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Erdoğans Versuch einer Islamisierung Europas

Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seinen politischen Arm nach Europa ausstreckt.

Es ist kein Geheimnis, dass die europäische Politik extremistischer wird. Die permanente Flüchtlingskrise hat nicht nur die extreme Rechte in Europa gestärkt, sie hat auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in die Lage versetzt, das über den ganzen Kontinent gespannte muslimische Netzwerk weiter auszubauen.

Während der letzten Jahre haben sich in ganz Europa verschiedene Parteien gebildet, die von Erdoğan unterstützt werden und die seine Politik befürworten.

Der niederländischen Partei Denk, die dieses Jahr zum ersten Mal drei Sitze im Parlament bekam, wird vorgeworfen, Erdoğans Sprachrohr zu sein. Die Parti Egalité Justice (Partei für Gleichheit und Gerechtigkeit), die während der jüngsten Wahlen in Frankreich Schlagzeilen machte, unterstützt Erdoğan in Frankreich. Die Partei Neue Bewegung für die Zukunft (NBZ) unterstützt den türkischen Präsidenten in Österreich. Und es gibt noch mehr.

Diese Parteien behaupten, die Stimme von Millionen von Emigranten zu sein; ihre Politik zeigt jedoch, dass sie nur die Stimme einer einzigen Person sind: Die Stimme des Präsidenten Erdoğan.

Lassen Sie uns diese politischen Parteien, von denen man annimmt, sie würden von Erdoğan unterstützt, einmal kurz unter die Lupe nehmen.

Demokratie als Hilfsmittel, die Macht zu ergreifen

Denk wurde 2014 in den Niederlanden von zwei Parlamentariern türkischer Herkunft, Tunahan Kuzu und Selcuk Öztürk, gegründet, die sich nach einem Streit über die Integrationspolitik der Regierung von der sozialdemokratischen Fraktion abgespaltet haben. Was seinerzeit noch wie eine Meinungsverschiedenheit unter Parteigenossen aussah, hat sich inzwischen zu einer Bewegung entwickelt, die darauf hofft, die Niederlande zu verändern.

Nachdem seine Partei drei Sitze im holländischen Parlament bekommen hatte, sagte der Parteivorsitzende Kuzu: „Das ist der Beginn einer neuen Ära unserer Geschichte. Die neuen Niederlande haben uns eine Stimme im Parlament gegeben.“

Genau wie ihr politischer Ziehvater Erdoğan, ist die niederländische Partei Denk dagegen, den türkischen Massenmord an den Armeniern im ersten Weltkrieg als Völkermord zu bezeichnen. Die Partei tut alles, um Erdoğans Image aufrechtzuerhalten und jede Art von Kritik an ihm zu unterdrücken. Die deutsche Tageszeitung Die Welt kommentierte: „Folgen andere türkischstämmige Abgeordnete ihrer unterwürfigen Linie nicht, werden sie schon einmal als Abtrünnige beschimpft und mit Namen und Bild im Internet angeprangert.“ Mit dieser Einschüchterungsmethode wird jeder Widerstand gebrochen, jede Kritik unmöglich gemacht und Erdoğan so als politischer Held dargestellt.

Die Minderheiten, die Erdoğan in Europa unterstützen, fordern mehr Freiheiten; Freiheiten, die sie haben würden, wenn Erdoğan das Sagen hätte. Man könnte meinen, dass die Muslime, die in Europa leben, über die Verbrechen, die in ihrem Heimatland passieren, aufgebracht seien. Aber sie erleben diese Verbrechen nicht aus erster Hand und trauen auch den europäischen Medien nicht. Stattdessen „bestimmen die mit der Türkei konformen Medien ihre Ansichten“, sagte Umut Karakas von der deutschen Data 4U-Gesellschaft für Kommunikationsforschung dem Onlineportal T-Online.

Deshalb sind sie das perfekte Instrument für Präsident Erdoğan, um Loyalität zu ihm und dem Islam in ganz Europa zu verbreiten.

Darüber hinaus vergleicht Denk das Leid und die Drohungen, die die Flüchtlinge heutzutage ertragen müssen, mit der Verfolgung, die die Juden im Deutschland der Nazizeit erlitten haben. So bezichtigen sie den niederländischen Politiker Geert Wilders, der dafür bekannt ist, eine Anti-Emigrantenpolitik zu vertreten, er sei der Adolf Hitler unserer Tage. Erdoğan hat mit ähnlichen Vergleichen europäischen Regierungschefs Vorwürfe gemacht. Er sagte:

Die Wahl in den Niederlanden ist nun vorüber … wenn man sich die vielen Parteien ansieht, stellt man fest, es gibt keinen Unterschied zwischen der Denkweise von Geert Wilders und den Sozialdemokraten in den Niederlanden. Sie alle haben die gleiche Denkweise. … Diese Denkweise bringt Europa an den Rand einer Klippe. Sie haben begonnen, den Untergang Europas herbeizuführen. Sie zerren es in den Abgrund. Heilige Kriege werden bald in Europa beginnen.

