, ihre Sturheit und ihr Unglaube werden zu ihrer Niederlage führen.

Und genauso wie nach dem 11. September werden die Moslems auf den Straßen tanzen.

Diese Erfolge werden die Aggression der radikalen Islamisten schüren. Der Traum vom Untergang des Westens und des Anbruchs einer neuen Ära im Islam wird lebendig werden. Es wird die Herzen einer großen Anzahl von Moslems entflammen. Das unfassbare Ziel einer politischen islamischen Einheit wird wahrhaftig erreicht.

Zu diesem Zeitpunkt wird eine furchtbare Macht vollständig auf der Weltszene formiert sein – für Jahrtausende in der Heiligen Schrift prophezeit – der König des Südens.

Der endgültige Jihad; der letzte Kreuzzug

Man kann sich leicht vorstellen, was zu diesem Zeitpunkt im Kopf der Moslems vorgehen wird. Denn es wird eine andere Macht auf der Bildfläche sein, eine Macht, die auch aufstieg, um die Lücke zu füllen, die von den USA zurückgelassen wurde – ein vereintes Europa, der König des Nordens. Wie es ihre ganze Geschichte hindurch der Fall gewesen ist, so wird auch diese Kriegsmaschine von einer starken, politisierten Religion geführt.

Die Bühne wird gerüstet sein für den entscheidenden Abschluss eines jahrhundertlangen Kampfes – für den endgültigen Jihad, den letzten Kreuzzug.

„Und zur Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten“ (Dan. 11,40).

Dies ist ein Zusammenstoß zwischen zwei Religionen – dem römischen Katholizismus und dem Islam. Genauer gesagt, es ist eine Kollision zwischen den extremen Elementen dieser zwei Religionen.

Zurzeit werden die Extremisten von einer kleinen Minderheit von Moslems und Katholiken repräsentiert. Aber seien sie versichert, sie werden be­obachten können, wie ihre Zahlen schwellen und schließlich wachsen werden, um die dominierende Kraft innerhalb jeder dieser Religionen zu bilden.

Wachen und beten Sie, dass Sie die Zeit nicht miterleben, wenn sich die zwei Angriffsspitzen formen, die in diesem spektakulärem Kampf aufeinander prallen werden, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat! Denn dann wird es zu spät sein. Dieser Krieg wird sich in den ersten Tagen der grössten Trübsal, die diese Welt jemals erlabt hat, ereignen.

Diejenigen, die die Weltereignisse mit offenen Augen beobachten, können erkennen, dass diese Welt ein böser, feindlicher, gewalttätiger Platz ist. Diejenigen, die mit einem Bewusstsein der biblischen Prophezeiungen beobachten, können erkennen, dass es noch schlimmer, noch feindlicher, noch gewaltiger werden wird – bis hin zum letzten qualvollen Atemzug.

Aber nur diejenigen, die wachen und beten, jene, die jetzt bereuen, die sich dem allmächtigen Gott unterwerfen, der diese Ereignisse vorausgesagt hat und jetzt geschehen lässt, können mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken. Sie allein wissen im Glauben nicht nur, dass sie von einem liebenden Vater beschützt werden, sondern, dass, wenn der Krieg seinen Höhepunkt erreicht, sie dann helfen werden, den Anfang eines wirklich neuen Zeitalters einzuleiten–ein Zeitalter des Friedens, einer einzigen Weltreligion, unter einer barmherzigen gerechten Herrschaft – unter dem König der Könige, Jesus Christus. 

Tb Ad De