Erdoğan und seine Anhänger in Europa versuchen, die etablierten Parteien in Verruf zu bringen und der muslimischen Bevölkerung mehr Freiheit und Macht zu verschaffen. Daher sollte es niemanden überraschen, wenn es den Millionen Muslimen, die in Europa leben, schwerfällt, sich in die abendländische Gesellschaft zu integrieren. Die „Heiligen Kriege“, die Erdoğan erwähnte, beziehen sich auf die immer wiederkehrenden Kriege, die die Christenheit gegen die muslimische Bevölkerung in Europa und im Nahen Osten führte.

So ähnlich wie Denk ist auch die französische Partei für Gleichheit und Gerechtigkeit (PEJ), die bei den jüngsten Wahlen in Frankreich dieses Jahr zum ersten Mal auf der politischen Bühne erschien. Yves Mamou, der als Journalist zwei Jahrzehnte lang für die französische Zeitung Le Monde arbeitete, schrieb für die Gatestone Institution am 11. Juni: „Die PEJ ist nur ein Element in einem Netz von politischen Parteien, das der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) aufgebaut hat, um jedes einzelne Land Europas zu beeinflussen und durch seine muslimische Bevölkerung Einfluss auf Europa auszuüben.

Wenn man sich die politischen Ziele der Partei ansieht, so lässt sich unschwer erkennen, dass diese Partei als ein weiteres Sprachrohr Erdoğans benutzt wird. Mamou fasst ihr Programm so zusammen: Die Partei strebt an, „das grundlegende säkularistische Gesetz von 1905, dass die Trennung von Kirche und Staat festlegte, abzuschaffen; Schleier für Schulmädchen zwingend vorzuschreiben und die Solidarität der Gemeinschaft (im Gegensatz zu den Rechten des Einzelnen) als vorrangig festzuschreiben. All das ist verpackt in die nicht ganz unschuldige Flagge des notwendigen „Kampfes gegen die Islamophobie“, eine Methode, die ersonnen wurde, um alle Leute, die den Islam kritisieren könnten, von Anfang an zurückzuweisen, bevor sie überhaupt etwas gegen den Islam sagen können.“

Mit anderen Worten: Diese Partei versucht, dasselbe zu erreichen wie ihr niederländisches Pendant, nämlich Erdoğan zu unterstützen, jede Kritik zu unterdrücken, die Ambitionen des Islam als friedliche Religion zu verkaufen und seinen Einfluss zu verbreiten.

Wenn man bedenkt, wie viele Muslime gegenwärtig in Europa leben, so darf man das Potential dieser Parteien und der Gruppe der Anhänger Erdoğans keinesfalls unterschätzen, Das Pew-Forschungszentrum stellt fest, dass die Anzahl der in Europa lebenden Muslime von 29,6 Millionen im Jahr 1990 auf 44,1 Millionen im Jahr 2010 gestiegen ist, was 6 Prozent der europäischen Bevölkerung ausmacht. Hochrechnungen für das Jahr 2050 sagen bis zu 10,2 Prozent voraus. Diese Zahl könnte aber noch viel höher ausfallen, wenn die augenblickliche Flüchtlingskrise nicht unter Kontrolle gebracht wird.

Die jetzt bereits etablierten Parteien, die Millionen von Anhängern um Erdoğan scharen, sind nur der Anfang seines Plans, eine loyale Gruppe von Getreuen in Europa zu etablieren. Aber Erdoğan braucht nicht einmal eine politische Partei, um Loyalität zu wecken.

Die Moscheen – ein Werkzeug, um Einfluss über die Menschen auszuüben

In der Nacht des militärischen Putschversuchs letztes Jahr in der Türkei rief Erdoğan die Türken überall in der Welt dazu auf, ihn zu unterstützen und sich ihm gegenüber als loyal zu erweisen. Sein Aufruf war selbst auf deutschen Straßen zu hören; in einer Stadt, in Hamburg, strömten etwa 30.000 Menschen auf die Straßen, um ihre Unterstützung für den türkischen Präsidenten zum Ausdruck zu bringen. „Das ist eine verheerende Entwicklung. Es ist schlimm, aber es ist so: Erdoğans Arm reicht bis nach Deutschland“, sagte die ehemalige sozialdemokratische Abgeordnete Lale Akgün der Bild.

Vergangenen April wurde die deutsche Regierung Zeuge eines weiteren starken Zeichens von Erdoğans Macht in Deutschland. Zu dieser Zeit stimmten die Türken über Erdoğans Antrag für eine Verfassungsreform ab, die dem Präsidenten eine fast diktatorische Macht verleiht. Erdoğans Aktionen wurden von den deutschen Medien größtenteils entlarvt und verurteilt – und die politischen Werbekampagnen wurden sogar verboten. Trotzdem stimmten 63 Prozent aller türkischen Wahlberechtigten in Deutschland für die Verfassungsänderung, während in der Türkei nur 51 Prozent der Wähler dafür waren. Offensichtlich hatte der politische Arm Erdoğans in Europa größeren Einfluss als in der Türkei selbst.

Wie ist es möglich, dass Erdoğan Millionen von Anhängern mobilisieren kann, ohne direkten Einfluss auf sie zu haben?

Auch wenn es in Deutschland keine etablierte muslimische politische Partei gibt, so gibt es doch mehrere Vereinigungen und Organisationen. Da ist zum Beispiel die türkisch-islamische Union Ditib, die mehr als 900 Moscheen in Deutschland kontrolliert und die Türkischen Demokraten, die als verlängerter Arm von Erdoğans AKP angesehen wird. Beide dienen als Sprachrohr für Erdoğans Propaganda in Deutschland.

Zusammen mit dem zunehmenden Terrorismus ist das der Grund, warum immer mehr deutsche Politiker meinen, Deutschland müsse kontrollieren, was in den Moscheen im ganzen Land gepredigt wird und auch konkrete Regeln darüber erlassen. Obwohl die Moscheen religiöse Institutionen sind, werden sie dazu genutzt, politischen Einfluss auf die muslimische Bevölkerung auszuüben.

Das Ziel des politischen Islams

Wenn Sie immer noch glauben, dass diese Parteien und die Moscheen ausschließlich demokratischen und religiösen Zwecken dienen, bedenken Sie das folgende Zitat:

Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.

Das sind Worte von Herrn Erdoğan, der dafür acht Monate im Gefängnis gesessen hat. Aber seine Geisteshaltung scheint sich dadurch nicht geändert zu haben.

In einem Gastbeitrag für die älteste Zeitung Österreichs, die Wiener Zeitung, warnte der österreichische Politiker Robert Lugar von der Islamisierung Europas. Er erklärte, das politische Ziel des Islams sei es, die Weltherrschaft zu erobern und er forderte die Demokratie dazu auf, das zu bekämpfen. Er schrieb, in der Geschichte haben wir bereits miterlebt, was solch brutale Versuche, die Macht zu erlangen, zur Folge haben.

Jahrhundertelang, angefangen bei Mohammed, hat der Islam immer das Ziel gehabt, die einzige Religion der Welt zu werden. Die verschiedenen Glaubensrichtungen des Islam haben alle dasselbe Ziel; sie benutzen nur unterschiedliche Strategien, um es zu erreichen. Und genau wie heute die extreme Rechte dem entgegentritt, kämpfte die Christenheit schon vor Jahrhunderten leidenschaftlich dafür, die Oberhand zu gewinnen, indem zu einem Kreuzzug nach den anderen aufgerufen wurde.

Es ist wahr, dass die extreme Rechte das Thema der Islamisierung übertrieben darstellt, um den Hass gegen die muslimische Bevölkerung zu schüren. Andererseits bestreitet die politische Linke vollständig, dass versucht wird, Europa zu islamisieren. Auch wenn Vorhersagen einer „schleichenden Islamisierung“, die Europa in einen „islamischen Staat“ verwandeln wird und auch die Prophezeiungen über den Niedergang der westlichen Gesellschaft übertrieben sind, so hat der Islam doch ein Programm, das man keinesfalls einfach ignorieren darf.

Erdoğans politische Ambitionen in Europa beweisen sein Bestreben, den Islamismus über die ganze Welt zu verbreiten. Aber wie auch schon vor Jahrhunderten reagiert Europa verärgert und bereitet sich auf einen neuen Kampf der Kulturen vor. Die Bibel sagt voraus, dass dieser der letzte Kreuzzug sein wird, der die Welt heimsuchen wird, denn er wird zur Wiederkehr Jesu Christi führen, der der ganzen Menschheit den Frieden bringen wird. 

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